#64 Deinen Flow finden: der Weg zurück zu dir - mit Quynh Klaus

Shownotes

Manche Menschen sagen von sich, sie seien einfach nicht kreativ. Quynh Klaus hält das für ein Missverständnis: Sie arbeitet als Radiologin in einer nachhaltigen Praxis und stellt gleichzeitig international ihre Bilder aus, und sie beschreibt im Gespräch mit Stefanie, wie wir diesen Zugang nach und nach verlieren, durch Bildung, Prägung und den Anspruch, dass am Ende etwas Vorzeigbares herauskommen muss.

Es geht um den Moment, in dem sich beim Malen, beim Kochen oder beim Laufen plötzlich die Zeit anders anfühlt, um Musik als Türöffner dorthin und um die Frage, was dieser Zustand mit unserer Gesundheit macht. Quynh erzählt auch von dem Jahr, das ihr Leben in zwei Hälften geteilt hat und davon, wie sie über die Farbe zurück zu sich gefunden hat. Wer am Ende wissen will, wo er selbst anfangen soll, bekommt eine überraschend einfache Antwort.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Liebe Quillen, herzlich willkommen im Gesundsein-Podcast.

00:00:08: Danke schön liebe Stefanie.

00:00:10: ich freue mich sehr!

00:00:11: Ich freue mich so dass wir heute hier aufnehmen.

00:00:14: Wir hatten noch gar nicht so viele Gespräche zusammen aber irgendwie hat es direkt Klick gemacht und ich glaube das ist weil uns ganz viel verbindet und zwar nicht nur die fachliches Interesse sondern auch emotional.

00:00:27: Wir sprechen heute gemeinsam über die Verbindung von Gesundheit und Kreativität im weitesten Sinne.

00:00:35: Und vielleicht erzählst du den Hörerinnen und Hörern einmal ganz kurz, wer du bist damit sie wissen mit wem ich heute spreche?

00:00:43: Ja!

00:00:43: Und ich krieg wieder Gänsehaut wie bei unserem letzten Gespräch.

00:00:46: das ist so toll.

00:00:48: Also mein Name ist Quyen Klaus.

00:00:50: Ich bin Radiologin, Künstlerin.

00:00:53: Ich bezeichne mich auch als Kunstwissenschaftlerin leidenschaftliche Forscherin.

00:00:58: Ich bin radiologisch in der Greenscan GmbH in Burbach tätig, das ist eine nachhaltige Praxis.

00:01:05: Wir also unser MRT-Gerät ist ein Niederfeld MRT Gerät und es läuft über die Soladenlage, die Energieversorgung.

00:01:12: Wir sind schön etwas abseits im grünen ländlichen Gegend und ja, also das Thema Nachhaltigkeit, Grün und Wohlfühl oase ist für mich sehr wichtig für die Patienten und für unser Team.

00:01:26: Das finde ich allein schon total spannend.

00:01:28: Was mich persönlich aber noch mehr gecatcht hat, damals als wir uns kennengelernt haben war deine Sicht auf die Medizin eben auch in Kombination mit Kreativität und wie das zu unserer Gesundheit und zu unserem Mensch sein dazu gehört?

00:01:43: Und wie zum Beispiel Kunst, wenn man sich selber damit beschäftigt und auf seine eigene Kreativity einlässt, wie es auch heilsam sein kann!

00:01:53: Das ist jetzt so ein bisschen provokante Frage.

00:01:55: Aber wenn du dich selber beschreiben müsstest, bist du eher Wissenschaftlerin oder eher Künstlerin?

00:02:01: Wie kann man das überhaupt so trennen?

00:02:03: Nee ich sehe das gar nicht getrennt!

00:02:05: Also ich sehe es auch geschichtlich kulturell historisch voll für uns gar nicht Getrennt.

00:02:09: also es gibt ganz viele tolle Menschen und Inspiration.

00:02:13: Nehmen wir beispielsweise Da Vinci sowohl Kunst als auch Wissenschaft, Arzeins in Reihenform oder Kai Gustav Jung mit seinen Black Books.

00:02:22: Also er hat sich seinem Unterbewusstsein gestellt, hat Notebooks geschrieben die gar nicht mal Tagebücher waren und jetzt das tägliche erleben dokumentiert haben.

00:02:33: Sondern es war wirklich so eine bewusste Konfrontation mit seiner inneren Welt, mit seinen Imaginationen, mit sein spirituellen Erleben aber auch ja mit seiner Wahrnehmung sowohl des Bewusstseins als auch des Unterbewustseins und seinen Träumen und Visionen.

00:02:50: und deswegen sehe ich da überhaupt keine Trennung.

00:02:53: Ich denke, das hat sich vielleicht die letzten Jahrzehnte so entwickelt, dass wir das sehr in Kategorien denken oder in Grenzen denken, wo eigentlich keine Grenzen

00:03:06: sind.".

00:03:07: Das finde ich zum Beispiel total spannend wie du das erklärst und du nennst es ja auch, dass du im weitesten Sinne auch machst, praktizierst, worüber du auch junge Menschen irgendwie versuchst zu unterrichten, die zu unterstützen... ist Art-Science, das heißt die Verbindung aus Kunst und Wissenschaft.

00:03:23: Und dass eben nicht kunstwissenschaftlich gemeint sondern Kunstnatur wissenschaftlich meint, richtig?

00:03:28: Genau!

00:03:29: Das auch aber nicht nur... also ich sehe es nicht nur als eine Fusion aus Beidem, sondern ich seh's als Resonanzraum Ich sehs' als kreativen Raum ein geschütztes Umfeld wo wir uns einfach kreativ ausdrücken können.

00:03:41: Ich glaube auch, dass Kreativität kein Luxus gut ist, für was jetzt einzelnen Begabten oder Individuen vorbehalten ist.

00:03:51: Sondern ich glaube das so unsere Wahrnehmung an sich schon ein kreativer Prozess ist.

00:03:56: also allein der Akt der Wahrnehnung ist schon kreativ und wir sind alle mit diesem Potenzialen und diesem Birthright also in diesem Geburtsrecht der Kreativität ausgestattet.

00:04:06: Ja Das Geburt's recht Genau.

00:04:09: Also dass das finde Ich auch so einen total schönen Punkt weil es gibt ja Menschen die sagen Also du bist total kreativ, ich bin ja gar nicht kreatif.

00:04:17: Ist das überhaupt richtig oder hat eigentlich jeder Mensch so eine inherente Kreativität die er nur bisher vielleicht nicht entdecken konnte?

00:04:26: Richtig!

