#53 Was eine Nahtoderfahrung über die Heilkraft unserer Emotionen lehrt - mit Dr. Dirk Eilert
Shownotes
Diese persönliche Geschichte von Dr. Dirk Eilert geht unter die Haut. Du erfährst aus erster Hand, wie er den Weg zurück ins Leben fand, und welche Rolle die Regulation der eigenen Gefühlswelt dabei spielte. Es geht um die Balance zwischen dem Mut, Dinge zu verändern, und der Demut, Unabänderliches anzunehmen, um daraus neue Stärke zu schöpfen.
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01:00:00: (Music)
01:00:05: Speaker 2 da war noch alles gut, ich leg mich wieder ins Bett, meine Frau im Seminar übernommen, das war damals in Corona-Zeiten online, ja, hier genau an diesem Tisch übrigens, ja, sie gibt hier das Seminar, ich lag oben und ich liege im Bett und ich kollabiere wieder. Wache auf und merke beim Atmen irgendwie rasselt's, ich glaube, ich hab Wasser in der Lunge. Ja, ich ruf meine Frau an, sie geht nicht ran, sie ruf mich zurück, sagt, Schatz, ich hab irgendwie das Gefühl, ich hab Wasser in der Lunge, ich weiß nicht, müssen wir ein Arzt rufen, weil ich ruf jetzt nicht sofort die Feuerwehr, sie kommt hoch und sagt, Scheiße, es hört sich nicht gut an, ja, wir rufen die Feuerwehr.
01:01:06: Speaker 2 Die kamen, wo der Notarzt kam, war beim Blutdruck 60 zu 40, die konnten fast keinen Zugang mehr legen, haben mich dann ins Krankenhaus transportiert, ins Ernst-Vernbergmann-Klinikum in Potsdam und die Ärzte haben gesagt, eine Minute später und es wäre es gewesen. Ja, mittlerweile war meine Lunge kollabiert, sceptischer Schock und ich weiß heute noch, wie ich auf diesem Tisch schlag und gekrampft habe, ich hab kaum noch Luft bekommen, ich dachte, macht irgendwas, weil ich merke, es ist gleich vorbei. Ja, das macht der Körper nicht mehr lange mit. Und da guckt der Arzt mich an und sagt, Herr Eilert, wir haben keine Chance, wir müssen sie ins künstliche Koma versetzen
01:01:42: Speaker 2 und ich weiß, wie ich noch geantwortet hab und gesagt hab, ja, und dann war es Licht aus und ich hab mich von oben gesehen.
01:01:49: Speaker 2 und ich weiß, wie ich noch geantwortet hab und gesagt hab, ja, und dann war es Licht
01:01:54: Speaker 2 aus und ich hab mich von oben gesehen.
01:01:57: Speaker 2 Untenliegend, das Spannende war, in dem Moment war jeder Angst weg. Ich hab nur noch Neugierde gespürt und dachte, wow, mal gucken, wann und wo du wieder aufwasst und ich meinte damit nicht dieses Leben. Und ich hab lag fünf Tage im Koma, bin dann wieder aufgewacht, ja, an dem, das war der Samstag, am Sonntag waren meine Organe fast alle vom Versagen, die haben meine Frau schon darauf vorbereitet, dass sie wahrscheinlich bald Witwe ist, weil die wussten nicht, was sie machen sollen, die haben gesagt, wenn sie in welches Organgrad Versagen würden sie aufschneiden, aber sie wissen nicht, was los ist. Ja, die sind im Dunkeln getappt. Ich hab's überlebt, der Arzt hat aber gesagt, wenn ich nicht so fit gewesen wäre, wäre das Endstation gewesen
01:02:40: Speaker 2 als ich wieder aufgewacht bin, war glücklicherweise das erste, was ich gesehen hab, waren die liebenden Augen meiner Frau und das zweite waren die Augen des Arzes, der gesagt hat, herzlich willkommen zurück, er eilert. Bewegen Sie mal bitte den Arm. Und ich konnte meinen Arm nicht mehr bewegen. Ich konnte meinen Finger heben, das war das Wunder, was ging. Ich war komplett bewegungslos und musste dann alles wieder lernen, laufen, sprechen, das ganze Programm und so weiter.
01:03:09: Speaker 2 Und weißt du, ich erinnere mich noch sehr, sehr gut, wie ich da lag und ich dachte auch, wenn ich auch in der Reha noch, wenn ich im Rollschuh sitze, bleibe, bleibe ich im Rollschuh sitzen, das ist so wie sie ist. Und ich weiß noch, wie ich in der Physiotherapie war, ich hab vorher 130 Kilogramm auf der Bank gedrückt und ich weiß noch, wie ich in der Physiotherapie war und der Physiotherapeut mir 20 Kilo auf die Bank drückmaschine macht und ich dachte, Alter, willst du mich verarschen? Und ich hab gedrückt und ich dachte, okay, ich will mich verarschen, weil es so schwer ist. Ja, ich dachte, ich brech zusammen.
01:03:38: Speaker 2 Und ich hab damals erstens gemerkt,
01:03:43: Speaker 2 Selbstwirksamkeit springt an und positive Neubewertung, weil ich dachte,
01:03:49: Speaker 2 krass ey, als ich als Fitnesstrainer gearbeitet hab, ich habe nie meine Kunden verstanden, die ich mit dem Klimmzug geschafft haben. Ja, ich hab versucht, ein Klimmzug zu machen, dann irgendwann in der Reha. Denkst du, ich hing da dran, ich hab vorher mich ran gehangen, 20 Stück gemacht. Ja, ich hing da dran, der ging gar nichts. Du dachtest, wie geil ist das denn? Dann arbeite ich mich jetzt von unten wieder hoch, die Ärzte haben damals gesagt,
01:04:11: Speaker 2 ich kann frühestens im Januar wiederarbeiten. Ja, ich hab damals, das war das Jahr, in dem der Stryller mit Sebastian Fittsäck rausgekommen ist,
01:04:22: Speaker 2 und wir haben im Oktober eine Show geplant, mit 3000 Leuten an 20 Standorten und haben die erste, sie hat vergessen es und ich stand im Oktober auf der Bühne. Ja, und ich hab ganz viel auch mit meinen Emotionen gearbeitet, nicht lag im Bett, ich dachte, wenn ich mich schon nicht bewegen kann, dann beobachte ich, ich nehm die Emotionen, war ich aktivier Superressourcen, ja, die Emotionen, von denen ich von erzählt hab, fünf Stück, um das ganze System zu balancieren, Durchsetzung Einfluss ist stolz, Ordnung, Stabilität, Entspannung, Harmonie, Geborgenheit, Dankbarkeit, Faszination, Inspiration, Leichtigkeit, ist Ehrfurcht, plus die Mitfreude, damit ich mir vergegenwärtige, damit wir wissen, wir sind nicht allein auf der Welt, das heißt, ich hab die ganze Zeit, ich nenne das Ressourcenrotation mit jedem Atemzug, Stolz, im nächsten Entspannung, Dankbarkeit, Ehrfurcht, Mitfreude den ganzen Tag. Nach zwei Wochen stand der Chefarzt in meinem Zimmer und hat gesagt, Herr Eilert, wir haben zu dritt uns die bekannten Bilder angeguckt, ich kann sie nicht erklären, ich habe sowas noch nie erlebt, die Lunge war vollständig kaputt auf der rechten Seite, zwar alles im Allem durch die Magen säure, die ist vollständig regeneriert, wir sind keine bleibenden Schäden, nicht zurückgeblieben, die Lunge hat sich komplett erholt.
