#36 Wieviele Mikronährstoffe landen eigentlich in unseren Grundnahrungsmitteln? - mit Prof. Dr. Friedrich Longin
Shownotes
Stell dir vor, deine Ernährung wäre perfekt auf dich abgestimmt, doch wissen wir überhaupt genau, welche Mikronährstoffe in unseren Grundnahrungsmitteln landen? Stefanie Hock spricht mit Prof. Dr. Friedrich Longin über die faszinierenden Möglichkeiten der Saatgutzüchtung und warum die Wertschöpfungskette vom Acker bis zur Backstube viel mehr Einfluss auf deine Gesundheit hat, als du vielleicht vermutest. Du bekommst wertvolle Impulse dazu, wie du durch bewusste Entscheidungen beim Einkauf nicht nur dir selbst etwas Gutes tust, sondern auch einen Beitrag zu einem nachhaltigeren System leistest.
In diesem Gespräch erfährst du, warum das Korn gerade jetzt so wichtig ist und was es mit der "personalisierten Ernährung" im Kontext der Landwirtschaft auf sich hat. Prof. Dr. Friedrich Longin teilt seine Leidenschaft für das Leben im Feld und erklärt verständlich, warum wir das "Bein" der intensiven Landwirtschaft, auf dem wir aktuell noch sitzen, nicht einfach absägen sollten, bevor wir stabile Alternativen aufgebaut haben. Freu dich auf eine fundierte Perspektive, die dir Sicherheit im Umgang mit Lebensmitteln gibt und Lust auf echtes Vollkorn macht.
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00:59:59: Speaker 2 noch einfacher wäre es
01:00:01: Speaker 2 die Landwirtschaft,
01:00:02: Speaker 2 dass man gewisse Nährstoffe auch düngen kann.
01:00:05: Speaker 2 Selen, Zink, Eisen und
01:00:07: Speaker 2 werden dann auch mehr durch die Pflanzen
01:00:09: Speaker 2 aufgenommen und sind dann mehr im
01:00:11: Speaker 2 Salat oder hier bei uns
01:00:12: Speaker 2 den Weizenkornen drin.
01:00:14: Speaker 1 Gesund sein. Dein Podcast für mehr Gesundheit im Alltag.
01:00:18: Speaker 1 Herzlich willkommen zu einer neuen Episode im Gesundsein-Podcast. Heute habe ich einen etwas anderen Gast, nämlich Professor Dr. Friedrich Longin. Er ist aus der Agrarforschung und sagt sozusagen von sich selbst, dass er vom Feld ist, was ich total sympathisch finde. Guten Morgen Herr Longin.
01:00:36: Speaker 2 Morgen.
01:00:36: Speaker 1 Möchten Sie vielleicht einmal ganz kurz beschreiben, was Sie an der Uni Hohenheim so forschen. Das ist ein sehr interessantes Feld. Damit würde ich gerne einsteigen.
01:00:46: Speaker 2 Ja, gerne. Ich leite die Abteilung Weizen und Qualität an der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim und wie der Name ja schon sagt, Saatzucht. Das sind wir Pflanzenzüchter von der Ausbildung. Das heißt, wir versuchen bei verschiedenen Kulturarten
01:01:03: Speaker 2 bessere Sorten für die Zukunft zu züchten. Und das findet natürlich viel im Feld statt, also final. Wir haben alles Akkokulturarten, also keine Gemüse oder Gewächshauskulturarten. Das heißt, wir müssen final ganz viel im Feld testen. Und so bin ich jetzt gerade nicht, aber im Sommer sehr viel im Feld. Und das ist mein absolutes Leben. Deswegen habe ich den Beruf gemacht, weil man das sehr gefällt.
01:01:27: Speaker 1 Das klingt total wunderbar. Wenn man sich das so vorstellt, dann sind sie viel draußen, sind viel an der frischen Luft in der Natur. Es ist ehrlich gesagt sehr selten geworden, glaube ich, in unserer Gesellschaft heutzutage. Ich würde das fast ein Privileg nennen. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Berufswahl, auf jeden Fall. Und was können wir uns denn darunter vorstellen, was das Ziel oder die Ziele ihrer Forschungsbemühungen sozusagen sind? Ich kann mir vorstellen, dass sie da bestimmte Aufträge bekommen und das ist da gewisse Sachen gibt, die man versucht zu optimieren. Was wären das für Sachen?
01:02:00: Speaker 2 da würde ich gerne differenzieren. Und zwar, wir haben mehr oder weniger zwei große Arbeitsfelder. Das eine ist, dass wir, und das wäre bei mir jetzt im Bereich Weizen, versuchen, die neuesten Entwicklung der Pflanzenzüchtung Richtung Praxisreife zu bringen. Und bei der Pflanzenzüchtung geht es ja ganz grob darum, wenn wir im Weizen bleiben, müssen wir mehr Ertrag pro Fläche realisieren in Zukunft, weil wir eben in der Ernährung mehr Menschen haben und
01:02:27: Speaker 2 das
01:02:27: Speaker 2 auch noch unter Klimawandel. Also, wir müssen es anpassen, auf das neue Wetter, was kommt.
01:02:32: Speaker 2 Und durch Klimawandel kommen vor allen Dingen auch neue Krankheiten ins Feld. Das heißt auch viel Resistenzzüchtung, damit wir so wenig wie möglich Spritzmittel brauchen, so wenig wie möglich Rückstände nachher haben.
01:02:44: Speaker 2 Und dass das Getreide in der ausreichenden Menge da ist und was natürlich noch ein Thema ist. Bei Weizen vor allen Dingen ist natürlich Backfähig. Also die Backqualität, die
01:02:53: Speaker 2 und kleinere industrielle Verarbeitung erfordert, das wird ihr auch erfüllen.
01:02:58: Speaker 2 Das ist der eine Bereich und der zweite Bereich ganz kurz, ist, dass wir uns an der Landessahrtzucht anstattet, schon seit unserer Gründung 1905 engagieren in der Etapplerung alternativer Kulturarten. Das ist jetzt bei mir beim Beispiel der Dinkelämmer und Einkorn, dass wir versuchen, die im Feld zu testen und auch im Labor und beim Backen, Inhaltsstoffe, und versuchen dann in den Markt einzuführen. Und da sind wir dann wirklich auch praktischer Züchter. Das bedeutet als kleines Beispiel, zum Beispiel jeden Dinkel, den Siegeradeessen oder jedes Dinkelprodukt, in dem Siegeradeessen steckt, letztendlich Saatgut von uns an der Uni Rohnheim drin.
01:03:38: Speaker 1 Also erstens finde ich es total spannend, dass Sie da jetzt schon seit 120 Jahren im Grunde genommen, da an dieser Bemühung dran sind. Und ich meine persönlich mitzubekommen, dass so das Thema Urkorn auch Dinkel in den letzten Jahren so extrem zugenommen hat. Also man sieht das einfach viel mehr am Handel.
01:03:54: Speaker 1 Also sind das ja eigentlich Erfolgserlebnisse dann für Sie, oder?
