#57 Der größte Denkfehler unseres Gesundheitssystems – mit Prof. Dr. Ingo Froböse

Shownotes

Wir diskutieren, warum Gesundheit nicht primär in Arztpraxen und Krankenhäusern entsteht, sondern in Familien, Schulen, Unternehmen, Nachbarschaften und den Rahmenbedingungen unseres Alltags. Außerdem sprechen wir über die Rolle von Medien, Kultur und Gemeinschaft, die Grenzen des aktuellen Longevity-Hypes und die Frage, wie eine Gesellschaft aussehen müsste, in der die gesunde Entscheidung zur einfachsten Entscheidung wird. Eine Episode über Selbstwirksamkeit, politische Verantwortung und die Zukunft von Gesundheit in Deutschland.

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01:00:00: Speaker 1 Gesund sein. Dein Podcast für mehr Gesundheit im Alltag.

01:00:05: Speaker 1 Professor Dr. Ingo Frohböse, herzlich willkommen im Gesundheits-Podcast.

01:00:09: Speaker 2 Ich freue mich auch mit dabei zu sein.

01:00:12: Speaker 1 Ich freue mich total mit Ihnen zu sprechen heute, Herr Frohböse, weil Sie ja gerade diese, ich denke mal, bekannte Petitionen lanciert

01:00:21: Speaker 1 haben vor wenigen Wochen, Monaten, wo es Ihnen darum ging, das Thema gesundheitliche Prävention auf die politische Agenda eigentlich zu bringen. Wir arbeiten seit Jahrzhinten dafür, dass wir in Deutschland mehr Prävention leisten. Wir sind ein sehr teures Gesundheitssystem, kann man so sagen. Ich glaube, wir geben

01:00:40: Speaker 1 530 Milliarden Euro jedes Jahr für Gesundheit aus, aber irgendwie wird Deutschland ja eben nicht gesünder, sondern immer kränker. Und dafür treten Sie an. Und jetzt diese Petition. Wie hat sich das für Sie entwickelt?

01:00:54: Speaker 2 Rundsätzlich bin ich ja schon seit vielen Jahren im Bereich der Prävention unterwegs. Ich habe ja den ersten Lehrstuhl für Prävention gehabt. 1995 habe ich ihn bekommen und damals war das Thema überhaupt nicht auf der Agenda. Und seitdem kämpfe ich. Ja, ich kämpfe, also ich merke auch, wie so ein Bulldozerversuch gegen Wände zu laufen, aber ich durchbreche sie nicht, weil sie sehr mit Stahlträgern des Lobbyismus irgendwie versorgt und verschachtelt sind und durch Türen kommt man gar nicht durch, weil die durch Gesetzgebung verschlossen sind für diejenigen, die an den Tisch der großen Gesundheit gerade sitzen. Das hat mich dazu gebracht, eben zu erkennen, es gibt so viel wissenschaftliche Studien, es gibt so viel Expertenmeinungen, die alle wieder sagen, okay, es lohnt sich zu investieren. Es gibt wirtschaftliche Berechnungen, es gibt weltweite Konzepte, die dafür präventionell aussehen sollte und was passiert nichts. Und genau deswegen habe ich gesagt, okay, wenn wir im Kleinteiligen nicht weiter agieren können, müssen wir größer ran. Und so reifte im letzten Jahr im Mai der große Gedanke, eine Petition einzurichten, weil Andrea Galle sprach mich damals an und hat gesagt, Andrea Galle, die Vorstellung der MKK, irgendwie sollten wir mal was Verrücktes machen, sonst geht das nicht. Und das Verrückte war eben das, dass wir dann eine Petition eingereicht haben im März diesen Jahres, mit dem Ziel eben, ein Grundrecht auf Gesundheit einzufordern oder eine Änderung des Grundgesetzes sogar zu erreichen.

01:02:16: Speaker 2 Wir haben dann einen Verfassungsrichter gesucht, wir brauchen eine Begleitung, wir brauchen hier ein Fundament dafür. Und dieser Verfassungsrichter hat uns dann ein 80-seitiges Gutachten erfasst oder geschrieben, kann man sagen, wie man das am besten machen kann und ob es überhaupt sinnvoll oder sogar machbar ist. Das Voto ist eindeutig, machbar ist es ohne große Probleme. Den anderen Dinge haben es ja auch ins Grundgesetz geschafft. Und genau das war dann unser Anlass ist zu tun. Die Petition, das Quor ist abgelaufen, insofern als das wir aktuell von der digitalen Komponente bei etwa 8000 Menschen, die es unterzeichnet haben, stehen. Natürlich zu wenig, wir brauchen 30.000. Wir haben allerdings eine ganze Reihe eben an großen Institutionen gewonnen, die uns unterstützt haben, indem sie Handische Unterschriften gesammelt haben und diese befinden sich gerade in der Auszählung, deswegen weiß ich nicht, wo wir gelandet sind.

01:03:10: Speaker 1 Ja, und gehen wir mal davon aus, das hat nicht gereicht. Es hat ja trotzdem eine extreme

01:03:16: Speaker 1 Symbolmacht zumindest mal, um den Leuten zu zeigen, das Thema Prävention, aktive gesundheitliche Vorsorge ist nicht ausreichend gesetzlich verankert, weil sonst würde das Deutschland wahrscheinlich anders gehen.

01:03:28: Speaker 1 Sie haben ja gerade schon gesagt, Prävention ist nachweislich günstiger. Es gibt Länder, die das besser machen und sie haben auch gesagt, wir schaffen es politisch seit Jahrzehnten nicht in Deutschland, das irgendwie entsprechend umzusetzen. Und da fragt man sich halt, wer profitiert denn eigentlich vom heutigen Krankheitssystem,

01:03:45: Speaker 1 dass es sich wirklich so schwer verändern lässt? Weil eigentlich ist es ja im Interesse aller, müsste man meinen.

01:03:52: Speaker 2 Ja, da kann ich eine klare Botschaft sagen, niemand da draußen hat Interesse, dass wir gesund bleiben, außer wir selbst. Und das ist das Erschreckende, was ich gelernt habe in der Zeit. Niemand kämpft für unsere Gesundheit, sondern wir haben letztendlich geht alles nur darum, Krankheit zu behandeln, zu versorgen und das ist ein Leben lang. Deswegen sind die chronischen Erkrankungen ja mittlerweile auch so präsent, weil wir überhaupt keine Lösung da geben haben, sondern wir behandeln nur Symptome. Also wir haben Interesse natürlich derer oder das sind die, die am Tisch sitzen. Das ist die Pharmaindustrie, das ist die Erzenschaft, das ist die Apothekerschaft, das ist die Krankenhauslandschaft. Die haben sich das wunderbar so eingerichtet, die sogenannten Gesundheitsberufe, was aber Krankheitsberufe sind, dass auch keine anderen überhaupt Chancen haben, dort hineinzukommen, ganz im Gegenteil sogar. Es gibt ja auch das Vorhalte, rechte Erzenschaft sogar. Alles muss durch deren Hände durch und deswegen auch die Bundesausschüsse,

01:04:42: Speaker 2 die Gremien des Bundesgesundheitsministeriums, all das ist mit diesen Lobbygruppen besetzt. Genau deswegen passiert nichts im Sinne der Prävention.

01:04:49: Speaker 1 da muss man ja auch dazu sagen, unter dem, ich sag mal Trend, Namen Long-Gevity, Lange-Lebigkeit passiert ja jetzt zumindest so im Endkonsumentmarkt sehr viel. Die Leute wollen selbst verantwortlich im Namen der Gesundheit, im Namen der gesunden Lange-Lebigkeit unterwegs sein. Wie sehen Sie diesen Trend denn? Glauben Sie, der macht was Gutes und haben wir da jetzt Hoffnung?

