#58 Ein Fitnessstudio für mentale Gesundheit – mit Franzisca Gartenmann
Shownotes
Kennt ihr das Gefühl, nie so richtig abschalten zu können, egal wie viel ihr schlaft, trainiert oder "entspannt"? Genau da setzt diese Folge an. Stefanie spricht mit Franzisca Gartenmann, Gründerin von Keen Wellbeing, über eine Idee, die so einfach wie überfällig ist: ein Fitnessstudio für mentale Gesundheit. Franzisca erzählt, wie aus vier Stahlwannen, zwölf Yogamatten und einem Google-Sheet ein professionelles Studio wurde, in dem Menschen mit Sauna, Eisbad und geführten Atemtechniken lernen, ihr Nervensystem zu regulieren.
Dabei geht es um viel mehr als Wellness-Trends: Ihr erfahrt, warum Stress eine körperliche Reaktion ist, die ihr nicht wegdenken könnt, was eure Herzratenvariabilität (HRV) über euren Zustand verrät, weshalb Zigaretten und Snacks eigentlich Regulationsversuche sind und warum das Gefühl von Zugehörigkeit mehr bewirkt als wir oft glauben. Wenn ihr verstehen wollt, wie ihr Entspannung als Fähigkeit trainiert, statt euch immer weiter durchzubeißen, ist diese Folge genau richtig für euch.
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Transkript anzeigen
01:00:00: (Music)
01:00:05: Speaker 1 gerade machst, denn ich glaube, das trifft absolut den Zeitgeist. Wir reden heute nicht über das klassische Fitnessstudio, sondern wir sprechen über das Fitnessstudio für mentale Gesundheit, kann man so formulieren. Das ist nämlich die neue Problemstellung. Frankie, vielleicht kannst du einmal ganz kurz ausholen, dich vorstellen und uns erklären, was dich, ja, wie du dich auf diese Reise begeben hast.
01:00:44: Speaker 2 Ja, spannend. Sind wir wieder so ein cooler Moment auch zurückzuschauen. Dadurch, dass wir 2023 gestartet sind. Wir sind zwei ehemalige Business-Studienten. Ich glaube, das ist schon
01:00:55: Speaker 2 erklärt dann im Nachhinein noch auch einiges, wie wir dieses Thema eigentlich angegangen sind.
01:01:01: Speaker 2 David, mein Mitgründer, kommt, habe dann noch Branding studiert und viel Zeit im Consulting verbracht. Und ich bin eigentlich während dem Studium schon in
01:01:10: Speaker 2 diese Startup-Belt,
01:01:11: Speaker 2 würde schon sagen, reingerutscht, weil die Intensivierung, glaube ich, gar nicht mal so klar war. Und habe dann fünf Jahre bei einem Biotech-Startup verbracht und habe mich
01:01:21: Speaker 2 total in diese Welt verliebt, gerade auch an diesen Konferenzen, wenn man so diese Gründe hört, wie Probleme identifiziert wurden, wie da so neue Produkte geschaffen wurden. Ich habe das so begeistert und habe da so eine leichte Session entwickelt.
01:01:38: Speaker 2 Und ja, dann kam irgendwann Corona, gerade auch während meiner Unizeit noch. Und ich hatte dann David im Mai 2023 kennengelernt.
01:01:46: Speaker 2 Mit, so wie wir wussten, beide wollen irgendwie gründen. Und das Thema war ganz klar, der Fokus war ganz klar auf Gesundheit. Es kam irgendwie gar nicht in Frage, dass wir was im Bereich AI machen oder irgendwie SARS. Da hat kein Background zu und es war...
01:02:01: Speaker 1 Ja, das ist auch wichtig, dass man sich persönlich damit identifizieren kann. Das ist, glaube ich, einer der Hauptgründe, warum man dann auch in schweren Zeiten wirklich weiter durchzieht.
01:02:10: Speaker 2 Ich glaube schon, auch wenn ich reflektiere so auf unsere Gründungsgeschichte, klar zu sein, warum man was macht, hat uns zumindest, glaube ich, total geholfen in den Zeiten, wo man sich wirklich sagen kann, was machen wir eigentlich? Genau. Und wir hatten uns dann so ein bisschen auseinandergesetzt mit, hey, was ist eigentlich überhaupt so ein bisschen die Thematik, die wir adressieren möchten? Und sobald man so ein bisschen Marktrecherche macht, kommt man, glaube ich, relativ schnell über diese Zahlen von, hey,
01:02:42: Speaker 2 Depression ist ein Riesenthema, mentale Gesundheit sonst auch. Also gerade auch Ingenieur, die Panikattacken ist krass, wie das am Steigen ist. Burnout. Auch unter jungen Leuten. Ja. Ja.
01:02:54: Speaker 2 Burnout ist ein Riesenthema. Also wenn man so ein bisschen in die Corporate Welt schaut und Einsamkeit ist auch ziemlich, ziemlich krass. Also irgendwie je verbunden wir sind online, desto mehr sieht man einfach ganz klar in den Zahlen und ich glaube, das wurde auch verglichen. Also ich glaube, Einsamkeit ist zum Beispiel viel, viel schlimmer als zum Beispiel Rauchen.
01:03:15: Speaker 1 Also im Sinne von wie schlimm das die Gesundheit sozusagen beeinflussen kann. Genau.
01:03:22: Speaker 2 Genau.
01:03:24: Speaker 2 Und für uns war dann relativ schnell klar, hey, wie kann es sein, dass wir gerade auch hier in Zürich, jeder kümmert sich proaktiv um die physische Gesundheit. Ich glaube, es gehört so ein bisschen zum guten Ton, dass man sich irgendwie bewegt und einigermaßen gesund ernährt, zumindest bei den meisten in unserer Bubble.
01:03:42: Speaker 2 Aber wir kannten niemand, der wirklich proaktiv sich um die mentale Gesundheit kümmert. Und da kam so ein bisschen die Idee her, okay, wie würde denn in einem physischen Raum, das war uns irgendwie als Anfang ganz wichtig, back to the roots, zurück wirklich in die
01:03:55: Speaker 1 Einsamkeit. Ja, genau. In der Community. Ja.
01:03:58: Speaker 2 Wie würde ein Gym für Mental Health aussehen? Und das war eigentlich so ein bisschen unsere erste Hypothese, wo wir gesagt haben, okay, lass uns in den Research gehen. Was ist überhaupt,
01:04:09: Speaker 2 was ist eben auch Stress im Körper physiologisch? Also wenn wir das Nervensystem anschauen, welche Tools gibt es überhaupt,
01:04:15: Speaker 2 die eben nicht kognitiv wirken, an was wir beide nicht geglaubt haben, ist, wir wissen ja alle, dass Stress nicht gut ist. Heißt ja nicht, dass wir in dem Moment dann plötzlich nicht gestresst sind. Genau. Es ist wie wenn du sauer bist, sagst, ja, ich weiß, ich soll dir das nicht sauchen. Bringt nichts. Bringt nichts. Es halt jetzt gerade so. Und deswegen war unser Approach, sagen, okay, wie schaffen wir eigentlich, wie können wir somatisch arbeiten? Wie können wir direkt mit dem Körper, mit dem Nervensystem arbeiten? Was gibt es da für Tools? Und sind so dann eigentlich relativ schnell zum Thema Breathwork, also Atemtechnik, bekommen? Super, super spannend. Ich habe das bekannt, der bekannteste Bücherin ist Breath von James Nester. Das haben, glaube ich, an jeden Punkt was alle gelesen. Aber dann auch Eisbaden, also die Kombi. Und haben dann im Oktober 23 haben wir dann unsere, also unser erstes MVP gemacht, haben dann im zweiten Pop-up die Sauna dazu genommen.
