#32 Was vom Longevity Hype bleibt, wenn wir auf die Evidenz schauen - mit Niko Hems

Shownotes

Habt ihr euch auch schon gefragt, was wirklich funktioniert, um gesund und voller Energie alt zu werden? Stefanie Hock und Nico Hems, Experte für Präventionsmedizin und Langlebigkeit, beleuchten heute den oft übertriebenen Longevity-Trend. Du erfährst, warum die teuren, radikalen Biohacking-Methoden der US-Milliardäre oft keinen wissenschaftlichen Beweis haben und sogar riskant sein können. Wir klären, worum es wirklich gehen sollte: nämlich um deine Healthspan, die Zeit, die du in bester Gesundheit, selbstbestimmt und mit voller Lebensqualität verbringst. Nico erklärt dir, wie du mit simplen, aber fundierten Lifestyle-Faktoren wie Schlaf, Bewegung, Ernährung und vor allem Community den größten Benefit erzielst und warum moderne, individualisierte Diagnostik der Schlüssel ist, um frühzeitig intervenieren zu können. Du bekommst super wertvolle Einblicke, wie ein gesunder Lebensstil deine Lebensspanne um bis zu 24 Jahre verlängern kann und welche Blutmarker du unbedingt kennen solltest.

Vergiss den Schwarz-Weiß-Blick auf Krankheit und Gesundheit. Es gibt einen großen Graubereich, in dem dein Körper wunderbar kompensiert. Stefanie und Nico zeigen dir, wie eine neue Art der Medizin dich dabei unterstützt, dein volles Potenzial zu entfalten, damit du lange fit bleibst und deine Lebensweisheit mit deinen Liebsten teilen kannst. Freue dich auf diese Folge, die dich mit einem richtig guten Gefühl und einem klaren Fahrplan für deine persönliche Gesundheit zurücklässt. 💪

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Transkript anzeigen

01:00:00: (Music)

01:00:05: Speaker 1 Mit dir will ich heute ein bisschen Licht in den dunklen, dichten Dschungel der Long-Gemity-Szene bringen und ein bisschen darüber plaudern, zum einen, wo der Trend herkommt,

01:00:35: Speaker 1 was er hierzulande aber auch zum Beispiel in den USA bedeutet und auch ein bisschen hinterfragen, ist das wirklich so sinnvoll für uns alle bzw. was ist es davon, welche Teile und welche Teile sind es aber auch nicht. Ich würde vorschlagen, wir fangen an damit, dass du dich einmal vorstellst, damit die Leute verstehen, warum was du mit Long-Gemity zu tun hast.

01:00:55: Speaker 2 Ja, mega gerne. Ich fange mal gerne ganz ein bisschen früher an, weil das hat bei mir schon ziemlich früh angefangen und genau zu sein mit 13 Jahren. Ich bin ziemlich groß, das sieht man jetzt wahrscheinlich nicht, ich bin zwei Meter groß und war damals auch mit 13 schon ziemlich groß, also ich bin echt sehr schnell gewachsen, war da irgendwie 1,90 oder irgendwie so und habe unter 70 Kilo gewogen, das heißt kurz vor Untergewicht und ich habe mich extrem unwohl gefühlt, also wollte ich irgendwas ändern, habe ich mich so ein bisschen ungeguckt, okay, was mache ich jetzt und dann ging es schnell in Richtung Ernährung zum einen,

01:01:24: Speaker 2 aber auch Kraftsport. Da habe ich mich mit 13 schon einem Fitnessstudio angemeldet, damals brauchte man dann noch so eine Erklärung von den Eltern quasi, dass man das machen darf, weil man halt noch unter 14 Jahren alt war, also selber entscheiden durfte ich das gar nicht, das war auch super spannend und dann hat damit quasi meine Journey quasi so angefangen, über die Jahre habe ich dann immer mehr gelernt über Sport, Ernährung, habe dann über 20 Kilo auch zugenommen und mich letztlich wesentlich wohler gefühlt, also hauptsächlich Muskelmast, da wird es kein Fett zugenommen und das war mega das gute Ergebnis für mich und das hat so ein bisschen die Passion für mich geweckt für dieses Thema Gesundheit, Gesundheit optimieren und dann im Studium, als ich PWA studiert habe, ist so ein bisschen der Wendepunkt nochmal gekommen, als dieser, ich sage mal dieser longevity Hype angefangen hat, vor allem eben drüben in den USA mit Brian Johnson zum Beispiel, der ja 2 Millionen Euro im Jahr dafür ausgibt sein Leben zu verlängern oder auch die alle Peter Thier alle, dann sind immer mehr Leute aufs Boot gesprungen und dachte okay, da ist gerade so ein Riesenhype aus meiner Business Sicht habe ich das natürlich auch gesehen und dann dachte ich jetzt muss ich auch professionell irgendwie auf den Zug aufsteigen, habe mir dann gedacht, als ich im Auslandsemester in San Francisco in Berkeley war, okay was machst du jetzt eigentlich nach dem Master, das will zu machen und dann habe ich mich ein bisschen umgeguckt und dann war relativ klar, okay ich möchte irgendwie in dieses longevity Feld rein, ich finde es super spannend als persönliche Passion und ich wollte einfach mehr Zeit daran verbringen und dann bin ich relativ schnell auf hier gestoßen, so eine Präventionsklinik in Startup in Berlin und ja bin seitdem da für die Wachstumstrategie zuständig, mega spannend.

01:02:56: Speaker 1 Das heißt so über deine privaten Interessen hast du diesen kompletten Trendbereich verstanden, du hast über dein eigenes Problem, als du 13 warst, gemerkt über Biologie und irgendwie Lifestyle Intervention kann man hier total viel verändern am Körper und das hat auch extrem viel Potenzial für Langlebigkeit, fürs gesunde Alter, denn das ist im Grunde genommen der Trend übersetzt und

01:03:17: Speaker 1 aus den USA der Trend kommt, ist halt maximal übertrieben, wenn man sich mal irgendwie anhört, was diese ja teilweise wirklich multimiliardäre da teilweise irgendwie für Ziele setzen und wie weit sie wirklich gehen, ja, also sieht man halt an Brian Johnson's Blueprint, das einfach der Wahnsinn, also das kann sich ja auch kein normaler Mensch leisten, das heißt sie versuchen ja wirklich diese biologischen, biochemischen Grenzen, der unseres menschlichen Körpers wirklich bis ans Äußerste zu pushen, ja und probieren da teilweise auch wirklich Sachen aus, die absolut riskant sind und wofür es keine Evidenz gibt, bringen sich damit im Grunde genommen auch selber in Gefahr, ja, wahrscheinlich ist es für sie diesen, diese Legenden Sager wert, ich weiß es nicht, aber was sind so die verrücktesten Sachen, die du da gesehen oder gehört hast?

01:04:07: Speaker 2 Oh, da gibt es wirklich unglaublich viel, also es fängt ja schon an bei diesem ganzen Infusionsthema, wenn sich Leute da extrem hoch dosierte Vitamine zum Beispiel reinhauen oder jetzt auch neuer Dings im Trendthema NID plus, natürlich ein Molekül, was stark mit der Alterung verbunden ist, umso älter man wird, umso niedriger wird es, das heißt die Leute wollen da natürlich die Speicher vollkriegen, ist auch ein bisschen so für die Energiehaushalt im Körper zuständig und deswegen dachten sie sich, okay das ist sicherlich eine gute Idee, mir jetzt NID plus über eine Infusion reinzuhauen, dabei wird nur eine Sache vergessen und zwar, dass die Moleküle viel zu groß sind, als dass ich überhaupt irgendwie nutzen haben kann, also wenn, dann müsste man die PiKörser nehmen, zum Beispiel, genau von NID plus und so kommt man überhaupt gar nicht zum Ziel, dann gibt es noch viel mehr Trends, zum Beispiel jetzt Peptide, das geht sogar auch in eine gefährliche Richtung, wenn das Ganze unreguliert ist, es gibt ja GLP1 zum Beispiel, Osempic, ich glaube das kennen mittlerweile fast alle,

01:04:59: Speaker 2 die Abnehmenspritze super bekannt, das ist ein Peptide.