01:05:11: Speaker 2 Im Hoffnung stirbt zuletzt, wissen Sie so, welchen ich hier unterwegs.

01:05:14: Speaker 2 wird gerade leider missbraucht. Wenn wir das medial mal betrachten, ist das ja ein

01:05:20: Speaker 2 Molloch, der da gerade entsteht. Das Supplement wird plötzlich als Long-Gevity-Maßnahme-Intervention empfohlen. Jedes Hotel macht es jedes Wellen, jede Wellen des Einrichtungen. Und also alle sprechen von diesem Begriff und genau das versammelt diese Begriff

01:05:35: Speaker 2 wieder.

01:05:36: Speaker 2 Also insofern habe ich da keine große Hoffnung

01:05:38: Speaker 2 Aber grundsätzlich, was es mir gut gefällt, ist, dass wir auch hier eine Diskussion haben, dass wir natürlich eine Antwort finden müssen

01:05:45: Speaker 2 auf das, was wir gerade demografisch erleben, nämlich eine Gesellschaft, die immer älter wird. Die Besprechen passt natürlich so ein bisschen das Ziel, dass wir hier ein bisschen mehr agieren und arbeiten. Und schauen Sie mal, wir haben ja kaum Geriatra in Deutschland, kann ja auch nicht sein. Das heißt, das Thema Geriatrie ist ja kaum abgebildet. Und daran erkennen wir schon, ja, wir diskutieren zwar sehr gerade viel über die Frauengesundheit zu Recht, aber wir müssen insbesondere über die alten Gesundheit unbedingt drehen, weil davon haben wir genug. Und wenn wir das schon ein bisschen mehr aus dem Dschungel von Longjavity herausheben würden, mir auch zu Seriosität wiederkommen würden, dann glaube ich hätte Longjavity eine Chance. So ist es ein Trend, ein Hype, mehr aktuell auch nicht.

01:06:27: Speaker 1 Ja, ich war gerade, ich komme gerade sozusagen vom Longjavity Summit, der jetzt gerade stattgefunden hat. Und ich finde es persönlich immer sehr spannend zu sehen, wo auch die Forschung heutzutage steht. Es gab wirklich Gäste auch von, aus den USA, wirklich spannende Vortrags rein und spannende Speaker an der Stelle. Ich fand das sehr interessant. Allerdings komme ich auch immer nicht um hinzudenken. Naja, das ist so eine kleine Bubble an Menschen, die sich für dieses Thema interessiert. Und wir versuchen auch, uns an diese Erkenntnisse zu halten. Und trotzdem haben wir eigentlich alles zusammen viel zu viel Stress, weil

01:07:01: Speaker 1 stehen auch immer Personen, die halt sehr ambitioniert sind und sehr viel arbeiten beispielsweise. Also da zweifle ich auch immer, ob selbst in der Bubble das alles richtig gut hinbekommen wird. Was da irgendwie an wissenschaftlichen Erkenntnissen schon klar ist, schon lange klar ist ehrlich gesagt. Und gleichzeitig haben wir so eine ganz große Bevölkerungsgruppe, die sich ja überhaupt nicht dafür interessiert, die halt weiterhin sich schlechter nähert, sich zu wenig bewegt, etc. Und da haben wir auch eine gewisse Spaltung. Und ich sehe dadurch, dass unser Krankheitssystem, unser so genantes Gesundheitssystem auch in der Versorgung immer schlechter wird, sich ehrlich gesagt auch so eine gewisse Spaltung der Gesellschaft, dass es irgendwann die Leute gibt, die sozusagen sich selber gesund erhalten können und da in Selbstwirksamkeit sich verstehen und dann wiederum den Rest der Bevölkerung, der dann mit chronischen Krankheiten langfristig versorgt werden muss. Und das ist ja extrem problematisch. Wie sehen Sie das?

01:07:56: Speaker 2 Also grundsätzlich nochmal ganz kurz zu longevity. Und Harvard hat diese Woche eine große Studie veröffentlicht und die so nach Hallmarks of Aging nochmal hinterfragt und welche Möglichkeiten gibt es. Und letztendlich, das Fazit ist sehr ernüchternd oder auch sehr positiv. Das Fazit von Harvard und Harvard ist ja nur mal eine Nummer in der Wissenschaft.

01:08:15: Speaker 2 Harvard sagt, ein deutliches Bewegung, Ernährung, Regeneration, Schlaf und Stressregulation. Das ist ja das, was wir brauchen. So einfach ist das. Und das wird sich auch niemals ändern. Und sie sagen ja selber, die gestresste Bubble läuft hinter einer Vision hinterher und hofft, dass in irgendeiner Form da doch was rausfällt, was die Einfachheit in dieses Slogans normalerweise doch ein wenig dann doch auf den Kopf stellt. Aber das Schöne ist ja, das haben Sie auch gerade richtig daweise auch gefragt. Wie sieht es eigentlich aus mit der Schere, die auseinander geht?

01:08:47: Speaker 2 Und wenn wir uns Bewegung, Ernährung, Regeneration, Stress ein wenig anschauen, sind die alle selbst herstellbar. Haben wir sehr, sehr viel eben dadurch, indem wir eigene Räumlichkeiten, eigene Lebenswerten so gestalten, dass sie das möglich machen. Und das bedeutet und deswegen würde ich ganz an den Anfang gehen, das Billigste ist Bildung, das Billigste ist Ausbildung, das Billigste ist Gesundheitskompetenz zu vermitteln.

01:09:08: Speaker 2 das ist für mich der Schlüssel auch zu einer gesunden Gesellschaft, Gesundheitskompetenz. Dafür brauchen wir keine Pille, kein neues Krankenhaus, keinen neuen Lanza-Hof oder sonst irgendetwas. Nein, wir brauchen, wir brauchen in der Fläche lokal Lebenswelten, wo auch die Politik und so war unsere Petition auch ausgelegt übrigens. Lebenswelten schafft, die die Gesundheits als einfachste Lösung einfach so rauskuhlern lässt. Dass wir zum Beispiel nicht auf der Kolrabi in Deutschland Mehrwertsteuer haben sollen. Warum? Warum ist die da drauf? Und genauso möglicherweise vergleichbar wie auf einem Industrieprodukt, was aus Amerika kommt. Nein, wir müssen doch die Lebensmittel aus Deutschland für die Menschen erschwinglicher machen und nicht teurer machen. So schafft man einen Raum, der sehr einfach ist. Warum setzen wir die Steuermittel für Kinder und Jugendliche ein, damit sie eine gesunde Ernährung, Kita und Schule bekommen?

01:09:59: Speaker 2 schaffen wir es nicht Pflegebedürftigkeit zu verbeiden, indem wir Prävention, rehabiliter Pflege, Pflege anders gestalten und nicht nur als Versorgung, als Degression, sondern eben als Progression mit einem Sinn der Pflege wieder zu, einen Pflege, einen Sinn zu geben, damit man wieder rauskommt. Das heißt, es müssen einfach andere Konzepte Lebenswelten gestalten und vielleicht Geld verschoben werden, aber das Geld ist ja da. Und insofern heißt es nicht unbedingt, dass die Schere weiter auseinandergehen. Wenn wir Longevity so weitertreiben wie bisher, das Schweizer Klinik für 35.000 Euro in der Woche, das ist für mich nicht die Lösung für Longevity. Longevity beginnt dort, wo ich lebe und das beginnt für mich bei der Mehrwertsteuer von Kohlrabi.