01:05:09: Speaker 1 Das heißt, das MVP war eine Räumlichkeit, in der ihr Atemtechniken, also angeleitete Atem-Sessions, sozusagen, verbunden habt mit Eisbaden. Genau. Ich bin wahnsinnig. Wie lief das dann da ab? Also ihr habt dann irgendwie eine Gruppe an Leuten irgendwie organisiert, die das erst mal mit euch mitgemacht haben.
01:05:27: Speaker 2 Genau. Also ich bin riesiger Fan von dieser Lean-Startup-Method. Man sagt, okay, bevor man irgendwie wahnsinnig viel investiert,
01:05:35: Speaker 2 was ist so ein bisschen unsere Grundannahme und können wir die möglichst einfach und schnell testen? Weil
01:05:40: Speaker 2 Von sich die Leute überhaupt in dieses Eisbaden?
01:05:43: Speaker 1 Genau.
01:05:43: Speaker 2 Was sagt der Leo? Sagt ciao.
01:05:45: Speaker 2 Das war so ein bisschen das Ding von, okay, Eisbaden war irgendwie so ein Trend während Corona. Wollen das die Leute überhaupt? Ich meine, okay, in Zürich, wir haben wahnsinnig viel Gruppen-Fitnesses. Machen, aber wollen die Leute so Brathwork und Eisbaden in der Gruppe machen? Dann haben wir einen Freund von mir hat, ein NGO, und die haben so eine Galerie, wo sie auch Events hosten, das ist aber eigentlich ihr Office. Dann haben wir das demietet und haben in einem Riesenaufwand die ganzen Bürostühle, Tische, alles wirklich weggeräumt. Es waren 70 Quadratmeter mit so einem Betonboden und haben dann vier so Stahlwannen. Wie man das kennt von so einem Trog halt, wo Kühe daraus sitzen, 12 Yogamatten. Und dann haben wir, ich glaube, wir hatten gerade mal von IKEA so weiße Handtücher. Ich glaube, wir hatten noch nicht mal Bademantel irgendwas. Irgendwelche Lampen haben wir aufgestellt und so eine Projektion waren so great. Das ist IT und haben dann Freunde.
01:06:42: Speaker 1 Stell ich mir mal bei insonner Galerie eigentlich auch ganz schön vor.
01:06:44: Speaker 2 Das sah ganz cool aus. Ich muss wirklich sagen, wir haben bis heute noch Leute sagen, weiß noch, wie wir angefangen haben. Das sah ganz cool aus. Es war aber maximal unpraktikabel. Also wirklich, wir hatten einen langen Wasser. Wir haben das Wasser da reingekriegt. Wir haben das Wasser irgendwo aus diesem Haus geholt. Wir hatten bei der ersten Session, hatten wir uns nicht überlegt. Du hast ja ungefähr 300 Liter pro Wanne.
01:07:06: Speaker 2 Die musst du ja wieder rauskriegen. Wir hatten in der ersten Session. Erst mal nur Wangen. Ich will nicht so Wasser einmal nehmen. Denkt, fuck, haben wir uns nicht überlegt. Test war zwar gebuht, aber wie kriegen wir das Wasser? Du kannst die Wanne nicht mal anheben. Das ist viel zu schwer. Das war einfach eine Scheiße. Es war nicht ideal.
01:07:25: Speaker 1 Hattet ihr eine gute Gelegenheit, wirklich Revue passieren zu lassen, wie das jetzt alles war und was alles gut war, was schlecht war?
01:07:33: Speaker 2 Es sind viele Sachen, auch wenn ich in diese Pop-Up-Fright denke.
01:07:37: Speaker 2 Gar eine Demutsübung. Aber es war ganz cool, weil wir haben diesen Test gemacht. Und ich glaube schon bei der zweiten Session, die wir dann beim zweiten Test haben wir dann so ein Google Exo-Sheet gemacht, wo sich die Leute dann eintragen konnten. Die Leute waren begeistert, fand es so geil. Mein Freund erzählt immer noch, der hat so gefroren, weil wir hatten nichts. Es war auch arschkalt, es war irgendwo im Winter. Also eben Oktober 23.
01:08:04: Speaker 2 Und irgendwann haben die Leute sich einfach eingeschrieben auf diesem Exo-Sheet. Bis zu dem Punkt, wo wir 3-4 Sessions pro Woche gemacht haben und die Leute sich überschrieben haben, weil ein Exo-Sheet logischerweise kein gutes Booking-System ist. Und die haben auch immer das Zeug gepaypault. Also wir haben direkt eigentlich, glaube ich, von der zweiten Session aus, konnten wir zumindest den Aufwand decken.
01:08:25: Speaker 2 Und dann wurde uns im Dezember aber das Wasser abgestellt, weil die Mitbewohner im Haus uns so maximal scheiße fanden.
01:08:34: Speaker 2 Irgendwie dann irgendwie diesen Space, irgendein langer Schlauch im Dings. Und dann haben wir das zweite Pop-Up aufgemacht, das war eine Wohnung, irgendwo in Zürich. Und haben da dann aber in eine Sauna reingestellt. Also es gab dann so eine 6-Person-Sauna. Und da hatten wir dann tatsächlich auch unseren ersten Wasserschaden. Da sind uns, glaube ich, 400 Liter.
01:08:57: Speaker 2 Weil wir hatten dann schon Setup war anders. Wir hatten dann schon so Maschinen, die das Wasser gereinigt haben. Und
01:09:04: Speaker 2 und gekühlt. Mit einem relativ schnellen Durchlauf. Und das waren zwei so Schläuche und da ist ein so ein Schlauch raus an der einzigen Stelle in diesem Haus. Wo das ganze Wasser dann in einen Yoga-Studio runtergelaufen ist, mit einem 100 Jahre Alkohol.
01:09:23: Speaker 2 Und wir waren zu glücklich, wir hatten gerade gerastet. Wir waren auch versichert.
01:09:26: Speaker 2 Okay,
01:09:27: Speaker 2 war schon, es war eine sehr leereiche spannende Phase. Wir haben viele Leute der Community, die immer noch mit uns sind. Und ich glaube, das, was wir halt prototypisiert haben am Markt, ist das, was wir heute in professionellem Stil machen. Und es sind eigentlich vor allem geführte Klassen durch Sauna, also Hitze, Kälte, immer gegeitet mit dem Atem. In einer ganz starken Multisensorik.
01:09:55: Speaker 2 Aromatherapie, du hast kuratierte Musik, vielen ganz stark mit dem Licht. Also eigentlich alles, was über die
01:10:00: Speaker 2 See, wo wir uns antworten, okay, was macht das eigentlich mit dem Nervensystem? Was ist so ein bisschen der Use Case, den wir nicht
01:10:09: Speaker 2 mal wir, sondern der auch aus dem Research rauskommt? Also es gibt einen starken Unterschied zwischen Down-Regulation, Up-Regulation.
01:10:15: Speaker 2 So, da haben wir zehn verschiedene Klassen eigentlich prototypisiert und aufgebaut.
01:10:19: Speaker 1 Ja, okay. Also man kann sozusagen sowohl in diese Richtung, ich will mich irgendwie unterregulieren als auch ich will mich hochregulieren, habt ja verschiedene Angebote. Genau. Was sind dann so die Unterschiede zum Beispiel? Also wo ist der Fokus bei der Down-Regulation und was ist der Fokus bei der Up-Regulation?
01:10:36: Speaker 2 Vielleicht so ein bisschen so, wie wir unsere Klassen aufgebaut haben oder wo wir auch herkommen in dieser Kernexpertise, die wir heute haben.