01:05:34: Speaker 2 so ging das dann weiter, bitte, und das sind natürlich Momente, wo ich gemerkt hab, ich komme in die Selbstwirksamkeit, gleichzeitig habe ich gemerkt, ich kann mich nicht bewegen, ja, und da hat nur Akzeptanz geholfen,
01:05:45: Speaker 2 ich habe die Flexibilität, aber auch eben die Lust am Lernen, und da habe ich das große Glück, dass eine meiner Signaturstärken ist Liebe zum Lernen, ich liebe Lernen abgöttisch. Ich habe mir gesagt, geil, dann fängst du jetzt von vorne an und lernst einfach wieder, Klimmzüge zu machen, du lernst wieder zu laufen, du lernst wieder, dein Kreislauf belasten zu können über Ausdauersport, ich bin Feuer gejockt, ja, und dann bin ich damit, ich weiß gar nicht mehr, was es war, ich habe 40 Watt gefahren und habe ein 150er Puls gehabt, ja, und das ist, das hat mich auch ganz viel gelehrt, worum es eigentlich geht, und was ich daraus mitnehme, ist,
01:06:24: Speaker 2 es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um unsere emotionale Fitness zu kümmern und das Leben ist zu kurz, um Dinge zu tun, wo wir spüren, dafür sind wir nicht bestimmt.
01:06:33: Speaker 1 Ich fasse das nicht, was du hier gerade für eine Fallstudie ausgepackt hast, darauf war ich überhaupt nicht vorbereitet, und was für ein mega gutes Beispiel für die Kraft von diesem Regulationsweg, ja, über die über die Emotionen, das ist ja unglaublich. Hast du dich selber damit überrascht? Ich meine, du warst schon, als das passiert ist, warst du schon Experte in all dem, das heißt, du hattest, ja, du warst mitten drin und gleichzeitig konntest du es bewerten und musst es aber in dem Fall auch praktizieren.
01:07:05: Speaker 2 Also es war tatsächlich ganz, ganz spannend,
01:07:09: Speaker 2 ich habe mir geholfen, die Metaposition zu praktizieren, ja, weil ich gemerkt habe, wie es in mir arbeitet. Ich habe selber mal, wow, spannend, guck mal, da springt gerade das Motivfeld an, ja, dann gehe ich doch hier mal in die wertungsfreie Wahrnehmung, ja, das waren Sachen, die ich beobachten konnte. Gleichzeitig habe ich das große Glück gehabt, einfach wahnsinnig liebevolle Menschen, um mich herum zu haben, meine Frau, die den ganzen Tag da war, ja, auch Damitl Monte, der bei uns die Neuroscience der Akademie macht, der ins Krankenhaus kam und mit mir manuell therapeutisch, physiotherapeutisch gearbeitet hat, um mich wieder aufgebaut hat, ja, ich weiß noch, wie ich an dem Montag Morgen der erste Montag nach der Intensivstation, Physiotherapeut kommt rein und sagt, und ich lag noch im Bett komme ich nicht bewegen, und der Physiotherapeut sagt, er eilert unser Ziel ist, dass sie bis Freitag mit dem Rollator auf Toilette kommen. Und er dachte, oh Gott, und dann hat Damitl den ganzen Tag mit mir gearbeitet, die Muskeln mobilisiert, ich bin am Abend des Montags mit Stütze, ohne Rollator auf Toilette gelaufen. Ja, und Dienstabmorgen kam der Physiotherapeut und sagt, sehen Sie, er eilert, ich habe Ihnen noch gesagt, Freitag sind Sie ein freier Mann. Ich dachte, das hat sich gestern noch anders angehört. Also, ob das Damis ist, ob das meine Frau war, meine Eltern, ja, also, das war das Umfeld. Gleichzeitig natürlich die Kompetenzen zu wissen, wie ich reguliere, gleichzeitig ich habe das große Glück gehabt, dass ich damals als Fitness-Trainer auch eine Reha-Ausbildung gemacht habe. Das heißt, ich wusste, was ich mache. Ich war vor mir das, ja, in der Reha und habe nachmittags ein paar weiter gemacht, ja, mit Kälte-Exposition gearbeitet. Also, ich versuch, jede Facette zu ziehen. Und ich glaube, ein entscheidender Punkt ist der Lebenswille und die Lebenslust, weil es noch so viel zu entdecken gibt.
01:08:51: Speaker 3 Ja.
01:08:52: Speaker 2 Und wenn man diese Lebenslust hat und diese Passion hat und gefunden hat,
01:08:56: Speaker 2 was man liebt,
01:08:57: Speaker 2 das war ein riesen, ein riesen Antrieb wirklich zurückzukommen, ja, zu schweigen. Das war ein wie unsere Community reagiert hat.
01:09:04: Speaker 2 habe mich sehr, sehr, sehr getragen.
01:09:06: Speaker 1 Das glaube ich dir sofort. Und das war tatsächlich auch eine meiner Fragen. Also, was hat denn zum Beispiel jetzt beim Thema Emotionsregulation Willensstärke auch für eine Rolle, ja? Ich meine, das Nervensystem hat ja gleichzeitig auch eine Rolle. Du hast vorhin schon in dem ganzen Prozess, ja, der, ja, emotionalen Regulation gesagt, eine ganz wichtige Rolle, wahrscheinlich auch nicht nur um, ich sag mal, Abstand zur Situation zu gewinnen, sondern sicherlich auch um das Nervensystem irgendwie zu beruhigen. Weil ich weiß jetzt vor mir selber beispielsweise, mir fällt es viel leichter,
01:09:39: Speaker 1 den preferentialen Cortex anzuschalten, wenn mein Nervensystem, ich meine, das Wissenschaft, das kennen wir alle, wenn ich mich beruhigt habe, ja? Ja. Und da ist natürlich atmen, eine extrem wertvolle Brücke.
01:09:54: Speaker 1 Und die Menschen helfen noch bei der Emotionsregulation, außer jetzt zum Beispiel Lebenslust, ja?
01:09:58: Speaker 2 Also das Wichtigste ist Flexibilität und die Ballonisierung, weil Willensstärke wäre letztendlich auch wieder Selbstwirksamkeit.
01:10:05: Speaker 2 wir wissen, in manchen Momenten des Lebens ist Selbstwirksamkeit gut, in anderen Momenten ist es besser zu sagen, scheiß auf die Willenstärke. Ich kann nichts tun, ich nehme die Situation an, wie sie ist. Ja, Veratmung ist meist ein guter erster Schritt. Lieber Freund und Kollege,
01:10:22: Speaker 2 einer der führenden HAV, Herzratenvariabilitätsforscher und Resonanzabmungsforscher, der forscht nur zu diesem Thema, und es ist der Wahnsinn, und der hat mal gesagt,
01:10:30: Speaker 2 kontrolliere deine Atmung, um dein Herz zu kontrollieren, um dein Gehirn zu kontrollieren. Ja, das heißt, wir können über die Atmung den Herzschlag kontrollieren und dann über die Signale des Herzens über den Vargos hoch ja, auch das Gehirn erreichen, und deswegen ist die Atmung, ja, und das ist eines der besten Wege für die Regulation, auch um wieder klar zu denken, um so etwas wie Kontextensitivität anzuschalten, was braucht es jetzt hier eigentlich, und dafür würde ich es primär nutzen, weil ob Regulation das Richtige ist. Ich gehe nochmal auf das Beispiel, wir sprechen und es brennt da, und wenn ich jetzt hier einfach Resonanzabmung mache, fünf Sekunden ein, fünf Sekunden aus, oder vier, sechs, also wichtig ist, zehn Sekunden zyklus, und man sagt tendenziell aktuell in der Forschung eher ein bisschen länger ausatmen als eine atmen, sagen wir mal vier, sechs, vier, ein, sechs aus, ja, dann ist das die falsche Reaktion, aber vielleicht kann einmal durchatmen, mir helfen, klar zu werden und mich dann zu fragen, okay, was fordert mich hier gerade heraus, und was soll ich tun, um es zu meistern, und was kann ich dann konkret tun, ja, und dann zu gucken, ob es funktioniert, und da ist vielleicht Einflussnahme besser. Bitte, in meiner Reha Willenstärke war ein wichtiger Aspekt, aber auch nur die Bollonsierung mit der Akzeptanz. Zu sagen, ich akzeptiere auch, wenn du vorher 130 kg gedrückt hast auf der Bank, lerne mal, üb mal wieder mit 20 kg zu arbeiten. Ja, ich muss das Laufen wieder lernen. Ja, und ich weiß noch, denn war ich, ja, das ist Demo, das ist Akzeptanz, ja, dann haben wir Spazieren, kommen wieder, ja, ich habe eine ambulante Reha gemacht im Krankenhaus und habe da noch im Hotel geschlafen mit meiner Familie, die war auch dabei, weil das war in den großen Ferien, das war dann unser Sommerurlaub, und was wir kommen wieder vom Spazieren gehen, und ich wirklich in Tippelschritten, meine Frau den Rollstuhl geschoben, ich habe ein paar Schritte gelaufen und unser Hund rennt mir zwischen die Beine und ich falle einfach um und falle richtig auf die Fresse. Ja, und auch das anzunehmen in dem Moment. Und deswegen ist es immer eine Balance. Nur Willenstärke, ein Dimensional, Willenstärke und Akzeptanz in Balance, wunderbar. Nur Regulation, nur Gleichmut, ja, Gleichmut ohne Fassinen, ohne die Möglichkeit, Dinge positiv neu zu bewerten, Gleichmut ohne Faszination wird zur Gleichgültigkeit. Faszination ohne Gleichmut wird zur Überflutung. Wenn ich alles nur noch positiv war, nehme toxische Positivität. Ja, Einflussnahme, ohne Akzeptanz wird zur Überforderung. Akzeptanz ohne Einflussnahme wird zur Hilflosigkeit. Es braucht die Bollensierung und mit einhergehend die Flexibilität.
