#50 Der mächtigste Hebel für Gesundheit, Zukunft und Klimaschutz: unser Essen – mit Christian Hamerle

Shownotes

Stell dir vor, es gäbe einen einzigen Hebel, der gleichzeitig die Gesundheit von Millionen Menschen verbessert, die Umwelt entlastet und Milliarden einspart und du triffst ihn jeden Tag drei Mal, ohne darüber nachzudenken. Genau darum geht es in dieser Folge. Stefanie und ihr Gast sprechen über das, was zwischen Acker, Kantine und Krankenhaus schiefläuft, warum Verzicht die falsche Strategie ist und welches Potenzial in einer neuen Denkweise steckt, die Wirtschaft und Naturwissenschaft endlich zusammenbringt. Du erfährst außerdem, warum Wearables und spielerische Ansätze unser Essverhalten nachhaltiger verändern können als jede Diät, was ein globaler Policy Report über unsere Zukunft verrät und wie ein einzelnes Unternehmen mit einer halben Million Essen pro Tag tatsächlich Bewegung in ein träges System bringen kann. Diese Folge ist für dich, wenn du Lust auf ehrliche Perspektiven hast, die zwischen Genuss, Gesundheit und gesellschaftlicher Verantwortung keinen Widerspruch mehr sehen.

Mehr über Christian: https://www.linkedin.com/in/christianhamerle/ Mehr über das Food Service Innovation Lab by Dussmann: https://www.foodserviceinnovationlab.de/

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Transkript anzeigen

00:00:00: An der Selbstoptimierung zu arbeiten heißt nicht, dass man im Egoismus untergehen muss.

00:00:05: Sondern dass man spielerisch über ein Better-Me auch ein better Planet erzeugen kann.

00:00:23: Christian, mit dir möchte ich heute über ein enorm wichtiges Thema sprechen.

00:00:28: Es geht wieder mal um Ernährung aber aus einer ganz bestimmten Perspektive.

00:00:33: Wir summen nämlich heute einmal ganz weit raus, um Ernärung als riesengroßen Hebel zu verstehen für einmal Public Health.

00:00:43: Also was können wir für die Gesellschaft insgesamt an Gesundheit sozusagen darüber gewinnen?

00:00:50: Was können wir aber auch für unsere Nachhaltigkeit gewinnen, für unsere Landwirtschaft und viele weitere Themen für unsere Produktivität insgesamt?

00:00:59: Für unsere psychische mentale Gesundheit.

00:01:02: Da hängt so viel dran!

00:01:04: Ich möchte am Anfang einmal ganz kurz sagen wie groß dieses Thema wirklich ist.

00:01:08: Wir sprechen wirklich laut WHO Europa zum Beispiel von jährlich Hundertzwanzig bis Hundertdreißig Milliarden direkte Gesundheitskosten.

00:01:19: Wir sprechen für Deutschland, ja?

00:01:21: Für Adipositas allein von dreiundsechzig Milliarden Euro pro Jahr.

00:01:28: Jedes jedes Jahr und davon sind neunundzwanzig Milliarden direkte Gesundheitskosten.

00:01:34: der Rest geläuft sich eben auf Produktivitätsverluste

00:01:37: etc.,

00:01:37: pp.

00:01:38: Der ganze Rattenschwanz, der eben mit Krankheitskosten natürlich auch einhergeht diese ungesunde Ernährung wirklich der größte vermeidbare Risikofaktor weltweit ist, um frühe Sterblichkeit zu verhindern.

00:01:53: Das ist unvorstellbar!

00:01:56: Was das für Implikationen hat.

00:01:58: und du selber sprichst ja immer von diesem one billion dollar business case... Entschuldigung, five billion dollars business case?

00:02:06: Darauf wirst du später noch eingehen, das finde ich extrem spannend.

00:02:11: Vielleicht erklären wir mal ganz kurz, warum ich genau mit dir über dieses Thema spreche.

00:02:15: Indem du sagst wo du arbeitest was deine Rolle ist und was deine Mission ist?

00:02:21: Im Grunde genommen habe ich zwei Jobs der die Mieter bezahlt und den Kühlschrank füllt.

00:02:26: Ist mein Job bei der Dussmann Group ein Dienstleistungsunternehmen ähnlich wie die Compass Groups, Sodexo, Aramark also die großen Player im europäischen Raum wenn es darum geht.

00:02:38: Kantinen und Menschen vom Kindergarten bis zur Senioreneinrichtung über Studenten, Heime und klassische Betriebe zu versorgen.

00:02:47: Also der Out-of-Home Markt – da bin ich Zuhause und da bin für eine halbe Million Essen täglich in zehn verschiedenen Ländern auf der Achtung auf das strategischen Ebene verantwortlich.

00:03:00: Es gibt natürlich ganz viele Menschen die im operativen Bereich dafür Verantwortung tragen.

00:03:04: Das sind auch wesentlich wichtiger als ich.

00:03:06: dass bin in dem Zusammenhang.

00:03:08: Aber ja, irgendwer muss sich genau über die Themen Gedanken machen, über die du jetzt gerade schon gesprochen hast.

00:03:13: Und meine Position heißt Head of Global Food Service Transformation und da steckt auch schon der Begriff drinnen das es viele Themen gibt, die zu transformieren sind.

00:03:24: Der zweite Job ist über das Food Service Innovation Lab dass ich mit Dussmann gemeinsam begründet habe eher eine Netzwerk-Tätigkeit, um die richtigen Menschen zusammenzubringen.

00:03:34: So hat man mich auch zu dir gebracht über die Zukunftfabrik «Zwanzig Fünfzig» über ein tolles Aluminienetzwerk der Hochschule Sankt Gailn.

00:03:41: darf man glaube ich sagen ja und also Netzwerkarbeit auf der einen Seite und Transformationsarbeit auf der anderen Seite.

00:03:48: das beschäftigt mich fünf bis sechs Tage die Woche.

00:03:52: Das mindestens glaub' ich dir!

00:03:54: Und es ist natürlich auch wahnsinnig... Ja Sinnstiften da Job in diesem ganzen Kontext und du brennst ja auch wirklich für dieses Thema, das merkt man richtig.

00:04:03: Gab es irgendeinen Zeitpunkt an deiner Laufbahn wo du gemerkt hast?

00:04:08: Jetzt ist es nicht mehr nur ein Job.

00:04:10: also dass du erkannt hast hier muss ich was machen weil ich finde die Zeit die du so investierst und deine ganze Persönlichkeit bringst du mir rein dein ganzes persönliches Netzwerk.

00:04:19: Ja man merkt richtig wie dich das bewegt und wie Du versuchst was zu bewegen.

00:04:23: gab's dann einen Moment der für Dich irgendwas Dazu geführt hat, sag ich mal.

00:04:27: Interessante und gute Frage!

00:04:30: Es sind drei Momente in unterschiedlichen Lebenssituationen.

00:04:35: Der allererste Moment war schon vor der Dussmann Group, vor meinem jetzigen Job Anfang der zehn Jahre die Zusammenarbeit mit Sarah Wiener.

00:04:43: Die BBC hat zu ihr einmal den German Jamie Oliver gesagt Also eine Köchin, die in den Nullern Jahren und Zehnerjahren viel im Thema Nachhaltigkeit Individual Gastronomie, aber auch Eventgastronomie entwickelt hat.

00:04:55: Von Sarah durfte und konnte ich lernen wie man mit der Natur umgeht in der Produktveredelung also in der Küche.

00:05:03: Der zweite Moment ganz anderer Jobbereich mit SAP, den Europas größten Software-Entwicklungskonzern für den ich fünf Jahre lang ein digitalkulturelles Zentrum geführt habe wo auch Hospitality eine wesentliche Rolle gespielt hat.

00:05:17: Und das zweite Schlüsselmoment war da, wo ich die wusste, Technologie ist einer der Schlüssel für eine nachhaltigere Zukunft.

00:05:26: Nämlich mit der Automatisierung der Wertschöpfung an vielen, vielen Stellen – mit Machine Learning heute sagen wir KI dazu, mit Internet of Things

00:05:35: etc.,

00:05:36: also da gab es auch einen Aha-Moment wo ich gesagt habe okay das ist für den Nachhaltigkeit mein Vehikel.

00:05:42: und der dritte Moment war sicherlich der Tag an dem ich den Global Policy Report von der Food System Economics Commission in die Hand bekommen habe.

