#41 Mindset, Körpergefühl und Regeneration als Schlüssel zur Weltklasse - mit HYROX Weltmeisterin Linda Meier
Shownotes
Stellt euch vor, ihr kombiniert das Beste aus zwei Welten: Absolute Kraft trifft auf unermüdliche Ausdauer, HYROX 🏋️♀️✨. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen einer Sportart, die gerade die Fitnesswelt erobert und schauen uns an, wie ein ganzheitlicher und individueller Trainingsansatz nicht nur eure Performance steigert, sondern euch vor allem nachhaltig schützt. Von der HYROX Weltmeisterin, Linda Meyer, bekommt wertvolle Impulse dazu, wie wichtig die Verbindung von Körpergefühl und smartem Coaching wirklich ist, um eure persönlichen Ziele zu erreichen, ohne euch dabei auszubrennen.
Es geht in diesem Austausch aber um viel mehr als nur Schweiß und Gewichte. Wir besprechen, welche entscheidende Rolle euer Mindset spielt, wenn der Kopf eigentlich schon „Stopp“ schreit und warum echte Regeneration, insbesondere hochwertiger Schlaf, euer wichtigstes Werkzeug für den Erfolg ist. Freut euch auf spannende Einblicke in die Macht des positiven Self-Talks und erfahrt, wie ihr eure Energie durch die richtige Nährstoffzufuhr optimal steuert, damit ihr euch in eurem Körper rundum wohl, ausgeglichen und leistungsfähig fühlt. 🧠😴
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Transkript anzeigen
01:00:07: Speaker 1 Gesund sein. Dein Podcast für mehr Gesundheit im Alltag.
01:00:11: Speaker 1 Hallo und herzlich willkommen in einer neuen Episode im Gesundsein-Podcast. Heute begrüße ich Linda Meyer bei mir. Hallo Linda.
01:00:19: Speaker 1 Hallo Stephanie.
01:00:22: Speaker 1 Ich freue mich total, dass du da bist Linda. Wir sprechen heute über eine der schnellst wachsenden Sportarten, in der du letztes Jahr Weltmeisterin geworden bist. Erstens, herzlichen Glück von Schnochenmar dazu.
01:00:35: Speaker 1 Und ich freue mich, dass ich jetzt ausgerechnet mit dir darüber sprechen kann und was ich vor allen Dingen lustig finde und was ich kurz sagen möchte ist, wie das überhaupt zustande gekommen ist. Denn wir kennen uns eigentlich vom Schulhof. Wir sind zusammen aufs Copernicus-Gymnasium in Duisburg-Weis umgegangen damals. Und da würde ich sagen, habe ich auch das letzte Mal dein Gesicht gesehen und next thing I know sehe ich dein Gesicht unter dem Titel High Rocks Weltmeisterin 2025.
01:01:03: Speaker 1 Und ich dachte mir, nee, Linda, das gibt es doch gar nicht. Total schön. Wie bist du eigentlich persönlich zu High Rocks gekommen?
01:01:11: Speaker 2 Erst mal auch vielen Dank für die wundervolle Einleitung. Vielen Dank auch für die Einladung zum Podcast. Ich freue mich wirklich sehr, auch alleine dich jetzt wirklich mal wiederzusehen. Ist das wie du gerade gesagt hast, dass du ja echt schon eine ganze Weile her. Also so klein ist die Welt, hat es ja gelesen.
01:01:28: Speaker 2 Ja, mein Weg zu High Rocks hat mehr oder weniger super spontan stattgefunden, wenn man so sagen darf. Also ich habe mich da eigentlich gar nicht spezitisch darauf vorbereitet. Ich habe da auch vor meinem ersten Wettkampf eigentlich noch nie was von gehört gehabt. Das war jetzt 2019
01:01:46: Speaker 2 da hatten mich Freunde aus dem Fitnessstudio gefragt, ob ich nicht Lust hätte, Samstag Smith zum High Rocks zu kommen, was ich dann auch erst mal googeln musste.
01:01:54: Speaker 2 Und da ich selbst grundsätzlich gerne Kraft und Ausdauer immer schon kombiniert habe, weil ich so weder nur das eine noch das andere irgendwie ausreichen für mich fand, mir hat halt einfach beides immer sehr, sehr viel Spaß gemacht.
01:02:07: Speaker 2 Und fand dann auch das High Rocks Konzept halt super cool, irgendwie mit den 8 Kilometern laufen, also 8 mal 1 Kilometer laufen und dann zwischen jedem Kilometer eine Kraftstation absolvieren. Ich bin da mitgefahren und habe tatsächlich auch den ersten Wettkampf dann in meiner Altersklasse gewonnen.
01:02:26: Speaker 1 Und genau das hat es ohne es zu wissen schon perfekt drauf zutrainiert sozusagen.
01:02:31: Speaker 2 Quasi, genau. Also sonst wenn man sich ja mit Sportlern unterhält, also gerade Läufer sagen ja dann häufig so, nee ich mache kein Krafttraining, oder werde ich langsam von Kraftsportler auf der anderen Seite sagen, nee ich mache nicht zu viel Kadeo, dann verliere ich halt meine Muskeln. Und High Rocks kombiniert irgendwie ja beides ziemlich gut und beweist ja irgendwie auch so weder das eine noch das andere ist so wirklich richtig, denn ich würde sagen so ein High Rocks ist schon grundsätzlich sehr, sehr fit.
01:03:01: Speaker 1 Ja, ich würde dem absolut zustimmen. Ich bin selber keine High Rockserin, noch nicht, weil alles kann noch kommen. Aber ich würde mal sagen, allein dieses Konzept aus dem Krafttraining und dieser Ausdauer wirkt eher wie so ein holistisches Trainingskonzept. Also du veranlachlässigst weder das eine noch das andere. Deswegen würde ich mal behaupten, dass es jetzt erstmal gut ist für den Körper und die Schattenseite ist natürlich aber auch immer die, wenn man es zu viel macht oder wenn man es falsch macht, dann geht es natürlich auch noch hinten los gesundheitlich. Darüber wollen wir heute auch noch sprechen
01:03:38: Speaker 1 gehen wir aber noch mal zurück zu dem Moment, wo das für dich angefangen hat. Ich meine, du hast gesagt, du hast dann den ersten Wettkampf gemacht eigentlich ohne zu wissen, was High Rocks ist, also vorher zu wissen, was High Rocks eigentlich ist und du hast dann auch direkt gewonnen.