01:05:01: Speaker 1 Mit den enttäuschenden Ergebnissen, die jetzt heute so ansagen können.

01:05:04: Speaker 2 Genau, ja das ist natürlich auch ein Thema, aber auch Insulin zum Beispiel ist ein Peptide und das kennen auch jeder,

01:05:08: Speaker 2 also Peptide an sich, ja sind einfach kurzkettige Aminosäurenverbindungen, also ja einfach ein organischer Baustein quasi des Körpers, jetzt gibt es aber extrem viele verschiedene, zum Beispiel auch so in der Longjavity oder in dieser Biohacking Bubble, BBC 157, TP500 und zum Beispiel im Hype gibt überhaupt gar keine Evidenz dazu, gar nichts. Wir haben wirklich in humanen Studien, wissen wir gar nichts, es gab nie eine Randomize Control Trial in Menschen zum Beispiel und die hauen sich das trotzdem rein auf Basis von anekdotischen Daten und da ist eben oft das Problem,

01:05:40: Speaker 2 Erfahrungsberichten, alles, also irgendwie wenn Leute sagen, dadurch fühle ich mich besser, okay muss ich jetzt auch machen. Problem dabei natürlich ist, zum Beispiel in Deutschland ist es erstens illegal,

01:05:49: Speaker 2 sich Peptide, ich sag mal, reinzuhauen ganz stompf und zweitens ist das auch unreguliert, das heißt du indikierst sie, das ist ja mit einer Spritze und wenn da jetzt zum Beispiel, wenn das verunreinigt ist, wenn das keine Apothekenqualität hat, dann kann das in eine extrem falsche Richtung gehen und da gab es zum Beispiel auch eine Geschichte aus den USA, ich glaube die veranschaue ich das ganz gut, da hat sich jemand eine Vitamin B Infusion gegeben, völlig harmlos, das wird sogar manchmal gemacht für Veganer oder Vegetarier, einfach weil dann Mangel ist, da gibt es sogar Evidenz, wenn Mangel da ist, ganz wichtig, aber in dem Fall war das halt eine unregulierte Klinik, die haben sich die, ja ich sag mal, die IV-Drops, haben die sich irgendwo herbestellt aus China oder was weiß ich, keine Apothekenqualität und dann war der Beutel quasi, wo die Substanz drin war, der war verunreinigt und dann wurden quasi Bakterien mit ihnen in die Blutlaufbahn gegeben und das waren für ihr Pech in dem Fall, es waren antibiotikerresistente Bakterien und jetzt ist sie quasi dadurch chronisch krank und kann nicht geheilt werden, weil es eben keine Antibiotika gibt und wurde schon, ich glaube 15, 20 mal operiert, dadurch dass eben dieses Bakterium immer ausbrechen und ihre Haut auch unter anderem angreift, also da sieht man mal wie gefährlich das sein kann, wie unreguliert das ist.

01:07:02: Speaker 1 Es ist genau und da glaube ich kommt auch das größte Risiko her, dadurch dass es eben immer so an dieser Schnittstelle ist zwischen Medizin und Lifestyle, ja ich glaube mittlerweile werden irgendwie ja diese IV-Drops, wie sie genannt haben, also die Infusion wahrscheinlich selbst in besseren weiß ich nicht Beauty Salons oder so angeboten und da muss man natürlich gucken, okay was ist hier wirklich diese Sicherheit, die Sauberkeit, ist das ja alles irgendwie ja

01:07:28: Speaker 1 klinisch nach klinischen Richtlinien, hygienisch und sauber

01:07:32: Speaker 1 da muss man wirklich total aufpassen auf welche Trends man sich auch einlässt, weil sowas ist natürlich bei Instagram, Social Media irgendwie ganz schnell ein Lauffeuer und ja man läuft da in offenes Messer, wenn man es nicht besser weiß, deswegen finde ich hier dieses Bewusstsein mal zu stärken, das wirklich kritisch zu hinterfragen, auch zu hinterfragen, gibt es irgendeinen Grund für mich das jetzt zu tun, also es ist halt nicht wie ich gehe mal kurz ins Nagelstudio, sondern es ist wirklich intravenös, es kommt es gelangen Sachen in dein Körper rein, das ist nicht so no-brainer, wie es immer dargestellt wird.

01:08:12: Speaker 2 Definitiv, ja man muss sich den riesigen Bewusstsein

01:08:14: Speaker 1 und man muss vor allen Dingen ja auch hinterfragen und das finde ich auch immer so spannend, das Thema Long-Javity, Langlebigkeit, die Ziele der Brian Johnson dieser Welt sind ja wirklich irgendwie 120, 130 zu werden oder beyond und man muss sich ja aber diese Frage mal stellen, ist es wirklich realistisch, weil nur weil wir sozusagen Alterungsprozesse aufhalten, heißt das ja nicht, dass wir nicht trotzdem krank werden können, an irgendetwas erkranken können tödlich zum Beispiel, das heißt auch nicht, dass wir nicht doch irgendwie ja weiß ich nicht von Bus laufen können, es gibt ja tausend ja tödliche Risiken im Leben, wir sterben ja nicht alle gleich und ich finde gesund ist es immer, wenn man die Diskussion so ein bisschen

01:08:57: Speaker 1 und sagt,

01:08:59: Speaker 1 darum worum es uns eigentlich gehen soll, ist ja nicht möglichst alt zu werden und ganz, ganz lange zu leben, sondern wir wollen ja möglichst unsere gesunde Lebensspanne, unserer Gesamtlebensspanne angleichen. Richtig, wir wollen möglichst wenig Jahre zum Schluss eigentlich krank und unselbständig sozusagen leben und ich glaube, das ist auch der Trend, der jetzt ich sage mal auch in unserer Gesellschaft und nach Deutschland passt und zu unserem Zirkun passt, ich glaube wir sind da einfach mal ein bisschen reduziert, da ist die Amerikaner wahrscheinlich, wie siehst du das?

01:09:30: Speaker 2 Ja, ich sehe das tatsächlich sehr ähnlich wie du, auch mit den zwei Lager, einmal in Deutschland haben wir, einmal in den USA, den USA ist natürlich viel probierfreudiger, die wollen eigentlich auch immer mehr und die Deutschen sind immer ein bisschen vorsichtiger generell, es gibt ja immer im Bereich Longjavity gibt es so zwei Begriffe, einmal die Livespan und einmal die Healthspan, Livespan ist einfach die Lebensspanne an sich, das heißt wie altwertig und da innerhalb dieser Longjavity Bubble ist oft der Fokus eben auf dieser Livespan, okay ich will 150 Jahre alt werden oder sogar noch extremer, auch wieder aus den USA, woher sonst zum Beispiel David Sinclair oder Obi de Grey, zwei Longjavity Forscher, der eine sogar Harvard Professor, die arbeiten an dieser sogenannten Longjavity Escape Velocity, das heißt wenn ich ein Jahr alter, dann ist die Forschung soweit mir ein Jahr mehr zu geben quasi und somit kann man dann letztendlich so sagen, es gibt überhaupt keine Daten dazu bis lang, so kann man dann unendlich leben, aber sagen wir mal ganz ehrlich, das ist bislang extrem unrealistisch und das ist eher Wunschdenken, bislang gibt es überhaupt keine Humandaten und deswegen viel viel spannender ist dieser Begriff der Healthspan, genau wie du gesagt hast, diese gesunde Lebensspanne und das ist ja eigentlich das echte Ziel, was wir haben, denn was bringt es mir überhaupt 150 Jahre alt zu werden oder auch nur, nur ein Anführungszeichen, 110 oder 120 Jahre, wenn ich dann irgendwie mit 60 Stunden ne Hüfte brauche, ne Knie, die ganze chronische Schmerzen habe und eigentlich wirklich keine Lebensqualitäten mehr,

01:10:53: Speaker 2 also das echte Ziel sollte ja wirklich sein, okay ich werde zum Beispiel 90 Jahre alt und bis zumindest mal 85 fühle ich mich topfit, ich brauche keine neue Hüfte, ich kann mich bewegen, ich kann auch Sport machen, ich kann vor allem mit meiner Familie und mit meinen Freunden sein und habe einfach eine extrem hohe Lebensqualität

01:11:08: Speaker 2 und das ist das worum es meiner Meinung nach eigentlich gehen sollte und ich glaube auch, vor allem in Deutschland und Europa ist das auch eher der Fokus anstatt dieses, ja, Lifespan Extension Thema, also die Erhöhung der Lebensspanne an sich.