01:13:12: Speaker 1 wunderschön auch zu lernen, welche Emotionen sich gegenüberstehen. Also was sozusagen am ein oder am anderen Ende des Spektrums ist, ich glaube, genau das ist auch wichtig zu wissen, um am Ende dann im Erleben auch das korrigieren zu können.
01:13:28: Speaker 1 Das werde ich mir persönlich, ehrlich gesagt, auch immer anschauen, weil ich das in meinem eigenen Leben auch sehr erkenne, ja, dass ich gemerkt habe, ah, das war irgendwie jetzt gesund reguliert, ja, dann habe ich gemerkt, weil ich dann angefangen habe, eine gewisse Dinge zu akzeptieren, Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen. Ich meine, es ist ja aktuell in dieser Welt extrem schwierig, genau auf diesem Spektrum sich zu bewegen, weil in der Außenwelt gerade so viel verrückt das passiert. Ich glaube, wenn du den Leuten vor ich sage mal fünf Jahren gesagt hättest, das ist in 2026 der Stand der Dinge, dann hätten viele gesagt, du meinst vom neuen, keine Ahnung, Spielfilm im Kino, ja, irgendeine Disstopie. Das ist der Naht. Nee, ist Matter of Fact, wir leben genau in dieser Welt und die Menschen finden es natürlich teilweise auch extrem schwierig, damit umzugehen. Und da sozusagen diese gesunde Balance aus Gleichmunt, Akzeptanz, aber auch Selbstwirksamkeit zu erleben in dem Bereich, in dem es eben geht und daher das eigene Lebens zu werden, Frau das eigene Lebens zu werden,
01:14:33: Speaker 1 der notwendige Ausgleich.
01:14:34: Speaker 2 Ja, glaube ich auch. Und deswegen liegt mir dieses Thema so sehr am Herzen und deswegen ist es egal, was für bei uns zum Beispiel in der Akademie trainieren, ob Mtrace, Mieshaus, Mimikersondanz, diese Emotionsdynamiken zu verstehen, immer durch den unterschiedlichen Blickwinkel betrachtet, aber das steht immer im Mittelpunkt. Weil ich glaube, dass darin einer der Schlüssel liegt, überhaupt Emotionsverarbeitung zu verstehen.
01:14:57: Speaker 1 Ja, und eine wichtige, ich sage mal Abgrenzung zum Thema Abwannen wird es ungesund, ist ja auch zu erkennen, ab wann erlebe ich denn eine emotionale Dysregulation, also ab wann bin ich nicht in der Lage, meine Emotionen zu regulieren, wie erkennt man das?
01:15:14: Speaker 2 Da brauche ich natürlich wieder die Empathie für.
01:15:17: Speaker 2 Ja, zu merken, wo, wo, wo, wo, das wird grad viel, es überfordert mich. Und jetzt müssen wir natürlich das kurzfristige vom langfristigen unterscheiden. Kurzfristig merken wir, dass wir werden überflutet, wir können unsere Emotionen nicht mehr richtig regulieren, die Emotion macht sich selbstständig, wir sagen Dinge, nehmen wir mal den Streit noch mal als Beispiel, die uns nachher leidt und wir merken, wir eskalieren,
01:15:44: Speaker 2 ich merke, meine Emotionen erzeugen Leidensdruck, ja, ich habe Angst für etwas, ich tue es nicht, ich versuche die Situation zu vermeiden, ja, das sind eher so die kurzfristigen Sachen und ansonsten kommen wir natürlich in den Bereich Stress mit all den Symptomen von Chronischen Stress, Dauerstress, ja, wo ich, wenn ich auch zum Beispiel dann merke, ich fühle immer weniger, ich merke, ich werde immer gleichgültiger.
01:16:07: Speaker 1 Es ist eine Überforderung.
01:16:10: Speaker 2 Ja, dann merke ich, ich komme auch in eine Überforderung rein und das kann sich auch ankündigen über eine Überaktivierung, ja, häufig, dass man erstmal hochfährt und auf einmal merke, wow, ja, wo, wo, wo, wo, wo, wo, ja, und dann, woop, dann fällt man auch. Und da ist einfach wahnsinnig wichtig, impatisch zu sein, zu merken, was ist gerade bei mir los, ja, und Stefan, die Neuband hat eine wundervolle Übung dafür entwickelt, die nennt sie den Empathietimer.
01:16:41: Speaker 2 Und das sind 3 Schritte, die gehen wie folgt, die Vorbereitung ist, man macht sich ein Timer, der, sagen wir mal, alle 60 Minuten klingelt, um das erstmal zu üben, mit einem liebevollen Ja, ich sag gern, was alternativ geht, ist auch die Gewohnheitskopplung zu benutzen, ja, weil manche sagen, hey, dann reißt der mich so aus dem Alltag raus, der Gong und deswegen sage ich, dann such dir mal eine irgendeine Aktivität, die du regelmäßig machst, E-Mails checken, auf Toilette gehen, irgendwas, was du nicht jede Minute, aber regelmäßig 5x6 mal am Tag machst und da machst du folgendes immer bevor du das machst, nachdem du das gemacht hast. Such dir das aus, machst du folgendes, Schritt Nummer 1 Innerhalten. Das heißt, hier kommt jetzt das, was wir schon gemacht haben, wir atmen durch, verbinden uns mit dem Moment.
01:17:33: Speaker 2 und dann lächel samt, ob dir danach ist oder nicht, lächel samt, ja, das gibt dem Körper ein Gefühl von Sicherheit und Leichtigkeit und jetzt machst du folgendes, du abest durch, du lächel samt und jetzt fragst du dich erstens, kann ich ohnehin zu sehen spüren, dass meine Füße gerade lebendig sind. Wenn ich das spüre, frage ich mich, kann ich ohnehin zu sehen spüren, dass meine Hände gerade lebendig sind. Wenn ich auch das spüre, frage ich mich, kann ich ohnehin zu sehen spüren, dass mein ganzer Körper gerade lebendig ist. Und das war's schon, und dann gehe ich zurück zu der Aufgabe und dadurch lerne ich in Kontakt mit mir zu sein, weil wie oft ziehen
01:18:17: Speaker 2 wir die Schultern hoch ohne es zu merken, wundern uns abends, wenn die Schultern verspannt sind, wie oft merken wir nach 8 Stunden what the fuck, ich hab so einen Durst, ich habe zu wenig getrunken, ich habe noch gar nichts mit.
01:18:29: Speaker 1 Genau, stehen vom Laptop aus ausgehungert, verterscht.