01:03:53: Speaker 1 Und dann,
01:03:54: Speaker 1 wie ist es dann weitergegangen? Ich meine, hast du dann irgendwann gedacht, cool, jetzt bin ich auf dem Weg und jetzt wird es einfach hier mal irgendwie Weltmeisterin zu werden oder hast du dir überhaupt
01:04:02: Speaker 1 mal Gedanken darüber gemacht, als du dann auch die ganze Zeit weiter in diesem Stil trainiert hast?
01:04:08: Speaker 2 Nee, tatsächlich nicht. Also ich war grundsätzlich glaube ich noch nie so wirklich der Competition Sportler. Grundsätzlich habe ich auch nie wirklich eine Sportart gehabt, wo ich gedacht habe, so das ist meine Sportart. So wenn du Leute fragst, so ja, ich mache halt Fußball oder ich bin Tänzer oder was auch immer, da gibt es da wirklich super viele Möglichkeiten, aber ich habe irgendwie immer viel ausprobiert. Ich bin aber nie wirklich lange am Ball geblieben, also Fußball habe ich zum Beispiel auch mal gespielt. Ich habe auch mal getan, ich habe auch mal im Schlimmverein. Und es hat mir immer grundsätzlich viel Spaß gemacht, weil ich einfach Spaß an Bewegung hatte. Aber so dieses, ich bin jetzt der und der Sportler, das hatte ich halt irgendwie. Und beim High Rocks, also der erste Wettkampf, das war natürlich absolut körperlicher als auch mentale Herausforderung, weil ich auch zu dem Zeitpunkt gar nicht wusste, so was erwartet mich. Das meiste habe ich tatsächlich noch nie vorher gemacht. Aber so dieses Gefühl, als ich über die Zielinie gelaufen bin und
01:05:09: Speaker 2 während des Wettkampfs auch so sehr, sehr viele unterschiedliche Gefühlszustände durchlebt habe, das war irgendwie so ein Gefühl von, okay, das war irgendwie eine persönliche Challenge und ich habe jetzt echt Bock irgendwie das mal
01:05:26: Speaker 2 trainingsmäßig anzugehen. Dann kam leider Corona, so dass halt die Möglichkeiten waren dann etwas begrenzt. Aber als wir an die Fitnessstudios wieder aufgemacht haben, habe ich auch schon angefangen im Fitnessstudio je nach Möglichkeit dann auch mal einen Schlitten durch die Gegend zu schieben, mich mal ans Rudergerät zu setzen und damit mal ein bisschen was zu machen, also quasi auf den Ausdauerspeck, nicht nur aufs Laufen bezogen, sondern auch auf Ergometer, was auch grundsätzlich, weil ich bin relativ verletzungsanfällig, muss ich sagen, war für mich gut.
01:05:58: Speaker 2 Ich habe mir einfach auch so die Verletzungsgefahr so ein bisschen auszuräumen, habe dann aber irgendwann gemerkt, als der Sport dann auch gewachsen ist. Jetzt steigen hier wirklich Leistungssportler quasi, also wirklich Profis, die auch damals schon mehr oder weniger sport- und fitness- hauptberuflich ausgeübt haben und aus diesem Bereich komme ich nicht, also ich habe selbst Wirtschaftsinformatik studiert, sitze eigentlich den ganzen Tag am Laptop und habe Sport für mich auch immer als Ausgleich gesehen und weniger wirklich so diesen Wettkampferspekt. Aber wenn man merkt, ich habe das ganz normal, man ist irgendwie gut in etwas, aber man hat selber so diesen Punkt, wo man sich denkt, okay, ich weiß nicht, ob ich jetzt so mit der Art des Trainings, die ich halt gerade mache, weiterkomme, habe ich dann irgendwann, und das ist jetzt glaube ich auch erst zwei Jahre her, mir ein Coach gesucht. Und genau, der begleitet mich jetzt auch seit zwei Jahren und seitdem läuft zum einen, was die Verletzungsanfälligkeit angeht, wirklich sehr, sehr gut für mich. Aber ich bin eigentlich seit zwei Jahren verletzungsfrei
01:07:06: Speaker 2 habe halt zusätzlich halt neben diesem ganzen Aspekt halt auch noch das Backup mich nicht nur körperlich, sondern halt auch mental mit so einem Wettkampf auseinanderzusetzen. Und ja, das ist ja dann quasi strategisch dann für die Weltmeisterschaft jetzt letztes Jahr wirklich sehr, sehr gut auch gegangen,
01:07:24: Speaker 2 das
01:07:24: Speaker 2 Und genau, dann tag der Tage dann auch entsprechend an Point zu sein.
01:07:29: Speaker 1 Total. Und darf ich dich fragen, also dieses Coaching und Trainingskonzept, was du dann sozusagen mit deinem Coach wahrscheinlich gewohnt, wenn du ihn irgendwie entwickelt hast, was macht es für dich so erfolgreich, würdest du sagen?
01:07:41: Speaker 2 Ich glaube, so eine ganzheitliche Trainingsbetrachtung, weil ich glaube, es gibt sehr, sehr viele Coaches oder Trainer, die
01:07:49: Speaker 2 Trainingspläne verkaufen. Aber ich würde sagen zu 90 Prozent sind die Trainingspläne eigentlich nicht für die Person
01:07:58: Speaker 2 Also man kann sich da irgendwie daran abarbeiten und man hat auch irgendwie so eine gewisse Vorstellung, was ich abarbeiten muss in der Woche. Also weiß ich nicht, drei Laufbeinheiten, zweimal Krafttraining, was auch immer. Aber so die spezifische oder dieses spezifische Training, was ich als Person brauche, das kriege ich darüber halt nicht abgedeckt. Und das, was ich mit meinem Coach mache, ist halt zum einen natürlich halt irgendwo die Trainingsplanung, die sein muss. Aber die ist halt auf mich abgestimmt. Also auch auf meine Stärken und auf meine Schwächen. Weil wir erst mal damit angefangen haben zu gucken, okay, warum bin ich denn so oft verletzt? Wo sind in meinen Schwachstellen, wo ich daran arbeiten muss? Und das ist halt zum einen die Körperstabilität, dann Konzentration. Es hat angefangen alleine so damit, wie halte ich meinen Kopf?