01:11:21: Speaker 1 Ja vor allen Dingen ich als Volkswirtin schaue auch immer aus dieser Meta-Ebene, aus dieser Zahlen-Ebene auf diese Trends und denke mir häufig also erstens, wenn wir mal, wenn wir jetzt alle anfangen 120 Jahre zu leben, ich glaube dann finden wir wirklich keine Lösung mehr für unsere Planetare, Ressourcenkrise, weil dann schlagen wir hier vor über die Stränge und auf der anderen Seite haben wir aber schon einen krassen Benefit, also sehr viele Vorteile davon, wenn wir einfach die gesunde Lebensspanne, der Gesamtlebensspanien sozusagen angleichen, weil einfach viel weniger Kosten

01:11:56: Speaker 1 anfallen für die Gesellschaft insgesamt und wir können zum einen halt produktiver sein bis also länger sozusagen in unserem Leben und ich glaube ehrlich gesagt, dass das auch total erfüllend sein kann, länger irgendwas

01:12:09: Speaker 1 zu tun in seinem Leben, das muss ja nicht die Arbeit sein, die man irgendwie

01:12:12: Speaker 1 den letzten 40 Jahre gemacht hat, man kann sich auch nochmal neu erfinden. Ich finde generell, dass einfach ältere Menschen der Gesellschaft eigentlich sehr viel zurückgeben mit ihrer Lebensweisheit, mit ihrer Lebenserfahrung und wenn man in gesundheitlich einem guten Zustand ist, kann man das ja auch sehr gut machen und hat man wahrscheinlich auch die Lust zu, wohin gegen, genau mit 150 wahrscheinlich dann, ja man stellt sich halt dann diese Sinnfrage einfach noch und es ist auch sehr interessant, weil je mehr ich persönlich mit zum Beispiel älteren Menschen über diesen Trend rede, desto mehr merke ich, wie die Menschen das eigentlich gar nicht so dem Leben abverlangen, die wollen gar nicht so krass viel älter werden, die sagen, nee, das ist okay, dass das jetzt zu Ende geht. Ist das interessant, oder?

01:12:58: Speaker 2 Das ist mega spannend und ich glaube das ist auch gut so, ehrlicherweise.

01:13:01: Speaker 1 Ja,

01:13:03: Speaker 1 Und du hast gesagt, dass du, dass dein, dass dein, der Wendepunkt eigentlich so während des Studiumkamps, dass du dich für diesen Bereich interessiert hast. Wann kam denn, also die, das Interesse kam ja schon wahrscheinlich über diesen eben halb aus den USA und so lang wird hier und auch mega spannend, was da möglich ist. Das heißt, man schaut natürlich erst mal so an die, an die Front der Wissenschaft. Was, was geht denn da? Was sind die, ja ich sage mal so die krassesten Ideen, die die da haben? Und wann hast du aber gemerkt, okay, das ist mir hier alles ein bisschen zu wild? Ich glaube, das macht nicht so viel Sinn, dass mal back to basic gehen.

01:13:33: Speaker 2 Ja, 100 Prozent. Ich habe mir einfach auch sehr umfangreich die, die Studienlage angeguckt und einfach mal so ein bisschen rumgeguckt, was sind denn Trends-Topic, über die gesprochen wird? Ich habe schon erwähnt, es ist eine Diplas-Peptide etc. und was ist eigentlich wirklich die Humanevidenz, die dahinter steckt? Und die ist eben extrem dünn. Bis nicht vorhanden. Es gibt ja zum Beispiel auch im Sinne dieser Lebensstil-Lebenspannverlängerung. Sie auch Off-Label-Medikamente, Rappermizin zum Beispiel oder mit Formen, die werden ja gut untersucht. Die haben in

01:14:02: Speaker 2 Beispiel, haben die Potenzialen und verlängern die Lebensspanne. Aber wie das letztendlich in Menschen aussieht, das weiß ja gar keiner. Also das ist ja immer Wunsch-Denken, dass das auch in Mäusen so klappt, wie es in Menschen klappen sollte. Also andersrum. Und das ist ja super Wunsch-Denken. Das heißt, ich habe mir wirklich angeguckt, was gibt es da und was ist Evidenz? Und das war eben sehr schwach und dann back to basics, wie du gesagt hast. Denn was klappt wirklich und was zeigen Studien auch wirklich? Da gibt es extrem viele longitudinale Studien zu. Also über viele Jahre, zum Beispiel eine Studie hat gezeigt, wenn du so 8 Lebensstilfaktoren und 8 Faktoren arbeitest, kannst du deine gesunde Lebensspanne bis 24 Jahre verlängern. So sind so Sachen wie Blutdruck, Ernährung etc. Wenn du darauf achtest, und das funktioniert eben nicht rauchen genau, das funktioniert eben durch einen gesunden Lebensstil und durch diese Lifestyle-Faktoren. Da gibt es ja mehrere. Das ist ja Schlaf, Ernährung, Sport, aber auch ganz wichtig und ich glaube, das vergessen viele, so Community, mentale Gesundheit, auch so ein bisschen der Lebenssinn. Genau, das auch. Also alles so, was dich quasi erfüllt als Menschen. Da gab es auch eine Haarwartspieler zum Beispiel.

01:15:06: Speaker 1 Der Beziehung.

01:15:07: Speaker 2 Ja genau, Qualität der Beziehung ist super wichtig.

01:15:09: Speaker 2 Eine Haarwartstudie hat zum Beispiel gezeigt, der wichtigste Faktor für Langelebigkeit war nicht Blutdruck oder nicht Kolosterin oder ähnliches, sondern Community.

01:15:18: Speaker 2 Hattest du Freunde, hattest du Familie, hattest du Spaß? Das war der wichtigste Faktor und das ist glaube ich was, was auch oft vergessen wird.

01:15:26: Speaker 1 Und was ich auch sehr spannend finde, aber das ist halt auch Evidenzbasiert, es gibt natürlich auch genetische Risikofaktoren, die man mittlerweile aber eben sehr gut untersuchen kann und da finde ich ist in der Diagnostik der Fortschritt auch extrem sinnvoll und auch cool und da steckt eigentlich für mich die technologische Innovation, die wir wirklich nutzen können, weil je mehr wir diese Risikofaktoren, die wir einfach genetisch in uns tragen, irgendwie zum einen kennen können, ja, und dann einfach mit diesem Bewusstsein auch leben können, desto besser können wir natürlich auch ja präventiv irgendwie leben.

01:15:56: Speaker 2 100 Prozent. Ja, das glaube ich extrem viel Potenzial. Es gibt zwar immer noch Einschränkung und der Wissenstand ist noch nicht perfekt, zum Beispiel wenn du Genanalyse ansprichst, zum Beispiel das ApoE4-Gen, also das Alzheimer-Gen, wenn wir da zwei Ausprägungen von haben, ist glaube ich das Alzheimer-Risikum zehnfache, zwölffach irgendwie sowas. Chris Hemsworth hat das zum Beispiel, deswegen hat das Gen ein bisschen Aufruhr bekommen und ein bisschen, ja, es ist ein bisschen bekannter geworden und Stand jetzt gibt es ja noch nicht so wirklich Medikament zum Beispiel gegen Alzheimer gibt es nicht, wir wissen noch nicht so wirklich, was wir gegen machen können, außer, jetzt kommen wir wieder zurück zu den Leistelfaktoren, Sport, Ernährung, auf Blutdruck achten, auch die Gehirnleistung, Warenkurbeln, auch wieder hier Community, das ist eben extrem wichtig, aber jetzt mal abhängig, unabhängig von diesem ApoE4-Gen,