00:04:27: Also ich denke gar nicht dass es Kreativity etwas war was man hat oder nicht hat sondern es ist...Kreativitet ist immer da sie ist nur vielleicht überlagert weil wir einfach in der Kindheit sind wir alle so freispielerisch und gehen alles ohne ohne ein Ziel, ohne einen Druckerwartungsdruck und ohne Perfektionismus irgendwie eine Sache heran.

00:04:50: Zum Beispiel nehmen wir mal Tanzen.

00:04:52: Wir tanzen Ballett.

00:04:54: Der Sinn des Tanzens ist nicht das letzte Schritt.

00:04:56: beim Tanzen oder beim Klavier ist auch der Sinn des Klavierspiels die letzten Note.

00:05:02: Und ich glaube durch dieses System, dass wir hindurchgehen durch die Bildung, durch die Prägung vielleicht auch durch Erwartungen von Eltern oder unser Umfeld lernen wir uns nach und nach immer mehr zu beschränken, um etwas perfekt zu machen, was unsere Kreativität dann überlagert.

00:05:24: Ich finde gerade ganz spannend, dass du den Begriff des Perfektionismus ansprichst, weil ich kann mich darin sehr stark wiedererkennen.

00:05:33: Ich persönlich bin sehr gerne kreativ.

00:05:36: Ich habe schon immer als Kind – ich glaube, ich habe siebzig Prozent meiner Zeit im Kindergarten schon damit verbracht zum Malen Und wir haben auch meine Mutter, meine Oma immer gesagt Stefanie du bist eine Künstlerin weil ich irgendwie immer gerne Blumenstreuse gebunden habe, gemalt habe.

00:05:53: Ein Kuchen dekoriert habe egal was und nichtsdestotrotz stand ich mir persönlich mit dem Perfektionismusanspruch immer sehr stark im Weg.

00:06:02: Ich habe mir nie den Raum gegeben einfach mal Dinge auszuprobieren ohne am Ende zu wissen, was kommt dabei raus?

00:06:10: Das hat dazu geführt dass ich mir zum Beispiel wenn ich dann älter geworden bin.

00:06:14: Ich habe sogar Ölfarben zum Geburtstag geschenkt bekommen und ich war immer ganz so oh Gott diese teuren Öl farben!

00:06:21: Und mich hat das so gehemmt weil ich dachte jetzt musst du das perfekte Bild daraus schaffen weil die wertvolle Ressource sonst für nichts jetzt hier so hinhalten muss und das wäre ja ganz schrecklich.

00:06:31: Und das hat mich immer sehr gehämmt.

00:06:33: Ich habe mir dadurch Projekte ausgesucht, zum Beispiel von denen wusste ich, ah die schaffe ich!

00:06:38: Das kann

00:06:39: nicht genau so nachmalen

00:06:40: und dann sieht das Bild genauso aus.

00:06:42: Das hatte aber mit Kreativität eigentlich nichts zu tun oder?

00:06:46: Ja weiß ich es nicht... Also ich glaube, ich fühle total die Resonanz mit den teuren Farben und dem guten Material.

00:06:55: Ich bin da auch früher sehr spielerisch darauf also drauf gesprungen Und mich hat sie dazu hingezogen, einfach hochwertige Farben zu verwenden.

00:07:07: Aber ich hatte jetzt nie den Druck zu sagen, okay, ich muss da was ordentliches daraus entstehen lassen, sondern ... Ich hab einfach den Prozess genossen.

00:07:18: Ich habe das Erlebnis genossen damit umzugehen, das irgendwie haptisch in meinen Händen zu halten und dann einfach mal drauf los.

00:07:26: Es war für mich eine Art von Meditation.

00:07:29: Ich bin von der Schule nach Hause gekommen, hab den Ranz in die Ecke geworfen und habe mich sofort auf dem Boden gelegt und gemalt.

00:07:35: Und früher halt erst mal realistische Sachen gemalt.

00:07:39: also ich hab mit Sailor Moon angefangen Das blieb damals im Fernsehen.

00:07:43: dann bin ich extra früh aufgestanden und hab die Serie mir angeschaut und mich haben diese Farben, diese Farbharmonie so fasziniert.

00:07:51: Und das war so die erste Inspiration für mich mit der Kunst.

00:07:55: Also da hab' ich gemerkt okay Das ist etwas, was du machen möchtest.

00:08:00: Aber ich hab keine Ahnung, wie es funktioniert.

00:08:03: Es bringt mir auch keiner bei.

00:08:04: Ich seh's im Fernsehen und jetzt machst das einfach mal und probierst dich aus.

00:08:10: Und so bin ich halt da vorgegangen.

00:08:13: Ich habe nie irgendwie was gedacht.

00:08:15: Das muss ein Ziel sein, dass sich das perfekt können muss?

00:08:20: Und ich hab mir die Freiheit rausgenommen, nur zu experimentieren!

00:08:25: Ja... Das ist super schön.

00:08:27: und du hast jetzt auch noch einen anderen wichtigen Begriff genannt, nämlich so diesen Flowzustand.

00:08:31: Und das ist ja im Grunde genommen eigentlich das Ziel... Also der Weg ist das Ziel.

00:08:35: dieser Flow-Zustand ist eigentlich auch ein gesunder Aspekt an diese künstlerischen Tätigkeit.

00:08:42: Den kann man hier aber nicht nur beim Malen zum Beispiel erleben.

00:08:45: wenn jetzt einer sagt, aber malen ist ja überhaupt nicht malensfarben irgendwie kannst du mich mitjagen?

00:08:50: Es ist ja auch in der Musik zu finden es ist auch beim Kochen zu finden.

00:08:54: Ja, was sind denn noch so für Tätigkeiten?

00:08:58: Wo du sagst das sind Quert.

00:09:00: Es gibt auch viele Leute die bei Marathon so ein Runners High empfinden, dass sie auch im Flowzustand.

00:09:05: nach paar Kilometern fühlt sich dann alles verbunden oder wie Wellen reiten.

00:09:10: Jeder empfindet es ja einfach sehr unterschiedlich den Flowzustands.

00:09:14: Ich empfinde den Flow-Zustand beim Malen also bei mir läuft alles über die... Also das tragende Medium ist die Musik.

00:09:22: Das habe ich für mich entdeckt.

00:09:24: Früher habe ich Kunst so isoliert, separat von Musik gemacht und das war dann nach einem Erlebnis, da können wir später drauf eingehen.

00:09:34: Da habe ich Musik für die Kunst entdeckt und über die Musik komme ich in den Flowzustand.

00:09:40: Also es ist ein tiefen Entspannter Zustand wie Selbsthypnose also im wahrscheinlichen Alpha- und Tetherwellenbereich bei vier bis acht und acht bis zwölf Hertz.

00:09:51: Und dann habe ich so das Gefühl, die Zeit dehnt sich aus.