01:08:46: Speaker 2 Weil dann,
01:08:46: Speaker 2 ja, dann sind einfach die Strukturen ganz anders belastet und haben wirklich auch erst mal dann da angefangen, bevor ich gestartet bin mit Fassenintervall Trainings oder mit spezifischen Hirox Workouts, dass wir erst mal versucht haben, so meine Basis herzustellen, damit ich auch wirklich schmerzfrei und verletzungsfrei dann halt dann laufen kann. Und das gleitet dann natürlich dann auch
01:09:09: Speaker 2 für die Kraftübungen.
01:09:12: Speaker 1 Gelenkschonend wahrscheinlich auch muskischonende Bewegungsabläufe waren so die Basis.
01:09:17: Speaker 1 Genau. Erst mal zu intervieren. Es ist ja, finde ich auch immer lustig, sich selber zu spüren und die Dinge umzusetzen, zu machen, Bewegungen zu machen und sich dann dabei zum Beispiel über eine Kamera, die gefilmt hat, einfach mal selber zu beobachten und zu sehen. Ich weiß noch früher, dass wir das beim Tennis Training mal gemacht haben und dadurch, dass man sich dann selber sieht, sieht man ja die Dinge auch häufig von außen, was man falsch macht, was man irgendwie,
01:09:41: Speaker 1 wo der Bewegungsablauf irgendwie dann falsch läuft oder so.
01:09:46: Speaker 1 da liegt wahrscheinlich super viel Potenzial drin in jeder Sportart. Und ja, interessant zu hören, dass das bei dir dann auch so war. Müsst du diese,
01:09:54: Speaker 1 macht dir diese Korrekturen auch immer noch oder probiert dich sag mal aus, an weiteren Sachen zu schrauben mittlerweile immer noch oder würdest du sagen, nee, das hast du jetzt eigentlich alles drauf und jetzt geht es nur noch so um Performance?
01:10:08: Speaker 2 Das wäre schön. Aber ich glaube, wir entdecken quasi täglich nochmal neue Sachen, an denen ich arbeiten kann und auch möchte. Bei mich hatte irgendwann mal zu meinem Trainer auch gesagt, so, das ist irgendwie, ich glaube, das schlimmste Tag für mich wäre, wenn er mir sagt, so, na, jetzt hab ich dir alles beigebracht und jetzt besser kannst du nicht werden.
01:10:26: Speaker 2 ich glaube, das ist auch so ein Punkt, wo man eigentlich nie hinkommt, würde ich jetzt einfach mal sagen, weil es immer noch Aspekte gibt, die man halt optimieren kann und anpassen kann.
01:10:36: Speaker 2 Alleine auch so die Belastungsverträglichkeit, weil also man kann natürlich immer mehr trainieren, aber man sollte natürlich eher so den Fokus auf richtig trainieren legen. So, das haben wir jetzt halt vor zwei Jahren halt dann etabliert. Auch da dann auch zu gucken, so wie passt das in mein Arbeitsalltag rein, habe ich genug gegessen für die Trainingseinheit, die ansteht oder war der Tag irgendwie so stressig, dass ich mich eigentlich nur selbst frustrieren würde, wenn ich jetzt ein Intervall Training mache und auch da dann halt dann zu gucken, wie bin ich halt körperlich und mental halt heute an diesem Tag halt drauf, dass dann in Zweifel dann halt dann auch anzupassen und das hilft mir persönlich wirklich sehr, sehr gut.
01:11:14: Speaker 1 Das ist super interessant. Auch was du gerade gesagt hast zum Thema habe ich genug gegessen, um diese Trainingseinheit heute zu absolvieren. Mein gerade bei Frauen, glaube ich, ist dieses ganze Thema Energie, Zufuhr, Defizit durch Training, durch zu hartes Training dann auch sehr schnell problematisch, auch hormonell und so. Wie ist, als ich mein, wie worauf achtest du dann? Ich mein, man kann halt sein normales Pensum an dem, was man zu sich nimmt, wahrscheinlich ja nicht so einfach weitermachen. Ab wann hast du angefangen, das so zu verknüpfen und dann auch zu sagen, OK, jetzt habe ich irgendwie diese Trainingseinheit gehabt. Jetzt muss ich irgendwie auch viel mehr essen. Machst du das vorher, machst du das nachher? Was ist da für dich gut?
01:11:56: Speaker 2 Auch da würde ich sagen, bin ich auch selber noch so ein bisschen in der Lernphase.
01:12:02: Speaker 2 Aus auch ein Thema, mit dem wir uns damals auseinandergesetzt haben, weil ich auch so der Typ war, der viel nüchtern trainiert hat, weil ich viel morgens vor der Arbeit trainiert habe und mein Körper hat sich da auch entsprechend gut dran gewöhnt. Ich fand es sogar eher unangenehm, wenn ich irgendwie schon gefrühstückt habe und dann erst ein Training halt musste. Aber auf der anderen Seite, so die Leistungsfähigkeit gerade, wenn ich dann auch nach ein Training nicht rechtzeitig esse, ist dann so gewesen, dass ich halt so immer um elf spätestens so den ersten Tiefpunkt eigentlich am schreibtisch hatte, dann natürlich immer Kaffee, so eine, das pusht dann halt dann immer noch mal so ein bisschen. Aber auch da haben wir uns mal hingesetzt tatsächlich und dann ist die Zeit genommen, mal zu überlegen, OK, so das passiert halt irgendwie immer. Ich habe immer so diesen Break mit Tag so, wie kann mir das halt ändern und dann auch wirklich mal so step by step dann zu gucken, was passiert, wenn ich, weil sie nicht vorher Kohlenhydratia esse, wenn ich danach Kohlenhydratia esse, wenn ich das in den ersten 30 Minuten nach dem Training mache, wenn ich das erst eine Stunde später mache und habe dann quasi so für mich dann auch herausgefunden. OK, also ich scheime offensichtlich einfach irgendwo ein Defizit zu haben, weil er hat, habe ich diesen Tiefpunkt halt nicht, wenn ich darauf achte, halt regelmäßig zu essen und genug zu essen. Meine Laune ist komplett anders.