01:18:32: Speaker 2 Du siehst aus, ja, und deswegen so,
01:18:36: Speaker 2 und deswegen ist das eine schöne Art, immer wieder in Kontakt mit sich zu gehen und damit trainieren wir auf spielerische Weise die Empathie, die Empathie wollte ich sagen, genau.
01:18:44: Speaker 1 Ja, eine sehr schöne Übung, eigentlich ist es wahrscheinlich ganz...
01:18:48: Speaker 1 Mach das mal, während ich zum nächsten Thema übergehe, du hast in der, in deiner persönlichen Geschichte
01:18:55: Speaker 1 tausend Dank nochmal, dass du die mit uns geteilt hast, es war so berührend und so wertvoll, das zu hören, du hast die liebenen Augen deiner Frau das Thema Beziehung mit reingebracht. Wir sind jetzt gerade oder bisher, erstmal eher beim Thema beim Individuum geblieben, bei der Empathie, bei der emotionalen Regulation, aber Emotion verbinden uns ja auch mit Menschen, das heißt, das ist der Beton, aus dem unsere Beziehungen gebaut werden sozusagen und die Qualität, der Lebensqualität, ehrlich gesagt, die wir dadurch erleben und über den Emotionsausdruck, was jetzt sozusagen die nächste Kompetenz unter diesen vier Funktionen wäre und der Empathie, die das die vierte Säule darstellt, unter diesen beiden stehen ja genau diese Beziehungen, die wir aufbauen, weil sowohl durch den Ausdruck, als auch durch die Empathie, wie wir halt die Emotionen bei anderen erkennen, können wir unsere Beziehungen gut oder schlecht führen, je nachdem. Was würdest du sagen, sind ja zum Beispiel beim Thema Emotionsausdruck, um mal bei der dritten Säule zu bleiben oder ich habe sie vertauscht, das ist wirklich die dritte Säule, aber du weißt in dem Fall, was ich meine.
01:20:12: Speaker 1 Was sind denn die häufigsten Fehler, die Menschen zum Beispiel beim Emotionsausdruck machen? Also was unterscheidet auch da ungesund von gesund? Weil zum einen, es gibt ja zwei Optimierungen im Grunde genommen, was ist für mich gesund, was ist aber auch für meine Beziehungen gesund zu anderen Leuten? Ist ja auch da immer so ein Balanceakt.
01:20:32: Speaker 2 Ja und das ist auch die Balance letztendlich zwischen Empathie und Empathie,
01:20:35: Speaker 2 beim Emotionsausdruck gibt es
01:20:39: Speaker 2 vier spannende Aspekte. Aspekt Nummer 1 ist der spontane Emotionsausdruck. Ja und das ist alleine schon wahnsinnig spannend, da können wir noch mal beim Thema Empathie drüber sprechen,
01:20:51: Speaker 2 weil wenn es jetzt darum geht, ich bin als Coach oder Therapeut tätig, ich sehe meinen Klienten, meine Klienten, da nutze ich deinen Emotionsausdruck natürlich auch um Informationen zu kriegen, das berührt den Bereich der Empathie. Gleichzeitig beeinfluss ich mit meinem Emotionsausdruck andere Menschen. Ja ich drück Ärger aus, mach dadurch was, ich drück Freude aus, erreich da durch was.
01:21:11: Speaker 2 So und neben diesem spontanen Emotionsausdruck haben wir jetzt drei zentrale Aspekte für die Gesundheit. Nummer 1 ist, ich fange mal an mit
01:21:21: Speaker 2 Embodiment. Ja das gehört zum Emotionsausdruck. Wie benutze ich meinen eigenen Körper? Wir haben einen Embodiment gerade eingesetzt beim Empathietalma, das bewusste Lächeln, weil das macht was. Das ist Mimik, wir forschen auch zu Botox zum Beispiel.
01:21:35: Speaker 3 Oh das ist super spannend.
01:21:37: Speaker 2 Wahnsinnig spannend und eigenes Thema fast, eigene Folge. Ja, da haben wir auch zwei Studien veröffentlicht gerade die untersucht haben, wie verändert Botox den Emotionsausdruck, dann haben wir ein Review gemacht mit meinem lieben Kollegen Alexander Hopf und lieben Freunden von mir, der Mediziner ist und auf ästhetische Medizin spezialisiert ist.
01:21:58: Speaker 2 Das ist endlich für mich natürlich jetzt Emotionsforscher grandios, weil es Embodimentforschung ist. Wir legen den Muskel für 16 Wochen lahm und gucken uns an was passiert.
01:22:06: Speaker 2 Und wir untersuchen gerade wie Botox generell, wie Botolinumtoxin generell die ganze Emotionsverarbeitung bei. Empathie, Emotionsregulation, Emotionsausdruck.
01:22:14: Speaker 2 Ja, wenn ich den ganzen Tag eine Fresse ziehe, muss ich mich nicht wundern, wenn die Welt so düster aussieht.
01:22:18: Speaker 1 Also auch mal Resting Bitchface is a self-fulfilling prophecy.
01:22:22: Speaker 2 Resting Bitchface, genau, Resting Bitchface, ja, wobei hier natürlich spannend ist. Ja, fürs Resting Bitchface, ich nenne das gerne kalte Schultergesicht. Ich will mal die kalte Schulter zeigen, dafür können wir nicht wirklich was. Ja, weil als Resting Bitchface bezeichnet man das Phänomen, dass normale Gesichter im entspannten Zustand bis zu 3% Emotionsspuren haben und beim Resting Bitchface sind es bis zu 6%
01:22:46: Speaker 2 hauptsächlich von Ablehnung, Ärgerverachtung.
01:22:49: Speaker 2 Ja, und da ist schon mal wichtig, das nicht zu verwechseln, aber trotzdem macht es natürlich was, weil Androff uns reagieren.
01:22:55: Speaker 2 Wenn ich mir das bewusst mache, also wenn ich zum Beispiel mein Gesicht entspanne, sehe ich aus, als ob ich irgendwie die Fresse voll habe.
01:23:02: Speaker 1 Deswegen sind wir alle immer so traurig in unseren Passfotos.
01:23:05: Speaker 2 Ja, weil man da nicht länden darf.
01:23:07: Speaker 1 Weil sie biometrischen, wenn das so schlecht gelaunt sind.
01:23:10: Speaker 2 Und da ist es wichtig zu wissen, wie die eigene Baseline ist. Ich weiß zum Beispiel, wenn ich konzentriert zuhör, sehe ich unheimlich streng aus. Ich auch. Ja, und wenn ich eine Prüfung abnehme, eine Hochschule zum Beispiel, dann sage ich gerne Feuer immer, bitte nicht wundern. Wenn ich so gucke, dann bin ich konzentriert und ich bin richtig begeistert.
01:23:29: Speaker 2 Ja, ja, damit, ja, weil ich habe schon ein ganzes oft erlebt, dass Menschen das stresst, wenn ich dann einfach entspannt gucke, ich denke, oh Gott, ist alles in Ordnung.
01:23:36: Speaker 2 das zu wissen ist gut, dann kann man es kommunizieren und vielleicht die Mundwinkel auch leicht anheben. Also, Embodiment heißt aber nicht nur Mimik, Embodiment heißt, auf wie benutze ich den Körper.
01:23:46: Speaker 2 Wenn wir, sitze ich den ganzen Tag mit meinem Handy da und gucke so runter, nehme ich die Haltung einer Depression ein. Da muss ich mir nicht wundern, dass das was macht. Da gibt es auch Studien zu, dass dieses ständige Runtergucken auf dieses Smartphones auch was macht. Also bewusst mal den Körper zu benutzen. Dazu gehört für mich auch übrigens Sport machen.
01:24:03: Speaker 2 Ja, Ausdauertraining, Krafttraining, den Muskeltonus erhöhen, das ist alles Embodiment. Das macht was mit uns.
01:24:10: Speaker 2 Alleine das bitte ein Riesenthema. Embodiment.
01:24:12: Speaker 1 Im Grunde genommen sind Emotionen nicht nur situativ getriggert durch Interaktionen oder irgendwas passiert. Ich muss reagieren, sondern eigentlich kann auch mein Körper und wie ich ihn benutze, mir signalisieren. So geht es dir jetzt gerade.