00:09:57: Als ob einfach sehr viel Zeit da wäre.

00:10:00: Das war auch in der Kindheit schon so...

00:10:02: Da dehnt es sich der Moment aus!

00:10:03: Der jetzige Moment eigentlich.

00:10:05: Genau.

00:10:06: Das könnt ihr euch vielleicht so vorstellen wie wenn wir Eis gegessen haben als Kind oder beim Sandkasten spielen und hatten mit dem Gefühl ... Wir haben ewig viel Zeit, wenn wir so tief in etwas versunken sind Und meine Sinneswahrnehmung, also die Sinneseindrücke des Verschmelztens auch.

00:10:23: Es ist ein ganz anderes Erleben und allein diese Wahrnehmungen, die finde ich schon ein Akt der Kreativität.

00:10:31: Also wie wir wahrnehmen?

00:10:33: Nicht nur das was wir wahr nehmen sondern wie Wir wahrnehmen!

00:10:37: Ja ja und dass sich eben auch in dem Moment die Zeit ausdehnt weil im Grunde genommen, es würden die Sinnes-Eindrücke sich so verbreitern Einfach so viel Raum einnehmen dürfen in dem Moment, dass es eine ganz andere Qualität bekommt als das was wir normalerweise von unserem Alltag kennen.

00:10:55: Und du hast jetzt zum Beispiel auch Musik als dein Tragendes Medium beschrieben.

00:10:59: Das finde ich auch so ein schönes Wort.

00:11:01: Das heißt und Du hast gesagt ist tragend in dem Fall für Dich weil es Dich in diesen Flow Zustand reinbringt, weil es dich eben in diese neue Qualität dieser sinnlichen Wahrnehmung katapultiert kann man sagen Aber das geht ja auch zum Beispiel andersrum, sicherlich jetzt jemand der beispielsweise sich in Form von Musik ausdrückt am Klaviersitz.

00:11:21: Der kann sich ja wahrscheinlich genauso von dann einem deiner Bilder tragen lassen oder?

00:11:26: Richtig!

00:11:27: Ja, das ist auch genau der Fall bei meinem Bruder William.

00:11:30: Das ist ganz eine ganz lustige Interaktion.

00:11:32: ich habe vier Halbrüder und Andy mein anderer Bruder aus San Francisco hatte mir damals Musik von Ludovico Inodi mit mir geteilt und Ludoviko Inodi hat eine sehr repetitive Musik und eine sehr tief entspannte Musik mit vielen Wiederholungen, Percussions.

00:11:50: Also es gibt so Variationen von Ludovico Einodi und also von anderen Komponisten, die zusammen mit ihm gearbeitet haben.

00:11:59: Und das ist so eine Art der Musik, die uns leicht in so eine Selbsthypnoseartige Traumeszustand bringt.

00:12:08: Damit habe ich dann angefangen auch mit meiner Kunst mich davon inspirieren zu lassen, das für die Kunst und Selbsthypnoses zu verwenden.

00:12:16: War auch der Künstler, der dich sozusagen dazu geführt hat, dass du das überhaupt angefangen hast?

00:12:21: Nee, nee, das kommen wir noch später

00:12:23: drauf!

00:12:24: Und William also mein anderer Halbhuder hat dann Blue Mineral oder als Reaktion auf meine Bilder, die ich gemalt habe, meine Werke... Das zum Anlass genommen, es hatten Impuls in ihm verursacht mit zeitlicher Latence was ihn dann dazu inspiriert hat, seinen Kindheitstraum von Musik... Also sich der Musik wieder zu widmen.

00:12:45: Wieder aufleben zu lassen.

00:12:47: Er hatte eigentlich als Kindheitstraum immer Musik zu machen aber es wurde in einer Familie so untergespielt.

00:12:52: Ja mach was richtiges Kunst und Musik ist so brotlose Kunst.

00:12:57: Mach was wo was ja was richtig ist.

00:13:01: Wir sind alle im medizinischen Bereich.

00:13:03: jetzt sehe ich also William und ich.

00:13:06: dann hat er jetzt halt vor kurzem angefangen von G-Moll bis G-Dur in zehn verschiedenen Tonleitern Musik zu komponieren, also zu meinen Werken aber auch in Kollaboration mit anderen Musikern und Künstlern.

00:13:21: Und sich davon tragen zu lassen.

00:13:23: und er hat auf diese Art und Weise seine Synesthesie entdeckt wie ich meine Synesthisie im Jahr zwei tausend neunzehn entdeckte.

00:13:31: Kannst du uns bitte den Begriff der Synesthesee einmal erklären?

00:13:34: Ich glaube das...

00:13:35: Genau, also Synesthesie ist... Also wir nehmen unterschiedliche Dinge wahr.

00:13:42: Es gibt Menschen mit Synesthesia die schmecken den Samstag als Erdbeere oder manche hören Musik und sehen visuelle Sachen wie zum Beispiel.

00:13:52: Kandinsky ist ein sehr großer Künstler der dafür bekannt ist dass er Synesthésie hatte.

00:13:58: bei Himmer auf Krint glaube ich war das auch so der Fall?

00:14:02: Das ist ja eine Künstlerin die in letzter Zeit jetzt groß rausgekommen ist, jetzt Postmorte.

00:14:08: Und es gibt verschiedene Formen der Sinnesie.

00:14:11: Das heißt das werden unterschiedliche Regionen, Gehirnregionen gleichzeitig verschaltet und man nimmt von unterschiedlichen Sinnwahrnehmungen gleichzeitig was wahr.

00:14:23: Für mich ist halt Musik, also Rhythmus, Vibration zum Frequenzspiel, das transformiere ich auf die Leinwand Und mein Bruder sieht Musik, er sieht Kunst.

00:14:36: Ein Kunstwerk und ist da durchinspiriert dann Musik zu schöpfen.

00:14:41: Genau

00:14:41: umgekehrt.

00:14:42: Nichts Neues

00:14:43: das ist in der Geschichte, in der Kunstgeschichte, Musikgeschichte schon immer vorhanden.

00:14:48: Es haben sich auch aus unterschiedlichen Bereichen Wissenschaftler oder Künstler und Musiker gegenseitig inspiriert und wieder neue innovative Dinge hervorgebracht.

00:15:00: Ja das ist wunderschön.

00:15:01: Ich

00:15:02: verbinde das mal mit diesem Begriff der Dermuse auch.

00:15:06: Das ist ja ein Begriff, den Künstler immer auch genutzt haben sowohl für Menschen als aber eben auch für andere Medien um zu sagen, dass es genau das was mich inspiriert und das kann eben alles sein!

00:15:17: Und ich finde auch so schön zu sehen gerade in dieser Beziehung zwischen dir und deinem Bruder, dass man sich mit seiner künstlerischen Tätigkeit einfach gegenseitig inspirieren kann.