01:13:24: Speaker 2 Und das Ganze dann jetzt natürlich halt zum einen so in den Alltag halt dann zu integrieren, auch wirklich sich selbst dann zu disziplinieren und zu sagen, OK, vielleicht habe ich jetzt gerade keinen Hunger, aber ich weiß, ich brauche das, weil mein Körper hat heute schon gearbeitet. Ich habe vielleicht noch eine zweite Trainingseinheit, da muss ich wieder körperlich und vom Kopf her da sein, so dass heißt, ich brauche jetzt halt einfach noch was. Und das ist, glaube ich, super unterschiedlich. Für mich ist dann aber doch eher so dieses Mehr ist mehr fällt mir auch manchmal wirklich super schwer und sich ganz ehrlich zugeben. Aber ich merke halt selber immer mehr so, das hilft mir, wenn ich nicht nur den Fokus auf Training halt lieg, sondern halt vor allen Dingen so, dass die Parameter drum herum einfach stimmen, weil es dann auch einfacher ist. Und es macht natürlich auch deutlich mehr Spaß, in der Trainingseinheit zu gehen, wo ich halt merke, OK, ich habe die Power. Ich habe
01:14:17: Speaker 2 diese Stärke und es macht halt richtig Spaß, als wenn ich mir irgendwie schon mittags her denke, ich habe nachher eine Anstelle, ein Trainingseinheit, aber ich bin jetzt eigentlich schon super fertig, was ja auch im Alltag so kriegt man ja ganz oft zu hören, weil ich habe abends keinen Lust mehr, weil ich habe halt keine Power mehr. Woran könnte das liegen? So.
01:14:37: Speaker 1 Ja, ja, ja. Und Regeneration habe ich jetzt von ganz vielen Experten in meinem Podcast schon gelernt, ist eigentlich Teil des Trainings. Wie würdest du sagen, dass du dem gerecht wirst, so in dem wie du es für dich machst?
01:14:51: Speaker 2 Ja, im Regeneration finde ich super, super wichtig bzw. glaube ich, so Priorität Nummer eins, wenn man auch dem, wo Sport macht. Und ich merke doch halt meistens, dass mir ein Pausetag fehlt, wenn wirklich die Trainingsseinheiten auch immer anstrengender werden oder ich weiß, ich habe das gleiche Training letzte Woche absolviert, aber heute fällt mir halt deutlich schwerer, weil ich schwere Beine habe. Dann von daher versuche ich halt schon auch so was dann zu integrieren, wie zwischendurch mal zur Massage zu gehen oder mit Blackrolling, dann die Faszien dann halt dann frei zu machen. Aber ich würde sagen, so der Schlüssel, der mir einfach hilft, auch gerade so unter der Woche, wenn einfach viel ansteht, ist Schlaf. Und das auch, wenn mir so die Priorität drauf, dass ich wirklich auch versuche, abends echt künftig ins Fakt zu gehen.
01:15:40: Speaker 1 Was heißt pünktlich?
01:15:41: Speaker 2 So halb zehn bin ich schon im Bett, halb zehn, zehn, dann klingelt der Wecker so fünf, halb sechs
01:15:48: Speaker 2 echt an der Kante genau und dann geht es dann vom Training. Und je später das Abends wird, desto mehr merke ich halt auch, wird es dann morgens natürlich dann auch deutlich herausfordernder.
01:15:59: Speaker 1 Ja, ja, ich glaube, das ist wahrscheinlich echt nicht zu vernachlässigen. Der Körper weiß dann im Schlaf schon sehr viel mit sich selbst anzufangen, wenn man die Zeit lässt. Ich würde noch mal gerne, Linda, weil du vorhin gesagt hast, du warst dann in diesem Wettkampf und es hatte sich so ein bisschen anders, hättest du dann da auch so ein bisschen Blut gelegt, weil du bemerkt hast, dass du auch ganz viele Emotionen durchlebt hast und so. Für alle, die jetzt High Rocks noch nicht so wirklich kennen, vielleicht kannst du noch mal ganz genau beschreiben, wie ist denn der Ablauf von so einem Wettkampf zum Beispiel? Und dass du dann auch noch mal diese emotionellen Stationen vielleicht auch mit uns dann so abarbeitest, sage ich mal, damit wir da so richtig uns das vorstellen können, wie das für einen Tofiat-Athleten in dieser Sportart so ist.
01:16:44: Speaker 2 Gerne, ich probiere es mal. Ich werde mitzunehmen, was ich in so einem High Rocks-Wettkampf denke. Also grundsätzlich habe ich es ja gerade schon gesagt, es sind acht mal ein Kilometer, die man laufen muss. Und genau, dann kommen acht Workout-Stationen. Nach dem ersten Kilometer kommt man am Ski-Erg an. Also das ist ein Ski-Ergometer so ein bisschen wie Doppelstock fahren. Ich weiß nicht, ob das der ein oder andere vielleicht schon mal gemacht hat oder gesehen hat. Das ist ja super anstrengend. Auf jeden Fall. Und da gibt es halt wie so eine Art, dann auch als Ergometer.
01:17:19: Speaker 2 Und genau, da müssen dann 1000 Meter absolviert werden.
01:17:23: Speaker 2 Nach diesen 1000 Metern geht es dann auf die nächsten 1000 Meter laufen. Dann gibt es 50 Meter Slat Push. Das ist ein Schlitten, also ein Gewichtsschlitten, den man schieben muss. 50 Meter, meistens sind das vier Bahnen, also 12,5 Meter pro Bahn. Unterschiedliche Gewichte drauf. Bei mir, der Woman Pro Kategorie, sind es 155 Kilo. Das ist dann auch so die erste und für mich tatsächlich sogar die, ich glaube, schwierigste Herausforderung. Weil meine Stärken gegen auf jeden Fall im Laufen und weniger, also nicht, dass ich super schwach bin. Aber es fällt mir einfach deutlich schwerer. Und das ist dann auch schon so der erste Moment, wo ich mir denke, okay, Station Nummer 2, es kommen noch 6.
01:18:12: Speaker 2 Jetzt wird es so langsam anstrengend. Vor allen Dingen auch, weil man sich beim Slat Push auch ordentlich das Lackt hart schon in die Beine haut. Und danach dann halt mit dieser Fraubelastung in das Laufen zu gehen, das ist wirklich sehr, sehr herausfordernd.