01:03:58: Speaker 2 Ja, natürlich. Also es erzähle auch in der Vorlesung immer gerne die Geschichte, was mich motiviert. Also ein klartisches Beispiel ist schon ein paar Jahre her, als meine Kinder auch noch kleiner waren im Urlaub in Frankreich. Die sind viel früher wach geworden, als ich mir das im Urlaub vorstelle. Ich war dementsprechend gelaunt, bin in die Bäckerei vor Ort, um das Paket zu holen und sie ein Dinkelpaket liegen. Und da war mein Tag gerettet, weil ich genau wusste, Mensch, das liegt da nur da wegen meiner Arbeit, bis zu der Arbeit meiner Arbeitsgruppe hier in Rohnheim. Und das ist natürlich schon ein extremer Motivator, wenn man diese Produkte nachher auch final sieht und weiß, man hat da einen großen Anteil dazu beigetragen.
01:04:38: Speaker 1 Das kann ich total nachvollziehen. Überraschend ein sehr emotionales Thema, ehrlich gesagt. Warum ist Ihnen das denn so wichtig, das Thema Dinkel, Alternative, Kornarten, Ur, Kornarten wieder lebendig zu machen?
01:04:52: Speaker 2 Also was heißt wichtig? Wir haben den Auftrag nach alternativen Kulturarten zu schauen. Und dann untersuchen wir verschiedene. Also gerade,
01:05:01: Speaker 2 ist ja schon da, immer ein Einkorn ist ein Thema bei mir, bei den Kollegen. Es ist zum Beispiel Buchweizen, Safloh, also die Färbertistel oder auch Hanf, um Baustoff oder Fasernpflanze.
01:05:12: Speaker 2 Einfach, um die Diversität
01:05:14: Speaker 2 in der Landschaft zu erhöhen, in der Landwirtschaft, aber auch beim Konsum.
01:05:19: Speaker 2 Da muss man auch offen und ehrlich sein, es sind alles noch Nischen. Auch Dinkel ist ja im Vergleich zum Weizen, der sehr, sehr, sehr kleine Bruder.
01:05:29: Speaker 2 Und wenn es man nicht klappt, dann ist das auch nicht tragisch, aber es ist halt unsere Aufgabe und diese Aufgabe verfolgen. Da muss man dann auch wirklich ein Jahrzehnt oder zwei Jahrzehnte dranbleiben. Das geht nicht in den klassischen ein bis drei Jahre Forschungszyklen. Und ja, wenn es natürlich dann funktioniert und tolle Produkte rauskommen, ist das natürlich umso erfreulicher. Und wenn man dann auch in der Branche auf Müsli-Hersteller, Brot-Hersteller
01:05:54: Speaker 2 die das umsetzen und begeistert sind oder Kunden, dann ist das natürlich schon ein sehr
01:05:59: Speaker 2 Erlebnis.
01:06:01: Speaker 1 absolut, das kann ich sehr gut nachvollziehen.
01:06:03: Speaker 1 Und der Grund, warum ich Sie überhaupt angerufen habe, Herr Longin, war ja, dass Sie auf dem Kongress für persönliche Ernährung gesagt haben, also persönliche Ernährung, was Sie hier alles plant und so, das ist ja total fast schon niedlich, das ist ja ganz nett, aber ihr wisst doch gar nicht, was in den Lebensmitteln eigentlich so drin ist an Nährstoffen. Vor allen Dingen, also Makronährstoffe sind das eine, aber vor allen Dingen die Mikronährstoffe, um die es ja da auch geht. Und das fand ich so spannend, weil natürlich muss diese ganze Ernährungsoptimierung auch die ganze Agrarindustrie mitdenken, ansonsten klappt es ja nicht.
01:06:36: Speaker 2 Vollkommen richtig, ja.
01:06:38: Speaker 2 ist ja nicht nur Mietdenken von der Agrarindustrie, sondern das fängt ja erst mal bei uns, Ihnen und mir als Verbraucherinnen an, dass wir wirklich wissen wollen, was drin ist. Also, wie erklären wir das uns? Also, ich bin kein Ernährungsexpert, das sind eher Sie. Ich verstehe aber schon, dass eine personalisierte Ernährung durchaus Sinn ergibt, dass Sie als Frau nicht als Mann was anderes brauchen, oder
01:07:02: Speaker 2 nach Sportstatus Alter, wie auch immer, sehr sehr einleuchtend.
01:07:06: Speaker 2 Aber dann wäre es natürlich zentral, wenn wir jetzt wirklich, keine Ahnung, das fiktive Beispiel wählen. Ich brauche heute, weiß ich, 10 Kg Kohlenhydrate, 12g Fett und dann noch ein paar Mikrogramm Ballaststoffe
01:07:18: Speaker 2 und Mineralstoffe und ja, nicht von dem. Dann müssten wir natürlich eigentlich genau wissen, was denn in den Rohstoffen drin ist. Also, sei es in den Äpfel, Dornen, Salat, Gemüse, dem Fleisch, der Pasta. Und das wissen wir eben nicht, weil es
01:07:33: Speaker 2 keiner
01:07:33: Speaker 2 misst. Also, das, was wir auf der Packungsbeilage sehen, sind ja auch, wie Sie sagen, die Makroenerstoffe. Also, Menge Kohlenhydrate, Proteine und so was. Und die werden ja nicht einmal im Produkt gemessen, sondern die stammen meistens aus Tabellenwerken mit einem sehr großen Range, der auch zugelassen ist, weil es anders nicht möglich ist.
01:07:53: Speaker 2 Das heißt, wenn wir wirklich ernsthaft diese personalisierte Ernährung wollen, als Verbraucherinnen und Verbraucher, müssen wir auch bereit sein, dafür zu bezahlen. Und dann
01:08:03: Speaker 2 in der Industrie vielleicht auch auf, dass wir diese, also ich, schauen, welche Äpfel haben denn mehr oder weniger Fruktose, Glukose und dafür ein bisschen mehr Mineralstoffe, Ballaststoffe drin als andere. Und dann muss das ja auch irgendwie getrennt werden von den anderen Äpfeln in der Wertschöpfungskette. Und das macht natürlich Aufwand
01:08:23: Speaker 2 Anbauer hin, vielleicht sogar dem Züchter Anbauer, dann den Lageristen und final dem Lebensmittel-Einzelhandel. Und das kostet Geld und müsste dann halt umgesetzt werden.
01:08:34: Speaker 1 Und Sie aus der Saat-Gutsüchtung kommend sehen da ja einen gewissen Spielraum auch, was man sozusagen am Korn auch optimieren könnte, dass zum Beispiel mehr wertvolle Mikronährstoffe vorhanden sind. Das erste, was Sie gesagt haben, naja, aber dann müssen wir erst mal anfangen, mehr vom vollen Korn zu essen, weil sobald wir die Hülle sozusagen ja wegnehmen, bleibt dann nicht mehr viel. Aber nichts ist so, trotz würde ich einmal gerne verstehen, wie genau würde das dann gehen? Wenn angenommen, Sie kriegen jetzt einen Auftrag auf das Thema Nährstoffhaltigkeit, vor allem Mikronährstoffhaltigkeit im Korn zum Beispiel zu optimieren. Wäre das möglich?
01:09:11: Speaker 2 Ja, das wäre möglich. Und
01:09:14: Speaker 2 noch einfacher wäre es
01:09:15: Speaker 2 für die Landwirtschaft, weil es sind alte Kisten, dass man gewisse Nährstoffe auch düngen kann. Also sich Selen, Zink, Eisen und die werden dann auch mehr durch die Pflanzen aufgenommen und sind dann mehr im Salat oder hier bei uns in den Weizenkornen drin.