01:10:46: Speaker 2 Für uns, was wir nach ein, ein halb Jahren testen, MVP Research, für uns rauskristallisiert haben, war eigentlich am Schluss, ist Stress nicht unbedingt subjektiv. So erleben das die meisten, aber es ist auch eine physiologische Funktion in deinem Körper. Also es hat mit dem Nervensystem zu tun Stress. Es ist nicht eine Entscheidung, die wir treffen, sondern wir haben da, ich nenne es immer so, unser internes Operating System, was jetzt über längere Zeit nicht mehr geupdatet wurde. Das ist relativ alt. Das funktioniert sehr gut und sichert unser Überleben. Das heißt innerhalb von Millisekunden nimmt unser Körper auf. Was sehe ich, was höre ich, wie ist die Temperatur und entscheidet dann relativ schnell, bin ich sicher. Dann bleibe ich relativ entspannt. Meine Herzfrequenz ist da auch on rest, wo sie sein sollte. Ich atme relativ ruhig. Mein Puls ist, ist es da, wo er sein soll zu. Hey,
01:11:47: Speaker 2 vielleicht identifiziere ich irgendwas, was mich stress oder was als Thread identifiziert wird. Und dann gibt es da eine Reaktion, das kennen die meisten. Ja, wir haben Ruskeltonus, das heißt der Körper spannt sich automatisch an. Wir hatten ein bisschen härter. Wir atmen schneller, die Herzfrequenz geht hoch, vielleicht steigt auch der Puls. Es gibt eine physiologische Reaktion auf etwas, was wir nicht hier oben kreieren, sondern was der Körper aufnimmt.
01:12:12: Speaker 2 Da redet man von Fight and Flight, also eine sympathetische Aktivierung im nähersten System. Wo wir sagen, okay, wir müssen irgendwo Ressourcen bereitstellen, weil da wurde was identifiziert, was potenziell nicht so gut für uns ist.
01:12:24: Speaker 1 Das kann ja auch, weil du gesagt hast, das ist auch das, wie du die Ämter empfinden. Das ist nicht immer, also auf der einen Seite ist nicht immer, wenn wir sagen, wir fühlen uns gestresst, gleichzusetzen mit der körperlichen Reaktion, sozusagen. Und gleichzeitig haben wir auch häufig aber normalisiert, dass unsere körperliche Empfindung, sozusagen Stress ist. Aber weil wir so daran gewöhnt sind, dass es so ist beispielsweise, regulieren wir das eigentlich gar nicht mehr runter. Und das kann ja auch was zu tun haben mit der individuellen Geschichte, also welche,
01:12:58: Speaker 1 keine Ahnung, ob wir da jetzt von Traumersprechen müssen, aber im Grunde genommen, dass alles, was der Körper gelernt hat in der Vergangenheit, woran er sich erinnert, kann in der Gegenwart ja auch immer wieder neu getriggert werden, ohne dass jetzt eigentlich jemand Objektives draufschauen und sagen würde, oh, das ist jetzt aber eine stressige Situation oder so. Aber trotzdem reagiert unser Körper so. Genau.
01:13:22: Speaker 2 Das ist, ich glaube, das, was ich so spannend finde auch an Trauma, Trauma jetzt nicht oder Traumantan nicht definiert als so Klein-T-Trauma von, ich glaube, das Wort wird heute auch relativ oft gebraucht, auch nicht unbedingt in meinem richtigen Kontext.
01:13:38: Speaker 2 Trauma als was, was das Nervensystem massiv überfordert hat, wo wir einen Teil vom Erlebten abgesplittet haben. Das kennen ja die meisten. Also, da ist was, was mich überfordert, überwältigt und dann hat der Körper eigentlich die Möglichkeit, sagen, okay, wir fühlen uns einfach weniger. Das heißt, ich, ich, ich,
01:13:58: Speaker 2 diese Grundsensitivität, die Kinder ja auch mitbringen,
01:14:02: Speaker 2 die wird einfach weniger gemacht.
01:14:05: Speaker 2 ich kriege mich physisch, ich fühle mich so ein bisschen körperlich numb, so ein bisschen taub. Du, was es ja auch ganz oft gibt, ist, ist Amnesie verlängt. Also,
01:14:15: Speaker 2 wo man wirklich auch keine, keine Erinnerungen mehr hat. Weil der Körper sagt, das ist so schmerzhaft, mit dem können wir gerade nicht umgehen. Und das Spannende an Stress oder am Nervensystem ist ja nicht nur
01:14:24: Speaker 2 eben die jetzigen Inputs, sondern wir haben ja ein unfassbar intelligentes System eigentlich
01:14:32: Speaker 2 in Terms of Pattern Recognition.
01:14:34: Speaker 2 Also, handels- Also, wir kennen die Muster. Mit Noss und Lern. So reagieren wir, weil damals war das so. Und das Problem mit Trauma ist, oder das Problem des Spannendeantrauma oder die, die, die Opportunity, die da mit kommt.
01:14:47: Speaker 2 Wenn wir was erlebt haben, was da nicht integriert wurde. Hm. Dieser Prozess, den ich nicht stattgefunden hat von, aha, okay, das war der Kontext, das waren meine Ressourcen. Ich habe mir das nochmal angeschaut und vor allem auch nochmal gefühlt, dass mein Körper wie so ein, in so ein, in so diesen Loop-Closen kann. So eine Automatisierung kommt. Dann bleibt es aktiv und dann ist eben zum Beispiel, was was für die meisten Leute dann eben nicht Stress induziert, kann von dem eigenen Körper wahrgenommen werden als, ah, dann spricht man zum Beispiel von einem klassischen Trigger.
01:15:21: Speaker 2 Und das macht, das macht es manchmal so ein bisschen spannend und aber auch schwierig, die eigenen Patterns eigentlich dann auch zu verstehen. Aber das ist eigentlich schon immer das Nervensystem. Ich glaube, Leute denken ganz oft, hey, oder so dieser Narrative in der positiven Psychologie von ich entscheide, wie ich mich fühle. Ich glaube, das funktioniert nicht, weil es explodiert ganz, ganz stark die Physiologie. Körper. Unser Leben eigentlich ganz, ganz stark mitbestimmt. Genau.
01:15:46: Speaker 1 weil wir denken immer, der Kopf informiert sozusagen den Körper, aber eigentlich laufen ja die meisten Signale aus dem Körper in den Kopf und das ignorieren wir dabei so komplett.
01:15:56: Speaker 2 Und ja, es ist, es ist ja spannend. Ich glaube, wenn man auch über mentale Gesundheit redet in,
01:16:01: Speaker 2 der heutigen Gesellschaft, zum Beispiel auch so, so, ich habe das zum Beispiel in der Schule gelernt, Kogitoergosum, ich denke, ich denke, genau.
01:16:11: Speaker 2 Nein. Stimmt einfach, wenn du dir anschaust, wie wir funktionieren, stimmt das nicht. Das ist, wenn wäre es ich fühle und deswegen bin ich, weil unser Leben viel, viel, viel stärker von dem Unbewussten oder von unserem Körper geleitet wird als irgendein Negativ, was wir jetzt bewusst kreieren.
01:16:29: Speaker 1 Und das, das finde ich jetzt gerade ein total schönen Punkt, weil im Grunde genommen, also habt ihr für, für, für eure Kunden, Kundinnen mit Keen Well-Being heißt ihr. Wenn ihr jetzt zum ersten Mal überhaupt
01:16:41: Speaker 1 den Namen eurer, eurer Firma, eurer Studios, Keen Well-Being, Leute, merkt euch das.
01:16:46: Speaker 1 Ihr habt im Grunde genommen mit Keen Well-Being ein Konzept entwickelt, mit dem ihr den Leuten
01:16:51: Speaker 1 beziehungsweise den Körpern der Menschen, die zu euch kommen, Signale gibt. Ihr stimuliert die Sinne, hast du gesagt, es sollen multisensorische Erfahrungen sein, die die Leute da erleben.