01:24:28: Speaker 1 Weil das zusammenhängt. Das haben wir gelernt, dass das irgendwie miteinander zusammenhängt. Also ich kann entweder mit der gebräuchten Haltung anfangen oder mit einem depressiven Gedanken oder irgendwas Schlimmes ist passiert. Und das macht das Gleiche.
01:24:41: Speaker 2 Der Körper ist ein wahnsinnig mächtiges Regulationstuhl an der Stelle auch. Ja, das heißt, ich kann auch bewusst sein, pass auf. Ich merke, ich brauche ein bisschen Energie. Ich gehe jetzt einfach mal ins Fitnessstudio
01:24:51: Speaker 2 mache ein paar Übungen. Oder machen mal kurz ein paar Burpees.
01:24:53: Speaker 2 mal kurz die Treppe hoch, aktiviere den Körper. Ja, da kann ich auch viel machen. So, und dann haben wir jetzt zwei psychologische Komponenten. Emotionale Ausdrucksflexibilität wäre ein weiterer Aspekt.
01:25:06: Speaker 2 Auch wieder übrigens ein Framework von Poneeno. Emotionale Ausdrucksflexibilität ist die schlichte Erkenntnis. Das, wobei ich erkläre, das mal mit einer Studie. Das ist ganz schön. Eine DS-Studie wurde durchgeführt nach 9.11. Und John Schatte damals an der Columbia, das große Glück durch Zufall, ein Experiment gemacht zu haben, um die emotionale Ausdrucksflexibilität von Studenten zu messen. Was die da normalerweise machen ist, es gibt ein Fragebogen, aber es gibt auch dieses Experiment. Ja, du sitzt jetzt hier vom Monitor, du siehst Bilder, die wirklich Stress auslösen, und du wirst dabei gefilmt. Und du kriegst drei Aufgaben. Aufgabe Nummer 1, guck dir das alles an und reagier ganz normal. Aufgabe Nummer 2, du wirst dabei gefilmt, und jemand sieht sich danach dein Video an und muss sagen, wie es dir geht. Deine Aufgabe ist, verstecke, wie es dir geht.
01:25:56: Speaker 2 Achtung, Aufgabe Nummer 2, du siehst jetzt wieder Bilder, und da sieht jemand wieder dein Video danach und der soll gut erkennen, wie es dir geht, deswegen verstärke das, was du fühlst. Und jetzt berechnet man die Differenz. Das erste war die Baseline, und jetzt berechnet man die Differenz zwischen Ausdrücken und Unterdrücken können.
01:26:13: Speaker 2 Und diese Differenz, die ist die Ausdrucksflexibilität. Und was jetzt die Studien zeigen konnten, dann kamen da ein Elefem, dass die Studenten, die eine hohe emotionale Ausdrucksflexibilität hatten, sowohl runterregulieren, als auch hochregulieren konnten, dass die das am besten verarbeitet haben, die Wahrscheinlichkeiten, eine pdbs, die Ausdrucksstimmung zu entwickeln war geringer, und die akademische Leistung ist hochgeblieben, das heißt die kognitive Leistungsfähigkeit. Das konnte man zeigen mit Hinterbliebenen, wo der Ehepartner gestorben ist, mit Kriegsviteranen, diese emotionale Ausdrucksflexibilität. Ist die Erkenntnis, es gibt Momente, da ist es gut, Emotionen auszudrücken, und in anderen Momenten ist es besser, sie zu unterdrücken. Diese bloße Idee von unterdrücken ist schlecht, ist mittlerweile widerlegt.
01:26:57: Speaker 2 Ja, das heißt, frag dich, hey, sollt ich meine Emotionen gerade ausdrücken, oder, Achtung, jetzt ganz wichtig, nicht gute Miene zum bösen Spiel machen. Jetzt kommen wir zu einem anderen Punkt.
01:27:06: Speaker 2 Unterdrücken heißt Dip Acting, umschalten. Ich ärgere mich, und ich merke, ärgere ist gar nicht stimmig, und ich gucke, dass ich meine Emotionen beeinflussen, ob ich meinen Körper habe, anders beeinflussen, ob ich die Strategien benutze, die wir genannt haben, ich lenke meine Aufmerksamkeit um, oder ich nutze den Ärger fürs Handeln, dass wir ausdrücken. Ja, ich merke, die Aufgabe funktioniert nicht, ich ärgere mich, und ich nehme meine Energie und puk puk puk puk puk puk puk puk puk puk und push mich damit nach vorne. In anderen Momenten sage ich, vielleicht okay, pass auf, ich atmere jetzt mal durch und reguliere den Ärger, weil jetzt kommen wir zum nächsten Punkt, Emotionale Dissonanz. Setze ich jetzt nämlich einfach gute Miene zum bösen Spiel auf und sage mir, hey, ich bin zwar ärgerlich, aber ich lächel einfach mal. Ja, jetzt konnten Studien zeigen, das erzeugt Emotionale Dissonanz, das heißt, ich setze Maske auf, ich drücke was anderes aus als ich fühle. Und hier konnten Studien zeigen, emotionale Dissonanz. Ist ein stärkere Einflussfaktor auf Burnout als Zeitdruck- und Arbeitspensum.
01:28:06: Speaker 1 Das wollte ich fragen.
01:28:07: Speaker 2 Ich den ganzen Tag immer wieder was zeige und
01:28:10: Speaker 1 ... ... untermine zum bösen Spiel machen muss.
01:28:11: Speaker 2 So sieht es aus.
01:28:12: Speaker 1 Nach einem System mich verhalten muss, an das ich überhaupt nicht glaube, was ich total verachte im Grunde genommen.
01:28:19: Speaker 2 Das korrolliert tatsächlich dann auch mit Verachtung, ich werde zynisch. Ja und jetzt fragt sich aus meiner Erfahrung Stefan, die der eine oder andere, der gar zuhört. Hey aber hat er gerade nicht gesagt, ich soll auch mal lächeln, wenn ich schlecht drauf bin. Und das ist kein Widerspruch, die Frage ist nur, machen wir es freiwillig. Lächel ich freiwillig, um mich in einen anderen Zustand zu bringen, funktioniert das. Ich sollte mich trotzdem mit der emotionalen Ursache beschäftigen. Achtung, werde ich sozial gezwungen. Lächel ich aus sozialem Druck. Jetzt erzeugt es die Dissonanz, weil ich mass nicht mehr freiwillig und dann ... ... ist es eher schädlich. Ja also das sind die Bereiche, emotionale Dissonanz, mich zu fragen, wie authentisch kann ich meine Emotionen eigentlich ausdrücken, wo begrenzt sich mich selbst, den Ärger immer wieder runterzuschlucken zum Beispiel, emotionale Dissonanz, möglichst eine emotionale Resonanz verwandeln, dann emotionale Ausdrucksflexibilität, das mündet, das schließt an einer Regulation sich zu fragen, was ist gerade stimmiger, die Emotion auszudrücken oder eben zu regulieren und das Thema Embodiment darauf zu achten, wie benutzen wir eigentlich unseren Körper und das sind so die wichtigsten Sachen in Bezug auf den Emotionsausdruck, eine Sache, die spannend ist für alle, die im Coaching unterwegs sind, auch in der Therapie. Es gibt wunderwundervolle Forschung. Das ist jetzt eine Studie von Keltner und Bonnano 1997, die haben folgendes gemacht, die haben Hinterbliebene befragt und interviewt und zwar haben die vor sechs Monaten ihren Lebenspartner verloren und man hat die darum gebeten, die Beziehung zum Verstorbenen zu beschreiben und dann hat man diese Videos, das hat man gefilmt, kodiert mimisch und was die zeigen konnten in der Studie ist, das war eine prospjektive Studie auch wieder ganz, ganz spannend, die konnten prognostizieren, wie gut diese Probanden die Trauer verarbeiten und wie körperlich gesund sie sind und zwar in der Zukunft in 14, in 28 Monaten und was damit korreliert hat, ja was der Punkt war, den man beobachtet hat, der das prognostiziert vorhergesagt hat, war tatsächlich die Häufigkeit eines sogenannten Duchenne-Lächelns. Duchenne ist benannt nach dem französischen Physiologen, Duchenne, der als erster beschrieben hat, was der Unterschied ist zwischen einem Hüftigkeitslächeln und wirklich gefühlter Freude.