01:09:32: Speaker 2 Aber wie Sie richtig sagen, wir sind eine ganze Wertschöpfungskette und wir haben da auch neulich erst später eine Studie dazu gemacht, um es einfach nochmal ins Bewusstsein zu rufen. Wir haben also die Weizenkennung Wertschöpfungskette angeschaut, das vereinfacht, sind dann, wir in der Züchtung am Anfang, dann kommt die Landwirtschaft, die Müllerei und final die Bäckerei. Und dann haben wir die vier angeschaut, was könnten die dazu beitragen, dass man zum Beispiel Minerastoffe, Eisen, Zink, Selen haben. Wir könnten in der Züchtung, haben wir gesehen, die Sorten im Weizen unterscheiden sich durchaus erheblich, also 50 Prozent mehr, wer durchaus drin.
01:10:07: Speaker 2 Durch die Düngung können wir das, wenn wir wollen, nochmal mindestens um 50 Prozent nach oben ziehen.
01:10:13: Speaker 2 Aber das Entscheidende ist, wie Sie schon gesagt haben, der Schritt in der Mühle, ob wir eben Weißesmehl essen oder Vollkorn, meiner Meinung nach haben wir etwa 3 Prozent Vollkornmehlanteil am heimischen Markt.
01:10:27: Speaker 1 Also irre wenig ist ehrlicherweise, also das hätte ich, das habe ich immer unterschätzt.
01:10:31: Speaker 2 Das ist eigentlich nichts, wenn wir ehrlich sind.
01:10:34: Speaker 2 Und es liegt nicht daran, dass die Müller das so wollen, sondern die haben natürlich mehr davon, wenn sie ihr Korn kaufen und 100 Prozent teurer als Menschen Nahrung verkaufen können und nicht 20 Prozent schauen müssen, wie sie es entweder entsorgen oder wie sie es relativ
01:10:51: Speaker 2 als Tierfutter oder Dämmaterial loswerden. Also das ist ja die sogenannte Kleihe. Also wir als Menschen müssen mehr Vollkorn essen. Das ist der zentrale erste Punkt, den Sie ja auch schon genannt hatten. Und final ist dann in der Bäckerei,
01:11:06: Speaker 2 gerade die Minerastoffe sind teilweise gebunden. Einer Anteil vielleicht schon mal gehört für Tienzäure oder Fetat wird das genannt. Man sind so nicht verfügbar für uns. Das heißt, es muss eine lange Teigführung mit Sauerteig idealerweise gebacken werden, die aber die allermeisten Vollkornbäcker eh machen, weil sonst wird Vollkorn furchtbar. Aber also das heißt, jeder, der Marktplayer hat Möglichkeiten, das zu optimieren. Und da müssen wir uns natürlich fragen, was macht als erstes Sinn? Und dann sage ich natürlich, meiner Meinung nach sehr berechtigt, dass planten Züchtungen auch als Landwirt, wenn so lange wir Verbraucher kein Vollkornmehl essen,
01:11:42: Speaker 2 brauchen wir jetzt nicht darüber reden, dass wir das vorne in der Wertschöpfungskette optimieren, weil ihr schmeißt es ja eh nachher weg. Also das erste ist mehr Vollkornessen, das zweite dann das auch richtig verarbeiten. Und dann könnten wir gerne was auch in Anbau und Züchtungen dafür tun. Dann ist aber das zentrale, was wir vorhin ja kurz gesagt haben, dann muss ja diese bessere Ware oder diese zumindest nährstoffmäßig bessere Ware getrennt werden von der anderen Ware.
01:12:07: Speaker 2 Und auch irgendwie so sicher immer wieder überprüft werden können, dass wenn Sie und ich zum Bäcker unseres Vertrauens gehen oder im Supermarkt was kaufen, dass wir auch wirklich dann sicher sein können, wir werden jetzt grad
01:12:18: Speaker 2 verarscht, sondern wir kriegen wirklich mehr für das, was wir mehr bezahlen.
01:12:23: Speaker 2 da sind wir beim nächsten großen Thema, wir bräuchten wir schnell Methoden in der Analytik, die wirklich ziemlich sicher die Inhaltsstoffe bestimmen können. Und da stecken wir in vielen Bereichen noch sehr in den Kinderschuhen, würde ich behaupten. Also Mineralstoffe geht relativ gut, Aminosäuren geht auch gut, schnell, aber alle anderen Nährstoffe, die gehen überhaupt nicht schnell, da geht zum Teil, ist die Referenzanalytik von Ballaststoffen auch noch gar nicht so gut
01:12:51: Speaker 1 Das heißt, wir haben auf jeden Fall ein Thema in der Messung, also was ist dann wirklich am Ende in den Lebensmitteln enthalten, kann man das aber nicht, ich sag mal, anhand der Züchtung, das Projekte und anhand diesem Design sozusagen, der Corner, auch so ein bisschen vorher sagen, dass man sich einfach darauf verlässt als Referenz, oder wäre das zu naiv?
01:13:15: Speaker 2 Das ist viel zu naiv. Also wir können einiges, und ich möchte
01:13:20: Speaker 2 der Züchtung, aber ich möchte auch nicht alles bei uns ins Pflichtenheft quasi reinhaben. Also
01:13:24: Speaker 2 müssen also nur als klassisches Beispiel verweizen, wir haben echt 30 Merkmale, die ein Züchter gerade erfüllen muss in einer Sorte, und jedes weitere, was dazu kommt, macht den Fortschritt bei den allen Merkmal natürlich langsamer. Also wenn ich jetzt nur einen Merkmal hätte, zum Beispiel nur Nährstoff, dann kommen wir schnell voran, aber die muss ja auch erst mal gut im Feld wachsen, die muss viel Ertrag machen, weil wir einfach viele Menschen satt machen müssen. Die sollte möglichst nicht krank werden, damit wir wenig Akra-Chemie einsetzen müssen. Und dann soll sie noch gut backen und gutes backen und Ertrag ist negativ korreliert miteinander. Das bedeutet, wenn es eine steiger wird, es wird automatisch schlecht. Da müssen wir Kompromisse finden, und wenn das dann noch Nährstoffe dazu kommt, wird es auf jeden Fall noch komplexer. Also ich sage ja nicht, dass es nicht geht, aber ja, also wir können da unseren Beitrag dazu leisten, aber dann ist es ganz wichtig, dass diese Ware auch wirklich getrennt wird von den anderen, und dann ist einfach noch
01:14:25: Speaker 2 weitere Problem zumindest, kommt nach uns ja erst mal der Großfläche anbauen.
01:14:30: Speaker 2 Und selbst wenn wir eine Sorte haben, was ist das nicht, ist Ernährungs-Superstar Nummer 1 vom Namen her, dann gibt die Erde immer unterschiedliche Zusammensetzung, je nach Ort, wo sie wächst.