01:16:40: Speaker 2 wir können extrem viel schon machen und dafür ist Präventivmedizin auch extrem wichtig, meiner Meinung nach und ich glaube in Deutschland kommt das auch wirklich zu kurz noch. Die Kassenleistung, die wir stand jetzt haben, zum Beispiel Checker 35, die sind grundsätzlich nicht verkehrt, das ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, aber das ist echt nicht umfangreich und da fehlen noch extrem viele Sachen, die extrem relevant sind, zum Beispiel so ein ApoB, also die Anzahl an Koldosterinpartikel, die dann letztlich stark kausal zusammenhängt, nicht nur in Koalition hat, also kausal zusammenhängt mit Herzinfakten, also Pluck in den Arterien langfristig oder auch so ein LP-Klein A, ein genetischer Risikofaktor, Lipoprotein-Klein A, auch wieder für Herzinfakte, für Arterisklorose, also für die Verkalkung von den Arterien, so was wird da gar nicht mitgemessen und das sind Faktoren eben, die man wissen sollte und langfristig, glaube ich, macht es einfach Sinn, einmal so eine Baseline zu haben, sprich einmal so ein bisschen Blutwerte zu haben, Diagnostik, also ein EKG, Belastungs-EKG V2, Marks, extrem wichtiger Faktor, wie fit bin ich eigentlich und dann über die Jahre sehen zu können, okay, was ist so der Trend, geht das runter, muss ich vielleicht ein bisschen stärker intervenieren, geht sich irgendwas in eine falsche Richtung, einfach damit man frühzeitig erkennen kann, ob es irgendwie ein Risiko gibt, das ist extrem wichtig, meiner Meinung nach.

01:17:53: Speaker 1 Das heißt, der Trend geht auf jeden Fall von oder wäre schön, wenn der Trend ginge von, ich sag mal so, dem reaktiven medizinischen System, was wir so in Deutschland haben, wo wir erst zum Arzt gehen, wenn wir krank sind. Es machen ja auch wirklich nicht viele junge Menschen, diesen Checkup zum Beispiel, das damit fängt es ja schon an, überhaupt dieses Bewusstsein zu haben, ich sollte präventiv mich screenen lassen, das prüfen lassen, weil damit kann man natürlich auch, ich sag mal, schlimme Krankheiten schon früh erkennen, das dazu ist ja sozusagen der Checkup gedacht und die Idee der Prävention trägt ja aber das Thema Gesundheit oder Gesundheitsversorgung einfach nochmal einen Schritt weiter nach vorn und sagt, bevor ich krank werde, soll ich mich eher darum kümmern, dass meine, ich sag mal, Gesundheitswerte auch wirklich gesund bleiben, bevor ich dann irgendwie anfange, meine Krankheitswerte zu managen. Das ist ja eigentlich so ein Umkehrung des Partikmanns von der Patrogenese in die Salotogenese.

01:18:49: Speaker 2 Ja, 100 Prozent, hast du es auf den Punkt gebracht, ich glaube ein großes Problem des Ganzen ist auch, vor allem bei jungen Leuten, die fühlen sich halt oft einfach fit und die sagen, okay, ich habe so oder so nix, aber es ist eben so, zum Beispiel Diabetes oder auch bei Herzenkrankt, also eher Arterisklerose, Plakeneinaterien wieder, das ist eben fünf, sechs Jahre früher schon anfängt und zum Beispiel auch bei Herzenfarkt 50 Prozent aller Herzenfarkte haben gar keine Symptome vorher. Das heißt, der erste Symptome eines Herzenfarktes ist der Herzenfarkt selbst. Du wirst nicht vorgewarnt in 50 Prozent aller Fälle und ich glaube, das vergessen Leute einfach, dass der Körper das zwar gut in Sachen, wenn die wirklich stark merkbar sind, Grippe zum Beispiel, das merkst du sofort, das ist völlig klar, aber so Kleinigkeit, wenn es zum Beispiel ein bisschen mehr Plakeneinaterien kommt und die immer ein bisschen mehr verkalkt werden, pass sich der Körper an und das merkst du meistens gar nicht. Deswegen ist eben, genau, du spürst es nicht. Deswegen ist dieser präventive Checkup einfach super sinnvoll.

01:19:43: Speaker 1 Ja, absolut. Ich sage mal, die meisten Menschen denken über Gesundheit und Krankheit so in Schwarz und Weiß nach, aber das ist ja eigentlich eine Lüge, weil dazwischen ist ja eigentlich ein viel größerer Graubereich, in dem wir uns wahrscheinlich alle drin bewegen. Das heißt, es ist nie immer alles total perfekt, sondern eigentlich ist immer irgendwas im Argen, nur der Körper kann so perfekt kompensieren. Der ist halt so ein biochemisches Wunder, kann man sagen, dass wir davon eigentlich in unserem Autopilot überhaupt nichts mitbekommen und

01:20:13: Speaker 1 sozusagen ein bisschen Licht in diesen Graubereich, dieses Lungell zu bringen, darum geht es eigentlich bei einem solchen Präventionskonzept richtig.

01:20:19: Speaker 2 100 Prozent. Das ist genau der Punkt und vor allem auch über so eine Zeitachse hinweg Veränderung zu sehen.

01:20:26: Speaker 1 Ja, und das finde ich auch total interessant, dass du sagst, hey, das einmal prüfen ist das eine, aber dann eigentlich seine eigenen longitudinalen Daten sozusagen aufzunehmen und zu gucken, wie entwickelt sich das. Es bleibt stabil, es ist gut, gerade bei den zum Beispiel Markern, die wichtig sind, wenn man irgendein genitzches Risiko hat oder so, zu schauen, wie bewegt sich das und welche Lifestyleintervention funktionieren für mich zum Beispiel auch, weil nicht alles funktioniert ja für jeden gleich.

01:20:52: Speaker 2 Das ist 100 Prozent ein sehr wichtiger Faktor, dass man einfach ein bisschen individualisiert daran geht. Vor allem ich glaube ein gutes Thema ist da Ernährung. Das ist natürlich auch moralisch sehr stark geprägt mit Vegetariern und Veganern, die das aus moralischen Gründen zum Beispiel machen. Was ja superfair ist, aber auch zum Beispiel gibt es Menschen, die halt eben sehr stark körperlich auf verschiedene Nahrungsmittel reagieren als andere Menschen und das zeigt ja an sich schon, wie individualisiert der Körper eigentlich ist, wie verschieden der Körper ist und deswegen muss man da viel individualisierter angehen. Das ist glaube ich auch ein mega wichtiger Faktor, der oft vergessen wird.

01:21:27: Speaker 1 Und jetzt arbeitet ihr bei Jils ja sozusagen an genau so einem modernen Konzept, wie das wirklich innovativ und vor allen Dingen präventionsfokussiert

01:21:35: Speaker 1 umgesetzt werden kann.

01:21:37: Speaker 1 Kannst du dieses Konzept einfach nochmal genau beschreiben? Also welche Sachen spielen deine Rolle? Welche Art der Diagnostik du hast schon ein paar Werte genannt auf jeden Fall und wie sieht das

01:21:47: Speaker 1 insgesamt aus?

01:21:48: Speaker 2 Ja, sehr gerne. Also die Mission oder warum Jils quasi ins Leben gerufen wurde,

01:21:52: Speaker 2 eine Mission in Vordergrund, und zwar, dass Menschen nur noch gesund zum Arzt gehen, weil man eben frühzeitig quasi alles sehen kann und dann frühzeitig reagieren kann. Wie gesagt, fünf bis sechs Jahre vorher kann man schon intervenieren, wenn man erste Anzeichen für Diabetes oder Herzinfarkt sieht. Und das eben machen wir zum Beispiel durch verschiedene Programme, bis zu drei verschiedene Programme bei uns und dann haben wir einmal so diese umfassende Basisdiagnostik, die wirklich schon sehr umfassend ist. Hat man so 90 Biomarker dabei und da sind dann Marker dabei, wie zum Beispiel dieses Lipoprotein A. Mega wichtig, aber auch zum Beispiel...

01:22:22: Speaker 1 Ja, das gibt dann das große Blutbild extrem klein.