00:05:53: Und da geht es genau um diese fünf Billionen Dollar als volkswirtschaftliches Einsparungspotenzial, dass wir im Thema Gesundheit, Nährung und Agrarkultur haben so.

00:06:07: Diese drei Säulen bilden in Wahrheit meine Motivation das gar nicht mehr als Arbeit im normalen Sinne wahrzunehmen sondern Na ja, bestimme.

00:06:20: Ja, wunderschön!

00:06:22: Vielen Dank, dass du das so ausgeführt hast.

00:06:24: Spürt man immer wenn man mit dir über dieses Thema spricht, dass es sehr emotional auch für dich ist.

00:06:29: und du hast es gerade schon gesagt ihr bedient allein hier als Dussmann Group.

00:06:36: eine halbe Million, fünfhunderttausend Essen also Menschen mit Essen pro Tag was ja eine enorme enorme Menge einfach ist zeigt auch, ihr habt damit einen riesengroßen Hebel um auch Ernährungsgewohnheiten mit zu beeinflussen.

00:06:52: Weil wenn wir mal auf den Alltag der Menschen in Deutschland schauen die meisten Menschen treffen die Ernährungseinscheidungen ja häufig nicht bewusst sondern eben strukturell bedingt.

00:07:03: Du ist halt was es in deiner Kantine gibt du isst was dein heim auf der Tageskarte hast als Seniorer zum Beispiel.

00:07:12: Und diese Umgebungen, die bestimmen unser Verhalten halt viel stärker als jetzt individuelle Bildung beispielsweise – wir wissen es ja häufig alle besser und das hilft aber nun mal nicht!

00:07:23: Und dieser zentrale Hebel ist glaube ich super, super wertvoll?

00:07:28: Ist es bei allen diesen Playern angekommen?

00:07:32: Du hast mir gerade erzählt du warst beim Food Service Forum in Hamburg letzte Woche.

00:07:37: Wie ist da so?

00:07:38: der Ist Zustand gerade aktuelle Markt?

00:07:42: Da sind ganz viele Antworten jetzt wieder geballt.

00:07:45: Ganz kurz zu dem Thema, wie entscheiden wir täglich vielleicht auch auf Deutschland jetzt fokussiert.

00:07:51: bei uns ist es eine halbe Million essen täglich in zehn Ländern.

00:07:54: in Deutschland insgesamt hat die Industrie die Aufgabe sechzehn bis achtzehn Millionen Menschen täglich zu versorgen.

00:08:01: also ich gebe dir völlig recht das ist vermutlich ne.

00:08:04: es ist sogar der größte Hebel um eine gesunde, nachhaltige und zukunftstaugliche Ernährung auf den Tailor zu bringen.

00:08:11: Das ist die gute Nachricht!

00:08:13: Die Herausforderung der Nachricht ist dass wir essen ja nie rational im Kognitiven ganz vorne entscheiden sondern mit dem was unser Gefühl unsere Emotionen, unsere Lust uns sagt.

00:08:24: also einerseits Ja das was auf der Karte steht das ist in vielen Fällen sehr traditionell und auch über die Emotion gesteuert und andererseits hat es auch etwas mit dem Istzustand zu tun.

00:08:35: Also die Herausforderung ist, dass wir hier und jetzt – schauen wir mal kurz nach Hamburg zum Food Service Forum zur Internorger haben wir eine Wertschöpfung, die sehr unter Druck gekommen ist.

00:08:47: in den letzten fünf Jahren also die Lebensmittelpreise sind teilweise um fünfzig Prozent im Durchschnitt um dreißig Prozent gestiegen der Personalmangel nach der Pandemie ist nicht kleiner sondern größer geworden Und es ist ein sogenanntes Low-Martin-Geschäft ja immer schon gewesen.

00:09:03: Du hast

00:09:04: nie

00:09:04: viel Prozent aus deinem Umsatz rausgekommen, das heißt die ganze Industrie entlang der Wertschöpfung von den Produzenten über die Lieferanten bis hin zu dem Produktionsverilernungsbetrieben also zu den Kantinenbetreibern etc.

00:09:20: haben einen enormen Druck.

00:09:23: und da habe ich von einem Zukunftsforscher einen Satz aufgeschnappt beim Zukunftspreis der da verliehen wurde Und der sagt, im Augenblick wird die Zukunft in der Jahresbilanz entschieden.

00:09:39: Was mit Verlaub eine Vollkatastrophe ist?

00:09:42: Das heißt wir bewegen uns immer nur aufs Jahresende – auf das unmittelbare Jahresziel.

00:09:48: Bei uns Managern hängen ja unter Umständen auch Zielvereinbarungen dran und es ist wichtig!

00:09:53: Und damit haben wir gar nicht die Möglichkeit, Mittel oder langfristige Innovationen, Mittel- oder langfristige Veränderungen zu zukunftsdauglichen Speiseplänen in eine Veränderung zu kommen.

00:10:06: Das ist den letzten zwanzig dreißig Jahren der Industrie geschuldet dass wir immer sehr traditionell und sehr kreativ gekocht haben.

00:10:15: Beispiel was meine ich da mit?

00:10:17: Dass jetzt ein Chefkoch in einer Kantine für zweieinhalb Tausend Menschen immer eine ganz wesentliche Rolle gespielt hat, weil er tagesaktuell was verändern musste.

00:10:27: Weil die Qualität von dem Produkt das geliefert wurde nicht so gepasst hat und eine Alternative machen musste.

00:10:32: Das heißt im Segment der Kantinenbetreiber also die achtzehn Millionen Menschen in Deutschland versorgen haben wir eines sehr individual gastronomische Herangehensweise gehabt.

00:10:43: Sieht man sich McDonald's Burger King?

00:10:46: Die großen Quick Service Unternehmen dieser Welt am dann haben die einen ganz klare Prozess- und Standardkultur wie mit Lebensmittel umgegangen wird.

00:10:55: Jetzt mal ab, ihr seht von was Quick Service mit unserer Gesundheit macht.

00:11:00: also das kann man gerne machen.

00:11:01: Es geht

00:11:01: einfach nur um

00:11:03: das

00:11:04: Modell dahinter.

00:11:05: ja, dass funktioniert.

00:11:07: Das wird der Schlüssel sein, wie wir in Zukunft mehr Innovationen, mehr Transformation, mehr Nachhaltigkeit, mehr Automatisierung auf den Tailor bringen.

00:11:17: Ich hab neulich mal wurde auch zitiert gesagt, Innovation ist immer nur so gut wie das operative Fundament einer Küche?

00:11:24: Natürlich!

00:11:25: Wie es halt skaliert werden kann dieses gesündere Essen.

00:11:29: aber da würde ich ganz kurz meine Zwischensfrage stellen wollen.

00:11:33: Ich glaube viele Menschen verbinden Systemgastronomie eben mit etwas Negativen für die Ernährung.

00:11:40: also Das Thema Essen wird ja auch sehr stark romantisiert würde ich sagen.

00:11:44: wir gehen halt ganz stark auf dieses handwerkliche, dieses künstlerische Darin.

00:11:51: Diese Art von Essen wird häufig auch als gesünder wahrgenommen weil natürlich auch selbstgekochtes, selbstgemachtes frisches da so impliziert dahinter steht?

00:12:01: Wie ist denn diese Systemgastronomie und das gesunde Essen?

00:12:05: Vielleicht kannst du da noch mal diese Verbindung aufzeigen warum das sinnvoll ist.

00:12:12: Bedingungen sage ich mal im Essen dadurch gehalten werden können.

00:12:16: Und auch der Genuss, weil ich finde das ist ein wichtiges Thema.

00:12:19: Also System Gastronomie wie wir sie kennen.

00:12:22: Wiem dich mal auf einem Bahnhof oder auf einen Flughafen mit mir und da hast du plötzlich ganz viel Salz, Zucker und Fett und frittiert und mal auf die Schnelle und alles andere als was der Körper als solcher das langfristig nehmen kann und es ihm auch langfristige gut tut.

00:12:37: Das ist wirklich hart und hat mich jetzt am Weg nach Hamburg auch wieder getroffen.

00:12:41: Das

00:12:42: andere Beispiel, dass Systemgastronomie auch teilweise rein pflanzlich sein kann.

00:12:47: Dass System-Gastronomie wirklich mit auf zwei Tage Gagartensauerteigbrot gegarten... Also wo der Sauerteig zwei Tage sitzt so also auf gutem Brot?