01:30:43: Speaker 2 Was dabei passiert ist, die Mundwinkel gehen hoch und die Augen lachen, der äußere Augenringmuskel springt an und das kann ich als universalen Ressourcenmarker bezeichnen, das heißt sehe ich das bei meinem Patienten, bei meiner Patientin im Coaching in der Therapie, ja dann ist das ein Zeichen, dass hier gerade Ressourcen anspringen und die Fähigkeit auch in Krisenzeiten, auch nach einem Verlust Ressourcen zu aktivieren, sich an die schönen Momente zu erinnern, ist eine ganz wichtige
01:31:16: Speaker 2 Ressource und deswegen kann ich auch den spontanen Emotionsausdruck, so wie ich bei meiner Patientin damals, benutzen, ja um mit dem anderen zu arbeiten und kann da noch den da ablesen.
01:31:28: Speaker 1 Das scheint mir als gelbe es in diesem ganzen Thema Emotionsausdruck, eine sehr starke objektive Sicht auf die Dinge, was ist gesund, was ist nicht so gesund und gleichzeitig natürlich ist es aber auch beeinflusst von Persönlichkeit und vor allen Dingen aber auch Kultur, das hast du gerade auch schon erwähnt,
01:31:49: Speaker 1 inwiefern kann man das denn unterscheiden, also Persönlichkeit beispielsweise, inwieweit, also was ist so dieser Spielraum, den Persönlichkeit sozusagen beim Emotionsausdruck auch auf eine gesunde Art und Weise reinbringt, also wie kann man das so ein bisschen abstecken, weißt du was ich meine?
01:32:06: Speaker 2 Ja, also ich glaube, dass ich weiß, was du meinst oder hast du noch eine Frage im Kopf, die du noch nicht ausgesprochen hast? Ja,
01:32:15: Speaker 2 also ich nehme jetzt mal als Beispiel die Big Five, Extreversion, Gewissenshaftigkeit, Verträglichkeit, Neurotizismus, Offenheit für Neuererfahrung und ich nehme mir mal ein Beispiel raus, Verträglichkeit. Ja, Verträglichkeit beschreibt einfach das Streben, die Tendenz danach,
01:32:34: Speaker 2 wie wichtig es ist mir, dass hier eine Harmonie ist, dass wir nicht im Konflikt sind, ja, dass das harmonisch abläuft, vereinfacht gesagt. Hab ich eine Hoerausprägung auf Verträglichkeit? Dann werde ich eher vermeiden Ärger zum Beispiel auszudrücken
01:32:54: Speaker 2 und damit werde ich in Momenten, wo ich mich ärger, eher eine emotionale Dissonanz erleben. Ja, hier habe ich die Aufgabe, Arbeite am Ausdrücken von Ärger.
01:33:07: Speaker 2 Bin ich, habe ich eine geringe Verträglichkeit und vielleicht auch noch eine hohe Extreversion, dann werde ich Ärger häufiger ausdrücken. Ja, und hier geht es vielleicht darum zu gucken, wie kann ich mal den Ärger ein bisschen zurücknehmen, bisschen regulieren und deswegen so spielt Persönlichkeit natürlich eine Rolle. Es gibt Emotionsprofile, die sind abhängig von der Persönlichkeit, Kultur natürlich auch, der durchschnittliche US-Amerikaner drückt Ärger freier, offener aus als der durchschnittliche Deutsche.
01:33:31: Speaker 2 das spielt Kultur eine Rolle, in dem Stolz das gleiche Spiel. Ja, in Deutschland begrenzt sich Probleme, damit unseren Stolz auszudrücken.
01:33:38: Speaker 2 Das heißt, also bitte, wenn ich sage, der durchschnittliche Deutsche meine ich nie den Einzelnen, ja, für den Fall, dass jemandem Gegenbeispiele einfallen, sondern ich mache immer eine Aussage über die Gruppe und vergleich diese Gruppe mit anderen.
01:33:48: Speaker 2 Und deswegen spielt Persönlichkeit hier eine ganz, ganz große Rolle auf jeden Fall. Für alle Bereiche habe ich nur Verträglichkeit, werde ich laut Studien auch eine höhere Empathie haben
01:34:00: Speaker 2 und der Umständen rutscht mir die Empathie aber immer mal wieder weg.
01:34:04: Speaker 2 ich merke, hey, oh, ich sehe gerade bei dir was, mir war eigentlich wichtig das, aber ich merke gerade dir geht es gerade nicht gut, jetzt bin ich wieder eher bei dir statt bei mir.
01:34:12: Speaker 2 kostet es die Empathie, zugunsten der Empathie.
01:34:15: Speaker 1 das hast du schon beschrieben, dass es da halt einfach diese Nonsten gibt und dass man eben mit dem Wissen natürlich, wo man sich einzuordnen hat, dann selber entscheiden kann, wo man an welcher Stelle reguliert, hoch, runter, kann man sich wahrscheinlich wie so ein DJ-Pult vorstellen.
01:34:32: Speaker 2 Ja, Windsteuerung ist Misspult. Weißt du, ein Bindungsmuster, zum Beispiel, über die haben wir schon gesprochen, sehr intensiv, Bindungsmuster sind ja auch Teil der Persönlichkeit.
01:34:39: Speaker 1 Ja, und jetzt hast du vorhin gesagt, also es gibt jetzt zum Beispiel verschiedene Persönlichkeitstypen und der eine drückt vielleicht jetzt irgendwie den Ärger generell mehr aus oder ist vielleicht übers gesamte Spektrum einfach ein bisschen ausdrucksstärker und der andere Partner ist zum Beispiel sehr viel weniger ausdrucksstark und wenn diese beiden jetzt in der Beziehung sind, ja, das passiert wahrscheinlich relativ häufig, weil ich mir vorstellen könnte, aber bitte correct me if i am wrong, dass Männer generell weniger ausdrucksstark sind als zum Beispiel die Frauen. Ist das richtig?
01:35:14: Speaker 2 Das hängt davon ab tatsächlich.
01:35:17: Speaker 1 Auch von der Kulturellen Prägung.
01:35:19: Speaker 2 Ja, es hängt von der Kulturellen Prägung ab, es hängt davon ab, in welchem Kontext wir uns bewegen. Es hängt ja von ganz, ganz vielen Faktoren ab, es hängt von den Emotionen ab. Ja, also durchschnittliche Mann drückt zum Beispiel Ärger deutlicher und offener aus als die durchschnittliche Frau. Dafür die durchschnittliche Frau bitte nach Selbsteinschätzung, nach eigenen Angaben, das sage ich jetzt nicht als Mann, sondern wenn wir uns Studien anschauen, drücken Trauer Frauen häufiger aus und offener aus. Aber es hat natürlich auch etwas mit der Erziehung zu tun, mit der Kultur zu tun, was haben wir gelernt und grundsätzlich ist es aber so tatsächlich,
01:35:55: Speaker 2 dass,
01:35:57: Speaker 2 was hattest du gesagt, wär es ausdrucksstärker?
01:35:58: Speaker 1 Ich hätte jetzt gedacht, dass es Frau ausdrucksstarker ist als der Mann.
01:36:02: Speaker 2 Ja, also deswegen, es hängt grundsätzlich von den Kontexten ab und ansonsten legst du aber mit deiner Idee schon richtig, weil es gibt tatsächlich eine Studie, die hat Flirt-Signale untersucht und hat mal gut, wie gut können Männer und Frauen Flirt-Signale einschätzen? Da kann man es total überraschen, dass er aus, dass nämlich Frauen nur 18 Prozent der Flirt-Signale erkennen und Männer 36 Prozent. Und er dachte man komisch, aber Frauen...
01:36:26: Speaker 1 Man muss das umdrehen.