01:22:24: Speaker 2 Ja, das ist, ich glaube, ungefähr 20 Werte kriegt man da meistens beim Arzt mit Cholesterin etc. noch und das sind dann eben 90 im kleinsten Programm bei uns. Aber auch Organfunktionswerte, Leber, Niere etc. einfach um da mal zu gucken, was ist eigentlich wirklich der Stand? Natürlich auch Vitamin D im Winter, vor allem bei uns Deutschen extrem wichtig, auch einfach mal abzunehmen. Vitamin B12 ist sehr wichtig für Veganer und Vegetarier abzunehmen und auch andere Werte. Einfach mal um zu gucken, was ist denn meine Baseline und dann aber ganz wichtig ist diese funktionelle Diagnostik, auf die wir auch super viel Wert legen und da geht es dann von EKG, Lungfunktionstest, Belastungs-EKG bis hin auch zu funktionellen Sachen wie zum Beispiel Kraft- und Balanceanalysen.

01:23:03: Speaker 2 Die sind auch super wichtig fürs gesunde Alter, weil langfristig,

01:23:07: Speaker 2 natürlich auch einer der, ich sage mal Hallmarks of Aging,

01:23:10: Speaker 2 ist quasi auch die Fail-Ti, also wie gebrechlich bist du und wenn du stürzt im Alter, ist natürlich sehr, sehr problematisch langfristig und das kannst du eben auch frühzeitig intervenieren durch Krafttraining, durch Ausdauertraining, durch Balance-Training und das messen wir eben auch auch super wichtig. Also es ist einfach so ein extrem umfassendes Paket.

01:23:27: Speaker 1 Und ich finde gerade beim Thema Kraft-Balance ist es so, also diese Stabilität einfach bei zu behalten, die körperliche, da finde ich es ist so wichtig zu verstehen, egal wie alt du bist, du kannst auch schon 75 sein. Es macht trotzdem Sinn anzufangen zu trainieren, weil auch ältere Menschen klar ist der Fortschritt dann langsamer,

01:23:49: Speaker 1 aber es gibt tolle Studien, die einfach zeigen, dass egal welchen Alter du anfängst, wenn du gewisse Übungen jeden Tag einfach machst, dann kannst du auch in so einem hohen Alter diese ganzen Sachen verbessern.

01:24:01: Speaker 2 100 Prozent, ich wurde öfters mal gefragt, okay was ist eigentlich so ein Alter, bei dem man das nicht mehr machen sollte, so ein Checkup zum Beispiel auch oder so Krafttraining oder so und dann sage ich, es gibt keinen Alter, es ist nie zu spät anzufangen und das meine ich auch ganz ernst, es gibt immer Verbesserung, die du quasi noch rausführen kannst und das macht einfach für jede Person Sinn langfristig.

01:24:21: Speaker 1 Ja,

01:24:21: Speaker 1 und die sind auf jeden Fall auch mit dabei, das testet ja alles und da gibt es halt ja bestimmte Tests für indem ihr das diese ganzen Punkte bewertet.

01:24:32: Speaker 2 Ja genau, gut zusammengefasst, also bei uns gibt es halt diesen Diagnostiktag quasi, dauert beim kleinen Programm auch schon so fünf, sechs Stunden, also ein ziemlich langer Tag, aber in entspannte Atmosphäre nicht dieses klassische Arztzimmer, Wartezimmer wo man mit zehn Leuten sitzt, sondern in seinem eigenen Bereich, das sind wir nebenbei und bei den großen Programmen dauert das Ganze sogar neun Stunden, also das ist dann echt ein anstrengender Tag ehrlicherweise, aber dann kriegst du einmal wirklich alle

01:24:54: Speaker 2 Werte, die es gibt.

01:24:55: Speaker 2 zumindest beim großen Programm, also viel mehr gibt es da wirklich nicht und dann eben ganz ganz wichtig gibt es halt die individualisierte Auswertung, da wo wirklich auf den Mensch an sich geguckt wird, okay was ist auch, was passiert gerade im Leben, zum Beispiel ist es extrem wichtig, wenn du extrem hohen Stressload hast zum Beispiel, dann würde man jetzt nicht empfehlen, dass man dreimal die Woche Intervalltraining macht, um den Stressload nochmal höher zu treiben oder irgendwie Kohlplantes macht, also Eisbäder zum Beispiel, das macht überhaupt keinen Sinn, wenn das Stressload so hoch ist, also das sind auch Faktoren, die muss man einfach mit einbeziehen und das machen wir auch, weil es eben so extrem wichtig ist und dann gibt es halt am Ende so eine Art Protokoll, quasi so ein Fahrplan, was sollte man die nächsten Monate oder Jahre machen, um da langfristig gesund zu bleiben und das ist was, was

01:25:37: Speaker 2 wichtig ist, dass es halt individualisiert ist, auf die Werte angepasst, aber auch auf den Lebensstil der Person angepasst, das ist ja auch bei jedem komplett unterschiedlich, ganz ehrlich.

01:25:46: Speaker 1 Ja,

01:25:46: Speaker 1 und können da auch zum Beispiel manchmal Supplements oder Infusionen empfohlen werden und Teil des Protokolls sozusagen sein oder auch irgendwelche Medikamente zum Beispiel?

01:25:57: Speaker 2 Auf jeden Fall alle drei Sachen sogar. Thema Supplements zum Beispiel, wenn ein Mangel da ist, zum Beispiel Veganer und Vitamin B12, macht auf jeden Fall Sinn, bei Mangelentscheidung macht es auf jeden Fall Sinn oder auch im Winter Vitamin D haben fast alle deutschen Mangel, wenn ich jetzt hier rausgucke, dann ist da auch keine Sonne zu sehen, also woher soll da Vitamin D kommen?

01:26:15: Speaker 2 Und man braucht auch UV Index von, ich glaube, drei mindestens, damit überhaupt Vitamin D entstehen kann im Körper. Also da ist völlig klar...

01:26:22: Speaker 1 Ich glaube, den hat man wirklich in Deutschland absolut nur im Sommer, also Juni, Juni, August, irgendwie.

01:26:26: Speaker 2 Genau, es ist nicht wirklich möglich im Winter, also auch das macht zum Beispiel Sinn, es gibt halt so ein paar vereinzelte Supplements, die Sinn machen, aber der Großteil macht halt oft keinen Sinn, aber individualisiert macht das dann Sinn, angepasst auf den Körper, Thema Infusion bei Frauen zum Beispiel, Eisenmangel. Das ist ein griesen Thema und bei manchen Frauen macht es dann sogar Sinn, weil der Wert so gering ist und die vielleicht nicht gut genug ansprechen auf Supplemente, dass man da eine Eiseninfusion gibt.

01:26:48: Speaker 2 Das passiert auf jeden Fall auch.

01:26:50: Speaker 2 Also das ist auf jeden Fall auch ein Thema, was relevant ist und dann Medikamente, pharmacologische Interventionen machen auch Sinn in gegebenen Fallen oder manchen Fällen machen die auf jeden Fall Sinn. Uns ist da meistens so, dass das Ziel ist, kurzzeitig Medikamente zu geben, weil da vielleicht gerade ein größeres Problem ist und dann langfristig wieder wegzukommen von den Medikamenten und das auch

01:27:10: Speaker 2 die Jahre hinweg anzupassen und nicht die ganze Zeit zu sagen, okay, jetzt hast du hier ein Medikament, das nimmst du bis zu deinen Lebensende quasi. Sagen wir, gib'n' Medikament und guck' danach sechs Minuten, ist es besser, kann ich vielleicht langsam runtergehen vom Medikament und das machen eben die Ärzte bei uns. Und das ist dann auch eine ganz individualisierte Entscheidung, aber da wird man halt konstant begleitet und kriegt nicht einmal was an die Hand und das ist dann final fürs Lebensende.

01:27:31: Speaker 1 Ja, ich hab also euer Programm, ist super, aber es ist natürlich auch extrem teuer für die meisten Leute.

01:27:39: Speaker 1 wenn man weiß, dass man sozusagen damit jetzt irgendwie sein Leben absichert, dann ist das wie eine andere Denke. Aber die Menschen in Deutschland sind ja überhaupt nicht gewohnt, für Gesundheit viel Geld auszugeben. Das heißt, es muss ja schon wie so ein Mindset-Shift, so ein Sinn ist, wandelt stattfinden. Was sind da eure Erfahrungen?