01:14:41: Speaker 2 Und das kann niemand beeinflussen, das ist das Klima der Boden und alles. Das heißt,
01:14:49: Speaker 2 die mühlende Nach- oder der Getreidehandel der von den Landwirten diese Ware aufkauft, muss das immer auch kontrollieren und dann auch separat einlagern. Obwohl sie die richtige Sorte haben, schwankt die je nach Herkunfts noch mal erheblich, damit das optimiert wird. Und das macht natürlich auch einen Aufwand, also dafür braucht man die Technik, dass man das, wenn der Landwirt mit seinem ganzen Hänger von Ernte gut ankommt, schnell misst, dem kann es natürlich nicht sagen, hey, ich messe jetzt mal acht Wochen im Labor, danach kannst du den Hänger abladen, sondern das muss zack, zack gehen und das fehlt halt bei vielen.
01:15:20: Speaker 2 dann geht es halt so weiter, das muss in der Kette dann getrennt werden. Und das ist schon noch eine große Herausforderung, aber ich glaube, sie und ich sind beide überzeugt davon, dass die personalisierte Ernährung der richtige Weg ist in der Zukunft, und dann müssen wir dringend unsere Lebensmittelproduktion fit machen für die Zukunft.
01:15:38: Speaker 1 und was ich auch noch sehr interessant fand, was Sie gesagt haben, man kann ja auch, also wie gesagt, das, was am Ende drin ist, liegt eben nicht nur am Korn, sondern es liegt vor allen Dingen auch daran, in welchem Klima, auf welchem Boden sozusagen die Pflanze wächst. Und dann haben Sie gesagt, da kann man natürlich aber mit Düngemitteln auch nochmal optimieren und anreichern.
01:15:56: Speaker 1 Das heißt, wir verlagern sozusagen die Nahrungsergänzung vom Menschen auf die Pflanze und packen in den Boden, was wir vielleicht sonst so schlucken würden. Und so ist ja auch die ganze Diskussion, das Thema Nährstoffhaltigkeit in den Lebensmitteln auch entstanden, weil die Menschen irgendwie sagen, wir würden nie mehr Sahrungsergänzungsmittel, weil in den Lebensmitteln sind gar nicht mehr so viele Nährstoffe enthalten wie früher, deswegen brauchen wir das heute. Was sagen Sie dazu?
01:16:20: Speaker 2 Das ist mir zu schwarz-weiß. Also ein klares Jein. Also erst mal ist das alles sehr komplex. Und wir haben ja gerade schon gesagt, eine Merkmalsausprägung sei ein Mineralstoff. Menge in einem finalen Korn ist quasi vielschichtig entstanden, Sorte, Anbau, Methode, also hängt auch von der Düngung ab, dann aber auch Umwelt. Und dann kommen ja noch viele nachgelagerte Schritte in der Verarbeitung hin.
01:16:46: Speaker 2 Ja, wir haben natürlich, also ich kenne mich jetzt mit Obst und Gemüse nicht so sehr aus. Also es gilt erst mal generell für alle unsere Kulturarten, die wir essen.
01:16:54: Speaker 2 Keiner schaut hier auf Nährstoffe und auch keiner ernsthaft auf Geschmack, dass entscheidende an Merkmalen sind, also dass beim Gemüse das möglichst lange Lager fähig ist, dass die Möhre perfekt rund ist in der Reform, oben nicht grün wird, weil sie aus dem Boden raus geschaut hat, dass der Apfeljahr keine Delle hat, keinen Schorf hat. Weil Frische Kräuter meine ich jetzt im Topf, dass sie die lange Zeit zwischen den Gewächshäusern und dem Supermarktregal in irgendwelchen dunklen kühlen Räumen auch unbeschadet überstehen.
01:17:29: Speaker 2 Also es geht eigentlich
01:17:30: Speaker 2 technofunktionelle Eigenschaften oder um Aussehen für uns Verbraucherinnen und Verbraucher, dass wir das kaufen.
01:17:37: Speaker 2 Und das finde ich natürlich sehr schade, dass man dann Nährstoffe und andere Qualitäten völlig ausblendet, aber dann müssten wir eben auch dahin,
01:17:46: Speaker 2 dass als Verbraucherinnen und Verbraucher wirklich wollen, das geht dann meistens über den Preis halt
01:17:50: Speaker 2 dann könnte sich da vielleicht schon was tun.
01:17:52: Speaker 1 finde ich so eine interessante Gedanken zu sagen, also es geht eigentlich bei den Lebensmitteln gar nicht mehr um das Thema Nährstoffgehalt oder Geschmack,
01:18:01: Speaker 1 wo man denkt, das geht um Essen. Natürlich geht es um Nährstoffgehalt und Geschmack,
01:18:04: Speaker 1 nein, das Feedback aus dem Handel ist so, dass auf all das andere optimiert werden muss, was ja auch total nachvollziehbar ist, was ja auch finde ich total schön zeigt, wie, ich sag mal, entfremdet vielleicht wir Menschen auch sind, von der Agarindustrie, von der Landwirtschaft generell, dass wir nicht mehr genau wissen, wo unser Essen herkommt. Sie hatten mir auch die Zahlen genannt in unserem letzten Gespräch. Ja, früher hat ein Landwirt 30 bis 40 Familien ernährt, heute sind es wie viele.
01:18:33: Speaker 2 Ja, über 150.
01:18:35: Speaker 1 Über 150, das zeigt ja auch schon, sag ich mal, dass das alles viel größer geworden ist und dann macht es auch Sinn, dass nicht mehr jede Familie denn irgendwie selber zum Bauern geht und fragt, was hat die Ernte ergeben, sondern es muss halt alles schön standardisiert, so im Handel liegen und verfügbar sein. Glauben Sie, das ist eines der Probleme, warum das heute so läuft in der Landwirtschaft, wie es läuft?
01:18:59: Speaker 2 Ich sehe jetzt kein so großes Problem, dass die Landwirtschaft so schlecht läuft, aber ich habe den Eindruck, die Landwirtschaft wird sehr, sehr, sehr, sehr schlecht dargestellt. Vielleicht sind es auch nur einige wenige, die aber sehr weite Reichweiten haben. Also wie Sie halt sagen, wenn man nicht weiß, wie was wächst und was da alles passieren kann, dann kann man schnell Skandale schreiben. Also das klassische Beispiel, ich überlegen Sie sich einfach mal, Sie haben ein bisschen Gras hinten in Ihrem Garten und wollen dann, wollen Sie da von mir aus Ihren eigenen Salat produzieren. Was Sie als Erstes machen müssen, ist, Sie müssen ein bisschen von dem Gras umgraben. Da machen Sie sich schon den ersten katastrophalen Schritt, Sie zerstören Biodiversität. Also weil die, gehen wir mal davon aus, Sie haben kein Englisch und Rasen gehabt, sondern Ihre Wiese, dann sind viele verschiedene Blumen und Trau, und jetzt machen Sie da eine Art Monokultur draus, Sie graben um und pflanzen Ihren Salat dann nur an und dann pflanzen Sie Ihren Salat als nächsten Schritt an. Was machen Sie ständig? Das Salat ist klein am Anfang, hat Platz außen rum, er wächst lauter Unkraut oder Beikraut, wie man heute sagt. Das heißt, Sie entfernen dieses, dieses Kraut, das ist der nächste Schritt, Sie zerstören schon wieder die Biodiversität. Dann kommen ständig Schnecken und fressen Ihnen den Salat weg. Das heißt, Sie müssen diese auch irgendwie bekämpfen, sei es Sie tun sie weg oder Sie tun Steckenkorn oder was auch immerhin. Das heißt, Sie töten weitere
01:20:27: Speaker 2 Also
01:20:28: Speaker 2 als plakatives Beispiel, was der ein oder andere vielleicht noch kennt, wie schwierig es wirklich ist, das alles zu produzieren. Und wenn wir dann halt immer durchaus berechtigt, relativ markeloßes Obst, Gemüse und Getreide wollen, dann sind die Ansprüche natürlich sehr hoch und das alles viele Menschen erneut werden müssen. Also wir sind ja über 8 Milliarden auf der Welt, Tendenz weiter. Der Klimawandel hilft uns überhaupt nicht, dass es besser wird mit der Produktion. Und die Lebensmittel sind unglaublich billig im Vergleich zu anderen Produkten, auch mit geringer Teuerungsrate, auch wenn wir uns gerade mal wieder über den Butterpreis bis vor kurzem aufgeregt haben.