00:12:56: Ja!

00:12:56: Das beste Proteinbrot das ich gegessen habe, ich durfte in den Laden nenne jetzt außenweise mal gerne obwohl ich keine Währung mache Isabella eine vegane Partisserie Die so gutes Frühstück macht, wie ich es mir auf jeden Bahnhof oder auf jedem Flughafen wünschen würde.

00:13:13: Die gibt's auch schon in mehreren Städten.

00:13:15: Wir merken jetzt auch also um nicht nur einen zu nennen dienen David.

00:13:18: Das war halt auch ein relativ gutes Beispiel.

00:13:22: Oder Beats and Rules!

00:13:23: Ich wollte grad sagen oder Beats und Rules!

00:13:25: Ja bekommen

00:13:26: in diese Richtung wo wir gesunde Ernährung wirklich über die Emotionen als was schmackhaftes transportieren.

00:13:34: dass wir uns bei den großen Quick-Service Unternehmen in den Siebziger und Achtziger Jahren, bei den Lebensmitteltechnologen plötzlich überlegt haben wie kann ich Ernährung übers Hungergefühl darüber hinaus?

00:13:48: So macht also auf ernährungsphysiologischer und lebensmethotechnologischer Ebene gibt es Essen da ist er noch weiter auch um das Sättigungsgefühl auszuhebeln.

00:13:59: Wir sind so raffiniert in der Lebensmittelindustrie, bis seinerzeit die Tabak-Industrie war.

00:14:05: Von denen haben wir übrigens die Marketingabteilungen auch gelernt.

00:14:08: Also unfassbar, wir sprechen teilweise darüber wie viel Platz im Magen sich das eine Unternehmen vom anderen abkaufen kann.

00:14:17: Das ist extrem schwierig und extrem herausfordernd da einen globalen Schiff hinzulegen und gesunde und nachhaltige Ernährung statt dem Burger, der mich fünf Minuten lang glücklich macht und dann brauche ich den nächsten Burger um das Glücksgefühl hochzuhalten oder die nächsten Fries.

00:14:35: Ja also das hin zu bekommen.

00:14:37: Das stehen wir erst am Anfang in diesem Schiff.

00:14:39: Das heißt es geht durchaus auch um eben... Ich sag mal wenn wir auf der Ebene sprechen, die den Menschen jetzt direkt beim Essen betrifft, dann gibt's ja wirklich auch um kleine beispielsweise Rezepturänderungen, die beispielsweise genau diese Effekte rausnehmen, den Zucker reduzieren den Protein-Gerhalt beispielsweise erhöhen, ob pflanzlich oder optirisch.

00:15:01: Diese Diskussion stellen wir mal außen vor.

00:15:03: aber allein damit haben wir ja sozusagen in der Menge eine extrem gute gesundheitliche Wirkung schon, weil wenn wir jetzt sagen wir mal den Zucker um dreißig Gramm reduzieren im Essen dann haben wir halt das Mal fünfhunderttausend einfach schonmal weniger in die Körper reingeschleust.

00:15:21: Wie arbeitet ihr denn an solchen Rezepturänderungen beispielsweise?

00:15:25: Ist das eben immer noch Teil des Küchenchefs in dem Fall, einer Kantine überlassen?

00:15:30: oder wie versucht ihr das mit zu beeinflussen.

00:15:32: Weil ich denke, dass ist wahrscheinlich ein Weg, oder?

00:15:35: Also es gibt zwei strategische Faktoren die das dieser positiv beeinflüssen.

00:15:40: Einerseits die überschriftpersonalisierte Ernährung.

00:15:43: Das ist kein Hype mehr und das ist jetzt auch nicht ein Trend, der wieder vergeht.

00:15:47: Sondern da spricht man von einem sogenannten Megatrend.

00:15:50: Du wirst über Long Javity in diesen Themen wesentlich mehr wissen als ich.

00:15:53: Das ist eine der Soilien die uns in den nächsten zehn Jahren sehr beschäftigen wird.

00:15:57: Und die andere ist natürlich das Thema Dekabolisierung.

00:16:01: Also Emissionsreduktion.

00:16:03: bin ich wieder bei der pflanzlichen Ernährung.

00:16:05: Und auf deine Frage treibt es jetzt der Küchenchef unmittelbar voran?

00:16:10: Da eine mehr unter anderem weniger.

00:16:12: Das hängt aber nicht nur mit einer persönlichen Entscheidung zusammen, sondern die größte Herausforderung für Kantinenbetreiber wie wir es sind.

00:16:20: Dass wir einerseits unseren Kunden eine Dienstleistung zur Verfügung stellen, die er mit uns entwickelt hat und andererseits dort auch bis zu bei uns teilweise fünf bis sechs tausend Gäste mit ganz unterschiedlichen Motiven warum und was sie gerne essen das ist die große Herausforderung.

00:16:37: Aber die einfache Antwort ist wirklich dass der Trend der personalisierten Ernährung sich in die Rezeptur entwickeln oder sich dann niederschlägt schon langsam.

00:16:47: Bestes Beispiel, es gibt vegetarische und vegane Menülinie.

00:16:52: Es ist für mich nicht dabei seit letzter Schluss weil ich möchte auch auf meinen Fleischkonsum nicht verzichten.

00:16:58: Und ganz ehrlich Ich möchte auch gerne einmal im Monat ein tolles Steak essen, dagegen ist auch überhaupt nichts einzubinden.

00:17:06: Das andere in der Art und Weise, wie wir Ressourcen vernichtet haben bzw.

00:17:12: wie wir überproduzieren.

00:17:14: eine Zahl jedes dritte Kilogramm dass wir weltweit an Lebensmitteln produzieren als Produkte vergeben werfen wir auch wieder weg.

00:17:25: also wir produziert weltweit gesehen in Wahrheit schon für zwölf Milliarden Menschen etwas zu essen.

00:17:31: Wir haben ein unfassbares Verteilungsproblem weil fast mein Milliarde Menschen zu wenig hat Milliarde Menschen über Ernährung spricht, wie du es auch angesprochen hast.

00:17:41: Also diese beiden Säulen gibt's ganz viele Expertinnen und Experten auf der fachlichen Ebene Menschen die wissen dass das in den Speiseplan der Zukunft mit hinein muss.

00:17:52: allein Die Gesellschaft so wie sie momentan Mit Essen umgeht hat eher das Gefühl einem Druck ausgesetzt zu sein.

00:18:00: Ich muss etwas verändern ich muss verzichten ich darf nicht mehr.

00:18:05: Das ist furchtbar.

00:18:07: Wir haben nach einer Energiewende, nach einer Mobilitätswende ganz viel sich für mich als Mensch verändert.

00:18:15: Jetzt kommt das nächste Thema wo ich noch verzichten muss.

00:18:18: Vor allen Dingen ist es ein sehr emotionales Thema und der Arbeitgeber erfüllt ja auch eine Rolle in dem Sinne dass er seine Mitarbeiter zufriedenstellen möchte.

00:18:26: Und wenn der Arbeit Geber dir jetzt auch noch vorschreibt was du mittags essen sollst dann fühlt sich das ja maximal blöd an.

00:18:35: Wie geht ihr mit solchen, mit dieser Situation auch?

00:18:38: Mit dieser Komplexität, psychologische, emotionale Komplexkeit.

00:18:41: Wie geht Ihr damit um?

00:18:43: Was ist da eure Haltung?

00:18:44: Also ich glaube das Wichtigste dabei ist genau hinzuhören was will denn der Kunde wirklich und was braucht den Kunde auf der einen Seite und was wollen die Menschen in die Kantinen des Kunden gehen auf der anderen Seite Angefangen davon, dass wir im letzten Jahr in ein oder zwei Kantinen eine Art Studie und Umfragen begonnen haben.

00:19:05: Was will der Gast wirklich?

00:19:06: Man spricht bei uns von Whitecaller also einer trägt Hemd und der andere trägt Bluecaller weil er noch in einem Dreischichtbetrieb arbeitet.

00:19:14: Da ist der Kalorienbedarf und der Bedarf ganz klassisch mal unterschiedlich.

00:19:18: Worüber wir leider noch viel zu wenig sprechen sind das Männer und Frauen sich anders ernähren.

00:19:25: auf einen Monat gesprochen.

00:19:27: Daraus hat die Industriere und Jahrzehnte nicht reagiert.