01:18:26: Speaker 2 Genau, dann geht es noch auf die nächste Laufrunde. Dann kommt Slat Pull. Das ist der Gewichtsschlitten nochmal, nur, dass ich den nicht drücke, sondern dieses Mal zu mir heranziehe mit einem langen Tausail. Die Übung finde ich tatsächlich sehr, sehr gut. Da bin ich relativ stark drin und auch relativ schnell. Das macht mir relativ wenig aus. Von daher ist das dann so der Moment, wo ich dann wieder denke, okay cool. So, jetzt läuft es wieder. Jetzt geht es in die nächste Laufrunde. Dann nach den nächsten 1000 Metern kommen 80 Meter Burpee Broadjumps. Also jeder, der schon mal Burpees irgendwie auf der Stelle gemacht hat, wird so, dass es irgendwann macht, dass gar kein Spaß mehr.
01:19:04: Speaker 1 Das ist mein persönlicher Endgegner. Börbis.
01:19:08: Speaker 2 Absolut. Und ja, genau die Herausforderung ist, glaube ich, dass es so quasi nur die Hälfte der Hyrox Workouts halt ist. Also du bist gerade an der Hälfte angekommen. Und da geht die Herzrequenz halt nochmal richtig, richtig hoch. Und das ist auch so der Moment, wo man, glaube ich, echt anfängt zu strudkeln und sein Leben zu hinterfragen. Warum mache ich das hier so? Kann ich nicht einfach wie andere Menschen auch samstagsabend auf der Couch liegen? So mache ich das hier.
01:19:38: Speaker 2 Genau, das ist dann so die weitementale Herausforderung bei mir. Vor allem danach dann auch sofort wieder entlaufen zu starten. Genau, ich versuche mich dann immer so ein bisschen daran aufzu oder noch ein bisschen selber zu pushen, dass ich weiß danach, wie man sich dann so kommt rudern. 1000 Meter Rudern ist technisch eine Herausforderung. Aber für mich grundsätzlich etwas, wo ich mich ein bisschen erhole, in Anführungsstrechen.
01:20:05: Speaker 2 So man setzt sich hin und dann fängt es zu 1000 Meter zu rudern. Genau, das ist dann für mich so ein Moment, wo ich dann auf jeden Fall einfach nochmal tief durchatmen kann und weiß, okay, ich habe jetzt über die Hälfte geschafft und jetzt kann ich hier auch gut weitermachen.
01:20:21: Speaker 2 1000 Metern geht es dann in 200 Meter Farmerscary, also 200 Meter Kettebälls tragen. Das sind bei mir auch 24 Kilo pro Seite, also schon ordentliches Gesicht auf jeden Fall. Fällt mir aber jetzt auch nicht besonders schwer, ich habe eigentlich ganz gut Griffkraft, von daher muss ich da relativ wenig Pause machen.
01:20:42: Speaker 2 Dann geht es in den nächsten 1000 Metern und dann kommen 100 Meter Sandbag-Langes, also Ausfallschritte mit einem 20 Kilo Gewicht auf den Schultern. Das ist dann die letzte Herausforderung, wo dann die Beine nochmal ordentlich brennen. Und da bin ich vom Kopf her, aber schon in diesem Modus, wo ich weiß, okay, so jetzt, das ist so die Ziel gerade. Das ziehst du jetzt durch. Das ziehst du jetzt durch. Also ab da wird es dann auch eine mentale Geschichte, würde ich sagen, da dann einzubrechen und auf seinen müden Körper zu hören, sondern sich dann selbst auch einzureden. Okay, du hast es jetzt bisher geschafft, du liebst sehr, sehr gut und es wird jetzt auch genauso weitergehen. Das kann dann, glaube ich, ganz gut nochmal helfen für jeden, der schon mal in dieser Situation war und sich gedacht hat, ich brauche jetzt eine Pause. Ja und nein. Da geht es dann wirklich darum, den Kopf halt nochmal bei Sand zu halten, bevor es dann halt auf die letzten 1000 Meter geht und an die 100 Wallboards. Also das ist dann die letzte Station vom Ziel. Man steht quasi neben dem Ziel und muss noch einen 6 Kilo Medizinball gegen einen Target schmeißen mit einer Kiebolge.
01:21:57: Speaker 2 Genau und dann hat man das Ziel quasi schon vor Augen auch hier nochmal. Man weiß selber, glaube ich, ganz gut, wie geht es mir zumindest, ich kann die 100 Wallboards eigentlich durchschmeißen, ich brauche hier keine Pause, aber wie ich gerade gesagt habe, der Körper ist müde, der Kopf ist eigentlich müde. Das ist für mich auch einfach eine reine mentale Geschichte, mir selbst 100 Mal nochmal einzureden, nur noch einer weniger, einer weniger, einer weniger und dann auch dann über
01:22:26: Speaker 1 deine Weltmeisterinzeit?
01:22:28: Speaker 2 58 Minuten, 56.
01:22:32: Speaker 2 Das war für mich persönlich ein sehr, sehr großes Highlight, weil mein Seesongziel war, unter 60 Minuten zu laufen, das hatte ich halt bis da schon noch nicht geschafft. Und dann natürlich halt so beim letzten Wettkampf der Saison und dann sogar unter 59 Minuten ganz knapp zu laufen.
01:22:51: Speaker 2 Mit dem Weltmeistertitel, das waren einfach so zwei Punkte, wo ich glaube, ich innerhalb von 10 Sekunden auf der Bühne mich gefreut habe und dann aber auch zeitgleich angefangen habe zu weinen, weil ich es einfach nicht fassen konnte.
01:23:04: Speaker 1 Das glaube ich sofort. Wusstest du denn, als du sozusagen in den Wettkampf warst, dass du gewinnen kannst, also dass du auch gute Chancen hast oder wusstest du dann zum Ende hin, irgendwie du siehst ja, ob du fühlst oder nicht, oder?
01:23:19: Speaker 2 Ja absolut, das habe ich natürlich wahrgenommen.