01:36:28: Speaker 2 Frauen sind in ganz vielen Studien grundsätzlich in den empathischen Fähigkeiten besser ausgestattet, ausgeprägt, müsste man besser sagen. Und dann hat man vorhin gemacht, das waren gegengeschlechtliche Studien und dann hat man vorhin gemacht, man hat die Männer mal gebeten Männer einzuschätzen und die Frauen Frauen und dann lag die Frauenquote bei 42 Prozent. Ja, also die waren wieder besser und dann lag es einfach daran, dass Männer, bitte, es sei denn die Attacke jetzt massiv, ja, dann sieht man es, aber dass Männer viel weniger Ausdrucksstark in ihrer Körpersprache sind und Frauen, könnte man andersherum Formulieren leichter zu lesen sind.
01:37:03: Speaker 3 Ja.
01:37:04: Speaker 2 Und dann lag es einfach daran. Also grundsätzlich tendenziell ja, ja, aber es ist halt nur das Allgemeine. Wir müssen dann differenziert reinschauen und dann gucken, hey, wie sieht es mit einzelnen Emotionen aus und so weiter. Aber grundsätzlich kann man sagen, ja, Frauen drücken Emotionen grundsätzlich offener aus als Männer.
01:37:22: Speaker 1 Super interessant. Da kann man auch so, also aus der Richtung, bin ich Mann, bin ich Frau, aus welcher Kultur komme ich, aus welcher Familie komme ich aber auch, ja.
01:37:30: Speaker 2 Ja, Familie, kommt mal Bindungsmuster, unsicher vermeidend, unsicher distanziert bei Erwachsenen, ja, da wird der Emotionshaustruck eher reduziert sein, unsicher verstrickt, eher hoch in der Regulation nach außen, also des Ausdrucks.
01:37:43: Speaker 1 Ja, und du hast, ich weiß nicht, ob wir jetzt in diesem Gespräch drüber gesprochen haben oder vor der Aufnahme, aber ich habe dir gesagt, also es dann so um Empathie ging, da macht man ja auch eben Unterschied zwischen kognitiver Empathie und der affektiven Empathie, vielleicht kannst du das nochmal kurz erklären, das finde ich nämlich total relevant zu verstehen und mal bei sich selbst zu schauen, wie ist es eigentlich bei mir, ja.
01:38:05: Speaker 2 Ja, unbedingt. Also ist es so, dass Empathie und das ist schön, dass du das so ansprichst, weil ich finde das ein ganz, ganz, ganz, ganz relevantes Thema. Empathie ist zunächst mal, wir können sagen, mehr komponentig, ja, weil die meisten denken Empathie und denken, das ist eins. Das heißt Empathie ermöglicht ist, dass wir die emotionalen Signale uns gegenüber es wahrnehmen, aber auch verstehen einordnen können und dass wir emotional mitschwingen, ohne uns darin zu verlieren. Also wir merken hier eine Parallele zur Empathie. Jetzt haben wir hier wahrnehmen, verstehen, dass wir der kognitiver Aspekt, hier konnten Studien zeigen, dass das tatsächlich unterschiedliche Fähigkeiten sind, die unterschiedlichen Netzwerke aktivieren, kognitive Empathie heißt ich sehr und ich verstehe, wie du dich fühlst. Die affektive Empathie wäre dieses Mitschwingen, ohne mich darin zu verlieren, wenn es kipp, verliere ich mich darin, dass wer ich fühle, wie du dich fühlst. Und jetzt konnten Studien zeigen, dass tatsächlich gerade die kognitive Empathie mit einer höheren emotionalen Flexibilität, was die Regulation angeht zum Beispiel, eine hergeht,
01:39:10: Speaker 2 eine zu starke affektive Empathie korreliert wiederum je nach Beruf bitte, damit dass ich mich zurückziehe, dass ich mich überlastet fühle. Ja, wenn ich immer fühle, was die anderen fühlen, ich merke, dass es sehr anstrengend, ich merke, dass tatsächlich in meiner Arbeit zum Beispiel, wenn ich die Mordkommission trainiere und wir uns Vernehmungsvideos anschauen,
01:39:31: Speaker 2 ja, das kann mich natürlich auch mitnehmen. Und wenn ich dann in der Analysemodus schalte, sehr stark in der kognitive Empathie merke, ich kriege dadurch auch ein bisschen Distanz und kann, Achtung, es kommt der wichtige Punkt, auch objektiver beurteilen, weil der Punkt ist, kognitive Empathie ist wie ein Flutlicht. Ich kann dich sehen und verstehen, ich kann die andere Person sehen und verstehen. Affektive Empathie ist ein Scheinwerfer. Wenn ich zwei Formen habe, die sich streiten, affektive Empathie kann ich nur mit einem sein. Affektive Empathie ist parteiisch. Kognitive Empathie kann öffnen. Ich kann zwei Menschen wahrnehmen, die sich streiten und beide sehen und beide verstehen und weiß, was ganz spannend ist, dass wenn wir uns jetzt psychische Störungen anschauen, dass das nicht einfach so ist, dass wir sagen können Empathie ist runter oder nicht, sondern da kommt wieder der Begriff, den du genannt hast, die Dispollensierung. Ganz spannend ist zum Beispiel, bei Borderline erleben wir häufig eine eingeschränkte kognitive Empathie und eine übersteuerte affektive Empathie. Das heißt, es wird zu viel mitgefühlt. Gleichzeitig ist die Kognitive Empathie abgesetzt. Das heißt, ich kriege die Emotion anderer mit körperlich. Ich fühle, was du fühlst, aber kann es nicht einordnen, kann es nicht integrieren. Genau, dann haben wir natürlich hier noch das Thema Selbst- und Fremd-Differenzierung,
01:40:53: Speaker 2 was da auch mit drin steckt. Also deswegen ist das ganz, ganz, ganz wichtig in der Differenzierung und das übrigens abzugänzend von Mitgefühl.
01:41:02: Speaker 2 Finde ich im Deutschen ein bisschen schwierig. Ja, ich mein Compassion, Mitgefühl heißt nicht mit Fühlen. Mitgefühl ist eine prosoziale Haltung.
01:41:08: Speaker 2 sehe, dass du leidest, dass es dir nicht gut geht. Ja, das wäre kognitive Empathie und jetzt kommt Mitgefühl und ich möchte und ich kann dir helfen.
01:41:18: Speaker 2 Ich habe das Gefühl, dir helfen zu können, weil wenn ich dir helfen möchte, aber nicht kann, dann wird das dem Mitgefühl schnell mit Leid. Dann kann es in die affektive Empathie geben. Und deswegen
01:41:29: Speaker 2 wäre kognitive Empathie das, was wir trainieren sollten
01:41:31: Speaker 2 Mitgefühl das, was wir kultivieren sollten.
01:41:35: Speaker 1 das ist eine schöne Anleitung und auch nochmal eine super Klarstellung von, also Empathie gilt jetzt zwar als, ich sag mal, totale soziale Superkraft, aber eben auch nur, wenn du sie auf der kognitiven Ebene, sag mal, zentrierst. Ja, definitiv. Genau, und das nicht auch durch diese Affektion zur Last wird. Ja. Kann man, weil du jetzt auch schon so ganz viele Studien erwähnt hast, kann man auch beim Thema Empathie zum Beispiel, ist das messbar im Körper irgendwie? Also sind da biochemische Prozesse, wie wir uns verbinden, sag ich mal, über diesen Prozess der Empathie?
01:42:16: Speaker 2 Also ja, definitiv. Ja, gerade die Arbeiten von Tanja Singer haben Netzwerke identifiziert, die damit korrelieren. Wichtig ist, wir dürfen jetzt nicht und das ist eine schöne Überleitung wieder zu dem, wo wir gestartet sind, was die Gefühlebene angeht. Ein Gefühl der Verbundenheit, ein Gefühl der Verbundenheit wäre das Ergebnis der Emotionsverarbeitung.
01:42:41: Speaker 3 Ja.