00:19:31: Das ist auch etwas, was sich personalisierte Ernährung hoffentlich bald niederschlägt.

00:19:36: Aber wir haben noch keinen Prozess standard, so können wir es für alle umlegen.

00:19:42: Und jetzt bin ich nochmal bei einer personalisierten Ernährungen damit!

00:19:45: Also die sogenannten Wearables, das ding trage ich jetzt seit einem Monat.

00:19:51: Ich schaue plötzlich viel genauer hin.

00:19:56: meine grünen Bereiche in der App dann zu finden, also intrinsisch aus mir heraus.

00:20:02: Ich glaube das Individuum selbst ist daran interessiert, morgens auch zu wachen und zu sagen better mei was ist denn wo optimiere ich nicht ein?

00:20:12: Das heißt die beste Chance eigentlich für uns ist jetzt zu hoffen dass die Menschen sozusagen diese intrinsische Motivation sich gesünder zu ernähren, gesündert zu leben mitbringen.

00:20:22: Und die Unternehmen müssen dann einfach nur ganz genau hinhören.

00:20:25: Du hast gerade zuhören gesagt, Fragen aktiv fragen um dann eventuell sehr schnell auch so eine Veränderung in ihrer Essensversorgung mit umzusetzen richtig?

00:20:35: Also wenn du sagst Hoffnung, dann sage ich lass uns die Menschen befähigen und solche Tools fördern.

00:20:42: das gibt es in der Gemeinschaftsgastronomie schon.

00:20:45: unterschiedliche Unternehmen haben teilweise Ampelsysteme haben eben teilweise auch über Apps, wo auch Achtung dass es auch wichtig entpersonalisiert wird.

00:20:55: Also jetzt soll der Chef nicht unbedingt wissen ob du dich gesund ernährst oder nicht.

00:21:00: Das ist die Gesetzgebung ist nun mal so steht auf dem anderen Blatt Papier ob man das irgendwann einmal ändern soll.

00:21:05: Find's ganz gut, dass wir im Thema Datenschutz in Europa sehr breit aufgestellt sind.

00:21:10: Lass uns den Menschen befähigen solche Tools zu nutzen.

00:21:13: Lassen uns einen Teller, den wir haben fotografieren um dann meiner App bleiben wir jetzt bei dem Beispiel zu sagen, okay das passt in deinen wöchentlichen Speiseplan ganz gut hinein.

00:21:25: Mich auch mit dem Thema Gemification dann vielleicht nicht zur dritten Currywurst zu verführen sondern eher zu sagen hey wenn es dir die Woche dir jetzt noch einmal ein linksendal irgendwie einer schönen angenehmen gut gewürzten Schärfe gönst, dann hast du wieder eine gute Woche hinter dir.

00:21:41: im nächsten Schritt mit Bitcoins fördern weiß ich nichts.

00:21:47: Wir sammeln alle

00:21:48: Geld nicht,

00:21:49: oder Meils sind mehr.

00:21:51: Also der Mensch ist ein ... hat Lust aufs Spielerische?

00:21:56: Lassen

00:21:56: Sie doch über das Spielerische befähigen und nicht mehr von Verpflichtung zu sprechen bevor dann der Arzt oder die Ärztin beim Blutbild sagt Oha!

00:22:06: Müsste jetzt was ändern.

00:22:07: Das ist ja das Wichtigste.

00:22:09: Dann sehen wir bei dem, was du heute am Anfang gesagt hast, über sechzig Milliarden Euro an Mehrkosten fürs Gesundheitssystem durch Fehlernährung.

00:22:16: Du hast jetzt ganz viele spannende Innovationshebel im Grunde genommen in dieser Gemeinschaftsverpflegung schon genannt, ne?

00:22:21: Wir haben einmal gesprochen über Rezeptur.

00:22:24: Ja ich glaube das Wichtige dabei auch noch mal zu verstehen anknüpfen an deinen letzten Satz ist Es muss Spaß machen!

00:22:30: Essen isst gleichzeitig Genuss und wenn es das nicht ist dann verlieren wir was sehr wertvolles Und vielleicht mehr als dass was wir gewinnen.

00:22:39: Das kann nicht so gut laufen,

00:22:41: d.h.,

00:22:41: wir müssen wirklich verstehen wie geht Essen gesund aber auch genussvoll?

00:22:45: Welche Geschmäcker wollen wir ansprechen?

00:22:48: Welch für wen kochen wir auch und aus welcher Region kommen wir.

00:22:52: Ich weiß noch, wenn ich bei Kunden in Stuttgart war, da gab es ganz anderes Essen als bei Kunden hier in Berlin einfach weil die Geschmäckern unterschiedlich sind, weil die Menschen etwas Unterschiedliches verstehen.

00:23:03: unter Comfort Food ja und das ist ja was inherent also wirklich seelisches auch und wir wollen uns über Essen auch wohlfühlen und geborgen fühlen und Erinnerungen an Geschmäcker, an Gerüche.

00:23:16: Das löst was bei einem aus, ja?

00:23:18: D.h.,

00:23:20: diese Aspekte sind glaube ich beim Thema Rezeptur, wo befinden wir uns und für wen kochen wir?

00:23:25: extrem wichtig!

00:23:27: Du hast gerade auch Technologien genannt.

00:23:29: du hast gesagt wearables das kann man incentivieren.

00:23:31: dass die Leute einfach ein bisschen mehr Biofeedback bekommen sozusagen zu ihrem eigenen Wohlbefinden und auch erkennen nach welchem Essen fühle ich mich gut da einfach wieder in diese Körperbewusstheit zukommen.

00:23:46: Das kann man unterstützen durch Wearables.

00:23:48: und dann hast du jetzt auch gerade Gamification beispielsweise genannt, ich würde das jetzt mal unter Behavior Design würde man glaube ich formulieren packen.

00:23:58: ja also wie können wir das Verhalten der Menschen noch irgendwie beeinflussen?

00:24:03: Das geht zum einen über dieses spielerische über die spielersche Ansätze aber es gibt wahrscheinlich im Kantinenkontext noch irgendwelche anderen Tricks oder wie man auch das Thema Verhaltens-Design umsetzen kann.

00:24:16: Gibt es da irgendwelche spannenden Ideen, die ihr schon mal ausprobiert habt?

00:24:20: Also ganz klassisch sind Kampagnen, die man setzt ob das jetzt ich weiß nicht ein chinesisches Neue ist oder ein Holyfestival im Sommer die klassische griechische Woche oder also so arbeiten Kantinen in der Regel dass man den Alltag in der Kantine mit Kampagnen bereichert, um da in gewisse Dinge zu steuern.

00:24:45: Die Warn muss man aber auch ehrlicherweise sagen bis vor zehn, zwanzig Jahren jetzt nicht auf das Thema Gesundheit ausgerichtet.

00:24:51: Genau!

00:24:52: Ich glaube es ist wichtig, um ehrlich zu sein.

00:24:55: Weil genau da müssen wir wieder unterscheiden zwischen Genuss was regt die Menschen an?

00:25:00: Da irgendwie eine Lust drauf zu entwickeln beispielsweise ja je nachdem auch mit was für Bilder ich arbeite.

00:25:05: Ich kann mich an irgendeine Studie erinnern, wo verschiedene Menüs beispielsweise verglichen wurden.

00:25:10: Indem wie die Leute, die die Essensauswahl dann getroffen haben und da war Tofu zum Beispiel so ein Wort das hat für die Leute nichts in Deutschland zumindest irgendwie nichts Gutes getan.

00:25:22: also sie würden sich aufgrund von Tofu in einer Beschreibung jetzt nicht unbedingt dafür entscheiden wohin gegen wenn das anders beschrieben wurde ja unter tofu gar nicht genannt wurde haben die leute des gewählt und auch gegessen und war noch zufrieden danach.

00:25:34: Das heißt, es gibt ja auch Begrifflichkeiten die bevormundend wirken.

00:25:38: Es gibt da ganz viel kulturellen Kontexte, den man glaube ich beachten muss sowohl sprachlich als auch eben in der Bildsprache um da Entscheidungen irgendwie zu beeinflussen.

00:25:50: Wie weit habt ihr da gedacht bisher?

00:25:54: Also TOFO ist nicht gleich TOFO das wissen wir weil es unterschiedlich produziert wird.

00:26:00: Marketingstrategien zu gesunder Ernährung, da haben wir bei Dussmann ganz konkret uns vor drei Jahren, das sind es mittlerweile her.