01:10:39: Speaker 1 Ja, damit haben Sie absolut recht. Da kann ich Ihnen jetzt nur applaudieren. Ich denke, andere tun es mir gleich, wenn Sie das sagen. Und damit haben Sie ja schon ganz viele politische Werkzeuge genannt über das Thema Preisgestaltung, Besteuerung. Ich bin selber Ökonomin und ich sehe das immer aus dieser Meta-Ebene und ich glaube, dass Menschen, wir sagen ja immer Fachkräftemangel, ja und wir brauchen irgendwie auch weiter die Produktivität der Menschen. Gerade deswegen ist ja auch das Thema gesunde Lebensspanne so wichtig, besonders im Anbetracht der alternen Bevölkerung, die wir in Deutschland haben oder weltweit auch haben teilweise.

01:11:11: Speaker 1 Und deswegen finde ich es eben genauso spannend, dass Sie sagen, wir brauchen nicht immer nur die Einzelintervention, ja eben den 35.000 Euro Lanzahof, sondern eben das Gesundheit aus unseren Lebenswelten heraus automatisch entsteht per Default sozusagen, dass man sich gar nicht anstrengen muss. Weil genau das sehe ich auch immer als problematisch an. Wenn ich jetzt als einzelner Mensch versuche, gesunde Entscheidungen in meinem Alltag zu treffen,

01:11:36: Speaker 1 wird es mir häufig sehr schwer gemacht, wenn ich in eine normale durchschnittliche deutsche Quartine gehe beispielsweise und zwischen Gerichten auswählen soll, ist es und gerade da im Angebot und aber auch natürlich im Supermarkt, da wo ich einkaufe mit einem bestimmten Budget, ist es natürlich total sinnvoll, wenn ich sage die gesunden Lebensmittel, die überhaupt nicht verarbeitet sind und deswegen eigentlich günstiger sein sollten, die sind mein Default, weil das natürlich für meinen Budget einfach das Beste ist, diese zu kaufen, um das mal runterzubrechen für Leute, die vielleicht jetzt nicht mit dem volkswirtschaftlichen Hintergrund wissen, darüber nachgedacht haben, aber das macht total viel Sinn auch im Thema Bildung, Kinderbildung, aber auch Erwachsenenbildung finde ich, weil wir haben ja gewisse Generationslücken auch zu überbrücken. Wenn wir jetzt bei den Kindern anfangen, dann haben wir in drei, vier Generationen gesunde alte Menschen hoffentlich, aber auch die in der Mitte müssen wir als irgendwie weiterhin abholen und sie haben ja in dieser Wissensvermittlung schon sehr viel getan persönlich. Sie haben ganz viele Bücher geschrieben zu ihren Themen, Ernährung, Bewegung. Sie schreiben jedes Jahr, haben Sie mir gerade erzählt, zwei weitere neue Bücher und jetzt kommt auch noch ein Kinderbuch, das finde ich extrem spannend, weil ich glaube, man kann nicht früh genug anfangen, das haben Sie gerade auch schon gesagt. Und was ich jetzt nochmal gerne fragen würde, ist, wenn Sie, also Sie haben jetzt gerade ein paar politische Maßnahmen genannt, aber angenommen Sie werden jetzt Gesundheitsminister.

01:12:57: Speaker 2 Wird es werden, ja, klar, aber gut.

01:12:59: Speaker 1 Will keiner machen, aber das ist ja trotzdem eine interessante Frage, ja? Ja, klar. Wie ist das denn, wie Sie eigentlich in die Rolle eines Gesundheitsministers? Wie, weil eigentlich wäre das ja der nächste sinnvolle Schritt aus meiner Perspektive?

01:13:12: Speaker 2 Also letztendlich ist Gesundheitschefs Sache und das ist wirklich so, dass man das mal das nicht in einzelne Ressorts aufteilen kann. Gesundheit gehört nicht ins Gesundheitsministerium, das ist ein Krankheitsministerium. Deswegen gehört Gesundheit in alle Lebenswelten hinein. Und das ist, das wäre ein Superminister, ein Superminister, der letztendlich über alle Ressorts in irgendeiner Form ähnlich wie ein Kanzler,

01:13:32: Speaker 2 möglicherweise durchstoßen kann, den Verkehr an das auszurichten, das Klima an das auszurichten, die Wirtschaft an das auszurichten, die Unternehmen auch in die Pflicht zu nehmen, etwas für die Gesundheit der Mitarbeiter zu tun, die Landwirtschaft an das auszurichten. Das wäre Gesundheit, jetzt sind wir wieder bei den Lebenswelten, nämlich indem in jeder Lebenswelt, die einem ministeriellen Ressort zugeordnet sind, entsprechend immer eine Entscheidung überprüft wird, wie zahlt sie auf die Gesundheit der Menschen ein. So sollte es letztendlich stattfinden. Und wir haben im Gesundheitsministerium ein ganz abgeschlossener Raum, wie so ein Kloster, wo niemand rein kommt oder raus kommt. Und deswegen sind wir dort, wo wir gerade stehen, nämlich am Ende letztendlich der Finanzierung der kranken Menschen da draußen gebraucht. Health in all policies, wie wir sagen. Gesundheit in allen Politikbereichen, nur so kann es funktionieren. Oder umgedreht, wir brauchen policies for healths, um es noch etwas dramatischer oder größer anzusetzen. Und das ist Kanzlerfrage.

01:14:28: Speaker 1 Ja, das ist absolute Kanzlerfrage. Sehen wir, ist aktuell leider nicht zu erkennen. Diese Gedanken schaden drum. Aber ich finde es ganz schön, die Idee, was sie sagen. Es bräuchte halt, dass der Gesundheitsminister kümmert sich eigentlich um als Krankheitsminister, um die Verwaltung der Krankheiten in unserem Land. Und wir bräuchten eigentlich noch jemanden. Vielleicht muss es nicht der Bundeskanzler selbst sein, sondern vielleicht ist es der Co-Pilot, sozusagen, der sagt, wir machen hier alles auf Gesundheit. Und wenn eine Neublitzch-Entscheidung fällt, die dem nicht entspricht, dann muss das geändert werden. Das finde ich ist genau der richtige Weg, ehrlich gesagt.

01:15:04: Speaker 2 Das ist kurz, kurz, ein Jahr, wenn man da zwischengehen kann. Alle Verfassung, die nach 992.000 weltweit gemacht worden, die haben alle das Recht auf Gesundheit im Grundgesetz verankert. Nur wir nicht. Wir sind an der der wenigen Länder in der Welt, die das nicht machen. Das heißt also, liegt natürlich daran, weil wir so eine uralte Verfassung haben, wo das Thema noch keine Rolle gespielt wird. Die alliierten uns das ja quasi vorgelegt haben, was wir schlucken mussten. Aber alle anderen, viele andere Länder, und schauen wir nochmal in die Nachbarschaft nach Niederland, zu Niederland, wie schön das da läuft, wie besser das da läuft. Und die Einfahrt ist auch, wie gesündert dort auch die Menschen leben. Das heißt, wenn wir so ein bisschen das als Querschnittsthema betrachten würden, wie viele andere Länder, dann hätten wir schon ganz viel erreicht.

01:15:46: Speaker 1 Absolut.