01:23:22: Speaker 2 Ich weiß aber tatsächlich, dass ich nicht gut bin in Wettkämpfen, wenn mein Fokus eher auf den anderen liegt als auf mir selbst. Von daher habe ich eigentlich mehr versucht, meinen Wettkampf zu machen und habe mir selbst eigentlich eingeredet, okay, du fühlst jetzt aber jetzt nicht panisch werden oder überdrehen, sondern beleuchtet sein. Ja, weil das war für mich auch einfach eine sehr, sehr neue Situation, weil ich hatte bis dahin halt noch nie einen Wettkampf geführt. Das war einfach so normalerweise fast so irgendwie jemanden, an dem kannst du dich orientieren, dem kannst du so ein bisschen vielleicht hinterherlaufen und auf einmal war ich so selbst diejenige, die quasi so das ganze Feld angeführt hat, um da einfach nicht panisch zu werden habe. Ich habe wirklich mit den letzten vier Stationen und den letzten vier Läufer eigentlich nur eingeredet, lauf einfach dein Ding, lauf einfach dein Ding. Es ist egal, was die anderen machen, es ist völlig egal, was die anderen machen, du machst jetzt deinen Wettkampf.
01:24:24: Speaker 1 das heißt, da kommt dann halt auch wirklich dieses Mentaltraining ins Spiel, richtig? Ich meine, dein Körper schreit ja wahrscheinlich spätestens nach der ersten Kraftstation mit jeder Zelle, hör auf, lass mich noch wohl, lass es sein.
01:24:39: Speaker 1 Ja, das, ich meine, bei der einen Station vielleicht mehr, bei der anderen weniger, da kommt es ja wahrscheinlich total so gute, dass du halt für dich Erholung findest in den Laufstrecken oder in den Ausdauereinheiten, richtig? Ohne das wäre es wahrscheinlich extrem schwer, wenn du dich sogar darin irgendwie mega pushen müsstest. Was sind denn dann so deine go-to, mentalen Tools, deine, die Sachen, die du dir sagst vielleicht auch, die dir dann helfen wirklich weiter zu machen?
01:25:07: Speaker 2 Also so richtig mit, ja so richtig mit Mentaltraining auseinandergesetzt, hatte ich mich tatsächlich in der Saison auch, weil ich mir ganz oft einfach gedacht habe, so wirklich an den Warbolts zu stehen und den Ball halt fallen zu lassen und dann irgendwie noch einen Platz zu verlieren. Also das sind halt so Punkte, wo ich halt mir irgendwann halt dann gedacht habe, okay ich muss irgendwie, oder beziehungsweise der Kopf entscheidet über deinen Wettkampf. So, das war irgendwann so meine Erkenntnis. Und dann haben wir wirklich auch probiert mal zu überlegen, was sind denn eigentlich so meine Erfolgsfaktoren. Ich glaube das eine ist halt, dass auch wenn das super anstrengend ist, ist High Rocks einfach ein richtig richtig cooler Spor. Das macht mir einfach extrem viel Spaß und ich finde mich da einfach auch zu 100% wieder. Ich glaube das ist eines der Punkte, die ich mir dann auch immer wieder im Wettkampf halt sage, du bist halt hier, weil es dir Spaß macht, weil du gut da drin bist, was du tust. Und das ist so der eine Punkt und der andere, wie ich es gerade gesagt habe, so ich muss meinen Wettkampf laufen. Wenn ich die ganze Zeit in so einem Konkurrenzverhältnis bin, weiß ich, dass mich das eigentlich eher rausbringt aus meinem Tunnel. Manche pushen das ja, manche Menschen, die halt wissen so, weil sie nicht, wir spielen jetzt hier fangen, also das finde ich richtig cool. Das ist nicht so mein Go-to, sondern mein Go-to ist wirklich der Fokus auf mir selbst.
01:26:30: Speaker 2 Mich daran zu erinnern, dass es mir Spaß macht und dass ich das auch gut kann. Also so ein bisschen Positive Self-Talk, würde ich sagen, gehört auf jeden Fall dazu.
01:26:40: Speaker 1 Positive Self-Talk ist ja dann wirklich auch für jeden was anderes. Also da muss man halt schon so ein bisschen wissen, wie du was sportet mich an, was was teilt mich eher ab. Ich schaue nicht auf die anderen, sondern auf mich selber und dann sich da auch die richtigen Sachen zu sagen. Hat dein Trainer dir dabei geholfen, hast du zum Beispiel in der Arbeit mit deinem Coach auch gemerkt, wenn er mir das sagt, dann motiviert mich das, wenn er mir das sagt, dann funktioniert das nicht. Also habt ihr da auch so ein Dialog zum Beispiel?
01:27:10: Speaker 2 Ja schon, also in-Race Coaching ist glaube ich beim Hirox oder kann hilfreich sein auf jeden Fall. Das Gestellten haben wir, dass wenn ich irgendwelche Techniques zugerufen bekommen, hilft mir das manchmal nicht so sehr. Weil dann so der Fokus, dann irgendwie zu gucken, wie ziehe ich jetzt diesen Schiften von dem, wie ich mich gerade bewege in der richtige Bewegung. Also kann helfen, dass ich wieder in meinen Fokus zurückkomme, weil auch eine gute Lauf-Performance kann mir natürlich halt auch helfen, dass ich einfach von der körperlichen Verfassung, dass es mir deutlich leichter fällt. Wenn ich aber wirklich gerade eher in so einem mentalen Loch bin, dann ist es schwierig eher. Also dann brauche ich eher so ein paar motivierende Worte wie, na es ist eher Station 3, es ist überhaupt nichts verloren, du kannst wieder zurückkommen, mach deinen Race, also wenn er mir so was einfach dann zum Ruf des Hilfs hilft, einfach dann auch extrem.
01:28:13: Speaker 2 Genau, das sind glaube ich so die Punkte, was mir wirklich auch nicht hilft, dass dann mir jemand zu Ruf noch 10 Sekunden Rückstand oder so, oder sie ist 10 Sekunden nicht. Genau, dann bin ich da auch mental eigentlich eher nicht so empfänglich für.
01:28:30: Speaker 1 Ja, und Hirox ist ja gerade total im Trend. Also ich weiß, dass um mich herum auf jeden Fall einige Leute total auf diesen Zug aufbringen und dann auch diese Events, also Wettkämpfe mitmachen, auch als totalen Line, die natürlich auch versuchen darauf hinzutrainieren, ist ja ganz klar, aber warum glaubst du begeistert diese Sportart, so viele Menschen aufs Neue? Ich
01:28:56: Speaker 2 glaube, dass du Sandra an Hirox, und das ist mir damals auch schon aufgefallen. Also damals 2019, wenn ich in der Messerhalle glaube ich so 1000 Leute, 2000 sind es wirklich vieler. Und mittlerweile bei der WM letztes Jahr, ich glaube, das waren fast 10.000 Leute in der Halle. Also das ist halt zum einen einmal so diese unglaubliche Masse an Menschen, die man vielleicht auch auf der Strecke bei einem Marathon natürlich irgendwo sieht, aber die Atmosphäre, die in so einer Messerhalle mit so vielen Menschen ist, das ist einfach unbeschreiblich. Diese Motivation, auch dieser Support untereinander. Also jeder, der dort ist, supportet wirklich jeden, egal welches Fitnesslevel, welche Altersklasse, das ist schon irgendwie ziemlich beeindruckend für mich.