01:17:01: Speaker 1 Und das bringt dich komplett aus dem Kopf zurück in den Körper und sendet dir eigentlich Sicherheitssignale, oder?
01:17:08: Speaker 2 Genau. Also wir machen natürlich mehr, ich glaube, es ist so ein bisschen die Essenz, wenn wir sagen, okay, wie kommen wir von diesem, von diesem Ursprung von Jim for Mental Health zu Hey, Eisbad, Sauna, what the hell?
01:17:23: Speaker 2 Ist das natürlich die Essenz, wo gesagt haben, okay, wie arbeiten wir eigentlich wirklich mit dem Nervensystem? Und ich glaube, Atem ist da eines der krassesten Tools, die wir haben. Aber es ist ein bisschen so, wie du kannst ganz schlecht deine Kapazität oder deine Resilienz stärken, wenn du in deiner Comfort Zone bist. Unser Körper ist ja auch nicht für das gemacht, deswegen ist Hitze und Kälte oder auch aktive Resatmen so geile Tools, weil du wie so ein Ministress kreierst, der aber verdaubar ist und sagen, okay, was passiert, wenn mein Körper Stress erlebt? Gehe ich voll in diesen, gebe ich diesen Impuls nach von I tense up, ich atme schneller, ich verliere Kontrolle zu, okay, weil man kann ich Kapazität schaffen. Und gleichzeitig ist es super spannender, wenn man den Research anschaut, man wurde in diesem Long-Javity begegnet auch,
01:18:12: Speaker 2 man sauna, Eisbad, Breathwork, Nervensystem Regulation, das sind schon alles coole Investments in eine langfristige Gesundheit.
01:18:20: Speaker 1 kamen ja eigentlich von dieser Frage, was genau ist jetzt Up-Regulation, Down-Regulation? Ich glaube, da hast du jetzt gerade auch wieder ganz gut angesetzt, zu
01:18:28: Speaker 1 erklären, was da eigentlich der Unterschied ist, weil es braucht glaube ich Raum für beides in diesem Konzept, oder?
01:18:33: Speaker 2 Genau, also wenn wir von Up- und Down-Regulation sprechen, reden wir vor allem von dem Nervensystem, sagen, okay, wir haben eine Aktivierung, wir haben eine Entspannung, das wäre jetzt die deutsche Übersetzung. Und ich glaube, ein großes Missverständnis in dieser ganzen Wellnessindustrie, ich sehe das immer wieder, gerade auch auf TikTok oder Instagram, diese Idee, dass es in Ideal ist, ruhig zu sein, calm und peaceful und weiß ich was, und das stimmt nicht. Also wir haben ja dieses Operating System, also das Nervensystem, das ist nicht gemacht, immer in Rest and Digest zu sein,
01:19:12: Speaker 2 da sind wir ja nicht überlebensfähig. Also es gibt ja durchaus berechtigte Situationen, wo wir in Aktivierung reingehen sollten. Und was wir eigentlich machen, ist vielmehr die Kapazitäten, das Skillset, sich selber mitzubekommen, in welchem State bin ich gerade,
01:19:28: Speaker 2 weil ich glaube, wenn du das nicht mitkriegst, ist es ganz schwierig, die richtige Entscheidung auch zu treffen. Also erstmal, okay, wie fühle ich mich, habe ich mich da einen Selbstkontakt. Und zweite ist dann zu sagen, okay, was ist eigentlich für die Situation angemessen? Beispiel, ich sitze in einem Ice-Bad, ich weiß kognitiv, ich bin nicht auf der Titanic, sondern bei Keen.
01:19:47: Speaker 2 Das heißt eigentlich, ich weiß ja, ich bin sicher, wie vermittel ich das jetzt meinem Körper? Ich sitze im Auto und reg mich tödlich auf über den Verkehr,
01:19:56: Speaker 2 Life- oder Death-Situation.
01:19:59: Speaker 2 Wie kann ich mein Atem, meinen Körper als Tool brauchen, um Sicherheit zu vermitteln? Und da reden wir dann über das Skillset von Selbstregulierung, wo wir eigentlich versuchen, in unseren Klassen einen direkten Effekt zu
01:20:14: Speaker 2 kreieren.
01:20:14: Speaker 2 ganz Gutes Leute rausgehen, sagen, ich fühle mich jetzt einfach besser.
01:20:18: Speaker 1 Das heißt, ihr leitet das dann in dem Moment auch wirklich an. Die Leute gehen in das Ice-Bad rein und ihr sagt ihnen im Grunde genommen, was jetzt zu tun ist, also wie in so einer klassischen Yoga-Klasse auch,
01:20:27: Speaker 1 nur halt, dass die Situation ein anderes ist. Genau. Super cool. Und mit dieser Lernerfahrung, mit dieser Erinnerung auch daran, wie hat mein Körper das eigentlich geschafft? Aus dieser Stresssituation sich in Sicherheit zu fühlen, sozusagen? Das nehme ich mit, das nehme ich mit in meinen Alltag.
01:20:45: Speaker 2 Das wird ein Skillset, weil ich glaube, oft sind Eisbläder oder Saunas nicht täglich im Leben. Was du mitnimmst, ist das Skillset.
01:20:55: Speaker 2 eben die Fähigkeiten. Ich glaube, das ist am Schluss das, was erstrebenswert ist. Es ist nicht ein ruhiges Nervensystem,
01:21:01: Speaker 2 sondern am Schluss das, was wir als Skill bezeichnen, ist die Fähigkeit,
01:21:06: Speaker 2 bewusst zwischen diesen States zu wandeln und sich selber mitzubekommen. Und spannend ist ja auch, wenn man um das jetzt nochmal so ein bisschen in Research zu knüpfen, jeder, der zum Beispiel eine Wupke trägt, der Haupt, oder was Wupke gemacht hat, mit ihrem KPI, dem HRV, also Hard Rate Variability,
01:21:25: Speaker 2 als KPI massiv in den Markt gebracht.
01:21:29: Speaker 2 HRV schaut, was ist die Varianz von deiner Herzfrequenz? Das heißt, wenn die hoch ist, heißt das eigentlich genau das. Du bist fähig, sehr schnell zwischen diesen States zu schalten. Wenn du ein tiefer HRV hast, was heißt das? Dein System ist wahrscheinlich tendenziell eher chronisch gestresst. Das heißt, du bist immer in irgendeinem Gefangen. Genau. Und dann ist da gar nicht so viel Bewegung, weil du eh dauernd ein bisschen angespannt bist.
01:21:56: Speaker 1 Das hast du total schön erklärt, nicht nur Herzraten, Variabilität, aber eben auch diese Verbindung, also dieses Bild, warum diese Fähigkeit so wichtig ist und warum genau diese große Variabilität, ein Gesundheitsfaktor im Grunde genommen ist.
01:22:09: Speaker 1 Ich finde es nochmal ganz spannend, dich zu fragen, warum haben wir, also der Mensch, der kam ja eigentlich mit dieser Fähigkeit, haben wir uns ganz lange durch diese Welt bewegt. Warum geht sie uns in dieser modernen Welt eigentlich verloren? Ich finde,
01:22:24: Speaker 1 wenn man das jetzt so anhört und dich erklären hört, dann denkt man sich ja klar, total logisch und man denkt, aber eigentlich kann ich das doch, oder ich müsste es doch irgendwie können, weil das kann unser Körper halt irgendwie. Aber warum ist es heute so schwer und warum haben wir das auch verlernt?