01:15:47: Speaker 1 Also meine Haupthypothese ist eigentlich, dass die Länder, die ihren

01:15:53: Speaker 1 also ihrer Bevölkerung, sozusagen ihre Menschen erlaubt, ein langes gesundes Leben zu führen, sind eigentlich die Länder der Zukunft. Weil das sind die Länder, in denen alle, die es sich irgendwie leisten können, frei zu entscheiden, auch leben möchten. Und ich glaube, das ist eines der wichtigsten politischen Visionen, auf die wir zusteuern können, um ehrlich zu sein, um auch als Land für junge Leute attraktiv zu bleiben. Ich meine, wir haben extrem starke Abwanderungen von Talenten in Deutschland. Und ich glaube, wenn wir das so realisieren würden, dann würde sich das auch umkehren lassen. Das ist nämlich eine sehr starke Vision. Und aktuell, mir persönlich fehlt

01:16:30: Speaker 1 eine Vision der deutschen politischen Führung. Aber das Schlimme ist, dass wir eben auch noch diese ganzen für uns ungesunden Narrative, ich sag mal Tech Bros. aus den USA übernehmen und sagen, okay, die Zukunft ist KI, die Zukunft ist wie Digitalisierung. Und wir sind ja schon komplett digital durchkolonisiert. Also schlimmer geht es ja nicht. Und auch das beeinflusst ja unsere Gesundheit negativ, wie ich finde. Was wäre denn aus ihrer Sicht, wenn Sie jetzt der Co-Pilot von Friedrich Merz merren und sagen würden, everything needs to be health in all the policies? Wir wollen Gesundheit in wirklich allen politischen Entscheidungen sehen. Was wären denn dann so die großen Hebel,

01:17:07: Speaker 1 die Sie gerne

01:17:08: Speaker 1 betätigen

01:17:08: Speaker 1 würden,

01:17:10: Speaker 2 Kann ich ganz klar sagen, das bedeutet also, dass ich erst einmal das Bildungswesen komplett verändert würde im Sinne, dass wir Lebenskompetenzen erfahren und das so früh wie möglich. Das begibt natürlich in der Kita, indem ich wirklich sehr früh

01:17:21: Speaker 2 so ein bisschen vermittelt bekomme, was sind eigentlich die richtigen Lebensweisen, um ein gesundes Leben auf die lange Strecke, die ich ja noch vor mir habe, zugestalten. Ganz spielerisch zu erfahren. Und das setz ich vor. Und Sie haben ja vorhin schon mal gesagt, wir brauchen ja über alle Lebenswälle, über alle Lebensjahre immer einen Coach. Wir brauchen ein Lebenscoach. So ist das. Und deswegen würde ich immer als zweiten Schritt neben der Bildung kommunale Gesundheitseinrichtungen im Sinne der Prävention als Informationsstätte, als Lebensräume versuchen, wie ein Kiosk zu etablieren, zu etablieren, wo man sich hinwenden kann, wo man informieren kann. Und das letztendlich komplett ehrenamtlich geregelt, komplett steuerfinanziert werden überhaupt so als quasi als Schnittstelle des gesunden Lebens im Quartier. Weil wenn Lebenswelten etwas machen, dann müssen sie im Quartier stattfinden und nirgendwo anders. Das dritte ist, dass ich letztendlich Steuer, Steuermittel dafür einsetze, dass Kinder und Jugendliche gesund aufwachsen können. Im Sinne von einer gesunden Ernährung für Kinder und Jugendliche. Das würde mir für mich bedeuten, dass ich grundsätzlich den Föderalismus im Sinne der Bildung unter diesem Aspekt abschaffen würde, weil der macht es kaputt. Schauen Sie doch mal, in Hamburg bekommt man das Essen kostenlos in der Kita,

01:18:38: Speaker 2 in Berlin auch und in der Rheinland-Pfalz zahlt man unendlich viel Geld dafür. Und dann haben wir es wieder. Also diese Ungleichheit. In Bayern haben wir drei Sportstunden pro Woche.

01:18:48: Speaker 2 In Nordrhein-Westfalen maximal eine Sportstunde pro Woche in der Schule. Geht doch auch nicht. Und und und. Das bedeutet, als ich mit dem Föderalismus so klein wie möglich dampfen benutzt, auch oft, aber in der anderen, auf der anderen Seite im Sinne der Gesundheit, hemmt er möglicherweise und verhindert, dass Kinder in Deutschland grundsätzlich vernünftig aufwachsen. Dann würde ich die Arbeitgeber verpflichten dazu, Gesundheit für die Menschen anzubieten, im Unternehmen und das zu unterstützen, das zu fördern und das vielleicht sogar zu belohnen. Doch da gibt es wunderbare Möglichkeiten, das Einsatz zu z.B. Arbeitstage vielleicht freier zu stellen, Urlaubstage zu schenken oder es gibt ja ganz verschiedene, die Verpflichtung

01:19:28: Speaker 2 müsste da sein.

01:19:29: Speaker 2 Und im Aktuellen haben wir es so,

01:19:30: Speaker 2 dass die Deutschland nur die großen Unternehmen seit vielen Jahren so BGM-Zentren etabliert haben. Natürlich auch wieder viel zu groß und viel zu krankheitsorientiert, weil da auch da sucht man nur nach Defiziten. Viel schöner wäre es, Gesundheitszentren in Unternehmen oder gerade wenn ich Lokale habe. Ich würde mir bei meinem Kiosk kleine Filialisten, dass wir dort eben überall die Stellen haben, um eine Lohnung für Gesundheit in den Unternehmen möglicherweise zu haben und den auch als Ansprechpartner und nicht nur als ehrenamtlichen Ansprechpartner, dass wäre das Läst. Ganz wichtig halte ich für die Pflege. Mir geht es sehr darum, dass wir eine präventive oder rehabilitative Pflege bekommen. Ich würde mir sehr wünschen, dass wir die Pflege mit einem Ziel, mit einem Sinn ausstatten. Aktuell ist der Sinn der Pflege ja nur, es geht immer weiter bergab und irgendwann und legen irgendwann das Bett rüber und das war es. Die Sinngebung wäre aber eine andere und es gibt einige schöne Beispiele übrigens in Deutschland, wo wir gemeinsam mit den Pflegeberufen, Ziele individuell wie Trainingspläne entwickeln, mit dem Ziel aus der Pflege wieder rauszukommen. Eine andere bessere Pflegestufe zu bekommen, nicht Pflegestufe, ich bekomme nicht mehr Geld. Ich rutsche wieder weiter nach runter oder ziehe sogar wieder aus zu mir nach Hause. Auch das wir doch schön gerade im Familienkontext gemeinsam mit Idaal tut zu schaffen. Und dann haben wir so ein Sozialsystem entwickelt, von der Bildung über die Arbeitsplätze, über die Lernphase bis hin letztendliche zur Pflege, die dann auch mit einem Sinn versehen ist. Das würde das Leben in einem Land wie Deutschland wieder attraktiver machen.