00:26:08: Die Planetary Health Diet angesehen.

00:26:11: für diejenigen, die es nicht kennen ist ... Habe

00:26:14: ich mir Roger schon drüber gesprochen?

00:26:16: Ja, perfekt!

00:26:16: Er arbeitet zusammen und er kennt euch.

00:26:18: Es wird höherer,

00:26:19: dass größtenteils kennen, dass es darum einen globalen Schiff zum mehr pflanzlichen und weniger tierischen geht, der sehr klug war umso... Trauriger, dass die Lancet-Kommission jetzt als solche ... Die Dinge an den Nagel hängt.

00:26:31: Ich weiß aber, dass sie in anderer Form wiederkommen.

00:26:34: also die Planetary Health Diet wird uns bleiben als grundsätzliche Empfehlung wie wir auch noch zweizigfünfzig alle Menschen ernährt bekommen.

00:26:42: und da hatten wir damals eine Kampagne gestartet, die schlicht und ergreifend ist besser für dich mit Doppels und isst besser für den Planeten.

00:26:52: Eine Einladung war für mehr Vielfalt statt Verzicht Ganz einfache Marketing-Elemente

00:26:59: und

00:27:00: schöne Bilder.

00:27:00: Da sind wir wieder bei der Emotion, und wir haben es tatsächlich auch genauso serviert wie wir's in der Zeit, in denen wir, glaube ich, zweihundertfünfzig Rezepturen auf Basis der Planetary Health Guide entwickelt hatten.

00:27:12: Und da bin ich auch durchaus stolz darauf dafür, dass wir den deutschen Food Oscar bekommen, also das gibt aus dem... Die größte Fachzeitschrift verleiht jedes Jahr den Marketing Award Und das fanden die damals so progressiv, dass sie es auch ausgezeichnet haben.

00:27:28: Heute seht ihr da gehts die Industrie also unser Mitbewerb in eine ähnliche Richtung und das ist gut so!

00:27:34: Das ist wichtig, dass wir alle in diese Richtung gehen mit unterschiedlichen Kampagnen.

00:27:39: Das ist das was ich als konkretes Beispiel liefern kann aber einen echten Hebel der für alle gilt oder der gesunde Ernährung jetzt generell in Kantinen bringt aus der Industrie heraus.

00:27:51: Ich weiß gar nicht ob's das jemals geben wird.

00:27:53: Stephanie Weil du hast das vorher genannt, es gibt so unzählige Variablen.

00:27:59: in welcher Region esse ich.

00:28:00: Wie alt bin ich?

00:28:01: Was aus welcher Kultur komme ich?

00:28:03: Welche Tageszeit ist es?

00:28:05: Wie viel Zeit habe ich zum Essen?

00:28:07: Wir haben so unterschiedliche Variablene.

00:28:09: wie dann am Ende des Tages unsere Emotionen entscheidet was will ich denn wirklich essen?

00:28:13: meistens weiß ich sie auch gar nicht.

00:28:15: was ich wirklich will dass eine ein Pauschal Rezept oder eine pauschale Formel gar nicht glaube ich möglich sein wird.

00:28:23: Was aber möglich ist und das sehe ich jetzt bei dem Thema der Personalisierten Ernährung, dass sich zumindest eine Empfehlung kriegt.

00:28:30: Was ich jetzt am Bahnhof wo finde?

00:28:33: Ist es die Banane oder ist es hey weil's da Fisch gerade ist oder was auch immer ich so eine Empfehlungen bekomme?

00:28:40: auf der einen Seite also das werden wir glaube ich genauer wenn wir über das Thema der personalisierte Ernährungsarbeiten.

00:28:47: und das zweite Beispiel ganz kurz Da hatten wir bei der Berlin Food Night, das ist im Rahmen der Food Week Deutschlands größtes Food Festival mit dem Food Service Innovation Lab.

00:28:56: Den Knödel mal als Beispiel genommen und eine Art wie bei Tinder eine Art Knödel-Match mit einem Partner auch die dürfen glaube ich genannt sein oder Cova über ein App Die Gäste der Food Night eingeladen findet einen persönlichen Knödl Und es war vom rote Betaknödel über den Schwammalknödle bis hin zu einem glaube ich auch mit Speck ganz unterschiedlich wie gerade jemand in der Tagesverfassung war und hat ja dann seinen personalisierten Knödel bekommen.

00:29:24: War eine witzige Geschichte?

00:29:26: Achtung, das klingt so!

00:29:27: Und damit ist es schon wieder einladend.

00:29:30: Ja genau auch Humor hilft dabei super gut.

00:29:34: Das sind ein paar super spannende Ideen finde ich über die man jetzt zum Beispiel als Unternehmen auch nachdenken kann dass seine Mitarbeiter täglich in einer Kantine beispielsweise versorgt.

00:29:46: Eine andere Sache über die du jetzt noch nicht ausführlich gesprochen hast, aber die ich jetzt nochmal kurz genauer anschauen möchte ist das Thema Lieferketten.

00:29:54: Also die andere Richtung sozusagen ja man denkt natürlich im Food Service und Catering vor allen Dingen an den Endkonsumenten.

00:30:01: Ja was wollen die Menschen, die wir jetzt hier beliefern?

00:30:04: Aber man hat ja als Food Service Player auch also nach hinten gesehen sozusagen große Verantwortung Und auch da einen super großen Hebel auch wenn wir an Klimawandel denken, genau wie du gesagt hast Ressourcen schon durch Abfallreduktion etc.

00:30:21: einfach ganz viele Möglichkeiten da Sachen zu verändern.

00:30:25: was habt ihr denn bei Dosmann zum Beispiel in eurem Geschäftsmodell schon irgendwie umgesetzt?

00:30:29: oder worauf achtet ihr?

00:30:31: welche neuen KPIs habt ihr mit dazu genommen beispielsweise um auch in diese Richtung innovativer und nachhaltiger zu werden?

00:30:39: Also in Zeiten der MCO-Initiative, also ich will jetzt kein Greenwashing betreiben.

00:30:44: Deswegen bleibe ich bei der Wahrheit.

00:30:45: das Thema der Nonfinancial KPIs etwas ist dass teilweise schon gegeben ist.

00:30:51: Das ist jetzt den Fuhrpark zum Beispiel der eigenen Autos betrifft.

00:30:55: Wir sind ein Unternehmen mit siebzig tausend Menschen in insgesamt einundzwanzig Ländern.

00:30:59: unfassbar komplex aber konkret im Thema des Wastemanagements gibt es landespezifische Initiativen, um Waste zu reduzieren über unterschiedliche Initiativen die uns dabei begleiten bis hin zur Automatisierung.

00:31:14: Also es gibt mittlerweile Wagen, die den Müll erkennen, um den Mülle zu reduziern.

00:31:20: Das wiederum hat dann auch damit zu tun was bestelle ich und wovon bestelle wie viel?

00:31:27: also da gibt's natürlich aber das Thema Waste Management eine Empfehlung zur Optimierung des Speiseplans, da sind wir dann bei der Lieferkette.

00:31:35: Übrigens ein spannendes Wort weil ich mal die Frage stelle hängen wir alle an gewissen Ketten also sind wir nicht angekettet?

00:31:42: Der Wertschöpfung die global sich in den letzten drei vier Jahrzehnten optimiert hat und die teilweise absurde Wege geht.

00:31:50: Ich glaube Landläufe kennt man das Beispiel der Büsomagrabbe die nach Marokko fliegt dort gepult wird und dann wieder nach Norddeutschland befliegt um dann Weil es einfach günstiger ist, also weil es wirtschaftswissenschaftlich optimaler ist.

00:32:06: Und zum Thema Initiation... Das ist

00:32:07: eben nicht die einzige Wissenschaft, ja?

00:32:09: Die da relevant ist!

00:32:10: So und das ist der Punkt.

00:32:12: Das ist der Schlüssel.

00:32:13: Ich kann nur jedem empfehlen, habe ich's hier... Ja ne, ich hab's nicht hier.

00:32:18: Smallest Beautiful.

00:32:20: Fünfzig Jahre altes Buch.

00:32:21: Mein

00:32:21: Buch!

00:32:22: Schumacher.

00:32:23: Also so was habe ich nach den

00:32:26: ersten

00:32:26: Zeiten daraus gelernt?

00:32:30: Die Wirtschaftswissenschaft hat Unrecht.