01:29:49: Speaker 2 Zumal man wirklich, also wirklich auch unterschiedliche Fitnesslevel beim Hirox sieht, das finde ich halt einfach so schön, dass es nicht unbedingt nur um die Leistung geht. Also klar, du hast natürlich eine ganze Menge, die halt leistungsorientiert den Sport machen, das tue ich ja persönlich auch. Aber wirklich ein Großteil, und ich würde fast sagen sogar die meisten, die machen das einfach, weil ja, weil in Hirox halt irgendwie auch was gibt, in Bewegung zu bleiben, eine persönliche Challenge einfach zu nehmen, wo man sich gedacht hat, okay, irgendwie in 10 Kilometer lauft, traue ich mir nicht zu, aber diese 8 mal 1000 Meter plus die Übungen dazu, das macht erstens Spaß. Und zweitens, habe ich mir selbst bewiesen, dass ich das kann, egal ob ich eine Stunde oder 2 oder 3 für diesen Parkour brauche. Das ist so die persönliche Herausforderung und die persönliche Challenge. Und ich würde, glaube ich, Hirox so ein bisschen auch zusammenpassen, dass es wie so eine Art Bewegung halt mittlerweile ist, so die Bevölkerung, die irgendwie eher nicht so sportlich ist, je nach Land natürlich, ist es natürlich unterschiedlich, aber ich habe schon das Gefühl, dass dieser Drang oder dieses Bewusstsein für Bewegung schon irgendwie mehr gefördert wird durch so eine neue Sportart, und das finde ich persönlich auch einfach echt cool.
01:31:09: Speaker 1 Damit hast du vollkommen recht, und ich finde es auch total schön, dass dann plötzlich dieses persönliche Fitness-Level, diese körperlichen, und natürlich dann im Wettkampf auch mentalen Fähigkeiten, dann auch so zelebriert werden. Und das ist ja auch wirklich, ich sage mal, dadurch das ist so neu, und dass diese Strukturen sich ja gerade erst so aufbauen, auch so ein, ich sage mal, sehr zugänglicher Sport auch ist. Das wirklich, wie du gesagt hast, jeder mitmachen kann und jeder so ein bisschen seine eigene Messlatte eigentlich darstellt, und dass das von der Kultur her dann auch wirklich so respektiert wird. Und nicht nur so die großen, starken irgendwie angefeuert werden, sondern wirklich jeder, der sich eigentlich so dieser Herausforderung überhaupt stellt, ist schon irgendwie so ein Held. Jeder, der er entritt, hat schon gewonnen. Das kann ich total gut nachvollziehen. Danke, dass du uns das so erklärt hast, weil ich glaube, dass man sich jetzt als Außensteher da auch noch mal viel besser vorstellen kann, warum er es einen so begeistert, warum man da mitmachen möchte.
01:32:10: Speaker 1 jeden, der jetzt irgendwie denkt, boah, das will ich jetzt unbedingt auch ausprobieren. Was sollte man unbedingt verstehen, bevor man startet mit einem Training für High Rocks?
01:32:21: Speaker 2 jeder, der mein High Rocks mitmachen möchte, kann ich einfach nur sagen, go for it. Ich würde versuchen, vorher wirklich mal 10 Kilometer am Stück zu laufen, um einfach so diese Belastungsverträglichkeit auch zu verstehen. Weil es ist halt schon so, dass ich glaube, ich muss mich mal nachgucken, aber ich glaube, der Durchschnitt braucht so ungefähr anderthalb Stunden für den Parkour. Dann ist jetzt mal, das heißt, du brauchst halt anderthalb Stunden,
01:32:56: Speaker 2 um einmal diese körperliche Bereitschaft das zu tun, plus halt auch die mentale Ausdauer, durch anderthalb Stunden halt da durch zu quälen, oder sich halt da durch zu pushen, genau. Das heißt, wenn ich sonst halt vorher 20 Minuten Workouts immer gemacht habe, dann wird mich das wahrscheinlich erst mal überfordern. Plus 8 Kilometer laufen, finde ich, sollte man auch nicht unterschätzen. Deswegen ist mein Chip auf jeden Fall mal wirklich ein etwas längere Sprecken mal gelaufen zu sein. Vielleicht in einem Fitnessstudie, wie es irgendwie geht, auch die Übungen mal zu testen, mal zu gucken, wo habe ich einen Schlitten, damit ich einfach weiß, wie fühlt sich das an. Und dann gibt es natürlich auch die Möglichkeit, wenn man auch sich selbst das vielleicht nicht zutraut, weil auch die Zeit noch nicht da ist, irgendwie viele Kilometer am Stück zu laufen, dass man sich das auch aufteilen kann in der Staffel. Also dann mit drei anderen Personen, dann jeder läuft 2 Kilometer, macht zwei Übungen, dann hat man einmal halt schon mal so, ja, so, so den Wettkampf mitbekommt, wie das abläuft. Und auch schon mal so eine kleine Vorstellung davon, wie der Hierarchs halt dann aussieht und sich dann auch einfach so ein bisschen daran testen. Ich glaube, das sind so gute Punkte, um sich auch nicht gleich selbst zu überfordern, und vor allen Dingen auch dann halt mitzubekommen, dass es wirklich ein schöner Sport ist, den auch wirklich jeder schaffen kann.
01:34:21: Speaker 1 Das ist das eine. Und auf der anderen Seite finde ich es auch wichtig, darauf zu sensibilisieren, was so eine Sportart natürlich auch mit dem Körper und dem Nervensystem macht. Du hast vorhin schon gesagt, irgendwie die zweite Übung oder das erste Krafttraining, da schießt es ein direktes Lacktart irgendwie in die Muskeln. Was ist denn wichtig auch über den Körper, diese Art der Anstrengung zu verstehen für die Muskeln, fürs Nervensystem, damit man auch weiß, worauf muss ich denn achten, was sind auch so Wahnsinngale von meinem Körper? Man sollte sich lieber aufhören zum Beispiel.