01:21:06: Speaker 1 Ja absolut, da stimme ich hinzu. Gerade auch das Thema, warum ist Pflegeheim eigentlich immer so eine Endstation? Eigentlich sollte das eine Station sein, aus der man sich dann aber auch wieder verabschieden können sollte. Es gibt ja endlose Beispiele und Studien, die zeigen, es ist möglich. Man kann auch um Alter anfangen mit Muskelaufbau und wieder selbstständiger werden und wieder selber einkaufen gehen. Und genau das ist ja am Ende, worum es auch beim Thema Long-Javity-Langlebigkeit irgendwo gehen sollte. Dass man die Lebensqualität einfach lange lange hochhält und die Selbstständigkeit lange lange hochhält. Ich finde, man kommt bei dieser Diskussion nicht um hinzusehen, dass Gesundheit in der Breite auch ein extrem kulturell verankertes Thema ist. Sprich, also sehr viel Weisheit in verschiedenen Kulturen, auch zum Thema wie Lacken, wie bleibe ich gesund, wie esse ich gesund, wie bewege ich mich gesund. Ist in ganz vielen Kulturen, Japan ist immer so ein beliebtes Beispiel, aber auch in Südeuropa, finde ich, gibt es da einige gute Beispiele, Italien Beispiels. Also gibt es einige Orte, in denen die Leute ja sehr lange, sehr gesund bleiben. Da ist das Thema Gemeinschaft im Grunde genommen sehr wichtig, sich umeinander kümmern.

01:22:16: Speaker 1 Ich finde, in Deutschland haben wir so eine Art der Kultur, die uns dabei helfen würde, länger gesund zu bleiben, so ein bisschen verloren. Oder hatten wir die einfach nie?

01:22:24: Speaker 2 Sagen wir so, doch, wir hatten sie. Ich glaube, dass die Familie eine ganz andere Bedeutung hatte früher als sie heute hat. Ich bin ja gerade in Italien und ich weiß wovor die Sprech von italienischen Verhältnissen, wo wirklich Familie eine wahnsinnig große Rolle spielt und damit soziale Eingebundenheit und vor allen Dingen immer aufgefangen zu werden. Und das ist ja schön und vor allen Dingen auch dadurch eine gewisse, natürlichere Lebensweise auch zu erfahren, die nämlich sehr stark immer durch die Generationen, die auch das Kochen lernt über Generationen und damit bestimmte Dinge auch Leitlinien, Leitthemen mitnehmen, schon sehr, sehr präsent ist. Ja, in der Tat, Sie sagen das. Ich war 1987, 1988 in China, hab damals unterrichtete, zeitlang an der Uni, damals war China noch China. Und ich hab schon sehr gelernt, sehr viel auch davon gelernt, da bin ich auch ein bisschen so angefixt worden für das Thema Prävention. Wie kann man möglichst frühzeitig etwas tun? Und da waren die Chinesen, die Tcm-Medizin natürlich herausragend. Und das ist bei uns in Deutschland durch unsere Apparatewesen, unsere Apparatemedizin natürlich völlig negiert worden. Ganz im Gegenteil sogar, die natürliche Medizin wird weggedrückt in der letzten Jahrzehnte.

01:23:30: Speaker 2 das wieder zurückzukommen auch, dass wir Menschen lernen, gemeinsam wieder im sozialen Gemeinschaften und Gefüge, doch halt zu finden, Sicherheit zu finden, was ein ganz wichtiges Momentum ist für Gesundheit. Optimismus wieder wahrzunehmen, auch ein Momentum. Dafür hier in Italien zu machen, wenn ich an Nachrichten schaue, Sie glauben es nicht, die fangen nicht unbedingt mit dem Krieg im Iran an. Die fangen nicht, sondern die fangen an. Am Wochenende war das Wetter wieder schön, alle waren am Meer. Das ist die wichtigste Meldung

01:24:00: Speaker 2 dass sie in der Tagesschau vorgelegt, das muss man sich vorstellen. Das machen die immer, wie das wieder wunderbare Strandtag, oder dass sie über Ernährung reden, über neue Dinge, aber über Ernährung nicht, über Versorgung. Und insofern heißt das, es gibt viele, viele Dinge, die wir ableiten können aus anderen Kulturen. Und wir haben eine Kultur der Eisigkeit, was Gesundheitswesen betrifft, der Kälte, was ich immer wieder so erfahre, der Normwerte, der Finanzierung. Nur darüber wird im Gesundheitswesen diskutiert. Und niemals darüber, wie kann man Gesundheitsunter dem Aspekt des Wohlbefindens gestalten, denn, wie hat Nietzsche immer gesagt, Gesundheit ist für mich nicht Krankheit, nicht zu haben, die kommt sowieso, sondern Gesundheit ist für mich, um meine kleinen Probleme wunderbar klarzukommen. Und diese Sicht brauchen wir dringend. Wir brauchen eine andere Sicht aus Altern, wir brauchen eine andere Sicht auf Gesundheit und wir brauchen eine andere Sicht aufs Wachstum. Nämlich, es muss Lebensqualität orientiert alles drei stattfinden.

01:24:56: Speaker 1 Ja, und einen wichtigen Aspekt, auch der, der, ich sag mal, kulturellen Formationen, wie Kultur auch übertragen wird, was darüber geredet wird, worüber die Menschen sprechen, sind die Medien. Ganz klar, und in Deutschland, ich persönlich schaue keine Nachrichten mehr, weil ich

01:25:12: Speaker 1 glaube, dass es für meine Psyche einfach überhaupt nicht förderlich ist und ich glaube,

01:25:15: Speaker 1 dass es in den meisten Fällen auch wirklich nicht lebensverändert ist, ist einfach nicht zu tun. Ich mache das seit Jahren nicht und ich habe gefühlt nichts verpasst. Gleichzeitig habe ich glaube ich meinem Nervensystem persönlich etwas Gutes getan, ist nichts zu tun. Welche Verantwortung sehen Sie denn auch bei den Medien? Ja, ich denke auch der Co-Pilot für Gesundheit des Bundeskanzlers hätte da ein ernstes Wörchen mit den Medien zu sprechen. Wie würden Sie mit denen sprechen?

01:25:40: Speaker 2 stimmt ja, ich bin ja auch ein Mensch der Medien, das muss man ja ganz klar sagen.

01:25:43: Speaker 1 Genau, und ein sehr präsenter dazu, was ja gut ist.

01:25:45: Speaker 2 Ja, was in der Tat gut ist. Also in der Tat haben Sie etwas Wichtiges angucken. Mein Schliegerpapa, Tagesschau, Heute-Journal-Tagesthebes. Könnte ja was passieren in der Zwischenzeit und immer nur schlechte Nachrichten. Und deswegen Bilder hinterlassen ja Spuren im Gehirn. Und deswegen, ich weiß nicht, warum man Nachrichten oder irgendwelche Talkshows haben, anschautpolitische Talkshows, die ja doch nur letztendlich ja, es rumpf, Augenrollen oder Stirnrünzen lassen und man hat so eine Krawatte danach, wenn man ins Bett geht. Ja, wichtig ist, dass wir, wie von der Italiener, die ich gerade beschrieben habe, Leichtigkeit viel mehr medial vermitteln soll. Das Leben ist so schön. Das Medien ist so schön, einfach dadurch geprägt, dass wir es selber gestalten können, dass wir die Freiheit haben, vieles selber gestalten zu können. Und wenn wir das möglicherweise besser kommunizieren würden, die Freiheit, die Unabhängigkeit, auch die Leichtigkeit des Lebens, wieder sehr viel mehr in die Kommunikation hineintragen würden, dann hätten wir viel geworden. Und das ist natürlich auch eine Aufgabe der Medien. Aber wir wissen ja auch, dass schlechte Nachrichten besser verkauft werden. Und genau deswegen machen es die Medien ja leider auch, weil es ist ein Businesssystem. Und auch hier muss man sagen, die Werbekunden, die Werbekunde verdienen eher an den schlechten Nachrichten als die Werbekunden, die letztendlich ja die positive Nachrichten vermitteln, weil derer sind weniger.