00:32:33: Im Zusammenhang mit Lebensmittel und Ernährung, weil uns die

00:32:36: Naturwissenschaft

00:32:37: fehlt.

00:32:38: Und wir behandeln das Kapital... Das war für mich der absolute Switch!

00:32:43: Wir behandeln des Kapitals was die Erde uns liefert als Umsatz.

00:32:48: Und es ist einfach ein absolutes Missverständnis im Kern der Sache.

00:32:56: Ja, Annahme und Definition eigentlich.

00:32:59: Gehen wir raus und gehen mit den Ressourcen um als wären sie eben reproduzierbar und nicht endlich?

00:33:06: Und das stimmt so nicht!

00:33:07: Da werden ganz viele falsche Annahmen getroffen, mit denen wir heute noch arbeiten.

00:33:12: Externalitäten negative wie positive werden nicht beachtet in den meisten Geschäftsmodellen.

00:33:18: Das zu verstehen ist glaube ich ein Schlüssel und genau da kommen ja auch diese non-financial KPIs Mit ihrer Bedeutung hin.

00:33:25: Wir sind leider gesellschaftlich noch nicht ökonomisch an der Stelle, wo wir sagen die haben jetzt wirklich diese Bedeutung, die ihnen eigentlich zukommt und da muss noch ganz viel passieren.

00:33:35: Dass das auch geht denn am Ende wird alles natürlich auch gebremst durch die Schwierigkeiten, die auch in so einer Veränderungen liegen weil jeder Player sich dann mit sich selbst und seinem Geschäftsmodell auseinandersetzen muss Und es ist natürlich gerade im Food-Service Bereich einfach zentral, gerade weil diese Industrie so wahnsinnig Komplexes und so wahnsinnig viele, viele Auswirkungen haben kann auch weltwirtschaftlicher Ebene genau.

00:34:02: Und daher kommt ja auch deine, deine Geschichte die du weiter trägst das fünf Billion Dollar Business Case, ja?

00:34:11: Fünf Milliarden auf Deutsch richtig.

00:34:15: Also dich fünf Billionen auf Deutsch und es wären fünf Trillion also...

00:34:19: Ja, ich dachte fünf Millionen auf Englisch.

00:34:22: Unfassbare Zahl, also globale Betrachtung.

00:34:27: Unfassbarer Zahl.

00:34:30: Und könntest du uns den einmal so umreißen?

00:34:34: Worum genau geht es in diesem Paper?

00:34:36: Du hast das vorhin schon erwähnt.

00:34:38: und woraus besteht dieser Business Case ganz genau?

00:34:41: Was sind da die Hebel ... Es ist ja im Grunde genommen so gemeint dass wir diese Veränderung und den Prozess dahin als lukrativ im Kontext unseres wirtschaftlichen Schaffens und unserer ganzen Standard-Procedures sozusagen sehen können.

00:35:00: Und das als Chance framing anstatt zu sehen, wird jetzt hier wie zum Verhängnis.

00:35:05: Weil genau das müssen wir im Grunde schaffen!

00:35:08: Wir müssen ein gesünderes Essen für den einzelnen Menschen irgendwie attraktiv machen, damit er das genießen kann... Wir müssen aber auch diese positiven Veränderungen den Unternehmen so schmackhaft machen, dass sie es auch wirklich umsetzen möchten.

00:35:20: Deswegen ist mir so wichtig, dass du das einmal erklärst und das alle verstehen

00:35:24: können.".

00:35:25: Also du hast ja den perfekten Einstieg damit geliefert, dass wir aus den wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen die zu wenig waren, die naturwissenschaftlichen mit an Bord holen und im Thema Gesundheit, im Thema Ernährung und dem Thema Agrarkultur etwas... Nee, die Mathematik noch erfinden müssen.

00:35:44: Nichts Geringeres!

00:35:45: Also die Potentialrechnungen anders anlegen.

00:35:48: Ein konkretes Beispiel beim Waste-Management.

00:35:50: Spare ich ein Kilogramm produzierte Lebensmittel ein, also werfe ich die nicht weg?

00:35:56: Sind es vier Euro pro Kilogramme?

00:35:59: und jetzt überlegt einmal wie unternehmen wir... Da bist du teilweise im siebenstelligen Bereich was dir eine Einsparung erfahren könntest.

00:36:07: Also nochmal der Global Policy Report, the Food System Economics Commission ist eine Art Bedienungsanleitung wie wir das volkswirtschaftliche Potenzial aus Gesundheit Ernährung und Landwirtschaft heben können wenn wir diese drei Säulen miteinander denken.

00:36:26: Das ist ganz wichtig also Ernährungen ist sie nachhaltig und gesund belastet sich das Gesundheitssystem nicht mehr ist sie ressourcenschonend, belastet sich die Agrarkultur nicht mehr.

00:36:38: Und der Global Policy Report legt diese Dinge übereinander?

00:36:41: Ist vielleicht auch wichtig zu sagen dass da die WHO – Die Weltbank das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.

00:36:48: Johann Rockström war einer der Vorreiter, die gesagt haben lasst uns mal eine Art Preisschild an das jetzt nicht im Auto und bitte es kein Zitat von ihm.

00:36:56: aber mein Verständnis war lass uns bitte mal hinschauen was haben wir für weltweite Einsparungspotenziale.

00:37:02: Und man spricht tatsächlich davon, schaffen wir es Gesundheit, Food und Ernährung erfolgreich zu transformieren?

00:37:10: Ich gehe von fünfzehn bis fünfundzwanzig Jahre aus – dann werden wir in Zukunft fünf- bis sogar zehn Billionen Dollar also auf Englisch Trillion Dollar volkswirtschaftlichen Einsparungen damit erzeugen!

00:37:25: Was heißt das ganz konkret?

00:37:26: auch für Oma Edeltraut erklärt Der Teller, den ich um einen Euro produziere, der kostet in Wahrheit im Augenblick zwei Euro.

00:37:34: Weil die Umwelt belastet wird, weil die Gesundheit belastete wird und weil die Wertschöpfung belasteten will.

00:37:39: Und das schaffe ich durch eine nachhaltige oder durch den Speiseplan der Zukunft – um es jetzt einfacher zu formulieren – zu verändern!

00:37:47: Und der Global Policy Report hat sowohl auf der wirtschaftlichen Ebene als auch auf der politischen Ebene die richtigen Handlungsempfehlungen aus der wissenschaftlichen Erklärung.

00:38:00: Jetzt ist es immer wichtig, dass man die Wissenschaft ins wirtschaftliche übersetzt aber auch ins gesellschaftliche und das ist das was uns gelingen muss eine Art Narrativ zu schaffen wie dieser Report in unseren Alltag kommt.

00:38:16: also wo steckt denn da konkrete Business Case?

00:38:19: Es gibt auch eine Executive Summary für alle, die den gerne lesen wollen.

00:38:23: Der hat weniger Seiten.

00:38:26: Stimmt!

00:38:26: Ich glaube, ich glaube,

00:38:28: ist total machbar

00:38:30: und es ist wirklich auch für jemand wie mich – ich habe nicht studiert und es einfach zu erklären, man kann's auch durch eine KI schießen und sich einen Podcast draus machen wenn man das gar nicht lesen will.

00:38:41: also da gibts mittlerweile Tools im AR-Bereich, die einem da helfen aber sie sind insofern lesenswert als es eine klare Bedienungsanleitung und Handlungsempfehlung ist, wie stelle ich in Zukunft meine Produktion?

00:38:54: Meine Veredelung von Produkten um.

00:38:57: Und wofür stell' ich sie?

00:39:00: Das erzählt uns dieser Global Policy Report mit einer Menge kluge Leute mittlerweile.

00:39:07: Hochschule St.

00:39:08: Gallen haben wir jetzt schon ein paar Abgänger genannt.

00:39:11: im deutschsprachigen Raum gibt's auch gesagt zum Beispiel Jörg Reuter genannt, mit dem ich seit einigen Jahren immer wieder mal zusammenarbeit und noch einige andere kluge Köpfe die an der Übersetzung des wissenschaftlichen Reports in tatsächliche Business Cases arbeiten.

00:39:29: Also man darf gespannt sein was da noch kommt?

00:39:31: Ja, man darf total gespannt sein, was dann noch kommt!

00:39:34: Ich glaube dieses Denken, dieses Zwischen sozusagen den unterschiedlichen Fachbereichen also Fachübergreifen zu denken ist das eine.