00:15:28: da auch ganz besondere Verbindungen entstehen.

00:15:32: Und du hast jetzt dein Bruder genannt, aber das geht ja auch bei Menschen die man gar nicht kennt.

00:15:38: Du hast dich von Ludovico Einodi inspirieren lassen und seiner Musik und war es im Grunde genommen über diese Kunst mit ihm verbunden ohne wirklich ihn jemals getroffen zu haben.

00:15:48: Das finde ich auch so einen schönen Austausch.

00:15:50: Das hat eine wunderbare Qualität!

00:15:53: Die Menschen haben mir aber wirklich aufgehört diese Kreativität als Teil ihres Lebens zu sehen.

00:16:01: Es gibt viele Menschen, die sagen also ich bin jetzt halt

00:16:03: Arzt

00:16:04: so wie du im Grunde genommen aber die sagen nicht und ich bin aber auch Künstler oder Künstlerin.

00:16:09: Und Ich muss ganz ehrlich sagen Obwohl ich Als Kind schon immer diesen Drang zur kreativitäts- zu meinem Ausdruck zum Malen und Aber Auch Zu Musik Beispielsweise hatte ich habe das nie So Richtig Ernst Genommen.

00:16:21: Warum Passiert Das so?

00:16:23: warum?

00:16:24: Und Warum sollte sich das Vielleicht auch ändern.

00:16:26: Ja, ich denke dass wir einfach unserer inneren Stimme nach und nach vielleicht auch bedingt durch das Leben, durch das Umfeld, durch die Prägung.

00:16:35: Durch die Bildung egal was Einfach ein Stück weit dann diese Verbindung dazu verlieren Und es ist ja auch etwas also mit sich selbst zu beschäftigen.

00:16:46: Also Kreativität gibt uns einfach ist einfach eine große Chance uns selbst besser kennen zu lernen, unsere eigene Wahrnehmung besser zu verstehen, kennenzulernen und bewusster wahrzunehmen.

00:16:58: Und dadurch halt besser mit uns in Verbindung zu treten aber dadurch dann eben auch mit anderen so wie ja zum Beispiel die Interaktion zwischen William und mir oder Echo auf sie, die ich auch über diese kreative Schiene kennenlernen durfte und wir sehr schnell unabhängig von Ortzeit und Raum in Resonanz getreten sind durch unser kreatives Schaffen.

00:17:21: Und Echo of Sea ist eine Musikerin, die ein Lied komponiert hat auf der Basis deiner Kunst.

00:17:29: Richtig?

00:17:29: Genau!

00:17:30: Auf der Basi meiner Biografie.

00:17:31: Ihr kanntet euch gar nicht.

00:17:33: Wir kannten uns gar nicht.

00:17:34: das hat sich so krass ergeben da kriege ich auch schon wieder Gänsehaut.

00:17:39: also ich habe ihre Musik entdeckt auf Soundcloud und fand es super schön.

00:17:43: Nui Blanche III könnt ihr euch anhören.

00:17:46: Ich trage

00:17:46: den Link in die Show Notes Leute.

00:17:49: Es ist so ein schöner Song Und ich habe dadurch dann diese sassistische Inspiration gefunden, dann zwei Werke auf ihren Song zu komponieren.

00:18:01: Was mich halt inspiriert hat... Das ist eigentlich ein trauriger Song aber es hat eine Zeile mit.

00:18:06: im Morgengrauen gewinnt die Welt ihre Farben zurück und dann hab' ich halt zwei Werken dazu gemalt.

00:18:12: und da nochmal zu Two Commons to See ist ein anderes Lied von ihr.

00:18:16: Hab' ich Blue Panther in Icy Water gemalt.

00:18:20: Wir haben uns dann über Soundcloud tatsächlich kennengelernt und sie hat meine Klaviermusik sich angehört, und war sofort damit in Resonanz.

00:18:29: Und es hat ihr Herz berührt?

00:18:31: Dann haben wir Interaktion, also digital uns ausgetauscht und über unser Leben ausgetauscht, waren sehr schnell in tiefer Resonance... ...und ja, und dann hat sie mir einen Zomgeschenk, also mir ein Zom gewidmet!

00:18:44: Das hat mich sehr tief berührt.

00:18:47: Ja das glaube ich.

00:18:48: Ich bekomme dabei auch Gänsehaut Und ich glaube, das ist auch ein Zeichen was das mit uns macht.

00:18:54: Diese Art der Verbindung diese Art der gegenseitigen Inspiration Das berührt Dinge in uns das löst Emotionen im uns aus In uns aus die man so eigentlich nicht erleben kann.

00:19:07: Ist das vielleicht auch Die verbindung zwischen Kunst kreativität und der Gesundheit?

00:19:14: Ja ja so sehe ich dass.

00:19:16: So sehe ich das.

00:19:17: also Ich sehe das Kreativitätskunst nicht nur mit uns selbst verbindet, damit wir und selbst besser kennenlernen auf einer persönlichen inneren Ebene.

00:19:29: Sondern eben auch in Resonanz treten können mit anderen Menschen – mit der Kultur, mit der Welt die wir teilen.

00:19:36: Und es war ja auch in der Evolution nicht nur ein Medium um jetzt Bilder zu teilen sondern um Erfahrungen, Erlebnisse, Inspiration kulturell einfach zu teilen.

00:19:50: Ja, absolut!

00:19:53: Und diese Gänsehaut die wir verspüren das ist ja so ein Ausdruck von von Erfurcht, von einem Glauben an etwas höheres, von einer Art Magie magischen Berührung ohne Berührungen und das zeigt ja auch wie viel dass auch mit Emotionsverarbeitung zu tun hat was wir künstlerisch machen.

00:20:17: Wie ist denn deine persönliche Geschichte?

00:20:20: Ich finde, deine persönlichen Geschichte wahnsinnig inspirierend.

00:20:24: Denn sie hat auch sehr viel mit Schmerz zu tun gehabt und mir erzählt du hast darüber ja so eine Art Seelenheilung irgendwie schon erfahren über deine Kunst.

00:20:34: vielleicht kannst du noch mal ein bisschen ausholen und seine Vergangenheit mitnehmen und diese persönliche geschichte auch mit uns teilen weil ich glaube das ist ganz ganz viel Ja, mit einem anderen

00:20:45: vielleicht auch helfen und inspirieren kann.

00:20:47: Das mache ich sehr gerne!

00:20:49: Also ich bin... Ich habe einen Trauma erlebt also, im Jahr zwei tausend neunzehnt wurde ich mir das bewusst.