01:22:36: Speaker 2 Ich meine, da gibt es sicher Experten, die sind viel, viel bewanderte auf dieser Thematik, also ich, das was ich aus dem Research oder der Arbeit, die ich gemacht habe, mitgenommen habe, ist A. Trauma. Traumata macht einen riesen Unterschied, weil es ist, muss ich überlegen, der Körper oder so, wie wir als Menschen gebaut sind, da ist immer eigentlich so ein Prozess, der angedacht ist. Und in meines Erachtens oder auch meiner Erfahrung ist es nicht das Schlimme, was uns passiert, sondern das Schlimme, was wir danach nicht verdauen können. Das Überwältigende, was wir nicht verdauen können. Und was du dafür brauchst in mehrere Faktoren ist A, du brauchst Zeit und Space. Jetzt kann sich jeder anschauen und sagen, okay, wie lebe ich mein Leben. Hab ich überhaupt diesen Space zu mir selber zurückzukommen?
01:23:26: Speaker 2 Wie gesagt, wenn du abends nach Hause kommst und Fernsehschaus oder am Handy bist,
01:23:29: Speaker 2 es ist keine Integration, keine Verdauung. Das ist ein Escape, ich bleibe in dieser Taubheit drin, aber das schließt diesen Prozess nicht.
01:23:38: Speaker 2 Das Zweite, was wir brauchen, sind Kontakt. Ganz, ganz viel passiert, im Miteinander sein. Im Space machen auch gemeinsam für das, was für den Einzelnen zu viel ist oder schwierig ist. Und ich glaube, wir leben in einer Gesellschaft, die einen massiven Speed hat, auch über Technologie. Wir sind auch in einer Gesellschaft, wo wir ganz wenig Ritual oder Spaces haben, wo wir eigentlich Platz machen für all das, was irgendwie verdaut werden
01:24:11: Speaker 2 soll. Ideal.
01:24:13: Speaker 2 Und ich glaube, dann sehen wir ganz viele Coping-Strategien. Ich glaube, auch wenn man sozusagen etwas kapitalistischere Welt anschaut, sind ja viele Produkte, die kreiert werden, da, um eigentlich eine von diesen Coping-Strategien zu bedienen. Wenn wir uns auch anschauen, wie zum Beispiel die Lebensmittelindustrie oder auch nur schon, wie ungesund sich ganz viele Leute ernähren, wenn wir schauen, warum Zigaretten zum Beispiel auch überhaupt so einen Anklang finden. Das sind alles wahnsinnig gute Coping-Strategien.
01:24:46: Speaker 2 Zigarette reguliert, Essen reguliert, gegeben mit den Ressourcen, die die Menschen haben. Und ich glaube, das ist ganz wichtig, das zu verstehen.
01:24:55: Speaker 2 das Behavior dann am Schluss zu beurteilen, am Schluss hat jeder Körper, jeder Mensch, trifft eigentlich die besten Entscheidungen mit den Ressourcen, die er hat. Und ich glaube, wir müssen auch kollektiv in der Gesellschaft einfach andere Räume schaffen, wo tieferes, auch hohlend tieferes Verdauen, eine tiefere Regeneration am Schluss auch möglich ist. Und das sind ein bisschen das, was wir versuchen, mit kin zu machen.
01:25:18: Speaker 1 ich meine gerade so das Thema Breathwork im Kontext von Traumata, was du jetzt gerade beschrieben hast. Ist ja auch durchaus, ich will nicht sagen gefährlich, aber die Leute können ja dann in eine Situation geraten, in der sie das beispielsweise selber gar nicht mehr so aushalten können, wenn da Sachen hochkommen und so. Wie geht ihr dann in euren Studios damit um?
01:25:39: Speaker 2 Wir machen keine, also ich glaube, wir müssen aber im Bereich Breathwork ganz stark differenzieren, welche Techniken genutzt werden und wie das eingesetzt wird. Was wir bei uns bei kin machen, wir arbeiten nicht therapeutisch. Wir haben jetzt dieses Gespräch sehr stark angefangen mit einer
01:25:57: Speaker 2 Tiefe, wo das herkommt und warum wir die Protokolle so aufgebaut haben.
01:26:03: Speaker 2 Wir arbeiten aber am Schluss nicht therapeutisch. Also wir sind eigentlich nur wirklich in Space, wo wir sagen, okay, innerhalb von 60 Minuten, wir arbeiten mit Functional Breathing. Das heißt wirklich, es geht darum, wie können wir Entspannung schaffen, wie kannst du wieder in der pragmatischen Arbeit, wie du das Zwerchfell, wie können wir den Sauerstoff, den dein Körper aufnehmen können, wie können wir das erhöhen. Das ist sehr stark
01:26:26: Speaker 2 da, wo wir arbeiten.
01:26:28: Speaker 2 Traumarbeit, die Sachen hoch holen, die da schlimmer, das machen wir gar nicht.
01:26:34: Speaker 2 Das kann man super gut mit Breathwork. Ich glaube, das ist ganz wichtig, dass man einen guten Coach oder Facilitator hat, der das auffangen kann.
01:26:45: Speaker 2 Bei sonst kann das nicht beneficial sein, wenn man Sachen hochholt und das dann nicht richtig landen oder integrieren kann. Für uns bei kin, und das ist da, wo wir uns verorten, die meisten Leute, die zu uns kommen, haben noch nie geicebadet, die kennen vielleicht Sauna, die haben auch kein Breathwork gemacht. Für uns, wir sind wirklich in dem Bereich, wir sagen, wir machen Stressmanagement. Wir schauen wirklich, wie sieht die optimale, aktive Erholung für einen modernen Menschen aus.
01:27:12: Speaker 2 Und wenn du danach interessiert bist, weiterzugehen und dir auch so ein bisschen deine Legacy anzuschauen, was ist deine Geschichte, woher kommst du familiär, was ist vielleicht aufs kollektive Setting, dann musst du eigentlich zu den Therapeuten gehen. Wir sind dafür da, die Resilienz oder Ressourcen zu stärken für das Leben, was die meisten Leute eh schon leben. Es ist vielleicht ein wichtiger Punkt zu sagen.
01:27:35: Speaker 1 Ja, danke dafür,
01:27:36: Speaker 1 Frankie.
01:27:37: Speaker 1 Ein Punkt, der mir auch aus unserem ersten Gespräch noch hängen geblieben ist, war, dass du gesagt hast, dass die Leute verstehen sollen, this is not a place to push. Also hier, also das bei euch sozusagen den Studios wirklich entspannt werden soll. Und gleichzeitig könnte ich mir aber vorstellen, dass sowas wie Eisbaden auch teilweise halt so eine Überwindung sein kann für Leute. Also wie kommuniziert ihr das hier Leuten und wie läuft das dann in der Realität auch wirklich ab? Sagen dann manchmal Leute,
01:28:05: Speaker 1 nee, heute gehe ich jetzt nicht ins Eisbad beispielsweise, ist irgendwie zu viel für mich. Gerade bei Frauen, es ist ja auch immer wieder die Diskussion, wie gut ist das eigentlich, in welcher Zyklusphase, ist es empfehlenswert, wann ja, wann nein, wie integriert ihr das?
01:28:19: Speaker 2 Ja, ich glaube grundsätzlich das, was wir sehen, und es kommt so ein bisschen zurück auf dieses gesellschaftliche, die meisten Leute sind, haben so eine Nullpunkteinstellung, die eigentlich ein bisschen weiter oben ist, die ideal wären. Das ist so dieser Default, wie du sagst, eher zu pushen, ein bisschen weiter zu gehen, sich zu überwinden
01:28:39: Speaker 2 und eine Tendenz auch eher... Der Nullpunkt, der zu
01:28:42: Speaker 1 hoch liegt, das finde ich ein super... Das ist supercool,
01:28:44: Speaker 1 super cool, Ausdruck. Ja, das macht es total gut verständlich.