01:21:06: Speaker 2 Also die Inflationsraten sind im Vergleich zu anderen Geschichten wirklich sehr, sehr human. Dann geht das eben nicht anders als jetzt. Und trotzdem ist es die größte Erfolgsgeschichte der Menschheit, dass wir da so erfolgreich sind. Also uns könnten nicht 150 Leute sich um andere Sachen, zum Beispiel unser
01:21:23: Speaker 2 kümmern,
01:21:24: Speaker 2 sondern werden wir jetzt irgendwo im Garten oder bei unseren Tieren draußen und dann schauen, dass die
01:21:28: Speaker 2 irgendwie über den Winter kommen.
01:21:29: Speaker 2 Und parallel ist auch die Angst ja so hoch, dass unsere Lebensmittel belastet sind. Dann möchte ich einfach auch nur die Angst nehmen, die sind so sauber, wie sie noch nie in unserer Menschheitsgeschichte waren.
01:21:42: Speaker 2 Weil einfach heute so viel genauer gearbeitet wird, so viel mehr kontrolliert wird, so viel harmlosere Mittel als früher eingesetzt werden. Und die Analysen, die immer wieder sehen, darf man auch nicht vergessen, das sind, vergleich zu früher, sind das Hochleistungsgeräte, die können jeden Hennenfurtstetektieren, der noch lange nichts mit Problemen zu tun hat. Also da soll man einfach mal ein bisschen ruhiger bleiben. Natürlich ist es wichtig, dass wir da immer weiter besser werden,
01:22:14: Speaker 2 aber das Allermeiste, was das so auf Instagram, Facebook und Code durchgeht,
01:22:18: Speaker 2 ist einfach nur völlig viel am Platz.
01:22:20: Speaker 1 Und dann nochmal nachzufragen. Ich glaube, das größte Argument ist immer, die Böden sind so ungesund, die Böden sind so schlecht geworden. Da haben sie auch gesagt, das stimmt so nicht, können sie das noch einmal ausführen.
01:22:32: Speaker 2 Also im Vergleich zum Mittelalter sind die Böden sicher besser, weil wir haben ja erst danach gelernt, dass eine Fruchtfolge sehr wichtig ist. Also Fruchtfolge bedeutet, dass sie nicht meist nach meist nach meist anbauen, sondern dass sie, also ich, meist Gerste, Weizen, Raps, Salat idealerweise nacheinander anbauen,
01:22:50: Speaker 2 wir eine höhere Bodenfruchtbarkeit haben. Natürlich beansprucht unsere,
01:22:56: Speaker 2 also wir haben eine intensive Landwirtschaft, anders geht es auch nicht, um 8 Milliarden Menschen zu ernähren, es beansprucht unsere Böden schon ungemein. Ich möchte auch nicht sagen, dass ihr alle perfekt arbeiten in der Landwirtschaft, schon gar nicht in der weltweiten Landwirtschaft,
01:23:10: Speaker 2 aber es sind schon sehr viele gute Landwirte und Landwirtein unterwegs, die Humusmanagement betreiben, die auch im Winter, die werden man dann mal so ein Senf oder sowas Blühendes auf dem Feld, sie Zwischenfrüchte anbauen, die sehr wichtig ist zum Erhalten Humusschicht und auch zum Erhalt der Nährstoffe, dass man versucht zu wenig wie möglich
01:23:29: Speaker 2 Agrarchemie einzusetzen, aber wenn sie mal so Felder gesehen haben, die unter Druck sind in manchen Regionen, hat es einfach mehr Krankheitstruck, da bleibt ihnen nicht viel anders übrig, weil ich kann Ihnen eins garantieren, diese Pilze oder anderen, die dann drauf wachsen, die will garantiert keiner von uns essen, weil die sind wirklich teilweise sehr gefährlich für uns.
01:23:49: Speaker 1 Ich finde das total wertvoll, was Sie sagen, weil es ja auch nochmal, also zum einen nehmen Sie Angst mal und sagen, wir machen das heute schon sehr gut, also wir wollen jetzt auch nicht so eine Schwarzmalerei irgendwie verfallen, weil natürlich auch das, was wir über unser Essen denken, extrem beeinflusst, was wir wirklich, also wie wir es wirklich auch verwerten in unserem Körper. Es gibt da extrem spannende Studien dazu, die wirklich zeigen, was sozusagen
01:24:18: Speaker 1 Erwartungshaltung in unserem Gehirn damit macht, wenn wir das Essen essen, wenn wir davon ausgehen, dass dieses Essen uns zum Beispiel satt macht, da und dass es gut schmeckt, dann macht uns das viel länger satt, als wenn wir davon ausgehen, dass es jetzt irgendwie so eine Diätversion von einem Joghurt, der macht uns nachweislich nicht so lange satt und ich glaube auch dieser Gedanke von unserer Lebensmittel sind belastet, unsere Böden sind nicht mehr so gut, da ist jetzt gar nicht mehr so viel Eisen im Spinat, wie der irgendwie früher hatte. Das macht alles auch etwas mit dem, wie wir es verdauen, weil unser Gehirn am Ende anscheinend irgendwie ja, das Kontrollzentrum auch für die Verdauungsenzyme ist etc., das finde ich extrem spannend, deswegen finde ich auch das Wissen über auch die Landwirtschaft und wo das herkommt und was ihre Bemühungen sind so wertvoll, weil ich dann natürlich mit einem ganz anderen Gefühl irgendwie das Essen auch anschauen kann und mit einer ganz anderen Wertschätzung auch essen kann.
01:25:12: Speaker 1 Vielen Dank dafür, ich glaube das ist extrem wichtig und danke auch dafür, dass sie sagen, diese Schmaßmalerei, die hilft niemandem, weil sie in der Landwirtschaft haben natürlich die Aufgabe, die Menschen satt zu machen und lieber die Menschen haben überhaupt irgendwas zu essen, also sie haben ihm nichts zu essen und diesen Supergau, den haben wir ja bisher nicht erlebt, Gott sei Dank, dass es zu wenig von dem Essen gibt und
01:25:34: Speaker 1 da wollte ich Sie zum Beispiel eine Sache fragen, es gibt ja auch so paniche Schwarzmaler, die sagen, naja wir haben jetzt irgendwie nur noch 40 Ernten oder 50 Ernten oder so und dann ist hier Ende Gelände. Woher kommt das?