00:20:55: Ich hatte eine Einleiter-Schrangerschaft in Bittner Notfall OP und nach der Narkose bin ich aufgewacht, hatte Schlafstörungen hab.

00:21:04: Nach und nach kamen dann Trigger und Bilder hoch innere Bilder hoch die ich erstmal nicht einordnen konnte ...

00:21:12: hab aus deiner Vergangenheit.

00:21:14: Aus meiner Vergangen- halt, genau!

00:21:16: Und habe dann auch Therapie gehabt und war mit meinem Unterbewusstsein konfrontiert.

00:21:23: Es hat sich herausgestellt, dass ich als Kind mit sechs Jahren beginnen sexuell schweres Missbraucht wurde.

00:21:31: Das ist in der Familie passiert... Ja und das hat mich total aus der Bahn geworfen, um mich halt mit diesem Thema zu beschäftigen.

00:21:44: Und mit meinem Unterbewusstsein zu beschäftigend und dem was alles hochgekommen ist ne?

00:21:49: Das heißt du hast bis zudem Zeitpunkt diese Innerungen die waren gar nicht so präsent!

00:21:55: Die waren total verdrängt.

00:21:56: also dass der menschliche Körper oder den Geist kann sehr viel verdrängen.

00:22:06: Da kam sozusagen bei mir das Fast-Zumüberlauf, wo die Verdrängung nicht mehr gegriffen hat und nach und nach alles hochgekommen ist.

00:22:13: So Stück für Stück alles rausgekommen war es.

00:22:16: Und ich habe das dann auch zur Anzeige gebracht.

00:22:19: leider werden nur drei Prozent verurteilt.

00:22:21: von den Tätern.

00:22:23: Ja man muss auch sagen gibt die Mannheimer Studie die hat herausgebracht dass über fünf Millionen Kinder und Jugendliche betroffen sind vom sexuellen Missbrauch Und das ist eigentlich eine unfassbare Zahl.

00:22:38: Wenn man sich stellendlich bewusst wird, dass nur drei Prozent verurteilt werden können wir uns vorstellen was in der Gesellschaft los ist und wo noch sehr viel Heilungspotenzial steckt.

00:22:52: Auf jeden Fall.

00:22:52: Wo?

00:22:53: Genau weil die Menschen eben aus Schutz wahrscheinlich einfach davor um das Leben weiterzuleben gibt es eben diese Schutzstrategien bei Kindern, Jugendlichen die dann sagen ich vergesse einfach dass mir das passiert ist.

00:23:06: Ich grenze das total von mehr ab und packe das weg aber nichtsdestotrotz bleibt das im Grunde genommen immer irgendwie da und beeinflusst einen unterbewusst.

00:23:16: Richtig!

00:23:17: Und es ist auch ein sehr schwieriger Prozess und ein langwieriger.

00:23:20: manchmal auch ein langwäriger Prozess kann es sein weil auch mit der Realität, der Kinder gespielt wird oder halt infrage gestellt wird gesagt wird.

00:23:30: Ja.

00:23:31: Wo hast du das nur eingebildet?

00:23:32: Oder das

00:23:32: klassische Gaslighting eigentlich?

00:23:34: Klassische

00:23:35: Gas Lighting genau!

00:23:36: Ich war auf dem klassischen Gaslightings ausgesetzt.

00:23:39: ich habe mich die letzten Jahre geöffnet hab dann überraschenderweise dann erleben dürfen wie vielen dass in meinem Umfeld passiert ist.

00:23:46: Es gab da auch Fälle wo dann das Kind das gesagt hat und dann eins eine Ohrfeige von der Bezugsperson bekommen hat und gesagt bekommen hat, das stimmt überhaupt nicht.

00:23:57: Du bildest dir das ein, obwohl es mit zerrissenen Kleidern vor der Oma stand und mit blauen Flecken.

00:24:04: Da muss man einfach sehen, da ist noch so viel Heilungspotenzial in unserer Gesellschaft.

00:24:09: Wenn man sich vorstellt, dass egal ob jetzt fünfzehn Prozent oder fünf Millionen oder egal welche Nummer auch X in der Gesellschaft betroffen ist, das hat ja nicht nur auf die Personenauswirkungen sondern auf die gesamte soziale Interaktion von der Familie und dem Umfeld.

00:24:25: Und Heilung ist, glaube ich ... da noch sehr ein großes Feld.

00:24:32: Definitiv.

00:24:33: Was wir angehen sollten.

00:24:35: Auf so vielen Ebenen!

00:24:37: Du hast grade gesagt du hast dann auch eine Therapie begonnen die dich wahrscheinlich darin unterstützt hat das einfach aufzuarbeiten Stück für Stück.

00:24:46: kannst du denn sagen wie dich diese Erfahrung und dadurch dein Unterbewusstsein davor, also vor diesem Realisieren und diesen Anerkennen, dem was hier passiert ist.

00:24:57: Wie dich das beeinflusst hat so auf deinem Lebensweg?

00:25:00: Kannst du das retrospektiv irgendwie bewerten?

00:25:02: Retrospektive

00:25:03: kann ich sagen dass sich sehr lange Zeit in einer starken Dissoziation war.

00:25:08: Ich habe mein Leben... Also ich hab funktioniert!

00:25:11: Ich war auch perfektionistisch veranlagt, hab funktioniert in Kategorien Und ich hatte keine... Ich habe mich vielleicht auch mit in Arbeit gestürzt, in Projekte gestürzst um einfach gar nicht die Zeit zu haben mich dem Unterbewusstsein zu stellen.

00:25:28: Umzufühlen ja!

00:25:29: Umzufühlend genau also immer weiter weiter fester fester stärker treten ins Gaspedal treten und einfach namp sein also stumpf sein irgendwie

00:25:41: sich betäuben im Grunde genommen, durchs Busy sein.

00:25:45: Durch's immer beschäftigt sein und das machen ja sehr viele Menschen.

00:25:48: also ich denke dass mindestens jeder von uns mindestens allen Menschen kennt der genau das in seinem Leben so macht und aus welchen Gründen auch immer?

00:25:56: Genau

00:25:57: Und welche Rolle hat denn in diesem Zeitverlauf die Kunst für dich gespielt?

00:26:02: Also du hast als Kind schon viel gemalt Und hast dich wahrscheinlich auch da so ein bisschen in diese Flow-Zustände gerettet?

00:26:08: Könnte ich mir vorstellen.

00:26:10: Ja, ja... und wie ist es dann weitergegangen?

00:26:11: Wie hatte ich die Kunst weiter begleitet?

00:26:14: Also ich habe mit sechs Jahren angefangen mit der Kunst über Sailor Moon.

00:26:19: Dann bis zwölf habe ich wirklich so aktiv sehr intensiv bestimmt tausende Stunden gemalt gezeichnet, eine Realität.