01:34:53: Speaker 2 Also ich habe tatsächlich auch einmal einen Hierarchs abgebrochen.
01:34:57: Speaker 2 Das war, da war ich nicht wirklich fit. Also da habe ich gemerkt, irgendwie, ich vermute, dass ich krank werde. Ich war zwar noch nicht krank, aber man hat ja so ein Gefühl, dafür heute funktioniert irgendwie gar nicht.
01:35:10: Speaker 1 Kommt mich dann meine Kraft oder nicht?
01:35:13: Speaker 2 Absolut. Und ich habe sich schon auf dem ersten Kilometer gemerkt, dass irgendwas heute anders ist als sonst. Und da war dann für mich irgendwann, weil ich auch eine unglaublich hohe Herzfrequenz hatte, während dem Wettkampf, wenn man es nicht fragt, so, man spürt das ja irgendwie. Also wenn man mal irgendwie krank war, so, dann irgendwas spürt man ja, weil sich selbst das irgendwas anders ist. Und da war für mich dann irgendwann so der Punkt, wo ich mir gedacht habe, bevor ich jetzt hier mit einer Herzmuskulenz und rausgehe, so, dann war es da. Das ist natürlich immer irgendwie super ärgerlich, weil so die ersten Gedanken, die dann kommen, ist so, ich habe versagt, ich habe aufgegeben. Aber für mich ist halt auch, also trotzdem ich das auf diesem Niveau mache, ist es halt für mich trotzdem einfach ein extremer Gesundheitsaspekt, Sport zu machen. Und der steht einfach überall.
01:36:06: Speaker 2 Und wenn ich irgendwie merke oder nicht genau weiß, fuhre ich mir jetzt gesundheitlich was Gutes oder schade ich mir eher, dann würde ich, glaube ich, eher so den Punkt nehmen, sagen, okay, dann lass ich es jetzt heute und probiere es irgendwann nochmal.
01:36:22: Speaker 1 Ja. Und klar, das ist zum einen halt das eigene Körperbewusstsein, was in dem Fall total wichtig ist. Allein dafür ist wahrscheinlich auch das Trainieren in dieser Disziplin so unglaublich wertvoll, weil man dann überhaupt erst mal spürt, so fühlt sich mein Körper an, wenn es gut läuft, so fühlt sich mein Körper an, wenn es nicht so gut läuft, wenn ich müde bin. Und deswegen wäre es wahrscheinlich schon sinnvoll, da auch wirklich mal ein paar persönliche Daten zusammen, bevor man sich in so ein Wettkampf beglebt. Ja, so kann ich auch mal das werden. Ja, genau. Und natürlich auch, wie du es vorher gesagt hast, auch energietechnisch zu schauen, was muss ich vorher essen, damit ich überhaupt diese Kraft abrufen kann, zu welcher Zeit vor dem Rennen, wie stelle ich sicher, dass es mir danach auch gut geht, was brauche ich dann nach so einer Belastung? Das ist auch sehr individuell. Ja, super, super spannend. Vielen, vielen Dank. Was sind denn deine persönlichen Pläne in dem Bereich für die nächste Zeit?
01:37:19: Speaker 2 Ja, das habe ich mich nach der Weltmeisterschaft tatsächlich auch gefragt, weil lustig ist, dass, als ich meinen Coach hinterher mal gefragt habe, war das eine Überraschung für dich, oder hast du damit gerechnet? Und er mir auch allen, also wirklich ernsthaft gesagt hat,
01:37:36: Speaker 2 ich weiß, wenn du einen absoluten Sahnetag hast, dann kannst du aufs Podium kommen, aber mit dem Weltmeistertich habe ich wirklich nicht gerechnet. Da dachte ich so, das ist noch ein Jahr zu früh. Und mir ging es da halt auch so. Also ich bin halt nie mit der Ambition nach Chicago gefahren. Du gehst natürlich nicht in ein Wettkampf, ich würde mach mal mit hier, sondern werd irgendwie Top 10. Sondern natürlich möchte man auch das Weste geben. Nur die Wahrscheinlichkeit, dass man dann auch wirklich halt so ein Titel holt, ist ja schon relativ gering. Von daher habe ich mir danach irgendwie auch gedacht, sodass jetzt so die höchste Auszeichnung in diesem Sport erlangt, die man bekommen kann, so was. Was ist denn jetzt so das Ziel für das nächste Jahr? Und das würde ich tatsächlich bei mir Persönlichkeit sehen. Also zum einen natürlich da nochmal versuchen, halt schneller zu werden, also sprich dann auch unter 58 Minuten zu laufen. Das ist jetzt so im Training so das aktuell größte Ziel, was wir uns vorgenommen haben. Aber ansonsten gibt es natürlich auch noch die nächste Weltmeisterschaft. Und Mission Titelverteidigung hat sich zumindest mein Coach sehr groß auf die Fahne geschrieben. Wäre natürlich schön, aber ich bin da eher so ein bisschen demütig. Und würde mich natürlich super freuen, wenn es nochmal klappen würde.
01:38:53: Speaker 2 Aber wie gesagt, der Sport, der entwickelt sich einfach so rasant weiter. Die Konkurrenz schrift natürlich auch nicht. Die wird auch immer besser. Das Feld wird immer enger da oben.
01:39:03: Speaker 2 Von daher, ob das klappt, weiß ich natürlich nicht. Aber ich werde mir natürlich die größte Mühe geben, weiterhin noch oben mitzuspielen.
01:39:12: Speaker 1 Und ich wünsche dir dafür wahnsinnig viel Glück, liebe Linda. Ich drücke wirklich alle Daumen, die ich habe. Und ich hoffe, die Hörerinnen und Hörer auch, die jetzt hier mitgehalten haben. Ja, da haben wir das. 1000 Dank für dieses super-sopatsche Gespräch mit dir. Und dass du uns einen Einblick gegeben hast in dein persönlichen Weltmeistertitel und deine Erfahrung und in diese Sportart. Und auch dafür, dass du deine Gesundheit in dem ganzen Prozess nicht vergisst. Und ich finde das extrem inspirierend auf diesem Leistungslevel, das noch zu schaffen. Vielen, vielen Dank für das Gespräch, Linda. Echt danke dir.
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