01:27:04: Speaker 1 Ja, und auch hier wird Krankheit wieder zum Geschäftsmodell. Und ändern ließe sich das eben über eine Verankerung im Grundgesetz, dass Medien im Grunde genommen so etwas eigentlich nicht dürften, sondern dass das Hauptziel wäre, positive Emotionen bei den Menschen zu erzeugen über die Nachrichten. Natürlich muss es immer eine Aufklärung geben, aber die Aufklärung kann sachlich bleiben, anstatt Angst zu schüren, anstatt Frustration zu schüren. Ja, weil wir wissen, dass das alles unsere Gesundheit beeinflusst. Und gerade zuletzt habe ich einen ganz spannenden Podcast aufgenommen mit Dirk Eilert. Und wir haben über Emotionen gesprochen und es gibt Emotionen, ja, die einfach gesundheitsförderlich sind. Und das weiß man auch. Und ja, so kann man ja am Grunde genommen auch die Vermittlung von Wissen, von Nachrichten irgendwie verpacken. Ich glaube, ich bin absolut davon überzeugt, dass es möglich ist. Aber wie Sie gesagt haben, es wird nicht gemacht aus genau diesen Gründen. Ich finde, es ist immer sehr wichtig, auch darüber zu sprechen, was einem denn als jemand der Präventionsadvocate in Deutschland ist, also der sich für Prävention ausspricht und der auch gewisse Dinge kritisiert, dem wird ja auch immer irgendwas entgegen gebracht. Ja, Sie bekommen sicherlich auch immer ganz viele Argumente, warum das alles nicht geht, wie Sie sich denken und warum das alles irgendwie Falsches, was Sie sagen, oder nicht zu Ende gedacht ist, was Sie sagen. Was sind das denn so für Punkte und wie entgegnen Sie denn dann?

01:28:28: Speaker 2 Der allerwichtigste Punkt ist immer erst bei der wirtschaftlichen Grunde, der im Entgegen gebracht wird. Ja, bis sich das Ausfall, das dauert ja 10.

01:28:36: Speaker 1 Genau.

01:28:36: Speaker 2 Erster wichtiger Grund. Da hat aber letztendlich McKinsey noch mal klar geschrieben und eine schöne Studie dazu gemacht. Das geht jetzt hinsteller, als man sich denkt. Und wir sehen es ja auch am Beispiel engender Zuckersteuer. Innerhalb einer Legislaturperiode hat sich etwas komplett verändern. Also erster. Zweiter Grund.

01:28:52: Speaker 1 Und um das noch zu ergänzen, finde ich ganz spannend, Menschen unterschätzen total, wie schnell Sie über zum Beispiel eine Lebensumstellung einen viel gesünderen Körper bekommen können. Ich glaube, ganz viele Menschen identifizieren sich mit Diagnosen und sagen, ja, jetzt bin ich für den Rest meines Lebens krank. Aber es gibt ja, Gott sei Dank, schon die ersten Präventionskliniken wie die Hüfe Langklinik in Deutschland, die ja sogar einen Prediabetes, da gibt es fast einen Kuren, da kann man einen Prediabetes wieder rückgängig machen. Da ist im Grunde noch nichts in Stein gemeißelt und auch andere Krankheitsbilder oder generell Werte lassen sich, Blutwerte lassen sich ja extrem verbessern mit einfach konsequenter Lebensumstellung. Und das unterschätzen die Leute und ich glaube, das ist auch total wichtig, einmal zu sagen, dass der Status quo ist nicht das, wie es dein Leben lang sein muss, sondern die Veränderung, die zahlt sich super schnell aus.

01:29:43: Speaker 2 Also, da könnten wir eben nicht darüber diskutieren, was Sie gerade sagen, aber grundsätzlich ist es so, dass ich dringend vermittelt bekommen möchte, als Mensch, dass ich die Chance habe, die Möglichkeit habe, auch die Fähigkeiten habe, mich aus jeder Misere selber herauszuarbeiten. Und dieses haben wir nicht gelernt. Wir haben ja ein B-Handlungssystem und wir geben die Gesundheit ab Dresen

01:30:07: Speaker 2 quasi mit unserer Gesundheitskarte geben, wir sie ab.

01:30:10: Speaker 2 das ist etwas, was wir dringend lernen müssen. Und wenn wir das erfahren haben, dass wir sehr früh durch eigene Handlungsveränderung, minimalste kleine Änderungen, schon eine deutlich bessere Lebensqualität bekommen und auch vielleicht sogar Blutwerte verändern, die meintest du, achten es viel zu hoch gerankt werden, weil sie viel zu wenig Aussage kraft haben. Es sind ja auch nur ein kleiner, minimaler Ausschnitt für unsere Biologie.

01:30:35: Speaker 2 Und Normwerte sind halt immer noch Normwerte und bilden das Personalisierte gar nicht ab. Aber diese Erfahrung, das Verspüren, das Sehen, das Selber erkennen, ich glaube, das ist das, was wir dringend brauchen. Das Spiegelbild, wie da besser interpretieren zu können und die Veränderung. Aber das, was Sie wirklich auch richtigerweise beschreiben, ist, dass wir Menschen einfach befähigen sollten, Gesundheit wieder erfahrbar zu machen, auch selber zu lernen. Und das im Austausch in einem sozialen Kontext ja unterstützt. Weil wenn man Unterstützung hat, Freunde hat, mit denen man darüber redet, dann hat man natürlich ein Thema. Ich habe ja nicht umsonst zum Beispiel einen Podcast, der heißt ja der Männertiff. Weil Männer reden ja nichts. Ihr Frauen, ihr redet ja immer untereinander über gesünderliche Probleme, wir Männer ja nicht. Deswegen übernehmen wir beispielsweise an diesem Stammtisch ein bisschen das Reden über die Gesundheit der Männer und lachen uns ja über uns selber kaputt. Aber ich glaube, dass wir dringend auch verschiedene Ansprachen in der Kommunikation benötigen, um Kind, Opa, Oma, Mann und Frau zum Thema Gesundheit besser anzusprechen und zwar positiver anzusprechen. Mit einer schönen Botschaft,

01:31:40: Speaker 2 nicht mit der dunklen Wolke über uns. Und das ist ja eines der Grundprobleme, die wir in unserer Gesellschaft haben. Und dann sehen wir wieder bei der Kommunikation.

01:31:46: Speaker 2 schaffen es nicht, Menschen für das Thema deswegen zu begeistern, weil es eine dunkle Wolke ist und wir schieben es weg. Allein das Thema Vorsorge wird ja deswegen nicht angenommen, gerade von Männern ja auch so stark, weil immer die Angst dahinter steht, es könnte ja etwas passieren, dass etwas entdeckt wird, was ich gar nicht wissen möchte. Also muss man das Ganze anders kommunizieren, schmackhafter machen, mehr mit Sexy, Kleid versehen. Und das ist uns bisher nicht gelungen, weil das andere bisschen ist unheimlich davon profitiert, dass Angst eben offensichtlich der eine der besten Träger ist und Konsum in irgendeiner Form zu generieren. Und dann bin ich wieder beim, bei dem, was mir an Argumenten oft vorgehalten wird. Ja, du hast aber keine Evidenz für das, was du sagst. Wissenschaftlichkeit wird ja immer gerne herangezogen. Dann muss ich immer wieder erwidern. Ja, eine Kohlrabi wächst nur mal im deutschen Boden auf und ist nur mal unterschiedlich, weil es regnet nicht immer gleich. Ich habe keine Laborpille, die ich entwickeln kann. Und trotzdem zahlt die Kohlrabi genauso wie die Pille auf das Thema Gesundheit an. Nur ich bekomme keine andere Evidenz oder ich kann nicht den Standard der Evidenz eines Labors auf die Natur übertragen. Und das versuche ich immer klar zu formulieren, aber auch hier sehen wir, das alte System hat sich einen Evidenzbegriff genommen, der für die Welt gar nicht passt. Er passt für eine Labor-Situation. Und das ist eine der wichtigsten Komponenten, die ich dringend mir auch wünschen würde, dass wir Wissenschaft endlich mal anders betrachten müssten, nämlich dass der Evidenzbegriff, wie der Menschlichkeit, Humanismus und Naturlichkeit in der Mittelpunkt stellen sollte und dort die Veränderung und weniger die Veränderung eines HB1-AC-Wertes, weil der, sagt im Sinne der Norm, nichts über die Gesundheit von mir,

01:33:27: Speaker 2 letztendlich

01:33:28: Speaker 2 aus.