00:26:27: Und hab dann auch Kurse für Erwachsenen und Jugendliche in einer Volkshochschule gegeben.

00:26:31: Da bin ich einfach mit der Map hin gegangen, wollte mir einen Taschengeld zuverdienen.

00:26:34: Ich habe gesagt, das ist mein Portfolio.

00:26:35: Ich würde gerne ein Kurs anbieten.

00:26:37: Das war so die erste Schritte mit der Kunst und zwei Tausend neunzehn.

00:26:43: Also nach diesem Trauma, nach dieser Notfall-OP wegen der Eilaterschwangerschaft, war ich dann in New Orleans bei Verwandten zu Besuch bei den Großeltern meines Mannes und hab mir einen Tag frei genommen komplett für mich.

00:26:58: Ich bin dann downtown gegangen, habe dann unterschiedliche Kunstgalerien besichtigt und viele Contemporary Art.

00:27:04: Also Zeitkunstschule der eine Kunst... Und ich hatte so noch Hunger nach Farben!

00:27:08: Das war das erste Mal, dass ich abstrakte Kunstwarte

00:27:10: noch habe.

00:27:11: Keine Hunger

00:27:11: nach den

00:27:12: Farben?

00:27:13: Da kriege ich wieder Gänsehaut kühlen.

00:27:15: Ich kann das so nachempfinden dieser Hunger nach dem Farben.

00:27:19: Und ich hab gedacht, oh, es ist so schön, ich kann hier ewig bleiben!

00:27:23: Ich kann mich einfach reinsetzen und einfach hierbleiben.

00:27:26: Und dann bin ich zurück nach Deutschland, war einfach inspiriert Farbe in die Hand zu nehmen und anzufahren abstrakt zum Malen.

00:27:34: Wieder Autodidakt also ähnlich wie vorher in der Kindheit mit Realitätszeichnen aber jetzt halt auf einer ganz anderen Schiene.

00:27:42: und dann habe ich eben über meinen Bruder auch die Musik entdeckt und hab auch so halt Musik dann aufgesetzt und angefangen intuitiv vorzugehen und autodidakten vorzugehn.

00:27:54: Und dann hat sich eigentlich alles sehr schnell überschlagen, ne?

00:27:57: Also ich habe dann Ausstellungen künstlich erscheinen mitgemacht.

00:28:01: Dann in unterschiedlichen Ausstellungsgriechenlanden Italien, Schweiz, Frankreich und Spanien.

00:28:06: Da kann man ganz schön anfangen aus New York oder USA, also unterschiedliche Städte.

00:28:12: Jetzt stelle ich ein Carousel Rove im Oktober aus... Ich bin nicht sehr schnell auf Resonanz getroffen aber ich war muss ich ehrlich gestehen am Anfang auch etwas überwältigt weil Ich bin halt auch hypersensitiv und das war für mich eine Art Reizüberflutung, mit dem allem umzugehen.

00:28:31: Also zum einen mit meiner eigenen Geschichte aber auch mit dieser ganzen Aufmerksamkeit die damit drum herum verbunden ist.

00:28:39: Da war ich so ein Häschen was sich erstmal wieder ein paar Schritte zurückziehen musste.

00:28:47: Ja glaube ich!

00:28:49: Und jetzt bist du aber auf der in der Vorwärtsbewegung.

00:28:54: Genau, genau!

00:28:56: Wunderschön, wunderschönen... Ich möchte auch alle dazu ermutigen den Link zu Quince Webseite hier in den Shownauts zu finden und euch ihre Werke mal anzusehen.

00:29:08: Die sind wirklich wahnsinnig beeindruckend.

00:29:10: Und ich verlinke auch zum Beispiel den Song, den ihre Kunst inspiriert hat von der französischen Künstlerin.

00:29:17: dann könnt ihr euch da einfach mal inspirieren lassen, hoffentlich auch von diesem Gespräch.

00:29:23: Wir

00:29:25: können es auch auf dem Blog... Also der Blog ist ein Blog wo ich laut denke und da habe ich auch Themen dabei wie zum Beispiel Wie komme ich in den Flow?

00:29:34: Da hab' ich so eine Anleitung mit der Musik.

00:29:36: Das könnt ihr einfach mal ausprobieren Mit Kunst oder egal was ihr macht Oder Rennen joggen egal Um zu schauen wie ihr so in diesen selbst hypnotischen Zustand reinkommt.

00:29:46: Ja, das sind so mehrere interessante Themen über Kreativität.

00:29:50: Die ich denen nicht nachgegangen bin und da könnt ihr euch einfach vertiefen.

00:29:53: alles zu Kreativity.

00:29:55: Mega schön!

00:29:56: Danke für die Einladung Quinn.

00:29:58: Ich habe es natürlich schon gemacht.

00:29:59: Es ist super inspirierend.

00:30:01: Ich finde jetzt nochmal wertvoll zu schauen.

00:30:03: du hast uns jetzt eine persönliche Geschichte erzählt und auch gesagt ja dass Kunst eben also für dich ein Weg der Heilung war.

00:30:11: Du hast in deinem späteren Erwachsenenleben zur Kunst zurückgefunden.

00:30:15: Du wurdest damit sogar erfolgreich, das muss natürlich gar nicht immer so sein.

00:30:19: Ich möchte eigentlich gar nicht dass die Leute denken ich muss jetzt auch irgendwie erfolgreiche Künstlerin oder Künstler werden.

00:30:25: Das ist ja gar nicht der Punkt!

00:30:26: Der Punkt ist eher zu sagen

00:30:29: welche

00:30:30: heilende Wirkung hat denn dieser Flow-State diese hypnotischen Zustände in die man sich da selber reinbegibt sozusagen?

00:30:38: Für mich meine Traumabewältigung, meine Gesundheit können wir dann nochmal ganz kurz einsteigen Quinn Was hat die Hypnose an sich an Qualität, diese Selbsthypnose über diesen Flauzustand?

00:30:51: Dass wir so eine Art Heilung und einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit erfahren können.

00:30:56: Das finde ich so fand!

00:30:58: Ja, also Hypnosis ist ja ein tiefer entspannter Zustand.

00:31:01: Es ist nicht wie viele vielleicht Dinge... Ich gebe jetzt Kontrolle auch und werde irgendwie frem gesteuert oder so.

00:31:07: Gar nicht.

00:31:08: Sondern wenn wir zum Beispiel Musik hören dann ist es auch ne Form von der Hypnase, wo wir sind.

00:31:12: Wir gehen, wir wechseln vom Betterzustand in Alpha über Tether-Zustand.

00:31:17: In so einen ganz tiefen Entspannen mit uns verbundenem Zustand und da haben wir das Potenzial auch Gedächtnisinhalte, Erfahrung, Erinnerung umzuschreiben.