01:25:47: Speaker 2 Haben
01:25:48: Speaker 1 schon immer gehört sicherlich, oder?
01:25:50: Speaker 2 Ja, wir sind auch gehört, ja, aber das weiß ich natürlich auch nicht, aber das kommt natürlich auch wieder von dem gewissen Unverständnis der Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft. Also natürlich,
01:26:00: Speaker 2 ohne Zweifel, wir haben echte Probleme, wir sind einfach sehr sehr sehr viele Menschen auf dem Planeten
01:26:06: Speaker 2 die gesamten Gesellschaftsmodelle, die wir aufgebaut haben, sind auch noch überhaupt nicht fit gemacht für diese vielen Menschen, die gehen immer noch von 2 bis 3 Milliarden aus, wir sind bei 8, tendenzweiter steigend,
01:26:18: Speaker 2 die
01:26:19: Speaker 2 sich vor allen Dingen auch in Gebieten, wo wir heute schon Probleme mit Ernährung haben, das heißt, da kommt noch mehr Druck dort in den Kessel,
01:26:26: Speaker 2 dann haben wir leider auch gerade in Teilen dieser Regionen, wo wir jetzt schon Ernährungsprobleme haben und dieses Bevölkerungswachstum haben, auch mehr Klimaerfolgen, die wir erwarten, also es wird einfach definitiv schwerer.
01:26:41: Speaker 2 Das Positive daran ist, aber wir sind schon noch sehr innovativ unterwegs, auch in konservativen, vielleicht altmodisch klingenden Branchen wie der Landwirtschaft, wo ich herkomme, oder auch Lebensmittelproduktion, also da ist schon noch, also nur als Beispiel zum Beispiel in der Weizenzüchtung,
01:26:57: Speaker 2 wir schaffen es durch diese Verbesserung dieser Sorten jedes Jahr etwa pro Hektar, das ist ein großes Fußballfeld, 60 Brotleibe mehr dazu zu züchten, also wir kriegen aus jedem Feld im Schnitt 60 Leibbrot mehr
01:27:12: Speaker 2 pro Jahr heraus.
01:27:13: Speaker 1 Das ist ein Nohr.
01:27:15: Speaker 2 wir würden gerne das noch mehr werden, aber das ist halt, das ist der Fortschritt in der Planfenzüchtung, der auch deswegen uns so wichtig macht. Parallel schaffen wir es auch, dass die Sorten von heute nicht mehr so krank werden, also gegen zumindest die Krankheiten, die bisher da waren, wenn sie jetzt zum Beispiel auch zu mir mal kommen aus Feld, wir haben auch alte Sorten dastehen, weil sie immer wieder heißt, hey die alten Sorten, jetzt baut keiner an, ihr seid so doof, so naiv, wir müssen einfach zu den alten Sorten zurück, kann ich Ihnen gerne zeigen, das sind die ersten, die sterben auf dem Feld, weil sie mit diesen Erregern nicht mehr, oder sie sind nicht, sie sind alt und aus dem Markt gekommen, weil sie mit irgendwas nicht mehr klar gekommen sind.
01:27:53: Speaker 2 vielleicht nochmal zu erklären, wir alle erinnern uns noch ganz dunkel zumindest an Corona. Wir hatten uns frisch geimpft und dann kommt schon wieder so eine neue Mutante daher von Corona. Also die gleiche Krankheit, aber es hat sich leicht mutiert.
01:28:05: Speaker 2 Und schon wieder war nicht klar, was wir jetzt machen müssen und wie. Und genau das Gleiche passiert im Pflanzenreich auch. Wir haben im Weizen 7, 8 Krankheiten, die gerade sehr relevant sind in Deutschland, und da haben wir einen relativ häufigen Rassenwechsel, heißt das da, also wenn neue Mutationen kommen. Und das heißt,
01:28:22: Speaker 2 wie bei Monopolis und Züchter,
01:28:24: Speaker 2 geht zurück auf los.
01:28:25: Speaker 2 Der war bis gerade eben gegen die Krankheit gelbrost gesund, hat es geschafft, jetzt kommt eine neue Rasse, jetzt ist er nicht mehr gesund. Das heißt die Sorte geht raus aus dem Markt, wir müssen neue finden. Und das macht die Arbeit so aufwändig, aber das bedeutet auch, dass nur moderne Sorten halt mit diesen modernen
01:28:42: Speaker 2 Ort zurechtkommen. Und das ist der zweite ganz wichtige Punkt der Pflanzenzüchtung,
01:28:47: Speaker 2 weil nur das erlaubt uns, dass wir auch Spritzmittel reduzieren, die wir alle nicht wollen, weil sie ja doch gewisse negative Auswirkungen auf die Umwelt auch haben.
01:28:56: Speaker 1 Ja, absolut, ganz genau.
01:28:58: Speaker 1 Vielen Dank für die Ausführung, Herr Longin, ich finde das,
01:29:01: Speaker 1 man kann sich das wirklich bildlich vorstellen, was das auch für eine Arbeit und für einen Aufwand ist, das zu schaffen, weil es geht ja auch immer darum, die Ernten, also sozusagen den Anbau, die Erntefase nicht zu verpassen und dann liefern zu können. Und was Sie auch noch gesagt haben, weil mich interessiert auch immer, was können wir denn, also jeder von uns im Alltag auch dafür tun, das für die Agrarwirtschaft beispielsweise zu erleichtern oder einfach zu schauen, dass wir dieses System nicht so extrem oder die Böden nicht so extrem belasten. Und es ist ja leider ein trauriger Fakt, dass in den Privathaushalten sehr, sehr viele Lebensmittel weggeschmissen werden. Sie haben glaube ich sogar 50 Prozent gesagt, das ist ja eigentlich der absolute Wahnsinn, wenn man mal davon ausgeht, dass wenn wir so viel wegschmeißen und Sie eigentlich, und wir eigentlich den Druck auf die Produktion der Landwirtschaft um 50 Prozent
01:29:53: Speaker 1 runterschrauben könnten, das wäre doch eigentlich mal gut, oder?
01:29:57: Speaker 2 Definitiv, es sind keine 50 Prozent, wenn Sie beruhigen, das hängt je nach Produkt ein bisschen ab,
01:30:02: Speaker 2 aber es sind sehr, sehr hohe Zahlen. Also ich glaube, es sind fast was nicht 80 Kilo Lebensmittel pro Kopf in Deutschland, die weggeschmissen werden, sind etwa 20 Prozent der produzierten Packwaren, die ja durchaus relativ lange haltbar sind.
01:30:16: Speaker 2 50 Prozent war das Beispiel für Baguette in Frankreich, die produzierten Baguette, was weggeschmissen wird,
01:30:22: Speaker 2 weil sie ein sehr, also nicht lange halten, das Produkt ist.
01:30:27: Speaker 2 Gemüse und Obst ist im weltweiten Durchschnitt natürlich das Höchste, was weggeschmissen wird, was auch ein bisschen logisch ist. Nein, nein, das sind für uns auf jeden Fall, also
01:30:35: Speaker 2 ich mache es mal andersrum.
01:30:37: Speaker 2 Wir können jetzt natürlich, wie es häufig die Politik auch tut und auch viele Verbraucherorganisationen und Influencerinnen sagen, hey, die Landwirtschaft ist schuld, ihr müsst exzensiver produzieren.