01:33:28: Speaker 1 Das heißt vielmehr mit im Hinblick auf Lebensqualität

01:33:33: Speaker 1 auf die subjektive Wahrnehmung und weg von dieser objektiven Labormessung?

01:33:36: Speaker 2 Schade, die meisten Menschen haben doch deswegen Angst machen. Ich habe keine Vorsorge, weil sie eine schlechte Botschaft bekommen.

01:33:42: Speaker 2 Viele sollten aber frühzeitig in sich reinhorchen. Das habe ich übrigens beim Chinesen gelernt, als ich dort war, dass es bestimmte Zeichen gibt. Irgendwann fällt ja mal so ein Domino steig um. Und sei es nur, indem du plötzlich braune Fleckchen auf

01:33:55: Speaker 2 Hand hast, sagst, ah, was verändert sich dann?

01:33:57: Speaker 2 genau, warum ist das so? Und wenn man dann darauf reagiert, sich selber mal hinterfragt, nicht so, guck mal, was das ist, was soll ich jetzt tun? Nein, selber mal hinterfragt. Erste Zeichen zu interpretieren. Warum komme ich die Treppe nicht mehr hoch? Warum komme ich außer Atem? Ja, weil du zu viel gesessen hast, vielleicht. Weil du keine Leistungsfähigkeit mehr hast. Warum kann ich die Tasche nicht mehr tragen, weil du keine Muskelkraft hast? Warum, warum, warum kann ich nicht mehr? Wenn man diese Eigenreflexion hätte und die Kompetenzen dann besitzen, würde ich selber zu reagieren. Dann mache ich schon viel richtig. Und dann schaue ich den Spiegel und sehe, aha, es hat sich gelohnt, dass ich weitergemacht habe, an mir selber zu arbeiten.

01:34:34: Speaker 1 Ja, das heißt, ich liebe ja den Spruch, jeder an sich selbst denkt, ist an jeden gedacht. Das klingt immer so bescheuert, weil wir wollen ja eigentlich, also ich glaube, diese individualistische Kultur, die wir haben, ist durchaus problematisch. Es ist auch total wichtig, dass wir immer links und rechts aufeinander schauen und nicht immer nur auf uns selber. Nichtsdestotrotz fehlt es ja anscheinend trotzdem, an diesem ehrlichen Hinschauen. Weil was man ja häufig sieht, ist Wissen ist eigentlich gar nicht so unbedingt das, was fehlt, sondern ja wirklich die Umsetzung im Alltag ist eigentlich das, an der es schaltet. Und Sie kennen so viele Menschen, Sie haben wahrscheinlich auch ganz viele Menschen betreut in Ihrer Karriere, in Ihrer Arbeit, die Sie zur Veränderung gebracht haben. Was haben Sie denn da persönlich erlebt, was, sag mal auch mal so den Knoten gelöst hat, bei Leuten, bei denen irgendwie nichts funktioniert hat, die sich einfach wahnsinnig schwer getan haben, sich zu verändern oder sich überhaupt erst mal richtig anzusehen, ja, ganz ehrlich.

01:35:29: Speaker 2 Also viel haben wir Verlustängste sowieso, weil Sie haben ja Gewohnheit, Rituale, wo, denen Sie Angst haben, Sie zu verlieren. Aber wenn Sie sich mal verspüren, dass das sehr einfach ist und zu positiv verändern, dann tauscht ja nur etwas. Man bekommt ja viel mehr zurück und das wissen ja viele Menschen. Also ist das allererste und wichtigste, und dann sind wir auch wieder bei dem psychologischen Aspekt, nehmt ihr bitte nur kleine Ziele vor. Kleine Ziele, die du innerhalb von sechs Wochen erreichen kannst. Und das ist schon einer der größten Fehler, die wir meistens machen.

01:35:57: Speaker 2 Ideen wir sagen, ich möchte mal wieder 10 oder 15 Kilo abnehmen, wenn ich in das Spiegel bin, schaue. Weil, und da wissen wir alle, da scheitern wir. Wir scheitern deswegen, wenn das Ziel viel zu weit entfernt ist. Oder ich möchte einen Marathon laufen, oder und und und. Also kleine Ziele wären das, was man in drei Wochen erreichen kann, oder in sechs Wochen spätestens. Weil dann das tiefe Tal, der ist lohnt sich nicht für mich, weil ich habe noch nichts verspürt, irgendwann für uns alle kommt. Wenn ich aber ein kleines Ziel definieren würde, du hast ein bis zwei Kilo abgenommen, du kannst wieder drei Etagen hochgehen, du kannst zwei Kilometer am Stück laufen. Ich habe solche Ziele dann für mich realisieren. Und das am besten über Teil haben. Das heißt über Dinge, die da draußen passieren, ich wieder diese neue Erlebe, dann kann ich mich auch komplett von meinen Normwerten, die mir ja auch nichts geben, aus dem Blut entfernen. Weil ich weiß, ich habe meine Leistung verbessert. Ich habe meine Performance verbessert. Und das ist der einfachste Faktor, Menschen zu einem Handeln zu bringen, indem sie erkennen, dass sie sich erst ästhetisch verändern und zum zweiten, dass sie letztendlich eine Leistung verändern. Beides ist aktuell in den sozialen Medien, wird es ja gehypt. Und genau das, was die beiden Menschen gerade brauchen, Ästhetik, ein bisschen besseres Aussehen, Strafverhaltung, aufrechte Position, ganz leicht zu arbeiten. Und zum zweiten, dann noch ein bisschen mehr Performance und schon sie über da, wo wir die bei den Menschen haben wollen.

01:37:15: Speaker 1 Sie sprechen hier auch nochmal ein ganz großes neues Thema an, nämlich doch jemand der Ästhetik. Weil es ist, also gerade so,

01:37:25: Speaker 1 die Menschen machen ja Gesundheit auch sehr stark daran fest, wie jemand aussieht. Ist jemand jetzt irgendwie schlank? Ja, dann denkt man, der ist vermeintlich gesund, aber auch schlanker, haben ja eventuelle Fettleber. Gleichzeitig gehen die viele, viele Männer, glaube ich auch, oder auch Frauen mittlerweile ins Fitnessstudio und trainieren für Muskulatur. Und sind dann aber trotzdem nicht ganz fit und gehen viel zu physioweise, wie Schmerzen haben und so. Das heißt, man kann ja auch auf dem Weg der, ich sag mal, Ästhetik hinterherzulaufen, auch so ein bisschen falsch abbiegen.