00:31:27: die Realität, die wir da wahrnehmen, umzuinterpretieren, um zu... ...umzuschreien nicht wegzumachen ist ähnlich wie das Bild Passacaglia von mir Nicht den Hintergrund der Hintergrund nicht ausradieren sondern die Bedeutung neu zu.

00:31:43: Es ist ein Reframing, das Erfahrenen.

00:31:48: Was sozusagen auch dann das Gefühl der Machtlosigkeit vielleicht des Schmerz verwandelt in einer Art Stärke, eine Art Antrieb?

00:31:59: Kannst du uns vielleicht nochmal... Das heißt gemessen kann dieser Entspannungszustand wirklich in Form von Wellen und diese bestimmte Art von Gehirnwellen, diese tiefe Entspanung die erlaubt uns eben auch genau, in dieses Reframing reinzugehen.

00:32:16: Wie kannst du deine persönliche Erfahrung beschreiben und kannst du dich an ganz bestimmte Momente erinnern?

00:32:24: Die für dich wie so ein Schalter vielleicht umgelegt haben, auch in dieser ganzen persönlichen Traumabewältigung bei dir?

00:32:31: Also ich habe ja viel mit Ludovico Anodis Musik gearbeitet, weil das halt wirklich sehr, sehr repetitiv ist.

00:32:38: aber im Passagratio klassische Musik hilft mir auch dabei sehr gut Und ich wechsle dann den Selbsthypnose über diese Kunst.

00:32:45: Aber auch so, es ist letztendlich wie ein Kurs in Wundern kann diesen entspannten Zustand im Alltag und diese Verlangsamung auch bewusst erleben.

00:32:55: Unabhängig von Kunst oder Musik also einfach in der Wahrnehmung, wie wir im Alltag halt wahrnehmen.

00:33:02: ne?

00:33:03: Ja das ist da noch sehr viel Potenzialverschreck.

00:33:05: Also ich empfehle euch Creativity is Hackable!

00:33:08: Das ist mein Blog.

00:33:10: Das ist das Motto.

00:33:12: Wir haben alle die Fähigkeit dazu, in Hypnose und Selbsthypnose zu gehen.

00:33:17: Und da könnt ihr unterschiedliche Beispiele und Vorgehensweise.

00:33:22: Jeder hat einen anderen Zugang dazu.

00:33:25: Ich bin halt total gespannt und freue mich auch auf mögliche neue Begegnungen und Resonanzen, die entstehen können jetzt durch den Podcast.

00:33:37: Das wird sicherlich entstehen!

00:33:38: Da bin ich mir total sicher... Wir verbinden ja heute eigentlich Medizin überhaupt nicht mit der Kunst.

00:33:46: Es gibt natürlich Kunsttherapie, aber ich habe so diese persönliche Wahrnehmung, dass das eigentlich nicht so wahrgenommen wird mit all dem Potenzial was da drinsteckt.

00:33:57: Wie siehst du das Ganze?

00:33:58: Ich sehe das anders!

00:33:59: Also... Ich weiß nicht ob euch Yali Tsioli etwas sagt.

00:34:02: Das ist ein Professor an der Charité und er sieht auch das Potenziale der Kunst für Heilungen Raumgestaltung, Resonanz und den Mensch ganzheitlich nicht als Summe seiner Laborwerte und medizinischen Befunde sondern darüber hinaus.

00:34:20: Und ich denke dass das schon durchaus heutzutage gelebt wird und wir müssen uns nur vielleicht finden und nochmal das Bewusstsein stärker dafür machen.

00:34:30: Und das Bewusstein stärker dazu machen, dass es auch sozusagen im therapeutischen Kontext eingesetzt wird?

00:34:37: Also sowohl in der medizinischen Community, sag ich mal.

00:34:41: Dass so was einfach auch in Erwägung gezogen wird.

00:34:43: Aber was mir ja immer so wichtig ist, es den Leuten diese Motivation geben, so etwas selber auszuprobieren und Selbstwirksamkeit zu üben und die Sachen selber anzugehen.

00:34:56: Wie kann man denn auf die Suche gehen nach Kreativität?

00:35:01: Wenn man zum Beispiel jetzt sagt Leute hört sich super an, was ihr erzählt habe ich noch nie gefühlt.

00:35:07: Ich habe keinen Zugang.

00:35:08: In meiner Familie war noch nie jemand kreativ, ich glaube das ist jetzt wirklich ihr Lüg.

00:35:13: wenn ihr sagt dass kann jeder!

00:35:14: Ich kann das definitiv nicht!

00:35:15: Ja ich glaube

00:35:16: auch das kann jeder.

00:35:17: und zwar macht euch mal Gedanken was euch als Kind zwischen sechs bis zwölf Jahren so berichtig begeistert hat wofür ihr gebrannt habt?

00:35:27: Zurück

00:35:27: an die Kindheit!

00:35:29: Ja in der Kindheit wo ihr euch vertiefen konntet und die Zeit sich gestretzt hat Also, was das

00:35:36: für eine Idee war.

00:35:38: Dann macht man Meyers Bricks Test und schaut, was für ein Persönlichkeitstyper seid.

00:35:42: Total spannend!

00:35:43: Ich glaube, Persönlichkeit ist auch plastisch.

00:35:45: also es verändert sich dann über die Zeit und wir können's auch bewusst gestalten wenn wir wissen, was wir so vom Typer sind.

00:35:52: ich bin beim MBTI mit INTP gestartet Logica war dann zwischenzeitlich INTJ Und später hab' ich das... total spannend gefunden und meine Familie auch machen lassen.

00:36:07: Und das Interessante ist, also wenn ich jetzt den Test mache und bei mir kommt ein Ergebnis raus und mein Mann macht jetzt einen Test für mich, kommt in der Regel auch das Gleiche heraus ja?

00:36:18: Dann haben wir dann da rüber einen Zugang und nochmal eine andere Blickwinkel und Verständnis was für Stärken, was für Charaktereigenschaften wir haben, wie wir wahrnehmen Dann macht das das Umfeld auf, also die Familienmitglieder und schaut dann.

00:36:38: Also da können wir besser verstehen ja warum ist der andere so?

00:36:42: Und wie nehme ich war und dass es total spannend.

00:36:47: Also dann den MBTI, dann gibt's bestimmte kreative Dinge, die man machen kann.

00:36:52: Das habe ich aber auch im Blog geschrieben, also unterschiedliche Schritte zum Beispiel einen Umfeld zu schaffen wo es eher hell ist, wo es vielleicht auch mit Kunst, also Konstinkt.

00:37:02: Aber vielleicht auch mal eine Unordnung zulässt, also eine gewisse Messiness.