01:28:48: Speaker 1 Was ist dein Normal? Was ist dein Normal? Ja, genau, du fährst eigentlich immer ein bisschen zu hochturig, würde ich so sagen.
01:28:56: Speaker 2 Ja, und ich glaube, das ist so ein bisschen das, wo wir sagen, okay, bei uns kriegst du erstmal eine Entsprechung von... Okay, wow! Angenehm, ich fühle mich irgendwie anders, das ist eigentlich ein ganz schönes Gefühl. Also wenn Leute zum Beispiel auch, wir haben ja auch Energising Sessions, also es klingt jetzt alles, das hätten wir so einen mega Medikationscenter. Wir spielen bei uns super gerne Techno, wir machen auch aktive Breathing-Techniken, also da kann man ganz viel machen, der Unterschied ist, es ist nicht dieses Gefühl von, ich habe zu viele Kaffees, sondern es ist dieses Gefühl, ich bin mental klar, ich bin bei mir aber auch wahnsinnig grounded und entspannt. Das ist ja das, was wir schaffen wollen. Und deswegen auch wichtig nochmal zu den Klassen, welche Atemtechniken du brauchst, wie heißt die Sauna ist, aber auch wie viel Eisbad du machst, das löst verschiedene Sachen im Körper aus. Denn beim Thema Eisbad, und es gibt ein super spannendes wissenschaftliches Prinzip, das heißt Hormesis,
01:29:55: Speaker 2 ist eigentlich das, was wir eh schon kennen aus der Medizin, genau wie zum Beispiel eine Droge oder ein Medikament, wenn man zu viel nimmt, ist es ein Gift, wenn man die optimale Dosis nimmt, ist es eigentlich genau das, was man braucht und führt zu einem positiven Effekt. Und das Gleiche haben wir eigentlich grundsätzlich bei uns im Leben. Also niemand ist, kreiert, um eine Couch Potato zu sein, das wissen wir.
01:30:22: Speaker 2 Das heißt, was, alles was, zum Beispiel auch sedentary lifestyle, ich bewege mich zu wenig, kein Sonnenlicht, zu wenig Essen,
01:30:32: Speaker 2 keine intellektuelle Herausforderung, schon mal nicht gut. Andere, alles zu viel wollen wir auch nicht, zu viel Stress, zu viel Bewegung. Was eigentlich ideal ist in der Mitte, was wir Hormetic Stress nennen,
01:30:46: Speaker 2 Sauna, Eisbad, Klassen, Training, intellektuelle Herausforderung, in
01:30:51: Speaker 2 dem Maß, dass es zu einer Adaption führt. Und ich glaube, das beste Beispiel sind eigentlich immer die Muskeln,
01:30:56: Speaker 2 wenn du auch ins Gymn gehst,
01:30:57: Speaker 2 break down your muscle, danach kreierst du eine positive Adaption, aber if you go too hard.
01:31:06: Speaker 2 Und das Kennen, dieses Gefühl bin ich überzeugt kennen die meisten.
01:31:09: Speaker 2 du zu viel auch in der Kombination von allem machst, verlierst du den Benefit. Und deswegen ist es Eisbad für uns. Es ist mir ganz wichtig zu sagen, ein Eisbad ist keine gute Entscheidung für jeden. Also es ist nicht, es ist wahnsinnig situativ. Hat auch viel damit zu tun, wie hast du geschlafen, wie gestresst war dein Tag. Was hast du gegessen, hast du vorher trainiert oder nicht. Und das heißt, unsere Kultur, die wir bei KIN kreieren, ist viel weniger rund um die Funktion Eisbad, Sauna, die und die Atemtechnik, sondern mehr um, merkst du, kriegst du dich selber gerade mit, was dir gut tut. Und wenn dein Körper sagt, brr, Eisbad, ich kann gar keinen Bock, dann machst du es nicht. Und dann kannst du bei jeder Klasse teilnehmen, du musst überhaupt nicht, sondern die geben eigentlich immer eine Möglichkeit, hey, mach das, pass es so für dich an. Und es gibt natürlich diesen Sweet spot zwischen, wie nenn es, ein bisschen safe and brave.
01:32:10: Speaker 2 gibt so, ich bin in meiner Comfort Zone und eigentlich habe ich die Ressourcen gerade schon. Ich trau mich vielleicht nicht, also das kriegen wir schon auch aus Coaches mit, tut mir gerade nicht gut.
01:32:20: Speaker 2 Und da ist es am Schluss.
01:32:21: Speaker 1 Ja, es ist so ein schmaler Grad im Grunde genommen. Und das braucht dann wahrscheinlich auch eure, also extrem eure Aufmerksamkeit, das richtig anzuladen bei den einzelnen Leuten und denen die richtigen Fragen vielleicht auch zu geben, dass sie sich das selber so beantworten können.
01:32:38: Speaker 2 Ja. Ja, und am Schluss, ich glaube, wenn,
01:32:43: Speaker 2 wie sagt man das auf Deutsch, die bessere Entscheidung ist immer eher nicht zu pushen als zu viel. Die meisten kommen mit einem sehr starken Verständnis von, ich mach das jetzt einfach. Und für wir versuchen eigentlich eine Kultur zu schaffen, wo wir sagen, hey,
01:32:58: Speaker 2 why.
01:32:58: Speaker 1 Das heißt, ganz zu beginnen steht auch eigentlich an, dass die Leute sich durch eure Protokolle, wie du sie auch genannt hast, bewegen und auch überhaupt erst mal lernen, Stress in ihrem eigenen Körper wahrzunehmen. Oder weil ich glaube, da allein scheitern ja schon viele, wie du gesagt hast, die wollen die kommen, die wollen es einfach durchziehen, aber können das für sich gar nicht so einschätzen, ob das ja so gut ist oder eben nicht, wie gestresst sie wirklich sind. Wie macht ihr das denn, wenn Leute zum Beispiel zum ersten Mal zu euch kommen, dann müssen die ja auch erst mal verstehen, was diese ganzen Sachen mit ihnen machen und so, gibt es da irgendwelche Inhalte, die ihr vorab mit denen teilt oder so, wie klärt ihr da die Leute auf, was sind da so eure Elemente, die ihr mit eingebaut habt?
01:33:41: Speaker 2 Also wir haben eigentlich immer ein First-Timer-Breathing, das heißt, jeder, der zu uns zum ersten Mal kommt, kriegt eine Mini-Intro. Und die Intro beinhaltet eigentlich genau das, über was wir gesprochen haben und sagen, hey, es geht nicht hier nicht um Performance, es geht auch nicht um Competition, sondern wir arbeiten mit dem Nervensystem und der Moment, wo ihr euch zwingt, was zu machen, werden ihr schon mal eh nicht entspannt hier rauslaufen. Das heißt, unsere Einladung ist wirklich in der Sauna, wenn es so heiß wird, please step out. Im Ice-Bad, wenn es zu viel wird, wenn ihr keinen Bock habt, macht es nicht. Mit den Atemübungen, wenn es zu viel wird, slow down, einfach easy durch die Nase. Also es ist schon der Education, die wir machen und ich glaube, ich habe da letztens mit David drüber geredet und ich finde es immer wahnsinnig schön, mitzubekommen, wie das zu einer Kultur wird. Also wie die Leute bei uns reinkommen oder auch, wenn bestehende Kunden, ihre Freunde mit denen sagen, ich mache dir kein Stress, alles invitational. Wo ich denke, genau, genau, das ist so, so arbeiten wir,
01:34:44: Speaker 2 um eigentlich nicht wieder diese gleiche Strategie zu replizieren, die wir in der Gesellschaft haben. Das ist We Push and We Go und da, da, da.