01:27:58: Speaker 2 Ja, also das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema, was du ansprichst und langfristig wünschen wir auch, dass wir Teil dessen sind, dass wir so ein Systemwechsel quasi anregen. Weg von dieser reaktiven Medizin, die super ist in Deutschland, da sind wir ja in der Weltspitze von der reaktiven Medizin mehr hin zu präventiver Medizin. Ich sage jetzt nicht, dass wir reaktive Medizin wegstreichen sollten, aber wir sollten eben diese präventive Medizin mehr an Fokus nehmen. Und das fängt dann

01:28:22: Speaker 2 bei der Regierung schon an, dass man das mehr entzentiviert, das fängt an bei den Versicherungen selbst, dass die das mehr entzentivieren. Da war ehrlicherweise, ich habe öfters mit Versicherung gesprochen, warum die das eben nicht machen. Und da ist das tatsächlich so, das war ein super Argument von denen, dass langfristig gesehen, es extrem viel Sinn macht, auch monetär gesehen für Versicherung, klar ist es immer noch ein Unternehmen, die müssen auch Geld verdienen, die dürfen nicht insolvent gehen.

01:28:43: Speaker 2 Aber kurzfristig gesehen ist das eben teuer, weil man erstmal investieren muss und der ROI, also der Return on Investor, kommt erst später. Und die können diese kurzfristigen Investition nicht treffen, weil die eben nicht genug Geld haben. Und das kommt dann halt eben wieder von der Regierung. Das ist so ein kompletter Systemwandel, den wir quasi anregen,

01:29:00: Speaker 2 müssten.

01:29:01: Speaker 2 Also das ist wirklich ein ziemlich großes Problem. Ich sehe da extrem viel Potenzial. Und ich hoffe wirklich, dass das auch durch die Medienwirksamkeit langfristig in eine andere Richtung geht.

01:29:10: Speaker 1 Ein weiterer Einwand könnte aber auch sein. Das habe ich auch schon öfter gehört. Angenommen, ich gehe jetzt zu euch und bekomme irgendwie mein Protokoll und ich habe einige Sachen zu verbessern. Mein V2 Max war nicht so super und ich könnte vielleicht ein bisschen mehr Krafttraining machen, weil irgendwie meine Muskelmasse auch ein bisschen höher sein könnte, antheilig an der... also als Körpermasse. Und ich gehe dann nach Hause in meinen stressigen Alltag zurück und hab dann dieses Protokoll und ich weiß, ich muss Krafttraining machen, ich weiß, ich muss mehr Proteine essen, ich weiß, ich sollte irgendwie meine Lungfunktion trainieren und ich schaffe es aber einfach nicht. Ich setze es irgendwie nicht um, so wie ich sollte. Dann bleiben natürlich auch diese theoretischen Verbesserungen, die so ein Protokoll natürlich hervorbringen soll, erst mal weg. Zumindest, ich kann das natürlich auch teilweise machen und es wird vielleicht ein bisschen besser, aber vielleicht nicht so extrem viel besser und dann ist natürlich auch unklar. Na ja, was gewinnen wir am Ende tatsächlich? Vielleicht, ich meine, wir haben jetzt natürlich auf diesen ganzen Präventions- und langenlebigkeitsprotokollen auch noch sehr wenig Erfahrungswerte langfristig gesehen und ich frag mich natürlich auch manchmal, oder macht das den Leuten eher Stress? Zusätzlich Stress und Stress ist ja bekanntermaßen so das Schlimmste für unsere Gesundheit und ich hinterfrage das wirklich, also dieses, jetzt hast du Protokoll und das solltest du umsetzen, was denkst du dazu?

01:30:34: Speaker 2 Das ist ein mega wichtiger Punkt und ich glaube auch, dass Leute wie zum Beispiel Bayern Johnson es übertreiben und man auch einfach mal ein bisschen spontan sein muss. Ich glaube, diese Pareto-Regel 80-20, 20% Input bringt 80% der Leistung oder das Returns quasi, dies supergut für solche Sachen und das ist glaube ich auch der große Vorteil von individualisierter Medizin. Bei uns ja zum Beispiel ist das so, dass du halt ein individualisiertes Protokoll kriegst, basierend auf deinem Lebensstil und auch dem, was du machen kannst überhaupt. Es wird dann im Gespräch mit dem Arzt rausgefunden, zum Beispiel hat einer unserer Ärzte, dem hatte ich letztens gesprochen, der hat dann super coole Ideen wie zum Beispiel, dass man einfach spazieren gehen mit dem Hund, was man eh macht, zum kleinen Workout macht, zum Beispiel, dass man Wacking macht. Also man setzt ein Rucksack auf und hat irgendwie 5-10 kg Gewicht drin und durch das Gewicht kann das vielleicht sogar schon für einige Leute, vor allem ältere oder eher unfittere Leute, für so ein 2-Kardio reichen und das sind eben so Ideen, die sind super einfach zu implementieren, aber die bringen schon Benefit. Und ich glaube genau das ist der richtige Weg, den wir auch weitergehend einfach angehen sollten, dieser individualisierte Approach wirklich auch zu hinterfragen, okay, kannst du das wirklich umsetzen, willst du das umsetzen oder wird das in einer Woche eh nicht gemacht, weil dann bringt das nichts. Dann sollten wir eher ein Step runtergehen und vielleicht ein bisschen weniger machen, was dann aber langfristig mehr Return bringt und ich glaube das ist die Zukunft.

01:31:51: Speaker 1 Und nichtsdestotrotz ist der Mensch ja ein Gewohnheitstier und auch bei diesem individualisierten Protokoll musst du ja gewisse Dinge einfach ändern, damit du das wirklich umsetzen kannst. Du musst ja zum Beispiel diesen Rucksack mit dem Gewicht irgendwie neben die Tür stellen, du musst dann auch irgendwie, also sag mal Bock haben, das wirklich anzuziehen, das zu machen. Was sind da so eure Praxiserfahrungen? Also kriegt ihr manchmal auch Feedback zum Beispiel dann von Patienten, Patientinnen, die zu euch kommen und mit so ein Protokoll nach Hause gehen, wisst ihr dann, was davon wirklich gemacht wird und wie sie es umsetzen, weil dafür braucht man ja wahrscheinlich mehrere Touchpoints oder mit den Patienten.

01:32:29: Speaker 2 Ja, also das langfristige Ziel ist auf jeden Fall, dass die Leute jährlich zu uns kommen oder zumindest mal alle zwei Jahre und unseren größeren Programm ist ja auch eine Jahresbetreuung quasi mit drin, dann kommt man quartalsweise zu uns, kriegt noch mal ein paar extra Werte nachgemessen und ist auch in mehr Kontakt mit dem Arzt an sich, aber bei uns ist das auch so, dass das halt einfach eine langfristige Betreuung sind. Also wir sagen da mal, wir sind so dein langfristiger Partner für Gesundheit und das ist auch so bei uns und das machen unsere Ärzte auch die Fragen dann noch aktiv nach, okay wie läuft das Protokoll, müssen wir vielleicht was umstellen, sollten wir vielleicht ein paar Hebel irgendwie anders setzen und vor allem ist das ja so, dass dieses Gespräch, die Folgekonsultation bei uns vorallem Ergebnisse besprochen werden, die meistens sehr lange geht, halbe Stunde, Stunde, wo sich der Arzt wirklich die Zeit nimmt, dass man da einfach schon bestmöglich rausfindet, ist das was, was man umsetzen kann, dadurch wird schon sehr viel Risiko weggenommen und sollte es nicht klappen, dann kann man das auf jeden Fall auch adaptieren und das ist eben bei uns auch ja mit in diesen Programmen enthalten, dass man langfristig guckt, okay ist man hier auf einem guten Weg, sollte man das umstellen oder nicht, nichtsdestotrotz ist trotzdem die eigene Motivation natürlich immer entscheidend, wenn ich überhaupt keinen Bock auf irgendwas hab, dann kann das auch nicht funktionieren, da muss man auch ganz ehrlich sein.