01:30:48: Speaker 2 Das würde jede Landwirtin und jede Landwirt gerne tun.
01:30:51: Speaker 2 Und das können wir auch tun, aber dann haben wir einfach weniger Nahrung auf der Welt und das können wir uns in Deutschland natürlich leisten, weil wir im Zweifel
01:31:01: Speaker 2 eine reich genüge Nation sind, um uns die Sachen woanders herzukaufen. Aber wenn man mal die Versorgungsgrad von uns in Deutschland anschaut, haben wir zum Beispiel gerade mal 20 bis 30 Prozent unseres konsumierten Obst und Gemüses selber produziert und wir sollen ja in Zukunft deutlich mehr Obst und Gemüse essen. Das heißt, das haben wir ja schon outgesourzt, das heißt, wir machen den Druck ja schon woanders hin. Und wenn wir zum Beispiel ein Getreide haben, dann sind wir etwa 5 bis 8 Prozent über Produktion,
01:31:28: Speaker 2 weil wir auch ein supergetreide Produktionsland sind, wir sind jetzt nicht so gut im Gemüse und Obst, als Zweigrunden, da passt Klima nicht und unsere Arbeit ist kraftisch zu teuer.
01:31:36: Speaker 2 Wenn wir aber sagen, wir machen ein Getreide jetzt einfach nur noch Ökolandwirtschaft, was ja ohne Zweifel für die Böden und Insektenvielfalt und alles etwas besser wäre, dann hätten wir aber 40 Prozent weniger Ertrag pro Fläche.
01:31:49: Speaker 2 Das bedeutet, wir werden von einem Exporteur zu einem großen Importeur
01:31:54: Speaker 2 das heißt, wir kaufen anderen, die es dringender brauchen, das Essen weg.
01:31:59: Speaker 2 Das muss man einfach betrachten.
01:32:01: Speaker 1 Das sind die Kosten dieser, ich sag mal,
01:32:03: Speaker 1 Ökolandwirtschaftslichen Konzepte, dass man einfach genau das als Konsequenz so zu sagen akzeptieren müsste, weil ich glaube, der Druck darauf zu sagen, die ganze Landwirtschaft in Deutschland sollte eben anders funktionieren und nicht so ist doch mittlerweile sehr, sehr hoch.
01:32:18: Speaker 2 Der ist extrem hoch, aber deswegen der Appell. Wir können das erst tun, also wir haben global ein Ernährungsthema und das wird noch richtig, richtig kacke die nächsten Jahre.
01:32:29: Speaker 2 Das, was wir tun können im reichen, satten Deutschland ist, wirklich, was Sie gesagt haben, keine 30 Prozent Lebensmittel wegschmeißen. Das ist das Erste und das Zweite ist,
01:32:39: Speaker 2 auch wenn viele Klimakleber anderer Meinung sind, Oma hat einmal die Woche Braten gehabt, Sonntags. Nicht jeden Tag der Schnitzel und nur das beste Filetstück und so was. Wir müssen wieder weniger tierische Produkte konsumieren, da sind wir in Deutschland auch schon doch ganz fortschrittlich unterwegs, wenn man die neuesten Zahlen anschaut, das ist
01:33:00: Speaker 2 alles natürlich deutlich schlechter, aber das sind die zwei Hebel, die wir in den entwickelten reichen Ländern haben, weniger wegschmeißen und weniger konsumtiere Produkte. Das bedeutet nicht, vegetarier zu sein oder veganer, sondern einfach mal ein bisschen weniger tierische Produkte. Das sind die zwei Haupthebel von uns, die wir haben und wenn wir da wirklich das schaffen, haben wir natürlich deutlich weniger Druck im Ernährungssystem. Aber das ist jetzt auch eine Sache, die haben Sie und ich, glaube ich, auch schon in der Schule gehört und wenn wir die Statistiken anschauen, es hat sich nicht verbessert, es hat sich weiter verschlechtert. Das heißt, diese Themen müssen wir irgendwie lösen, weil drumherum kommen wir sonst nicht. Und solange das nicht gelöst ist, können wir in der Produktivität in der Landwirtschaft nicht runter, weil ich in Vorträgen, so ein Bild zu machen, wir zwei Hocken gerade auch auf dem Stuhl irgendwie, der hat vier Beine, da sitzt man sehr stabil drauf, wenn man das als unsere globale Ernährungsversorgung ansieht, dann ist ein Bein des Stuhls weg durch die große Bevölkerungswachstum, das zweite Bein ist schon weg durch den Klimawandel,
01:34:09: Speaker 2 das dritte Bein sind dann diese Foodwaste und tierischen Überkonsum und auch der generelle Überkonsum in einigen Ländern, wir haben ja heute mehr
01:34:20: Speaker 2 dickleibige Personen als Hungende.
01:34:24: Speaker 2 Das heißt, wir sitzen eigentlich auf dem Schemel mit einem Bein noch, das heißt, da sitzt man sehr wackelig und das ist die konventionelle intensive Landwirtschaft, die definitiv Auswirkungen auf die Umwelt hat. Und ich finde es jetzt nicht schlau, dass wir an dem Bein rumsägen, auf dem einsesten Raum für noch sitzen,
01:34:41: Speaker 2 sondern ganz wichtig wäre, dass wir Schnellersatzbeine bauen, also weniger wegschmeißen,
01:34:46: Speaker 2 weniger tierische Produkte essen in Entwicklungsländer endlich, dafür sorgen, dass da besser Landwirtschaft betrieben wird, dass weniger verdurbt, dort ist das Thema eher Versorgung, Verteilung, Verderben. Und wenn die Beine wieder dran sind, dann können natürlich die Landwirtschaft extensivieren, aber nicht umgekehrt.
01:35:03: Speaker 1 Wenn Sie mit solchen Ideen sich jetzt mal
01:35:07: Speaker 1 den Landwirtschaftsminister Posten bewerben würden, Herr Longin,
01:35:10: Speaker 1 Sie den annehmen würden natürlich,
01:35:13: Speaker 1 würden Sie dann versuchen zu verändern?
01:35:16: Speaker 2 Also vorneweg, ich würde das nie machen, den Job nie machen wollen.
01:35:20: Speaker 2 Also Hut ab, nicht nur vor dem Minister, sondern auch den vielen hochrangigen
01:35:25: Speaker 2 die da komplexe Entscheidungen treffen. Es ist ein ultra komplexes System mit natürlich sehr vielen Interessensgruppen, die es auch zu erfüllen gibt.
01:35:34: Speaker 2 würde den Job auf keinen Fall machen für kein Gelderwelt.
01:35:38: Speaker 2 Was natürlich ein Thema ist, das, was wir gerade besprochen haben, aber ich...
01:35:43: Speaker 1 Wenn Sie kurz unterbrechen, was so schade ist, weil Sie natürlich da einfach extrem viel Wissen mitbringen und extrem viel Passion auch für das Thema Verständnis, das dann so ein Mensch wie Sie das nicht machen möchte, finde ich. Ja, aber das
01:35:56: Speaker 1 ja
01:35:57: Speaker 1 Schuld, trifft irgendwen. Es ist natürlich das System und es ist auch die wahrscheinlich Komplexität der Aufgabe und der Verantwortung. Und die schwere Last, die natürlich auf einem Persönlich dann wird auch lastet, richtig?