00:39:43: und der Report, er fängt ja genau dieses Denken sag ich mal an und sagt in der Theorie können wir hier genau das tun und das gemeinsam irgendwie schaffen.

00:39:52: Und in der Praxis sieht es natürlich aber ganz anders aus wenn diese Fachbereiche natürlich trotzdem miteinander zu tun haben an manchen Stellen Aber jetzt nicht wirklich strukturell in der Vergangenheit zusammenarbeiten mussten.

00:40:04: Und darum geht es ja eigentlich im nächsten Schritt, wir wollen's schaffen.

00:40:08: Weil am Ende ist das eine nationale Aufgabe wenn du so möchtest oder zumindest eine

00:40:13: Aufgabe.

00:40:14: Oder machen wir es ganz groß.

00:40:16: aber natürlich sagen wir mal unseren Wirkungsbereich anschauen dann ist es vielleicht sagen wir sogar Ländersache.

00:40:23: also das kann Bayern, Baden-Württemberg Berlin das können die Bundesländer auch für sich irgendwie schaffen umzusetzen.

00:40:29: man hat da vielleicht seine größten Player und Die muss man aber ja dann irgendwie an einen Tisch bringen und schauen, wie können wir das hier gut übereinanderlegen.

00:40:38: Kannst du irgendwie eine Blaupause dafür beschreiben?

00:40:41: Wie man das am besten macht und wie man das orchestriert?

00:40:45: oder so wie ich es verstehe seid ihr eigentlich schon dabei das zu versuchen zu orchestrieren?

00:40:50: was sind da die Möglichkeiten?

00:40:53: also du sagst dass der Schlüssel steckt in der Zusammenarbeit unterschiedlicher Silos.

00:41:00: Wir müssen raus aus diesen Silos, am Bestes Beispiel Dr.

00:41:03: Christian Siener, ein Internist wo wir im Thema Gesundheit an spannenden Themen arbeiten der sagt die Ernährung hört bei der vordersten Zahnreihe auf und dahinter fängt die Gesundheit An.

00:41:14: das einspricht mit dem anderen.

00:41:16: selten bis gar nicht brauchen wir uns nur die Ernärung in Krankenhäusern anschauen.

00:41:20: also Achtung es gibt positive Beispiele für gute Ernährungen in Kranken Häusern.

00:41:25: Es gibt aber auch ganz viele Beispile Zwei Blätter Wurst, ein Blatt Käse und zwei Blätter Roggenbrot.

00:41:31: Und die Butter für alle Patienten gleich auf den Teller kommt.

00:41:35: Manchmal frage ich mich, ob es vielleicht auch deswegen Krankenhaus- und nichtgesundheitseinrichtung oder Hospital über französisch heißt?

00:41:43: Ja!

00:41:44: Die andere Seite ist mit der Agrarkultur nicht in die Intensivierung der Landwirtschaft zu gehen.

00:41:50: also wie krieg ich noch mehr ... Den weißen Weizen, wie kriege ich noch weiß ich nicht, an Lebensmittel oder an tierischen Aufenteller.

00:42:03: Also

00:42:04: einfach nicht mehr den Ertrag pro Quadratmeter zu optimieren?

00:42:07: Weil das ist aktuell das was immer noch von der Landwirtschaft auch von der landwirtschaftlichen Forschung erwartet wird.

00:42:13: Ich hatte...ich weiß nicht ob du es gesehen hast auf Professor Friedrich Longin in meinem Podcast und Das ist halt eben auch aktuell die Aufgabenstellung und auch dazu sagen Lass uns diese Aufgabestellungen doch einmal verändern, ja lass uns doch mal überlegen Wie ist eigentlich die Optimierung der Landwirtschaft gewollt, wenn nicht auf Ertrag?

00:42:32: Aber dann müssen wir es natürlich schaffen und das ist auch ein wichtiges Argument finde ich.

00:42:36: Das Thema Verschwendung ja also Lebensmittelmüll einfach vorher zu lösen weil ansonsten kommen wir natürlich auch in eine gefährliche Lage.

00:42:45: Ich meine die Landwirte verstehen sich als die Lebensmittelsicherer.

00:42:49: Ja

00:42:50: d.h.,

00:42:50: sie müssten eine Weltbevölkerung ernähren mit der Annahme dass eben dreißig Prozent davon Verkommt bevor es beim menschen ankommt.

00:42:58: das heißt, dass ist natürlich eine frage von von absoluter ja mir lebensmittelsicherheit global und Bevor wir uns diesen luxus leisten können auf was anderes zu optimieren sagt er natürlich ganz klar vorher können wir nichts anderes machen.

00:43:10: also wenn diese voraussetzung nicht vorher geschaffen werden fand ich auch sehr spannend weil man man wirft an der agrarwirtschaft so vor ich sag mal leichtfertig auch irgendwie vor hey warum optimiert ihr nicht auf andere sachen?

00:43:22: naja Die tragen wir auch eine riesengroße Verantwortung.

00:43:26: Wir können ganz gut alle miteinander gegenseitig mit dem Finger auf uns zeigen

00:43:29: und

00:43:31: das sollten wir gefälligst lassen, also im Sinne des Gemeinnkels gilt die Landwirtschaft zu unterstützen dass sie sich transformiert.

00:43:38: Auch da hat der Report Zahlen Daten und Fakten genannt was es zehn fünfzehn Jahre lang jährlich kostet eine Transformation der Agrarkultur auf die Beine zu stellen.

00:43:49: Ein konkretes Beispiel aus unserem Alltag, weiß ich von einem Kollegen der auch für, ich glaube, um zehn oder zwanzig Tausend Ästen am Tag verantwortlich ist.

00:43:58: Die Sprechen mit den Bauern die sie beliefern schon ein Jahr davor, dass Sie einerseits gewisse Dinge abnehmen und das Sie andererseits dann gewisse Dinger geliefert bekommen und den Speiseplan dahingehend auch optimieren.

00:44:12: Wir haben das selber bei uns im Unternehmen sogar noch einen Schritt weiter getrieben und haben mit einer Münchnerbauerngenossenschaft seinerzeit sogar mal einen Cent-Betrag on top kalkuliert, um bei eventuellen Ernteausfällen auch etwas zurückgeben zu können.

00:44:31: Also, ineinander da zu sein!

00:44:33: Das ist dieser gemeinwohl ökonomische Gedanke.

00:44:36: Auch

00:44:37: gerade schwierig das Verständnis dafür zu entwickeln.

00:44:40: aber man sitzt dann mit den Lieferanten, mit dem Produzenten gemeinsam am Tisch.

00:44:45: Die gute Nachricht und das ist der zweite wichtige Hebel, auf den wir in Zukunft schauen müssen.

00:44:50: Das sind die für mich sogenannten alternativen Wertschöpfungen.

00:44:55: Also pflanzliche Alternativen, die nicht am Acker entstehen sondern in einer Nährlösung.

00:45:00: Das Pilzmyzähli ist ein unfassbar kraftvolles Thema.

00:45:04: Eigen sind ein unfastbar khaftvolles thema.

00:45:07: Und Erbsen und das daraus gewone Protein sind ein unfassbar Kraftvolle Thema.

00:45:13: Ich weiß, man spricht noch gerne von Laborfleisch und von drei T-Druckern.

00:45:17: Das hat dann immer so eine Horrorszenario für den Konsumentin.

00:45:21: Ja.

00:45:22: Das sollte man die Finger... Klingt das typisch!

00:45:24: ...narrativ zu erzählen, sondern das ist etwas was am Ende des Tages Lebensmittelproduktion Fleischproduzenten Bauern auch unterstützt also schrägstrich entlastet.

00:45:35: Das wird mitgedacht für meine Begriffe noch zu wenig aber genau mit dem Hebel also neben der Planetary Health Diet-Idee, Agrarkultur planzlicher zu machen.

00:45:48: Auch noch das Thema der alternativen Wertschöpfung mit in unsere neue Mathematik zu nehmen die nämlich wird zwischen Wissenschaft und Naturwissenschaft gemeinsam denkt Und raus aus diesem Silo also auch mit der Gesundheit natürlich zu sitzen.

00:46:01: was ist denn wirklich gesund?

00:46:02: Das habe ich auch gelehrt.

00:46:03: es gibt keine gesunde Ernährung per se.

00:46:05: Es gibt nur eine persönliche Optimierung meiner Ernährungen woran ich im übrigen auch gerade arbeite.