01:34:51: Speaker 2 Erholung kommt nicht von Pushen, sondern es kommt viel mehr aus dem Selbstkontakt. Ich kriege mich selber mit und über das Bewusstsein kann ich eine viel bessere Entscheidung treffen, was mir an der Stelle gerade gut tut. Und ich glaube schon, dass das auch das ist, was oft zurückreflektiert wird. Wir reden jetzt in einem sehr wissenschaftlichen, auch kognitiven Dialog über unsere Tools. Ich glaube, für die meisten ist es einfach, sie kommen in der Klasse, fühlen sich sicher und denken, oh, geil, fühle mich einfach besser. Kann ich dir gar nicht mal genau sagen, warum? Ich habe die richtigen Entscheidungen für mich getroffen. Mir gibt es was, das macht was mit meinem inneren Gefühl mit meiner Lebensqualität. Und ich glaube, auch in der gefühlten Ebene ist das eigentlich unsere Anspruch.
01:35:32: Speaker 1 Ja, und das Schöne finde ich, ihr geht den Menschen ja im Grunde genommen auf dieser, ich sag mal, Landkarte, ja, wo kann sich jetzt mein Nervensystem, also, welche Gefühle kennt mein Nervensystem
01:35:44: Speaker 1 oder welche,
01:35:44: Speaker 1 Also, in welchem Status befindet sich mein Nervensystem zu unterschiedlichen Tageszeiten und so.
01:35:49: Speaker 1 Und da gibt es ja ganz unterschiedliche Versionen davon. Da gibt es dieses Gestresste, aber ich verdrängere das so ein bisschen. Das gibt diese Gestresste und ich fühle mich auch total gestresst und ich komme irgendwie da nicht runter oder so. Und ihr gibt ja den Leuten dann auch wirklich diese, ich sag mal, gesunden Ankerpunkte und zeigt den Körpern wiederum. Na, ihr erklärt das nicht nur, sondern ihr gibt den Leuten ja wirklich dieses Gefühl von dahin solltest du zurück, wenn du dich entspannen willst. Ja, dahin solltest du zurück, wenn du in die Aktivierung kommen willst. Ja, und da einfach diese, diese Balance, diese richtige Balance zu finden. Das wird ich so, das Spannende, weil das nehmen die Leute ja wieder mit in den Alltag. Und selbst wenn sie dann nicht regelmäßig zu euch ins Studio kommen, obwohl ich mir vorstellen kann, dass sie es tun, wenn sie einmal da waren,
01:36:30: Speaker 1 dass sie das einfach für sich mitnehmen. Und ich glaube, das ist schon total wertvoll.
01:36:34: Speaker 2 Und ich glaube, am Schluss ist das Bewusstsein das Wichtigste. Also wir werden auch irgendwie letztens, ich weiß nicht, ob es ein Investor war oder so, aber ich fragte so, warum sollte jeder zu Keen kommen? Und ich denke, ich glaube, die Frage ist falsch gestellt. Ich glaube, wir haben ein sehr gutes Produkt, gerade für Leute, die sagen, ich tue mich ein bisschen schwer mit dem. Ich bin abends vielleicht auch müde, all you need to do, show up. Vielleicht auch als Alternative, was wir natürlich auch machen, neben den Gruppenklassen sind, du kannst zu uns auch einfach kommen als Spa. Und wir machen relativ viele Social-Community-Events mit Live-Musik, wo du auch nochmal viel mehr, sagen wir so, das Zusammenkommen von Menschen im Fokus steht. Aber am Schluss, das ist eine Abbildung von, wie Erholung aussehen kann. Ich glaube, das Wichtigste ist Schlaf.
01:37:21: Speaker 2 Muss man gar nicht, bevor ihr überhaupt mit dem Gedanken spielt, ein Eisbad zu machen, ist die erste Frage, wie schlafen, habe ich da irgendwo ein Hebel, das zu verbessern?
01:37:31: Speaker 2 Bewegung, nicht Training, sondern einfach Bewegung
01:37:34: Speaker 2 Ernährung. Das ist einfach so, those are the basics. Und dann kann man sich anschauen, okay, Stressmanagement, weil die einfach wissen, Stress ist ein massiver Treiber von ganz, ganz, ganz viel Krankheitsbildern.
01:37:48: Speaker 2 Ich glaube, an dem Punkt sind wir jetzt auch in der Wissenschaft, das ist ziemlich klar, das chronischer Stress, also wenn der Nervensystem dauernd das Gefühl hat, da rennt ein Sebelzahntiger hinter mir her und jagt mit, das ist kein guter, dauerhafter Zustand. Also das kommt mit einem starken Preis,
01:38:06: Speaker 2 der Körper am Schluss auch zahlt. Und ich glaube, da kann unser Approach
01:38:12: Speaker 2 gut sein, für die Leute, die sagen, ich bin hier mit denen. Aber man kann auch in die Natur gehen, man kann auch einfach spazieren gehen, man kann mein Gott nur um Armo oder ein Gespräch oder mit Freunden lachen. Also da gibt es so viel,
01:38:25: Speaker 2 weil wir soziale Wesen sind, deswegen, vielleicht auch nochmal an der Stelle, Gesundheit ist sehr, sehr komplex. Ich glaube, das Bewusstsein macht viel mehr, weil Eispath ist einfach nur eine Funktion, ein Tool, was wir brauchen können. Über das Bewusstsein, über das sich selber mitbekommen, glaube ich, kann man am Schluss einfach viel bessere Entscheidungen treffen, was tut mir gerade gut und was ressursiert mich eigentlich an der Stelle, wo ich gerade bin.
01:38:48: Speaker 1 Absolut, ich stimme da total zu. Eine Sache, die ich aber nochmal irgendwie anders ausdrücken würde, ist, weil ich das aus meiner eigenen Erfahrung kenne, ich ernähre mich beispielsweise besser, wenn ich nicht gestresst bin. Ja. Oder wenn ich es schaffe, mich nur zu endstressen, da einfach mich hoch und runter bewegen kann. Und das ist, glaube ich, auch eine wichtige Voraussetzung, um Ernährung überhaupt umzustellen beispielsweise. Ich kenne viele Leute, die versuchen, plötzlich an zu fangen, jetzt für eine Studie zu gehen, sich mehr zu bewegen, sich gesünder zu ernähren, aber die steiltern häufig genau an diesem Thema, dass es eben oft einfach ein Tool ist, mit dem sie Stress versuchen zu regulieren und überhaupt erst mal zu lernen, naja, das sind nicht so gute Tools, solltest du ein bisschen anders machen. Ich glaube, da kann das sehr gut Hand in Hand gehen, ehrlich gesagt. Und vielleicht fängt man doch erst mit der Stressregulierung an, bevor man tatsächlich versucht, seine Ernährung umzustellen. Weil ich finde, ein reguliertes Nervensystem trifft automatisch, wenn man sich selber besser fühlt, sein Körper besser fühlt, dann triffst du automatisch gesündere Entscheidungen für dich. Dann hast du ein Gefühl dafür, was dein Körper jetzt braucht, essen möchte, mehr Proteine oder lieber doch die Veggies heute. Ich finde, der Körper ist sehr, sehr intelligent, aber dieser Stress legt da wie so ein Nebel drüber. Und dann kommen wir häufig vom Weg ab. Deswegen finde ich euer Konzept so wahnsinnig wertvoll. Und was du auch noch gesagt hast, worauf ich dich auch noch mal kurz ansprechen möchte, das Thema Einsamkeit, das hattest du am Anfang erwähnt. Und ich glaube,
01:40:19: Speaker 1 trotzdem die Leute zum Beispiel in ein Fitnessstudio gehen, sind sie nicht unbedingt, obwohl sie in Gesellschaft sind, sind sie nicht unbedingt weniger einsam. Weil ich finde, so ein Fitnessstudio ist ja häufig nicht so ein Ort, da bist du zwar unter Leuten, aber du tauscht dich nicht aus, da macht irgendwie jeder so ein bisschen sein Ding. Und klar, manche suchen dann schon den Kontakt oder so, oder haben dann vielleicht den Personal Trainer dabei oder so.