00:37:06: Wenn eine gewissen Messiness fördert auch Kreativität oder manchmal sich zu Grenzen zu setzen.

00:37:13: Das klingt jetzt vielleicht paradox aber zum Beispiel mit wenigen Sachen eine Aufgabe zu bewältigen oder mit einem Zeitlimit weil du dann auf einmal so einen Stresspäkel bekommst und dann So ein kreativen Brainstorm hast.

00:37:26: Oder freie Assoziation, Mindmapping Aber nicht im klassischen Sinne wie wir es kennen Papier irgendwas schreiben, sondern stellt euch einfach mal vor ihr könnt dazu Techno Comes from the Soul von meinem Bruder euch anhören.

00:37:40: Das ist ein einstunden Technosong.

00:37:43: ich sehe das wie ein Abakus also Kommunikation losgelöst von Zeit und Raum Und diese Frequenzen und unterschiedlichen Tonarten stelle ich mir vor wie die Kugeln beim Abakuss.

00:37:58: Und ich nutze diese Musik als freie Assoziation, also fühlefreie Associationsgewinnung und neue Ideengewinnungen.

00:38:05: Und stelle mir vor, dass sich halt ein Mindmap anhand dieser Frequenz, anhand der Noten frei im Gehirn in unterschiedlichen Bannachräumen assoziere.

00:38:17: Also das ist ein sehr komplexer Associationsprozess im Grunde genommen?

00:38:22: Den kann man sich so vorstellen können.

00:38:24: Aber dann kann man

00:38:25: mit der Musik sich besser... besser vorstellen.

00:38:28: Also wenn ihr euch den Song auf Soundcloud anhört, dann kann man das besser nachfühlen.

00:38:34: Ich denke ich weiß nicht beinahe damit.

00:38:37: Das was du gerade beschreibst, das zeigt mir eigentlich dass du total gut darin bist ganz

00:38:43: frei

00:38:44: ohne bewerten zu wollen dein in der Lage bist das was in deinem Kopf so vor sich geht und das was mit deinem Körper an Empfindungen so passiert zu beobachten Und dann das sozusagen auszudrücken auf ganz unterschiedliche Art und Weise.

00:38:59: In deinem Fall z.B.

00:39:00: hauptsächlich mit Farben, mit Musik... Aber das bringt natürlich auch eine gewisse Fähigkeit mit sich, die man wahrscheinlich auch so ein bisschen üben muss oder?

00:39:10: Ich kann mir vorstellen dass es auch Zeit braucht bis man wirklich in einen Prozess bekommt wo man das kann!

00:39:18: Wenn man jetzt als Mensch jemand ist der sagt ich kann das überhaupt nicht, ich fühle mich gar nicht kreativ Was ist da wichtig in dem Prozess?

00:39:27: Also, kannst du das irgendwie

00:39:29: beschreiben.

00:39:29: Es hat sich nicht den Druck zu machen dass das jetzt so ein Ergebnis also nicht irgendwie ein bestimmtes Ziel haben muss sondern das Erlebnis dahinter diese Erfahrung zu genießen und den Prozess zu geniessen Und dieses Loslassen von Kontrolle letzten Endes Also dieser Wunsch das irgendwie festhalten zu wollen

00:39:52: Ja Das ist, glaube ich ein sehr wichtiger Punkt generell in der Kreativität.

00:39:56: Dass man sich eben eigentlich in diesem Prozess verliebt und nicht so ergebnisorientiert irgendwie auf die Sachen schaut.

00:40:04: Ich glaube das fällt vielen in unserer Gesellschaft sehr schwer weil wir sehr outputseergebnis orientierend eigentlich kulturell geprägt sind.

00:40:13: dass bedarf auch eine gewisse Umprogrammierung in uns selber einer gewissen Flexibilisierung von dem, wie wir Dinge und Aktivitäten und vor allen Dingen auch Zeit bewerten?

00:40:24: Ja.

00:40:25: Und eine radikale Neugierde also zum Beispiel wie das Buch Ein Kurs in Wunder auch aufgegriffen wird ich glaube diese radikalen Neugierte über uns selbst und unser Umfällen und unsere Natur unserer Welt in der wir leben unseren Platz den wir haben Das ist glaube ich das was das einfacher macht diesen Zugang.

00:40:48: Ich finde es halt total spannend, weil ich bin jetzt auch keine wissenschaftlicheren klassischen Sinne jetzt akademisch.

00:40:54: Auch wenn ich das ja in der Uniklinik in meiner Ausbildung in Gießen halt auch erfahrbar hatte und lernen durfte.

00:41:03: aber ich sehe für mich mein Labor ist ein der Schrauben zwischen meinem Atelier meine radiologischen Praxis meinen Erfahrungen mit Menschen im Begegnung wie zum Beispiel mit dir die Musik die Kunst und mir in meinem Inneren selbst.

00:41:19: Und für mich beginnt Forschung da, wo wir Fragen stellen und wo wir radikal neugierig

00:41:24: sind.".

00:41:25: Das ist ein wunderschöner Abschluss, Quinn!

00:41:28: Forschung beginnt dort, wo wer radikal neu gericht sind – und offen für das was wir vielleicht nicht erwarten?

00:41:35: Ich danke dir tausendmal für dieses wunderbare Gespräch.

00:41:47: Das ist total inspirierend.

00:41:48: Ich hoffe, ich bin mir sicher du hast ganz viele Menschen hier heute inspiriert.

00:41:53: Indem du hier in meinem Podcast gesprochen hast, ich danke dir vielmals und... ...ich freue mich auf unsere weiteren Begegnungen!

00:42:01: Ist das letzte, was ich sagen

00:42:02: kann?

00:42:02: Ja, ich freue mich auch, Stephanie.

00:42:04: Vielen Dank für die Möglichkeit Chance und die Resonanz, die wir teilen dürfen.

00:42:09: Ich danke dir von Herzen.

00:42:11: Abonniere diesen Podcast um keine Folge mehr zu verpassen und freu dich jeden Freitagmorgen auf neue Impulse.

00:42:16: Ich lade dich herzlich ein, eine Bewertung dazu lassen und den Podcast mit Menschen zu teilen, denen du einen gesünderen Alltag wünschst.

00:42:23: Dich erwarten spannende Expertinnen und Experten – mit frischen Perspektiven auf die wichtigsten Fragen rund um unser Gesundes sein!

00:42:29: Du hast Feedback-,

00:42:30: Fragen- oder Themenwünsche?

00:42:31: Dann schreib mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail an stephaniedgesundsein-podcast.com.

00:42:37: Danke dass du heute dabei warst und bis zum nächsten Mal bei Gesundheitsheimen.

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