01:33:37: Speaker 1 Habt ihr denn auch schon mal so ein Fall gehabt, wo jemand kam und das irgendwie, ich sag mal, alles gut war und es gab irgendwie im Grunde genommen keine sichtbaren Risiken oder so, man wollte halt einfach nur diesen coolen Checkup machen und man hat dann wirklich was total Lebensveränderndes rausgefunden, weil das ist ja, finde ich, auch mal so ein incentive, das sind immer so diese Fälle, die man bei sich immer so gar nicht vermutet oder vielleicht doch und dann hat man irgendwie auch Angst davor und so, aber nur so funktioniert ja Prävention, wir müssen uns genau diesen, diesen Ängsten ja auch irgendwie stellen, aber das rettet ja dann genau auch Leben und Lebensjahre hinten raus und Gesundheit.

01:34:12: Speaker 2 Ja, 100 Prozent. Ich bin ja selbst kein Arzt, also ich sehe ja selbst keine Patienten, aber ich habe jetzt eine ganz gute Geschichte und zwar, ich selber hab natürlich den Checkup auch schon gemacht und ich selber bin jung, ich bin 25 Jahre alt, bin ziemlich fit, mach seitdem ich 13 bin Sport, sowohl Kardiovaskuläre, Ausdauer, Aktivitäten als auch Krafttraining, Spielgolf, bin sehr viel in der Natur, ernähre mich eigentlich zumindest nach Pareto, meistens sehr gesund, ich schlafe eigentlich wie ein König, also jeden Tag fast acht Stunden, das ist mir extrem wichtig, man würde denken, ich mach alles perfekt,

01:34:42: Speaker 2 aber jetzt kam bei meinem Ergebnis trotzdem mehrere Sachen raus, die eben nicht perfekt waren, zum Beispiel war mein Homer Index, also Index zwischen Glucose und Insulin, Nüchtern, Nüchtern Insulin, der war schon an der oberen Grenze von okay, das geht schon in so eine Richtung von Prediabetes, von Insulin, resistent und das ist ja langfristig nicht sonderlich gut,

01:35:02: Speaker 2 dann noch super spannend für mich war auch, dass mein V2 Max relativ niedrig war, das lag vor allem darin, dass ich mein Ausland zu messen in den USA, weil ich es klassischerweise ein bisschen übertrieben habe, mein Stressload einfach viel zu hoch war, da so eine Panikstörung entwickelt hab und mein Nervensystem einfach die ganze Zeit in diesen Fight of Light Modus war und deswegen konnte ich nicht so wirklich den Sport machen, den ich sonst immer gemacht hab und das hat man extrem gemerkt, also da war meine V2 Max wirklich im Keller und das hat mich echt beeindruckt, das einfach mal zu sehen und das war auch wirklich so ein Motivator nochmal, okay langfristig, zum einen willst du es wieder hoch kriegen, ganz ganz wichtig, weil so kann es langfristig nicht weitergehen, zum anderen aber bringt es aber auch nichts, wenn man all in geht die ganze Zeit so wie ich es gemacht hab, sechsmal die Woche Sport, Intervalltraining, Krafttraining, immer bis in die Grenzen, wenn es danach quasi als Problem führt und dann kannst du gar nichts mehr machen, das heißt langfristig gesehen macht es nur Sinn, wenn man konsistent ist und nicht übertreibt auch, einfach guck, was ist mein Stresslevel, genau du musst in der Ballon bleiben, hast du 100% richtig gesagt und das fand ich super spannend, einfach bei mir selber zu sehen.

01:36:05: Speaker 1 Regeneration auch als Teil des Trainings sehen.

01:36:06: Speaker 2 Genau, richtig super wichtig, Regeneration, das habe ich immer vernachlässigt und das hat sich dann halt bei mir gezeigt, zum einen im Test als auch dann bei meiner Mental Health mit dieser Panikstörung, also super wichtiges Thema und ich finde, da hat man ja mal gesehen, auch äußerlich gesehen wird man das niemals denken bei mir, aber ja die Werte haben für sich gesprochen.

01:36:27: Speaker 1 interessant finde ich tatsächlich dein Insulinwert, dass der halt Richtung Prädiabete schon ging, gab es da von den Ärzten irgendeine medizinische Erklärung?

01:36:36: Speaker 1 Ich habe bestimmt auch gefragt, hey, woher kommt das denn jetzt, Leute? Ja

01:36:41: Speaker 2 definitiv, das lag hauptsächlich halt daran, sonst die Ärzte mir auch erklärt und so macht das auf jeden Fall aus Sinn, da hätte ich es mir auch selber vorab schon gedacht. So schlimm war, habe ich nicht gedacht, aber ich habe mir schon gedacht, perfekt wird es nicht sein ehrlicherweise, dass ich halt nicht richtig Sport machen konnte, davor vor allem Kraftsport nicht, weil das immer so Panikattacken ausgelöst hat durch diese Panikstörung und vor allem Kraftsportmuskeln sind extrem wichtig für diesen Blutzuckerspiegel, für die Insulinensensitivität und das war eben einfach nicht mehr gegeben, plus meine Ernährung war eher noch so angepasst, wie als ich sechsmal die Woche Sport gemacht habe, sprich auch ziemlich viele Kohlendetrate und das ohne dass man jetzt viel Kraftsport macht, zum Beispiel ist das ja nicht sonderlich völlig und das hat dann letztendlich dazu geführt.

01:37:24: Speaker 1 das heißt einfach also die Balance auch zwischen der Ernährung und der Zusammensetzung sozusagen aus den Makronährstoffen und dem körperlichen Umsatz war einfach wenig so...

01:37:34: Speaker 2 Ja, die war nicht gegeben auf

01:37:36: Speaker 2 jeden Fall.

01:37:36: Speaker 1 aber genau das ist ja auch wieder dieses Gewohnheiten dann auch ändern, wenn man vielleicht in einem Bereich aus gewissen Gründen jetzt irgendwie nicht mehr so weitermacht sportlich, sich betätigt wie vielleicht vorher, dass dann auch sozusagen die Ernährungsgewohnheiten eigentlich sich jeder so ein bisschen umstellen müssen und da wahrscheinlich auch so eine Bewusstheit reinzubringen, wie das alles zusammenhängt. Das ist ja auch ein wichtiger Baustellen, glaube ich, diese Aufklärungsarbeit, die man auch solche Untersuchungen macht, weil man ja dann seine individuellen Ergebnisse einfach erklärt bekommt und dann wirklich seinen Körper noch mal ganz anders kennenlernt, weil ich meine die meisten Menschen sind heute nicht mal mehr so mit sich und ihrem Körper verbunden, dass sie so richtig merken, wann sie müde werden oder so, wann sie eine Pause brauchen und von natürlich Verdauungs- und Verträglichkeiten

01:38:19: Speaker 1 irgendwie ganz zu schweigen.

01:38:20: Speaker 1 Deswegen finde ich auch diesen Aspekt dieser Prävention oder von solchen Präventionspraxen und Konzepten total wertvoll, glaubst du denn, dass sich so ein Konzept wie ihr das jetzt habt auch wirklich, ich sag mal, in die Versorgung, die breite Versorgung auch in den nächsten, ich sag mal, fünf bis zehn Jahren irgendwie integrieren lässt oder meinst du, das wird so ein Nischenthema bleiben in den nächsten zehn Jahren und das braucht noch mal viel länger.

01:38:46: Speaker 2 ist natürlich super schwer zu sagen. Ich hoffe natürlich ganz stark, dass das so funktionieren wird langfristig. Dafür braucht es und dafür bedarf es aber eine enormen Veränderung. Ich glaube ehrlicherweise nicht. So schätze ich es zumindest ein, dass es so wie wir es jetzt machen in dem Umfang, dass sich das in die normale Grundversorgung so etablieren lässt. Ich glaube, das funktioniert einfach nicht ehrlicherweise so. Ehrlich muss man sein. Aber ich glaube dennoch, dass wir in der Prävention mehr in die Richtung gehen können, wichtige Grundmarke einfach mitzubestimmen, so einen LP-Klein A, so einen ApoB, einfach auch mal so einen V2 Max-Test zu machen. Solche Sachen glaube ich, kann man schon ganz gut etablieren, langfristig in fünf bis zehn Jahren. Ich glaube, das kann in die Leitlinien finden und in die Prävention dann auch, dass das eben durch die Versicherung gekappert wird. Ich glaube, das wäre ein Mega-Schritt in eine richtige Richtung. Aber um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass es in dem Umfang wie wir es machen, dass das Tragbeiwerf für das Gesamtsystem leider.