01:36:08: Speaker 2 Das natürlich, aber ehrlich gesagt, ich bin Wissenschaftler durch und durch.
01:36:13: Speaker 2 Ich bin kein... das bedeutet, dass wir halt natürlich, wenn wir der Überzeugung sind, dass die Wissenschaft das klar geklärt hat, da gibt es dann unserer Meinung nach auch keine zweite Meinung mehr dazu, dann muss das so durchgesetzt werden. Und das funktioniert natürlich mit den vielen Interessensgruppen in der Basisdemokratie nicht. Und das ist natürlich ein schwierig für einen Wissenschaftler, weil das zu tun. Also meine Aufgabe ist, ich eher wieder drin in Formaten wie diesen oder anderen zu versuchen, zu kommunizieren oder auch durch die Backbücher, die ich geschrieben habe. Da geht es mir eigentlich weniger darum, Backen beizubringen als diese anderen Randgeschichten. Wie ernähre ich mich gesünder mit Brot, wie ist die Landwirtschaft, wirklich das zu transportieren? Also das Wissen zu transportieren, dass vielleicht die Politik langfristig auch leichter hat,
01:36:57: Speaker 2 die relevanten Themen zu bearbeiten. Also
01:36:59: Speaker 2 das
01:37:00: Speaker 2 Thema ist einfach, wir müssen diese große Weltbevölkerung gesund ernähren.
01:37:06: Speaker 2 Gesund bedeutet gesund für sie und mich, dass mein Körper gut versorgt ist, aber parallel natürlich auch gesund für die Umwelt und das ganze Ökosystem.
01:37:15: Speaker 2 Und da hilft keine Ideologie, da müssen wir streng wissensbasiert vorgehen. Also jetzt einfach zu sagen, wir machen nur Ökolandbau anstelle konventionellen ist nicht die Lösung, es liegt irgendwo dazwischen. Wir müssen situationsbedingt entscheiden.
01:37:27: Speaker 1 Damit würden wir unsere Verantwortung nicht gerecht werden.
01:37:30: Speaker 2 Ja, und dann müssen aber auch Möglichkeiten bestehen, dass wenn beispielsweise ein großer Brothersteller schafft, dass das CO2-Fußabdruck des Brotes, obwohl er schon sehr gut ist, im Vergleich zu anderen Lebensmitteln,
01:37:45: Speaker 2 noch mal gesenkt wurde, dass er es auch auf die Packung schreiben darf, dass sie und ich das auch sehen können und das auch honorieren. Also das wäre wahrscheinlich der allererste Schritt, dass man in diesen ganzen Labels, die es gibt, aufräumt.
01:37:58: Speaker 2 Weil häufig ...
01:37:59: Speaker 1 Freut es sich, da können noch ein paar weg, ne?
01:38:00: Speaker 2 Ja, weil häufig, sie und ich, wir stehen dann, wir wollen ja gerne gut einkaufen, aber wenn man sich dann mal ein bisschen recherchiert, also ich kenne mich jetzt halt im Getreide gut aus, aber bei Milch und Fleisch, wäre ich genauso blank wie sie, da fühlen sie sich dann einfach ...
01:38:14: Speaker 2 Ich fühle mich manchmal verarscht, ich bin mir unsicher, was ist da jetzt wirklich? Dann kaufe ich halt doch das, und dann brauche ich diese Ampelsysteme Nutriscore, wie sie auch immer heißen, die ja auch sehr vereinfacht und auch sehr fraglich in vielen Sachen sind. Also das wäre meiner Meinung nach ein echter Beitrag, wenn damals weniger Labels da sind, aber doch klar, die uns helfen beim Einkaufen. Und dann nicht so extrem sein müssen, zum Beispiel, ich habe der Health Claim,
01:38:38: Speaker 2 da müssen sie ja hyperaufwendige Studien her mit vielen Probanden auch, dass sie wirklich auf eine Packung schreiben dürfen, wenn sie da mehr davon essen, haben sie einen gesundheitlichen Effekt. Also das Beispiel ist ja im Getreide Beta-Glucan aus der Gerste oder dem Hafer, der es daher ab einer gewissen Menge wirklich dieser kolosteriensenkende Effekt bewiesen ist.
01:39:01: Speaker 2 Und sowas kriegt man halt sehr selten hinten, deswegen ist es fast unmöglich, sowas zu deklarieren. Also da müssen wir irgendwie schauen, wie wir das hinkriegen. Und das zweite Brett ist natürlich, aber da bin ich wirklich blank in dem Bereich Verbraucherbildung.
01:39:15: Speaker 2 versuche es, helmlich. Ja, deswegen sind so Formate ja gut.
01:39:20: Speaker 1 Ein Format, ja, genau.
01:39:20: Speaker 2 Ich finde, auch gerade beim Thema Vollkorn ist immer schnell gesagt, das ist die Schulbildung. Ich sehe jetzt nur in Baden-Württemberg, wo meine Kinder zur Schule gehen. Also die haben es jetzt, die sind jetzt kurz vorm Abitur, die haben jetzt wirklich bis dahin schon mehrfach gelernt, dass Vollkorn einfach besser ist noch, noch besser als Helles, dass man aber auch nicht immer nur Vollkorn essen muss. Also da anscheinend, also ja, keine Ahnung. Es ist, glaube ich, auch das Erziehen und Vorleben daheim und...
01:39:51: Speaker 2 Ja,
01:39:51: Speaker 2 ein sehr komplexes Thema. Da müssen wir alle zusammenarbeiten, deswegen ist es ja auch gut, dass sich auch mal vielleicht
01:39:57: Speaker 2 Essenstheute wie sie mit Landwirtschaft, Leuten wie mich treffen und dann vielleicht noch irgendwelche Ernährungsmediziner, dass wir da komplexer denken. Und für die Forschung würde ich mir halt wünschen, wenn man so ein Thema wirklich aufbauen will, dann sind es ja so viele verschiedene Disziplinen, da können wir natürlich nicht in drei Jahreshorizenten denken, wie eine übliche Forschungsförderung stattfindet, sondern es ist ja gleich mal ein Jahrzehntrum, bis wir die Sachen wirklich produziert haben im Feld, im Stil, dass man es dann auch die richtigen Produkte draus machen kann, dass man die ausreichende Menge hat für die Probanden, dass die Probanden dann in den Krankenhäusern sauber untersucht werden. Da gehen wir schnell zehn Jahre ins Land und das kann keiner abbilden und das ist natürlich schade.
01:40:38: Speaker 1 Vielen Dank, Helen Lühn für die Ausführung.
01:40:40: Speaker 1 Also ich habe sehr viel verstanden heute, Herr Longin, vielen, vielen Dank, dass Sie Ihr Wissen geteilt haben für die ganzen Erklärungen. Ich habe auch noch eine Frage, die ich jetzt noch nicht aufhört, dass Sie Ihr Wissen geteilt haben für die ganzen Erklärungen
01:40:48: Speaker 1 und dafür, dass Sie den Job machen, den Sie machen, auch wenn Sie als Landwirtschaftsminister nicht antreten würden. Ich glaube, als Wissenschaftler machen Sie ein mehr als wunderbaren Job. Vielen, vielen Dank dafür.
01:40:57:
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