01:37:54: Speaker 2 Richtig. Also letztendlich müssen wir wissen, wir Menschen haben ja ein paar primäre Motive und alles andere sind Sekudermotive und Gesundheit ist ein Sekudermotiv. Das heißt, das macht man in gewisser Zeit Spaß und dann lassen wir es wieder. Aber so primäre Motive wie Sicherheit, wie soziale Eingebundenheit, wie Anerkennung. Und dazu gehört die Ästhetik, sind Motive, die sind nachhaltiger, die bleiben länger, wenn ich aber dann natürlich mir nur aus sozialen Medien irgendwie die Informationen herausholen, dann bieg ich in der Tat falsch ab. Da sollte ich und jetzt sind wir wieder beim Realismus schon bei mir bleiben. Und auch da kommunizieren wir vor den Medien aktuell falsche Ideale. Ideale, die nicht erreichbar sind. Glauben Sie, ich habe viele wirklich. Ich begleite auch aktuell noch ein paar Menschen ehrenamtlich, die wirklich sich verirrt haben. Im Dschungel der Ästhetik insbesondere, zum Beispiel in die Magersucht, in die Bulimie oder ähnliches, hineingeglitten sind, weil sie falsche Idealen hinein und hinterher gelaufen sind. Und hier möglichst frühzeitig zu agieren. Und vor allen Dingen auch, wir haben hier die Pflicht, medial auch die richtigen Beispiele zu kommunizieren, die richtigen Vorbilder zu kommunizieren. Und eben ist nicht dem Medien überlassen, eigene Vorbilder zu gestalten, was ja aktuell passiert. Hier schon ein paar Regularien. Und das heißt für uns beispielsweise in der Gesellschaft, wir brauchen auch Gesundheitsvorbilder in Deutschland, die klar und deutlich nach vorne getragen werden und das Thema Gesundheit leben. Das haben wir eben nicht. Und insofern über Vorbilder, die wirklich auch in Anführungsstrichen öffentlich als Vorbilder anerkannt werden, über alle Lebenswelten hinweg, glaube ich, das fehlt uns und das sind mehrere Orientierungen, die wir dringend brauchen, damit wir uns eben nicht verirren. Und wir brauchen natürlich im Netz, müssen wir nicht drüber streiten, sowieso eine Sicherheit in der Kommunikation, wenn es um das Thema Information, Gesundheit insgesamt geht.

01:39:42: Speaker 1 Und ein riesen Frustrationsgrund, den ich auch immer wieder beobachte, bei anderen Menschen ist Gesundheit vielleicht auch nicht so als Selbstzweck kommunizieren, weil es gibt natürlich ganz viele Influencer da draußen, die zeigen im Grunde genommen ihr Leben, wie sie halt komplett auf Gesundheit optimiert, jeden Alltag gestalten. Und das ist natürlich für den Durchschnittsmenschen überhaupt nicht möglich, das so zu tun. Und auch das ist nicht gesund. Und das auch nicht gesund.

01:40:06: Speaker 2 Und auch das ist auch nicht gesund.

01:40:07: Speaker 1 Genau. Und das ist natürlich extrem frustrierend und auch unrealistisch für die meisten, ja, sowas zu sehen, wenn sie halt sagen, ja, ist ja total toll, aber das demotiviert mich eher, als dass es mich motiviert, weil das spiegelt mir eigentlich, dass es für mich als normalo überhaupt nicht möglich ist, so auszusehen oder so zu leben, gesund zu leben. Und ich glaube, das müssen wir vielleicht oder dürfen wir vielleicht auch ändern in der Kommunikation, nämlich Gesundheit als Qualität sozusagen, als Beiverk von anderen Lebenszielen, ja, weil der Lebenszweck in sich kann ja nicht Gesundheit sein. Das soll ja also das befähigt natürlich das, was wir im Leben erreichen wollen. Aber ich glaube, das ist wichtig, das so zu sehen. Jetzt sind natürlich leider die Probleme einfach so groß, dass wir das Thema eben auch so groß machen müssen, Gesundheit, ja, weil es anscheinend nicht mehr so selbstverständlich in allem drinsteckt, was wir so tun jeden Tag. Aber ich glaube, das ist eine total wichtige Balance, die wir auch nicht vergessen dürfen.

01:40:59: Speaker 2 Also ich glaube, dass das gesundes Leben heißt natürliches Leben. Und das ist natürliche Leben, das müssen wir wieder zurückbringen. Und das darf gar nicht so stark und dominant sein. Das muss überall mitschwingen. Dann sind wir wieder am Anfang unseres Gesprächs. Es muss eine völlig natürliche Lebensart und Weise wieder zu uns gebracht werden. Und wir entfernen uns da komplett. Alles wird ja mittlerweile, wenn ich schon, wenn ich schon mask höre, der, der sagt, wir sind ein Fleischcomputer, dann sehen wir schon, er hat den Mensch, er hat den Menschen nicht verstanden und KI mit den Fleischcomputer ablösen. Weil er denkt natürlich nur ans Gehirn, weiß aber nicht die ganzen anderen Faktoren, die in unserem Körper so ablaufen. Und ich glaube, aber meine Frau immer noch sehr gerne, damit ich so ein bisschen die Wärme verstöre und auch das, das hormonelle Prozesse sich dabei verändern und auch das kann letztendlich KI nicht leisten. Wieso? Heißt es, Menschlichkeit, Humanismus muss dringend wieder in unser System zurückgebracht werden. Und das heißt leistetlich natürlichkeit. Das ist das, was wir brauchen. Natürlichen Ungarn mit uns selbst und natürlichen Ungarn mit den Mitmenschen. Und vor allen Dingen niemals einem Ideal hinterherlaufen, weil das ist sowieso viel zu weit entfernt. Wir wissen aus dem Bereich, wo ich herkomme, wenn ich Menschen im Bereich des Sports

01:42:11: Speaker 2 Beispiele zeige, wo ich einen Weltrekord sehe, wie toll das war, dann ist das viel zu weit von dem jeweiligen Sportler, der Sportlerin entfernt, und wird ihn niemals erreichen. Es muss so nah an mir dran sein, dass ich in meiner Lebenswelt sofort eine Umsetzung erkenne, darauf zu reagieren, was ich gerade gespiegelt bekommen habe. Und wenn das zum Beispiel dann in den Familien, das gesunde Leben wieder vorgelebt wird, was ich übrigens in meinem Buch dringend auch bei dem Enbären-Starkbauch dringend einfordere. Dass wir hier bei dem Kinderbuch dringend einfordern, dass wir den Eltern abends tisch sitzen, und es wird gegessen, dass das Handy nicht dort von den Eltern genutzt werden darf, wenn man das von Kind schon erwartet. Das heißt also auch hier brauchen wir dringend eine andere Sicht der Mensch, das heißt wieder Kompetenzen auf das eigene Verhalten im Sinne, was gebe ich weiter, wie spiegele ich mich selbst und wie erkenne ich mich selbst. Und wenn wir selbst Reflektion haben, dann haben wir schon viel erreicht.

01:43:06: Speaker 1 Ja, Herr Froböse, vielen, vielen Dank. Ich glaube, wie Sie sagen, das ist das, wo wir am Anfang vom Gespräch waren. Ich denke, das ist sehr, sehr rund, was Sie hier gerade besprochen haben. Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Zeit. Es hat super viel Spaß gemacht und ich freue mich, Ihre nächsten Bücher zu lesen.

01:43:23: Speaker 2 Freu mich auch, wenn Sie eins kaufen. Wenigstens eins bin ich da wieder losgeworden. Danke schön.

01:43:27:

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