01:42:41: Speaker 2 Ja, das heißt,
01:42:43: Speaker 2 ich drücke was aus, ich drücke Freude aus,
01:42:48: Speaker 2 du reagierst mit Freude, ich nehme meine Freude wahr, ich empathisch nehme deine Freude wahr, wir haben Emotionsausdruck, Regulation ist jetzt hier nicht ganz so wichtig, ja, wir haben Empathie, wir haben Empathie und weil ich merke, wow, wir nehmen gerade, du reagierst auf meinen Lächeln, da kommt was zurück. Jetzt erlebe ich auf einmal ein Gefühl der Verbundenheit, denn wir in der Forschung Positivitätsresonanz, ich erlebe ein Gefühl der Verbundenheit und das ist aber das Ergebnis der Emotionsverarbeitung. Weil wenn ich dich anlächle und du siehst meinen Lächeln zwar, du siehst, du verstehst auch, ich freue mich, aber du bist gerade verwickelt in deiner eigenen Gefühle. Metaposition, weil du hast dich gerade über was anderes geärgert, kannst dich davon nicht distanzieren, kannst dich hier drauf nicht einlassen, kannst das nicht regulieren, ja jetzt reagierst du nicht und es entsteht wie in der Distanz. Deswegen ist so was wie Verbundenheit das Ergebnis von Emotionsverarbeitung und das ist ganz spannend, wenn wir uns das anschauen, zu gucken, wo muss ich hier vielleicht, wenn ein Klientenscoaching kommt und sagt, ich habe hier Schwierigkeiten mit meinen Emotionen mal zu gucken, was ist es eigentlich, was ist der Punkt den wir stärken fördern dürfen, ja, an dem wir arbeiten können und deswegen lade ich dazu ein, das auch in der Prävention zu berücksichtigen zu gucken, wie kann ich das fördern, dass ist letztendlich das Ergebnis dann mit Mieshors und Mimikresonanz, weil ich damit zwei Zugänge schaffen wollte, wie wir das trainieren können mit Mieshors Empathie und Emotionsregulation und mit Mimikresonanz eben Emotionsausdruck und
01:44:23: Speaker 2 Empathie.
01:44:23: Speaker 1 Und das ist ja im Grunde genommen ein super schöner North Star, für den wir das im Grunde genommen alles machen, ja, für die Verbundenheit, weil wir wissen aus der aus der Langelebigkeitsforschung, hattest du mir auch schon mal in einem gemeinsamen Sprich gesagt, dass das eigentlich der Faktor ist, ja, der vorher sagt, wie gesund wir alt werden.
01:44:43: Speaker 2 Definitiv, es gibt viele Filimeteranalyse, eine ganz bekannte von Hold Luns der 2010 und was die Forscher da zeigen konnten ist, dass das Gefühl der Verbundenheit tatsächlich ein Einflussfaktor ist auf die Überlebenswahrscheinlichkeit stärker als regelmäßige Bewegung, das gesundes Essen und so weiter oder anders formuliert. Schwache soziale Bindung, das Gefühl von Einsamkeit ist ein höherer Risikofaktor, erhöht die Sterbewahrscheinlichkeit um 50 Prozent stärker als Bewegungsmangel, schlechte Luftqualität und so weiter. Daran sehen wir, jetzt, und ja, jetzt fügt sich ja alles zusammen, wie im Grad darüber geredet, wie Emotionsverarbeitung Verbundenheit erzeugt, weil die spannende Frage ist ja auch und jetzt kommen wir hier wieder zu den Bindungsmustern, ja, was ist noch modulierend dafür, weil der Punkt ist doch folgender, unter Menschensein heißt nicht, sich verbunden fühlen, allein sein heißt nicht, einsam fühlen, ja, es sind nicht die Menschen um uns herum, die Verbundenheit erzeugen oder das Alleine sein, was Einsamkeit an Sicherzeug, bitte, bitte, allein sein kann ganz kritisch sein und dann braucht es andere Menschen keine Frage, aber ich rede jetzt einfach vom Durchschnitt und da spielen die Bindungsmustern eine Rolle, weil Studienkonten zeigen, dass eine sichere Bindung nicht nur eine flexible Emotionsverarbeitung ermöglicht, sondern auch ein Gefühl der Verbundenheit eben fördert, weil wenn wir uns mal vorstellen, ja, wir haben einen guten Freund seit drei Wochen nicht gesprochen,
01:46:08: Speaker 2 haben wir das Gefühl, dass die Person noch für uns da wäre, wenn wir sie anrufen oder haben wir das Gefühl, da stimmt irgendwas nicht, ich muss mich da mal melden, der ist bestimmt sauer auf mich, da merken wir, wie sind wir bindungsmäßig aufgestellt.
01:46:18: Speaker 1 super gute Testfrage und zumindest für mich und ich hoffe, da können, das können ganz viele Menschen nachvollziehen, ich weiß bei meinen Freundinnen, das ist total egal, ob die mir zweimal nicht zurückgeschrieben hat, sie ist mir immer noch tief verbunden, sie hat wahrscheinlich gerade anderes zu tun
01:46:34: Speaker 1 das gilt für mehr als eine Handvoll sehr guter Freundinnen und Freunde, die ich in meinem Leben glücklicherweise habe und ich glaube, das ist, ja, ehrlich gesagt ein super schönes Ende, weil das zeigt, wofür wir diese Arbeit oder diese Entwicklungsarbeit auch an uns mit unseren Liebsten in unseren Beziehungen auch tun und ja, vielen, vielen Dank dir Dirk, für diese super spannenden Episoden, die du uns bereitet hast.
01:47:04: Speaker 2 Sehr, sehr gerne.
01:47:05: Speaker 1 Wenn ich nicht in der Moderationsrolle gewesen wäre, dann hätte ich wahrscheinlich die ganze Zeit ganz hektisch mitgeschrieben, weil es so viele Ansätze und Fragestellungen und Übungen gibt, die die Hörerinnen und Hörer hier mitnehmen konnten, wirklich tausend Dank dafür, das war super, super hilfreich, wenn du den Menschen, die hier zuhören, nur eine Sache noch mitnehmen könntest, die mitgeben
01:47:31: Speaker 1 könntest, die sie für sich im Alltag machen können, irgendwas, was du noch nicht gesagt hast, ein Satz nach dem du lebst oder so, der wichtig wäre, was wäre das?
01:47:42: Speaker 2 Also das wären tatsächlich zwei Sachen, einmal auf einer übergeordneten Ebene, das ist Joseph Campbell, mal wundervoll gesagt, Follow Your Bliss,
01:47:49: Speaker 2 folge deinem Herzgefühl, dem wo du merkst, in die Richtung geht es, dafür bist du hier auf dieser Welt, auf diesem Planeten, folge deinem Herzgefühl, deiner Energie und das Universum wird dir Türen öffnen, wo Feuerwände waren, wie er so schön formuliert hat. Und das andere ist, in Bezug auf unser Thema Embrace Your Emotions. Um Arme, deine Emotionen, nimm deine Emotionen an, Emotionen sind wertvoll, Emotionen sind Information
01:48:15: Speaker 2 und das ist die wichtigste Erkenntnis, unsere Emotion und die Andere, das ist der Kern.
01:48:22: Speaker 1 Unser Kompass, Derek vielen, vielen Dank, das waren zwei wunderschöne Sätze, bleibt nichts mehr übrig, außer zu sagen, dass du auf jeden Fall den Pokal bekommst, für den
01:48:32: Speaker 1 Abonniere diesen Podcast, um keine Folge mehr zu verpassen und freue dich jeden Freitag morgen auf neue Impulse. Ich lade dich herzlich ein, eine Bewertung dazu lassen und den Podcast mit Menschen zu teilen, den du einen gesünderen Alltag wünscht. Dich erwarten spannende Expertinnen und Experten mit frischen Perspektiven auf die wichtigsten Fragen rund um unser Gesundes sein. Du hast Feedback, Fragen oder Themenwünsche? Dann schreib mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail an stephanieadd-gesundsein-podcast.com. Danke, dass du heute dabei warst und bis zum nächsten Mal bei Gesundsein!
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