01:39:39: Speaker 1 man muss ja wahrscheinlich auch sagen, dass es ohne viel Diagnostik machen zu müssen, ohne viel teure Diagnostik machen zu müssen, gibt es ja in unserer Bevölkerung immer noch super viele Menschen, die einfach wirklich augenscheinlicher, gesünder sein könnten. Und ich glaube, solange die Baustelle da so groß ist, muss man natürlich auch hinterfragen, wie sehr auch eine Gesamtgesellschaft jetzt davon profitiert, dass sowas wirklich in der Breite schon finanziert wird.

01:40:06: Speaker 1 sich sowas leisten, sind ja häufig sowieso schon eher so auf der gesünderen Seite, sage ich mal, weil sie einfach ein Interesse haben, gesund zu leben. Und das geht irgendwie Hand in Hand. Aber eigentlich bräuchte man es ja genau bei denen, bei denen das nicht so ist, die sich so nicht so selbst da rein selektieren.

01:40:23: Speaker 2 Definitiv.

01:40:24: Speaker 1 Das ist auch so ein bisschen das Paradox, glaube ich.

01:40:26: Speaker 1 und ich ist so trotz, was glaube ich jeder mitnehmen kann von diesem Trend der Langlebigkeit, ist zum einen mal zu verstehen, hey, wenn ich nicht auf mich selber achte und auf mein Lebensstil, die anderen tun es nicht. In Deutschland sind wir ja sehr gut darin, so das Thema Gesundheit auch auszusorzen an Ärzte und Behandler und dann verahm' ich irgendwie Industrie. Aber

01:40:49: Speaker 1 eigentlich ist Gesundheit erhalten, startet viel früher. Und das kann man eigentlich nur selber beeinflussen. Und ich mein, du hast jetzt die ganzen wichtigen Dinge auch schon genannt. Was ist denn so dein persönliches, deine persönliche Routine, wo du sagst, wenn ich diese Sachen umsetze jede Woche oder auch einfach generell in deinem Leben, dann glaube ich, kann nicht gesund alt werden. So auch den Hörern vielleicht so mitgeben könnte. Ich finde das immer ganz cool, so eine Person zu haben, die einen inspiriert da irgendwas von zu gubieren.

01:41:22: Speaker 2 Mega gerne. Wie gesagt, das sind natürlich nur meine Routinen. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, aber ich kann das trotzdem sehr gerne teilen, was ich mache und ich lebe halt auch zum größten Teil mittlerweile auf jeden Fall nach diesem Pareto-Prinzip. Ich gehe natürlich ein bisschen drüber noch, einfach weil ich auch in der Branche bin und dass auch eine Passion von mir ist. Aber dennoch, ich bin jetzt mittlerweile ein bisschen bewusster. Und der andere mache ich auch einmal die Woche jenen Yoga. Das kann ich jedem empfehlen. Das ist super für das Nervensystem, also ganz, ganz ruhiges und entspanntes Yoga. Das ist auf jeden Fall jeden Montagabend Teil meiner Routine. Sonst generell bei mir im Winter auch super wichtig, finde ich, ist eine Tageslichtlampe. Ich starte morgens immer in den Tag rein, quasi setzt mich vor die Tageslichtlampe auch ohne Handy und gucke erst mal eine halbe Stunde quasi ins Nichts. Und das hat meiner Meinung nach dann auch den großen Vorteil einmal durch dieses Licht. Dadurch kannst du deinen zirka die jahren Rhythmus irgendwie einmal so setzen im Winter. Dadurch, dass du keine Sonne hast, das ist glaube ich super wichtig. Aber dann zum anderen auch einfach der Faktor, kein Handy zu haben morgens. Nicht morgens direkt aufzustehen, okay, ich habe 100 Watt nachrichten, 50 E-Mails. Ich habe um 9 Uhr direkt ein Call. Da muss ich sofort bereit für sein, sondern einfach mal ein bisschen ruhiger das Ganze angehen zu lassen. Da natürlich Sport mache ich vier bis fünf an die Woche mittlerweile, zweimal die Woche Ausdauer, so ein zwei oder einmal einen Intervalllauf auch. Auch da übertreibe ich es nicht. Und dann zweimal die Woche Krafttraining und jetzt im Winter neuerdings neu für mich gefunden Taddle, finde ich, ist eine ziemlich coole Sportart, mache ich sehr gerne. Auch da dieser Gruppenaspekt mit Freunden zu sein, das finde ich mega cool, einfach Sport mit Freunden zusammen zu machen, das ist super. Bin ich großer Fan von und im Sommer spiel ich sonst Golf in der Natur, schön viel spazieren gehen, finde ich mega wichtig auch. Ja sonst zum Thema Ernährung bei mir ist eigentlich auch relativ simpel, weil ich eben auch sehr viel zu tun habe, immer auch viele Side-Projects habe, Vollzeitjob. Da muss man natürlich mal gucken, wo man hinkommt. Aber ich versuche immer täglich genug Obst, Gemüse, einfach Hohlschutz zu essen, das ist ganz wichtig, genug Fett und Proteine, also die essentiellen Nährstoffe quasi einmal reinzukriegen und ich glaube, dann ist man schon ziemlich gut dabei. Und natürlich, das ist mir immer ganz wichtig, er schlafe. Schlaf ist für mich super wichtig, acht Stunden schlafe ich eigentlich jeden Tag, immer ungefähr die gleiche Uhrzeit, in der ich ins Bett gehe und das macht meiner Meinung nach ein Riesenunterschied. Das ist ein super wichtiges Thema.

01:43:32: Speaker 1 Und worin würdest du sagen, findest du denn den größten Sinn in deinem Leben?

01:43:39: Speaker 2 Ich glaube tatsächlich, das habe ich jetzt über die Jahre gemerkt, ist wirklich, dass einer meiner größten Passion ist, dieses Thema präventive Medizin, Gesundheit, dass jeder seine Gesundheit in der Hand hat, dass ich das wirklich vorantreiben möchte. Aus ganz vielen verschiedenen Standpunkten gesehen, glaube ich, ist das einfach eines meiner Herzensthemen. Ich glaube, das Bedarf ist langfristig zum einen. Das ist glaube ich extrem wichtig für die Gesellschaft, auch langfristig um die Rente zu sichern und das sind ganz, ganz viele Themen, die damit rein spielen. Super wichtige Themen auch und das ist einfach eines meiner Herzensthemen. Ich mache auch extrem gerne Sport, ich gucke mir extrem gerne Serien oder Bücher zu diesen ganzen Themen an und das ist einfach mein Herzensthema, muss man so sagen.

01:44:23: Speaker 1 Ja, diese Passion teilen wir auf jeden Fall,

01:44:26: Speaker 1 deswegen gibt es diesen Podcast

01:44:28: Speaker 1 Nico, tausend Dank für deine persönliche Geschichte und für auch die ganzen Inzals zu diesem super spannenden, aber eben

01:44:35: Speaker 1 Abonniere diesen Podcast, um keine Folge mehr zu verpassen und freue dich jeden Freitag morgen auf neue Impulse. Ich lade dich herzlich ein, eine Bewertung dazu lassen und den Podcast mit Menschen zu teilen, den du einen gesünderen Alltag wünscht. Dich erwarten spannende Expertinnen und Experten mit frischen Perspektiven auf die wichtigsten Fragen rund um unser Gesundes sein. Du hast Feedback, Fragen oder Themenwünsche? Dann schreib mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail an stephanieadd-gesundsein-podcast.com. Danke, dass du heute dabei warst und bis zum nächsten Mal bei Gesundsein!

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