00:46:12: Und sie, da das funktioniert muss halt so über einen oder anderen Schatten springen.

00:46:16: Man wird aber gelohnt dafür.

00:46:18: Interessant was machst du da genau?

00:46:19: Weil man muss ja genau diese Erkenntnisse auch ein bisschen in sein eigenes Leben übertragen weil im Grunde genommen entscheiden wir alle dreimal am Tag So hat es Roger formuliert Das fand ich wunderschön und wirklich greifbar Was mit diesem System passiert und wie wir dieses System auch individuell entlasten können über unsere privaten Entscheidungen.

00:46:37: Also die Ernährung hat sich bei mir ganz konkret umgestellt, dass ich wieder Frühstücke.

00:46:41: Ich habe früher diese acht und sechzehn Stunden Intervallfasten gemacht.

00:46:47: Das hat gut funktioniert aber jetzt keine echte Verbesserungen bei mir geschaffen was nicht heißt das es das bei anderen tut.

00:46:53: Aber Frühstück wieder!

00:46:54: Und es steht und fällt mit einem guten Vollkornbrot statt mit der Semmeln.

00:47:00: Meine Güte, die kann dann am Samstag von mir aus auch mit der Marmelade sein.

00:47:04: Hört es doch nicht auf?

00:47:05: Also raus aus den Dokumen und sich mittags auch Zeit nehmen weg vom Smartphone, raus aus dem Termin setz dich da mal hin und kau doch mal wieder ein bisschen öfters sind!

00:47:19: Wir wissen's doch eh alle wie's geht.

00:47:22: Allein ich hatte keinen Personal Trainer dabei und mein Personal Trainer ist jetzt eine App die mit mir spricht Und eine KI, die mir eine Empfehlung ausspricht und sagt mach doch mal ein bisschen hier von und davon.

00:47:34: Da ist das spielerische in mir also mehr Terialien.

00:47:38: Joghurt ist wieder dabei.

00:47:41: Hühnchen ist wertschöpfungsketten technisch ein schwieriges Thema.

00:47:44: aber ja ich esse auch tatsächlich wieder mehr Weißes dort im roten Fleisch dann reicht es aber auch zwei drei Mal die Woche.

00:47:50: Die asiatische Küche liefert im übrigen tolle Würzungen weg vom Salz und dem Zucker den wir ganz viel westlicher Rezeptur haben.

00:47:59: Das kann ich an der Stelle empfehlen, das ist auch wieder mehr geworden.

00:48:02: Ich schlafe besser!

00:48:04: Ich hab jetzt in den letzten acht Wochen glaube ich vier oder fünf Kilogramm abgenommen... ...das ist jetzt kein Dieteffekt sondern es ist tatsächlich... ...ich bin gespannt aufs nächste Blutbild um aus dem nächsten zu bautern und braucht dann auch so dass mich eine Allgemeinmedizinerin dann lobt und sagt hey also auf das hoffe ich jetzt mal muss mich in einem Jahr dann wieder fragen ob das dann so war.

00:48:24: Aber spielerisch Und dann mit ganz kleinen Schritten, mit ganz kleineren Veränderungen einfach zu arbeiten und so hat sich mein Menüplan, mein Speiseplan ganz persönlich verändert.

00:48:34: Ja das ist super interessant.

00:48:37: ich teile zum Schluss auch noch eine kleine Veränderung die wir bei uns in der Familie beispielsweise einführt haben weil mich das Thema dieser Lebensmittel wegwerfen es nicht so losgelassen hat und für meinen Geschmack haben wir das auch Zuhause zu häufig gehabt dass dann irgendwas einfach nicht mehr gut war.

00:48:53: und gleichzeitig ist der Kühlschrank ja immer voll.

00:48:56: Und mein Mann und ich, wir haben dann entschieden, dass wir so eine monatliche Übung machen.

00:49:01: Bevor wir wieder einkaufen gehen, einfach den Kühlschrank versuchen leer zu machen.

00:49:07: Beispielsweise oder einfach versuchen unsere Regale die zu Hause ja voll sind, einfach leerzumachen bevor wir irgendwie blind in diesem Alltagsroutinen-Chaos auch manchmal sagen Ja, wir gehen jetzt einkauen und was wollt ihr heute Abend erst mal zuschauen?

00:49:21: Ne, warte mal!

00:49:22: Wir haben noch Sachen da.

00:49:23: Lass mal schauen, was wir aus dem, was zu Hause noch haben machen können.

00:49:27: Und es hat für uns eine ganz wundersame Befriedigung mit sich gebracht so einen relativ aufgeräumten Kühlschrank zuhause zu haben der nicht bis in die letzte Ecke vollgestopft ist mit irgendwelchen Sachen sondern man wird da auch kreativ weil man denkt okay ich habe jetzt das und das was mache ich jetzt daraus?

00:49:45: Und irgendwie kommt dann ganz automatisch die Variabilität auch auf den Teller.

00:49:53: Also muss ich echt sagen, Chapeau das hat für uns so diesen Game of Fight Effekt auch.

00:49:58: Weil uns das irgendwie was gibt wenn der Kühlschrank so sauber und aufgeräumt aussieht?

00:50:02: Kann ich jedem empfehlen einfach mal eine gute Übung.

00:50:05: Lass doch erstmal den Kühl schrank leer machen!

00:50:07: Auch da wird uns ein bisschen aus der Zukunftsforschung die auch Teil meiner Arbeit ist geblickt.

00:50:12: also die kühlschränke werden uns bald erzählen was sie aus dem was sie im kühlt bei sich in kühl schrank befindet fünf zebte dann vorschlagen ja also dass in diese Richtung geht's.

00:50:21: Gab die Thermomix-Revolution auch da wird es weitergehen, dass mein Wearable dann meinem Thermomics irgendwann mal sagt also wie's gekocht wird.

00:50:31: Also genau dahin müssen wir das Thema der Automatisierung, der Digitalisierung auch zum Benefit für eine spielerische Herangehensweise werden.

00:50:40: Das ist glaube ich das allerwichtigste und ich schaue dich dabei an und du glächelst und strahlst an dieser Stelle dann natürlich auch und wo bleibt denn das schöne Leben?

00:50:50: werden wir nicht weiterkommen, sondern übers spielerische den Genuss treu zu bleiben.

00:50:56: Ohne dass er mir dann eine Herzkreislauferkrankung in den Sechzig- oder Siebzigerjahren, die ich noch vor mir habe, also ich bin jetzt über fünfzig vorauszusagen, das ist glaube ich das Ziel für uns alle.

00:51:07: Also dieses morgens aufzuwachen auch aus dem Ego herauszusagen.

00:51:11: was ist denn jetzt für mich drin?

00:51:14: Wenn meine App sagt da es ein bisschen Zerealien und dort ist ein bisschen Vollkornbrot und macht doch da noch Schnittloch drauf Schon bin ich im spielerischen Orketikling.

00:51:22: Gut, mach' es mal!

00:51:24: Ja wunderschön.

00:51:25: Vielen vielen Dank Christian für diese super spannende Episode, für das tolle Gespräch mit mir.

00:51:31: Vielen dank dass du dir die Zeit genommen hast.

00:51:33: Ich finde es waren so viele spannende Insights dabei, die du mit uns geteilt hast.

00:51:37: Die inspirieren mich persönlich sehr dazu weiter mein Kühlschrank leer zu machen und immer wieder darüber nachzudenken.

00:51:42: ja wie kann man denn diesen ganzen Player hier unterstützen?

00:51:45: Dass sie doch das gesündere und nachhaltigere irgendwie hier machen Sehr, sehr interessant.

00:51:50: Vielen, vielen Dank dir!

00:51:51: Ja ich sag dir danke für diese unfassbar interessanten Fragen und das hat sehr Spaß gemacht.

00:51:58: eine große Bandbreite glaube ich ganz gut in einer Stunde auf den Punkt zu bringen.

00:52:05: Also an der Selbstoptimierung zu arbeiten heißt nicht dass man im Egoismus untergehen muss sondern dass man spielerisch über ein Better Me auch ein better Planet erzeugen kann.

00:52:15: daran lohnt sich es zu arbeiten für alle

00:52:18: Absolut.

00:52:19: Und all die spannenden Referenzen an Büchern oder Papers, die wir hier genannt haben.

00:52:24: Die pack ich in die Show Notes für euch zum Nachlesen.

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