01:40:40: Speaker 1 Aber ich glaube, trotzdem ist das kein guter Anker, um dem entgegenzuwirken oder so. Da sind dann schon eher so, ich sag mal, Gruppenfitness. Und Sachen, wo du wirklich mit Leuten in Kontakt kommst, irgendwie besser. Wie versucht ihr denn zum Beispiel dieses Thema Community in eurem Konzept umzusetzen und da auch zum Beispiel gegen diese Einsamkeit zu wirken? Ich kann mir vorstellen, dass das in eurem Kontext total wertvoll ist, so eine gemeinsame Experience, eine gemeinsame Erfahrung draus zu machen. Aber wie schafft ihr diese Verbindung herzustellen? Weil ich könnte mir vorstellen, dass gerade beim Thema Eis baden, du bist da in Bikini, also das ist ja sehr intim, sehr, sehr intim. Und dann bist du in einer Gruppe von Leuten, vielleicht kommen Freundesgruppen, kann sein, aber wahrscheinlich sind sie trotzdem auch mal neben einem ganz Fremden. Und das ist natürlich schon eine extreme Erfahrung, oder?
01:41:27: Speaker 2 Ja, also vielleicht nochmal kurz, ich liebe den Punkt, den du vorher gemacht hast. Ich wollte nur ganz kurz das noch mal, den Moment noch mal closen. Weil das natürlich stimmt. Und es ist ein bisschen wie zum Beispiel der Atem. Also A, es gibt so Elemente, die in beide Richtungen gehen. Also A, mein Atem passt sich automatisch an mein Inner State an. Aber es ist auch ein Tool, was ich natürlich beeinflussen kann, um mich anders zu fühlen. Ich glaube, das ist genau das, was du beschreibst mit Stress.
01:41:58: Speaker 2 Wenn man das eigene Leben anschaut, oder auch Thema Schlafprobleme, Thema Patterns oder Coping Mechanisms, wenn es ums Essen geht, wie aber auch, also wenn wir die Sportwelt auch heute anschauen, wie viele Leute übermäßig Sport machen.
01:42:13: Speaker 2 Erschöpfung ist nicht gleich Regulierung. Also mega oft, wenn ich höre, ja, ja, ich muss mich dann einfach auskotzen, dann kann ich auch gut schlafen. Ich denke, ja, das ist aber nicht, das ist nicht das Gleiche, wie wenn du dich regulierst.
01:42:25: Speaker 2 Ich muss mich nur einfach nochmal unterstreichen. Ich finde, das ist ein sehr, sehr wichtigen Punkt. Es geht natürlich in beide Richtungen. Bis da es wo hat der jeweilige Mensch mehr Potenzial, gerade was zu verändern. Der einfachste Hebel bei dir im Leben gerade. Genau, was Community angeht für uns, ich glaube, wir hatten Glück oder Glück, wir hatten einfach, wir haben eine sehr schöne Geschichte, wie dieses Projekt überhaupt gestartet ist. Es ist natürlich so unfassbar naiv mit diesen Eistronen in diesen, wie gesagt, das hat schon so ein Zusammenhalt kreiert. Und das haben wir hier wie so ein bisschen mitgenommen. Für uns ist Community im Zentrum von dem, was wir machen. Der Mensch ist im Zentrum von dem, was wir machen. So ist das Studie aufgebaut, die Architektur. So ist aber auch das ganze Team eigentlich ausgewählt und gebrieft. Das heißt, für uns ist das Produkt, was wir in dem Sinn verkaufen, nicht die Klasse, sondern es ist eigentlich der Fakt, dass das in Space wird, wenn du reinkommst, da fängt dieser Sanctuary eigentlich an. Also wie wirst du empfangen, was passiert mit einem Nervensystem, wenn dich jemand, und ich glaube, wir kennen das von den Fitnessstudios, der Unterschied, wenn jemand sagt, hallo, was ist dein Name zu, hey, super schön, bist du da, mit der Ehrlichkeit und Offenheit, und sagt, ah, okay, hier darf ich sein.
01:43:44: Speaker 2 Ich glaube, Community wird in dieser ganzen Marketingwelt ganz oft einfach als Buzzword oder als Term, jeder baut gerade eine Brand und eine Community.
01:43:55: Speaker 2 Nicht überall braucht es aktiven Austausch. Also wir haben Formate wie zum Beispiel Connect, das sind Sessions, die David und ich zusammenmachen. Da gehen wir in den Austausch, die Leute quatschen zusammen. Wir haben ganz, ganz viele Freundschaften, die entstanden sind in diesen Formaten. Aber ich glaube, dieses Gefühl von Dazugehörigkeit muss nicht verbal sein. Das muss nicht immer über einen Austausch kommen, sondern eigentlich mehr über ein empfundenes Gefühl von, ich habe meinen Platz hier in dieser Gruppe, mit all diesen verschiedenen Nervensystemen. Wir machen gerade was gemeinsam, was schwierig ist, wenn wir vom Eisbad reden. Also ich glaube, die wenigsten Leute kommen mit einer Erwartung rein. Ich muss jetzt wahnsinnig gut im Eisbaden sein. Es ist oft so ein Bonding Moment, wo die Leute sich so gegenseitig einfach supporten, weil sie wissen, es ist, auch wenn du schon 100 mal gemacht hast, es ist und bleibt kalt. Aber das ist viel mehr nonverbal, erlebe ich das. Und am Schluss ist es genau diese, mein Lehrer hat das mal gesagt, es gibt drei Grundbedürfnisse. Your right to be, your right to belong and your right to become. Und ich finde auf einer tieferen Ebene versuchen wir dem ganz viel Platz zu geben. Also du darfst so sein, wie du bist in einer Gruppe. Auch das ist oft nicht gegeben für viele Leute, auch wenn man die eigenen Schichten anschaut.
01:45:15: Speaker 2 Du gehörst dazu. Und da darf irgendeine Transformation, irgendeinen Learning, einen Insight gerade in dir passieren, was auch Platz hat. Und ich glaube, das kreiert am Schluss für mich so ein bisschen die Magic und das erheben wir auch dann in der Gruppe, in der Community, wie sie über die Brand reden, wie sie aber auch in den Space kommen und wie sie untereinander interagieren, weil die Architektur von, wer wir sind, einfach auch daherkommt.
01:45:44: Speaker 1 Tausend Dank, Frankie. Ich finde, du hast diese nonverbale Verbindung unter den Leuten extrem gut beschrieben. Ich kann es mir förmlich vorstellen. Ich versuche nicht, weil er leider noch nicht bei euch im Studio, aber ich freue mich total aufs erste Mal. Ich hoffe, das ist bald. Vielen, vielen Dank, dass du uns mitgenommen hast, dass du uns über deine Reise erzählt hast, als Gründerin von Keanwell Being, aber eben auch mit
01:46:07: Speaker 1 Abonniere diesen Podcast, um keine Folge mehr zu verpassen und freue dich jeden Freitag morgen auf neue Impulse. Ich lade dich herzlich ein, eine Bewertung dazu lassen und den Podcast mit Menschen zu teilen, den du einen gesünderen Alltag wünscht. Dich erwarten spannende Expertinnen und Experten mit frischen Perspektiven auf die wichtigsten Fragen rund um unser Gesundes sein. Du hast Feedback, Fragen oder Themenwünsche? Dann schreib mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail an stephanieadd-gesundsein-podcast.com. Danke, dass du heute dabei warst und bis zum nächsten Mal bei Gesundsein!
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